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Stadtgemeinde
Weiz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Weiz
Weiz (Österreich)
Weiz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Weiz
Kfz-Kennzeichen: WZ
Fläche: 17,49 km²
Koordinaten: 47° 13′ N, 15° 38′ OKoordinaten: 47° 13′ 8″ N, 15° 37′ 31″ O
Höhe: 477 m ü. A.
Einwohner: 11.701 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 8160
Vorwahl: 03172
Gemeindekennziffer: 6 17 66
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 7
8160 Weiz
Website: www.weiz.at
Politik
Bürgermeister: Erwin Eggenreich[1] (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(31 Mitglieder)
15
10
3
2
1
15 10 
Insgesamt 31 Sitze
Lage von Weiz im Bezirk Weiz
Albersdorf-PrebuchAngerBirkfeldFischbach (Steiermark)Fladnitz an der TeichalmFloingGasenGersdorf an der FeistritzGleisdorfGutenberg-StenzengreithHofstätten an der RaabIlztalLudersdorf-WilfersdorfMarkt HartmannsdorfMiesenbach bei BirkfeldMitterdorf an der RaabMortantschNaasPassailPischelsdorf am KulmPuch bei WeizRattenRetteneggSt. Kathrein am HauensteinSankt Kathrein am OffeneggSt. Margarethen an der RaabSankt Ruprecht an der RaabSinabelkirchenStralleggThannhausenWeizSteiermarkLage der Gemeinde Weiz im Bezirk Weiz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Weiz von Südwesten aus gesehen
Weiz von Südwesten aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Weiz ist eine Stadt mit 11.701 Einwohnern (Stand: 1. Jänner 2019) in der Oststeiermark und die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirkes in Österreich. Sie ist nach Feldbach die einwohnermäßig zweitgrößte Stadt der Oststeiermark bzw. die achtgrößte Stadt (neuntgrößte Gemeinde) der Steiermark (Stand 1. Jänner 2019) und gilt auf Grund mehrerer Industrieunternehmen als Industriestadt.

Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurde 2015 die Gemeinde Krottendorf eingemeindet.[2]

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

 
Blick auf die Stadt von Westen

Weiz liegt am Weizbach, einem Nebenfluss der Raab, wenige Kilometer südlich der Weizklamm und etwa 25 Kilometer nordöstlich von Graz, der Landeshauptstadt der Steiermark.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[3][4]):

  • Büchl (267 Ew.), KG Büchel (209,95 ha)
  • Farcha (101 Ew., 118,51 ha)
  • Krottendorf (883 Ew., 229,58 ha)
  • Nöstl (284 Ew., 161,37 ha)
  • Preding (767 Ew., 295,36 ha)
  • Regerstätten (102 Ew.), KG Reggerstätten (116,41 ha)
  • Weiz (9297 Ew., 507,24 ha)

Die Stadtgemeinde umfasst damit eine Fläche von 17,51 km² (1.751 ha).

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn von Norden) Thannhausen, Sankt Ruprecht an der Raab, Mitterdorf an der Raab, Mortantsch und Naas.

KlimaBearbeiten

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 9,0 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 799,0 Millimeter. Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 19,1 °C und der kälteste der Januar mit −1,3 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat Juni mit 120,4 Millimeter im Durchschnitt, der wenigste im Januar mit 25,4 Millimeter im Mittel. Die tiefste je gemessene Temperatur liegt bei −20,7 °C im Januar und die höchste bei 35,9 °C im August.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Weiz
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,6 6,2 10,5 15,0 20,3 23,1 25,2 24,7 20,6 15,0 8,3 4,5 Ø 14,8
Min. Temperatur (°C) −4,4 −2,9 0,5 4,2 8,8 11,9 13,7 13,7 10,1 5,2 0,3 −2,8 Ø 4,9
Temperatur (°C) −1,3 0,6 4,5 8,9 14,1 17,2 19,1 18,4 14,3 8,9 3,3 0,1 Ø 9,1
Niederschlag (mm) 25,4 28,2 41,7 49,9 88,3 120,4 110,0 116,8 74,3 59,9 49,8 34,3 Σ 799
Regentage (d) 5,5 5,1 7,1 7,7 10,5 11,6 10,4 9,6 7,7 6,4 6,8 5,9 Σ 94,3
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
3,6
−4,4
6,2
−2,9
10,5
0,5
15,0
4,2
20,3
8,8
23,1
11,9
25,2
13,7
24,7
13,7
20,6
10,1
15,0
5,2
8,3
0,3
4,5
−2,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
25,4
28,2
41,7
49,9
88,3
120,4
110,0
116,8
74,3
59,9
49,8
34,3
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

