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Freenet TV

DVB-T2-Plattform

Freenet TV ist die kostenpflichtige DVB-T2-HD-Plattform von Media Broadcast. Sie wird via DVB-T2 in den jeweiligen DVB-T-Empfangsgebieten in Deutschland verbreitet. Die Aufschaltung der werbefinanzierten Privatsender in HD erfolgt dabei von Beginn an grundverschlüsselt. Ein Empfang ohne Freenet-TV-Hardware war somit zu keiner Zeit möglich.

freenet.tv
Senderlogo
Logo Freenet TV
Allgemeine Informationen
Empfang: DVB-T2 HD
Eigentümer: Media Broadcast
Geschäftsführer: Wolfgang Breuer (Vorsitzender)
Sendebeginn: 31. Mai 2016
Rechtsform: Privatrechtlich (GmbH)
Programmtyp: Telemedien
Liste von Fernsehsendern

Inhaltsverzeichnis

Spezifikationen und NutzungsmöglichkeitenBearbeiten

Freenet TV bietet dabei dem Anwender Zugang zu den grundverschlüsselten Privatsendern in HD sowie zu Freenet TV connect, dem Nachfolger der bisherigen multithek. Zum Start der Plattform am 31. Mai 2016 wurden die Privatsender RTL HD, Sat.1 HD, ProSieben HD und VOX HD allen Nutzern von DVB-T2 zunächst ohne weitere Zusatzkosten zur Verfügung gestellt.[1] Ende des ersten Quartals 2017 wurden bis zu 20 weitere kostenpflichtige Privatsender aufgeschaltet, welche drei Monate ohne weitere Zusatzkosten empfangbar sein werden. Nach diesem Zeitraum ist ein Empfang dieser privaten Sender nur noch gegen Bezahlung (vorrangig kartenlos über Prepaid) möglich.[2][3] Ab 1. Juli 2017 wird die Zugangsgebühr von jährlich 69 Euro fällig, und zwar für jedes Empfangsgerät, auch wenn mehrere Geräte im selben Haushalt stehen. Am 29. März 2017 endete die bisherige DVB-T-Verbreitung. Lediglich der NDR betrieb einen einmonatigen Rest-Mux in DVB-T-Norm.

Die öffentlich-rechtlichen Programme können über ein mit dem „DVB-T2 HD“-Logo gekennzeichnetes Empfangsgerät ohne zusätzliche Kosten frei über DVB-T2 HD empfangen werden und sind nicht Teil von Freenet TV, da für sie die Übertragungskosten mit den Fernsehgebühren abgedeckt sind. Auch DVB-T2-Empfänger ohne das Logo können üblicherweise die öffentlich-rechtlichen Sender über DVB-T2 HD empfangen, sofern sie HEVC unterstützen, dies ist jedoch nicht garantiert.

Umstellungsprobleme bei Einführung des ProgrammangebotsBearbeiten

Aufgrund des komplexen technischen Vorgangs ist die Umstellung des Standards von DVB-T auf DVB-T2 mit einzelnen Problemen verbunden, die hauptsächlich mit dem Wechsel von Frequenzen begründet werden und einen erneuten Sendersuchlauf erforderlich machen, in einzelnen Fällen auch einen Standortwechsel der Antenne oder ein Rücksetzen des Receivers auf Standardeinstellungen. Die Deutsche Telekom will diese Situation nutzen, um mit „StartTV“ ein neues Einstiegsmodell für ausschließlich lineares Fernsehen als Streamingangebot innerhalb von Telekom Entertain zu vermarkten.[4]

ZertifizierungBearbeiten

Gerätehersteller müssen ihre Empfangsgeräte (Digitalreceiver, USB-Sticks) von FreenetTV zertifizieren lassen, um gerätespezifische Entschlüsselungscodes zu erhalten. Dadurch werden nach Vorgaben der Privatsender verschiedene Einschränkungen sichergestellt, u. a. dass verschlüsselte Sendungen bei Geräten mit Aufzeichnungsfunktion (PVR=Personal Videorecording) auch verschlüsselt abgespeichert werden. Aufgenommene Sendungen können somit nur von dem Gerät wiedergegeben werden, auf dem sie aufgenommen wurden, und es ist auch nicht möglich, solche Sendungen weiterzugeben oder auf anderen Geräten (z. B. PC) zu bearbeiten bzw. zu schneiden.[5] PVR-Funktionen müssen für Privatsender von Freenet TV freigeschaltet werden, bevor sie genutzt werden können. Aufnahmen an Fernsehern mit Freenet-TV-Modul sind überhaupt nicht möglich. Darüber hinaus verhindern zertifizierte Geräte das Überspringen von Werbeblöcken in aufgenommenen Sendungen, und es gibt weitere Einschränkungen für zeitversetzte Aufnahmen (Timeshift).[6]

ProgrammangebotBearbeiten

kostenpflichtig verschlüsselt in 1080p (FullHD, von 1080i hochskaliert) senden (Stand: 29. März 2017):

