Franz Josef Altenburg

österreichischer Bildhauer

Franz Josef Altenburg (* 15. März 1941 in der Kaiservilla in Bad Ischl) ist ein österreichischer Bildhauer und Keramikkünstler.

LebenBearbeiten

Franz Josef Altenburg ist ein Urenkel des Kaisers Franz Joseph I. und der Kaiserin Elisabeth. Sein Vater war Clemens Salvator von Österreich-Toskana, ab 1931 Altenburg[1] (1904–1974) und seine Mutter Gräfin Elisabeth Resseguier de Miremont (1906–2000). Franz Josef Altenburg ist das siebente von neun Kindern. Er ist mit Christa von Haerdtl verheiratet und hat mit ihr vier Kinder. Franz Josef Altenburg lebt und arbeitet seit 1975 in einem Vierkanthof in Breitenschützing.

Künstlerisches SchaffenBearbeiten

Altenburg studierte von 1958 bis 1962 an der Kunstgewerbeschule Graz bei Hans Adametz, Rudolf Szyszkowitz und Rudolf Spohn. Dort lernte er die Keramikerin Gudrun Baudisch-Wittke kennen und arbeitete zwischen 1962 und 1964 bei ihr in der „Hallstätter Keramik“. 1965 und 1966 war er Gasthörer auf der Keramikschule in Faenza und absolvierte 1967 die Meisterprüfung im Hafnergewerbe. Altenburg unternahm zahlreiche Studienreisen ins Ausland, unter anderem, 1968, zu Jean Claude de Crousaz in Genf. Noch im selben Jahr erhielt er von Johannes von Hohenberg ein dauerhaftes Atelier in der Gmundner Keramik und war dort bis 1993 als freischaffender Künstler tätig. In dieser Zeit wurde er Mitglied der von Hohenberg und Gudrun Baudisch-Wittke gegründeten Werkgemeinschaft Gruppe H, der auch Anton Raidel (1943–2019) und Wolfgang von Wersin kurz angehörte. Altenburg ist Mitglied des Kunstforum Salzkammergut und einer der bedeutendsten Vertreter Moderner Keramik in Österreich.

AuszeichnungenBearbeiten

Werke (Auswahl)Bearbeiten

Die größte öffentliche Sammlung mit Keramiken des Künstlers befindet sich im Eigentum des Landes Oberösterreich (Schlossmuseum Linz).

Ausstellungen (Auswahl)Bearbeiten

  • 1987: Neue Galerie der Stadt Linz Lentos, Frank Josef Altenburg. Keramik.
  • 2006: Landesgalerie Linz Francisco Carolinum, Aus der Sammlung: Franz Josef Altenburg.
  • 2010: Kunstraum St. Virgil, Franz Josef Altenburg: Der Bildhauer als Zeichner.

FilmeBearbeiten

  • Peter Resch: Franz Josef . 16 mm, 2018, 7 min

Einzelpublikationen (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nach dem Ersten Weltkrieg erklärte Erzherzog Clemens Salvator seinen Austritt aus dem ehemaligen österreichischen Kaiserhaus. 1930 schloss er in Wien die Ehe mit Gräfin Elisabeth Resseguier de Miremont und beantragte die Namensänderung in „Altenburg“. Die niederösterreichische Landesregierung gestattete 1931 diese Namensänderung. 1949 genehmigte der damalige Chef des Hauses Österreich dem ehemaligen Erzherzog und seinen Nachkommen die Führung des Titels „Prinz“ bzw. „Prinzessin“.