GeschichteBearbeiten

 
Hauptplatz mit Mariensäule, 1898
 
Das Rathaus von Weiz

Die Gründung der Ortschaft Weiz erfolgte bereits vor dem Jahr 1188; damals wurden der Ort und die Taborkirche erstmals urkundlich als „Vides“ erwähnt.

Auszug aus Meyers Konversations-Lexikon von 1888:

„Weitz, Marktflecken in Steiermark, an der Lokalbahn Gleisdorf- W, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine alte Kirche, Fabrikation von Eisen- und Stahlwaren, insbesondere Sicheln, und (1880) 2648 Einw. Dabei eine vom Weitzbach gebildete sehenswerte Klamm.“

1892 gründete der ortsansässige Franz Pichler das Elektromaschinenunternehmen „F. Pichler Werke“, der späteren VA Tech Elin, die 2005 vom Siemens-Konzern übernommen wurde. Im Jahre 2006 wurde die Generatorenfertigung aufgrund von kartellrechtlichen Bedenken an die Andritz AG weiterverkauft; die Fertigung von Groß- und Verteiltransformatoren ist nach wie vor Teil der Siemens AG Österreich. Während des Ersten Weltkriegs erhielt die Ortschaft einen eigenen Bahnhof, um den Transport der Rüstungsmaterialien, welche aufgrund des Krieges damals hauptsächlich produziert wurden, zu erleichtern.

Seit 1932 besitzt Weiz das Stadtrecht.

2019 erhielt Weiz den „IMPULS Award“ als innovativste Gemeinde Österreichs.[5]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


ReligionenBearbeiten

Religion Personen Prozentsatz
Römisch-katholische Kirche 7191 81,6 %
Evangelische Kirche 0290 03,3 %
Islam 0193 02,2 %
Orthodoxe Kirche 0123 01,4 %
kein religiöses Bekenntnis 0872 09,9 %

Mit über 80 % ist eine klare Mehrheit der Weizer katholisch. Alle anderen Religionsbekenntnisse machen zusammen nur knapp 20 % aus. Dabei sind die Konfessionslosen mit beinahe 10 % wiederum eine klare Mehrheit. Religionen wie der Evangelischen Kirche, der Orthodoxen Kirche oder dem Islam gehören zwischen 1,4 und 3,3 %, also jeweils einige hundert Weizer an.

In der Stadt befinden sich zwei katholische Kirchen, eine evangelische Kirche sowie ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Blick auf einen Teil des Hauptplatzes, im Hintergrund die Weizbergkirche
 
Kunsthaus Weiz
 
Schloss Radmannsdorf
  • Taborkirche: Seit 1188 urkundlich belegt. Chor aus dem 14. Jahrhundert, mit barocken Erweiterungen von 1644. Orgel von Ferdinand Schwarz aus dem Jahr 1769.
  • Basilika am Weizberg: An exponierter Stelle nordöstlich der Stadt, diese um etwa 80 m überragend steht diese spätbarocke Wallfahrtskirche. Erstmals erwähnt ist sie bereits 1147; der heutige Bau stammt aus den Jahren 1757/58. Im Dezember 2017 wurde das markante Gebäude vom Vatikan zur Basilica minor erhoben.
  • Kunsthaus Weiz: Der moderne Neubau mit riesigen Glasfronten wurde 2005 von Architekt Dietmar Feichtinger errichtet;[7] 2 Säle: Frank Stronach Saal, Prof. Hannes Schwarz Saal.
  • Kulturzentrum Weberhaus
  • Gemini-Haus, ein futuristisches Drehsolarhaus, welches anlässlich der Steirischen Landesausstellung 2001 (Motto: Energie) im Schlosspark errichtet wurde.
  • Schloss Radmannsdorf: erbaut von Otto und Christoph von Radmannsdorf um 1550. Spätrenaissance-Stil. Renaissancefenster über dem Haupteingang. Einrichtung des Rittersaales befindet sich im Landesmuseum Joanneum Graz. Trotz Umbauten für Amts- und Wohnräume wurde die Hauptfront im Wesentlichen bewahrt. Heute Sitz des Bezirksgerichtes.
Ausflugsziele

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Jährlich finden in Weiz das Mulbratlfest sowie das Altstadtfest statt. Weiters gibt es in Weiz noch verschiedene andere Veranstaltungen, wie etwa der Weizer Sommermarkt, der Nikolomarkt oder das Biofest.

Kulinarische SpezialitätenBearbeiten

SportBearbeiten

  • Fußballverein SC Weiz
  • Volleyballverein VBC Weiz
  • Eishockeyverein EC Bulls Weiz
  • Eishockeyverein EC Weiz
  • Eishockeyverein Eisbären Weiz
  • Eishockeyverein Redbacks Weiz
  • Badminton ATUS Weiz
  • Handballverein HC Weiz
  • Basketballverein Weiz Rabbits

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Geschichte von Weiz als bedeutender Wirtschaftsstandort der Region begann mit der Grundsteinlegung der F. Pichler Werke im Jahre 1892. In der damaligen Zeit war Weiz als Fabriksstandort eigentlich uninteressant, da größere Gewässer zum Antrieb von Wassermühlen, die zur maschinellen Produktion benötigt wurden, fehlten. Doch der Weizer Franz Pichler ging nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Erfinder und Pionier in der elektrischen Stromerzeugung ein, da er auch Wechselstromkraftwerke – die ersten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, konstruierte. Das rasch wachsende Unternehmen wurde zu einem bedeutenden Hersteller von Elektrotechnik, was den Ort als Industriestandort bekannt machte, und weitere Unternehmen anzog. Im Ersten Weltkrieg musste das Unternehmen für die k.u.k. Armee Rüstungsmaterialien herstellen. Um den Transport zu beschleunigen und vereinfachen, wurde ein Bahnhof in Weiz errichtet. Dieser stellte als Nebeneffekt sicher, dass Weiz auch in Zukunft ein attraktiver Unternehmensstandort blieb. Aus den F. Pichler Werken ging später die ELIN Aktiengesellschaft für elektrische Industrie hervor, welche seit 2005 als Bestandteil der VA Tech Elin zur Siemens AG gehört. Das Werk in Weiz, welches auch heute noch besteht und rund 1000 Personen beschäftigt, gehört jedoch zur Sparte für Wasserkraftwerksbau, welche Siemens aus kartellrechtlichen Gründen weiterverkaufen musste. Besitzer des Werkes in Weiz ist seit 2006 die Andritz AG.

Mit Stand der Volks- und Arbeitsstättenzählung der Statistik Austria im Mai 2001 waren in den Weizer Unternehmen 8.680 Personen beschäftigt. Dies ist im Vergleich zur in etwa gleich hohen Einwohnerzahl der Kleinstadt eine beträchtliche Anzahl, was die Bedeutung von Weiz als Wirtschaftsstandort unterstreicht.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

EnergieBearbeiten

Weiz gehört zu den 24 Gemeinden in Österreich (Stand März 2019), die mit der höchsten Auszeichnung des e5-Gemeinden Energieprojekts ausgezeichnet wurden. Das e5-Gemeinde-Projekt soll die Umsetzung einer modernen Energie- und Klimapolitik auf Gemeindeebene fördern.[8]

VerkehrBearbeiten

 
Das Aufnahmsgebäude des Weizer Bahnhofs (2011). Im Anschluss an den Fahrgastbereich befinden sich (im EG) Büroräume der Fahrdienstleitung, Güterabfertigung, Betriebsleitung und Bautechnik. Die Landesbahnen Gleisdorf – Weiz und Peggau-Deutschfeistritz – Übelbach werden vom Bahnhof Weiz aus geleitet.
  • Die Personenzüge der normalspurigen Landesbahn Gleisdorf–Weiz ( ) hielten in Weiz zwischenzeitlich an zwei Stationen: An der Haltestelle Weiz Interspar und an der Station Weiz Bahnhof. Die wenige hundert Meter vom Bahnhof Weiz entfernt gelegene Endhaltestelle Weiz (bis 2010 Weiz Stadt) wurde im Juli 2016 aufgelassen.
  • Im Zuge der aktuellen Bauarbeiten für die neue Ortsdurchfahrt Weiz wird die normalspurige Anschlussbahn in das Werk der ehemaligen ELIN (heute Siemens Transformers Austria und Andritz Hydro) in neuer Gleislage durch die Kapruner-Generator-Straße geführt. Die bisherige Bushaltestelle dient nun als Bahnhaltestelle Weiz Zentrum. Ab der Dr.-Karl-Widdmann-Straße wurde der Gleiskörper nach Norden bis zur Roseggergasse verlängert, wo (gegenüber dem Fußball-Stadion Weiz) die neue Bahnhaltestelle Weiz Schulzentrum errichtet wurde.
  • Nach Inbetriebnahme der Bahnlinie im Abschnitt zwischen dem Bahnhof und der neuen Endhaltestelle verfügt die   in Weiz ab September 2018 insgesamt vier Haltestellen. Die ausgedehnten Gleisanlagen des Bahnhofs Weiz werden im östlichen Bereich künftig durch die neue Ortsdurchfahrt Weiz begrenzt. Im Bahnhof Weiz trifft die Landesbahn nach Gleisdorf mit der schmalspurigen Feistritztalbahn, die, neben Güterzügen zum Talkumwerk in Oberfeistritz, heute vor allem touristischen Dampfbummelzügen dient, zusammen.
  • Sanfte Mobilität: Weiz gilt als Stadt der kurzen Wege.[9] Aufgrund der topografischen Lage und einer Größe von rund 5 km² ist es ideal, zu Fuß zu gehen und im erweiterten Stadtgebiet von 17 km² mit dem Rad zu fahren. Es gibt in der Stadt zehn Kilometer Radwege. In den Wohngebieten gilt größtenteils eine 30 km/h-Beschränkung, hier können Radfahrer ohne größere Probleme mit dem Autoverkehr mitfahren. Um den Radverkehr zu fördern, dürfen Radfahrer in vielen Einbahnen auch gegen die Einbahnstraße fahren. Die Stadt hat an einigen EU-Projekten wie VIANOVA[10] und URBACT,[11] erfolgreich teilgenommen.

BildungBearbeiten

In der wichtigsten Schulstadt der Oststeiermark befinden sich unter anderem folgende schulische Einrichtungen:

  • Volksschule Weiz (ehemals Weiz I und Weiz II)
  • Volksschule Weizberg
  • Allgemeine Sonderschule Weiz
  • Neue Mittelschule Weiz I – Sport
  • Neue Mittelschule Weiz II – Musik
  • Neue Mittelschule Weiz III – Real
  • Polytechnische Schule Weiz
  • Musikschule der Stadt Weiz
  • Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Weiz
  • Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Weiz
  • Höhere Technische Bundeslehranstalt Weiz
  • Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe
  • Internat am Bundesschulzentrum, Kolpinghaus

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
48,92 %
(-7,07 %p)
30,58 %
(n. k.)
9,64 %
(-25,04 %p)
6,26 %
(n. k.)
4,61 %
(-1,12 %p)
n. k.
(-3,6 %p)
2010

2015


Der Stadtgemeinderat besteht aus 31 Mitgliedern. Seit der Gemeinderatswahl vom 22. März 2015 besteht folgende Mandatsverteilung: 15 SPÖ, 10 Team Krottendorf, 3 ÖVP, 2 FPÖ, 1 GRÜNE.

BürgermeisterBearbeiten

  • 1993–2012 Helmuth Kienreich (SPÖ)[12]
  • seit 2012 Erwin Eggenreich (SPÖ)[1]

VerwaltungBearbeiten

Die Weizer Gemeindeverwaltung und das Büro des Bürgermeisters sind im Rathaus angesiedelt. Weil sich dieses aber auf einer Anhöhe am westlichen Ende des Hauptplatzes befindet und damit für Rollstuhlfahrer nur schwer erreichbar ist, wurde das Bürgerservice im Oktober 2016 aus Gründen der Barrierefreiheit aus dem Rathaus ausgesiedelt und ins Parterre des Kunsthauses verlegt. Eine zweite Servicestelle mit kürzeren Öffnungszeiten findet sich im ehemaligen Gemeindeamt des 2015 eingemeindeten Ortsteils Krottendorf.[13][14]


StädtepartnerschaftenBearbeiten

WappenBearbeiten

Die Verleihung des Wappens erfolgte am 4. Februar 1560 durch Kaiser Ferdinand I. Im Wappenbrief wird das Weizer Wappen wie folgt beschrieben:

„Ain Plawen oder Lasurfarben Schildt. Im Grund desselben ain Gruener Anger oder wisen, In mitte vber zwerchs mit aim Fluß seiner Natürlichen wasser Färb vnnd gestalt. In mitte darvber mit ainer Pruckh, one glender, vnnd auf dem Obern thail Jetzgedachts Angers oder wisen in der gantzen Praite des Schiidts ain Veste mit weissem gemeur, in der mitte an Jetzgedachter Pruckhen mit ainer Offnen durchsichtigen Porten vnd darob erhöchter Maur, darhinder aim hohen viereggeten, desgleichen an Jeden Egkh der Maur aim Ronden Thurn neben der Porten Jederseits ains, In der erhöchten Mawr ob der Porten in gleicher weite voneinander drey vnnd Jedem Egkh Thurn Zway schieß Löcher vnnd In dem hohen Thurn Oben neben einander für sich zway, an der Linckhen seiften aim Fenster oder Laden, alle Thurn, desgleichen die Port, mit Iren Rotten Dächern.“[16]

Wegen der Gemeindezusammenlegung verlor das Wappen mit 1. Jänner 2015 seine offizielle Gültigkeit. Die Wiederverleihung erfolgte mit Wirkung vom 15. Juni 2016.[17]

 
Altes Wappen
Blasonierung: „In blauem Schild über grünem Schildfuß, darin ein silberner, blau gefluteter Balken mit mittig darüberführender schwarzer, silbern gefugter Brücke, eine silberne Burg, bestehend aus einer gedeckten, von zwei mit goldenen, knaufbesteckten Spitzdächern und je zwei Rechteckfenstern im Obergeschoß versehenen Rundtürmen flankierten Mauer mit einem mittig eingestellten, satteldachgekrönten und außen beiderseits knaufbesteckten Torturm mit zwei Rechteckfenstern im Obergeschoß, dem Turm vorgelagert ein golden bedachtes Torgebäude samt Rundbogentor, darüber drei, zu jeder Seite ein Rechteckfenster; sämtliche Fenster und das Tor schwarz durchbrochen, die Dachziegel rechteckig schwarz konturiert.“[17]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Weiz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Weiz hat einen neuen Bürgermeister auf www.kleinezeitung.at online, abgerufen am 4. Mai 2012.
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  4. Katastralgemeinden Stmk. 2015 (Excel-Datei, 128 KB)
  5. Weiz ist Österreichs innovativste Gemeinde Kommunal am 27. Juni 2019
  6. Kirchen in Weiz (Memento vom 27. September 2010 im Internet Archive) Homepage der Stadtgemeinde Weiz, abgerufen am 19. Mai 2012.
  7. Dietmar Feichtinger Architectes: Kunsthaus Weiz. Abgerufen am 12. Juli 2014.
  8. e5-Gemeinden in Österreich Stand März 2019
  9. Emissionsfreie Mobilität in Weiz (Memento vom 2. November 2012 auf WebCite)
  10. Interview (Memento vom 2. November 2012 auf WebCite)
  11. Projekt VIANOVA – Walkability Weiz (Memento vom 2. November 2012 auf WebCite)
  12. Weizer Bürgermeister Helmut Kienreich legt Amt zurück (Memento vom 2. November 2012 auf WebCite)
  13. Kleine Zeitung Was man im neuen Servicezentrum erledigen kann. (Abgerufen am 9. November 2018)
  14. [1] Stadtservice Weiz. (Abgerufen am 9. November 2018)
  15. Testvérvárosok. Ajka város, abgerufen am 29. März 2018 (ungarisch).
  16. Das Wappen der Stadt Weiz (Memento vom 18. Juni 2016 im Internet Archive), auf www.weiz.at, abgerufen am 18. Juni 2016
  17. a b 63. Verlautbarung der Steiermärkischen Landesregierung vom 2. Juni 2016 über die Verleihung des Rechtes zur Führung eines Gemeindewappens an die Stadtgemeinde Weiz (politischer Bezirk Weiz), abgerufen am 17. Juni 2016