Sender Logo
Disney Channel HD  
DMAX HD  
Eurosport 1 HD  
kabel eins HD  
N24 HD  
n-tv HD  
Nick HD
Nicknight HD
 
 
Nitro HD  
ProSieben HD  
ProSieben Maxx HD  
RTL HD  
RTL II HD  
Sat.1 HD
Sat.1 Gold HD  
sixx HD  
Sport1 HD  
SUPER RTL HD  
Tele 5 HD  
VOX HD  

Damit fehlen gegenüber HD+ (Satellit) Deluxe Music HD, MTV HD und TLC HD. Außerdem fehlt der englischsprachige Sender Insight.

unverschlüsselt in 1080p sendet (Stand: 29. März 2017):

Sender Logo
freenet.TV Info – Promotionkanal von Freenet TV  

unverschlüsselt in "qHD" (= 1/4 HD-Auflösung, 540p, entspricht der herkömmlichen SD-Auflösung) senden (Stand: 29. März 2017):

Sender Logo
bibel.tv HD  
QVC HD  
HSE24 HD  

Die RTL-Group-Sender liegen zusammen mit Tele 5 auf dem ersten Kanal der Tabelle im folgenden Abschnitt, die ProSiebenSat.1-Sender mit Sport1 auf dem zweiten und alle anderen auf dem dritten Kanal.

EmpfangBearbeiten

DVB-T2 (Stand: 29. März 2017):[7]

Name der DVB-T2-Insel Kanäle Sendeanlage/n
Baden-Baden 35 (586 MHz)
49 (698 MHz)
29/58 (538/770 MHz)
Fremersbergturm, Merkurturm
Bremen/Unterweser 42 (642 MHz)
48 (690 MHz)
22 (482 MHz)
Fernmeldeturm Bremen, Fernmeldeturm Schiffdorf
Hannover/Braunschweig 44 (658 MHz)
24 (498 MHz)
47 (682 MHz)
Telemax, HKW Mitte, Fernmeldeturm Broitzem
München 35 (586 MHz)
26 (514 MHz)
48 (690 MHz)
Olympiaturm, Sender Wendelstein
Nürnberg 49 (698 MHz)
24 (498 MHz)
54 (738 MHz)
Fernmeldeturm Nürnberg
Hamburg 30 (546 MHz)
28 (530 MHz)
45 (666 MHz)
Heinrich-Hertz-Turm, Sender Hamburg-Rahlstedt
Kiel 52 (722 MHz)
28 (530 MHz)
45 (666 MHz)
Fernmeldeturm Kiel, Sender Kiel
Lübeck/Stockelsdorf 30 (546 MHz)
28 (530 MHz)
45 (666 MHz)
Sender Lübeck, Sender Berkenthin
Saarbrücken 35 (586 MHz)
49 (698 MHz)
45 (666 MHz)
Sender Riegelsberg-Schoksberg
Rhein-Main 37 (602 MHz)
54 (738 MHz)
59 (778 MHz)
Europaturm, Feldberg, Fernmeldeturm Hohe Wurzel, Sender Darmstadt (HR)
Rhein-Neckar 35 (586 MHz)
49 (698 MHz)
24 (498 MHz)
Mannheim Fernmeldeturm, Heidelberg Königsstuhl, Fernsehturm Heidelberg, Sender Kettrichhof
Köln/Bonn/Aachen 40 (626 MHz)
43 (650 MHz)
36 (594 MHz)
Colonius, Sender Bonn-Venusberg, Sender Aachen-Stadt
Dortmund/Düsseldorf/Essen/Hagen/Langenberg/Wesel/Wuppertal 40 (626 MHz)
43 (650 MHz)
48 (690 MHz)
Florianturm, Sender Langenberg, Rheinturm, Fernsehturm Essen, Sender Hagen (WDR), Sender Wesel, Fernmeldeturm Wuppertal-Küllenhahn
Stuttgart/Reutlingen 42 (642 MHz)
25 (506 MHz)
45 (666 MHz)
Stuttgarter Fernmeldeturm, Sender Reutlingen (Scheibengipfel)
Berlin/Potsdam 27 (522 MHz)
31 (554 MHz)
42 (642 MHz)
Berliner Fernsehturm, Fernmeldeturm Berlin-Schäferberg
Rostock/Schwerin 44 (658 MHz)
24 (498 MHz)
26 (514 MHz)
Sender Rostock-Toitenwinkel, Schweriner Fernsehturm
Halle/Leipzig 43 (650 MHz)
28 (530 MHz)
26 (514 MHz)
Funkturm Leipzig, Funkturm Halle
Jena 44 (658 MHz)
33 (570 MHz)
47 (682 MHz)
Sender Jena
Magdeburg 46 (674 MHz)
29 (538 MHz)
55 (746 MHz)
Sender Magdeburg (Stadt)

Freenet TV connect wird über den ZDF-Mux verbreitet.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten