Hauptmenü öffnen
Magna Steyr AG & Co KG[1]

Logo
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 2001
Sitz Graz, Österreich
Leitung Günther Apfalter, Präsident[2]
Mitarbeiterzahl 13.700 (2018)
Branche Automobilzulieferer
Website www.magnasteyr.com

Luftaufnahme Magna Steyr Werk in Graz

Die Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG ist ein österreichischer Automobilhersteller, dessen Zentrale und auch gleichzeitig größter Produktionsstandort Graz ist. Magna Steyr ist eine Tochtergesellschaft des von dem Austro-Kanadier Frank Stronach gegründeten austro-kanadischen Automobilzuliefererkonzerns Magna International und entstand aus der Fusion von Magna Europe und Teilen des früheren Industriekonglomerates Steyr-Daimler-Puch.

Magna Steyr entwickelt und produziert ausschließlich Fahrzeuge im Auftrag anderer Hersteller. So wurde das Allrad-System für Mercedes-Benz entwickelt und bis Ende 2006 die Allradversion (4MATIC) der Mercedes E-Klasse produziert. Momentan wird noch die G-Klasse für Mercedes-Benz bis zum Jahr 2022 gebaut.[3] Von 2009 bis 2014 wurde auch die lackierte Aluminiumkarosserie für den Mercedes-Benz SLS AMG produziert.

Das Unternehmen leistete wichtige Entwicklungsarbeit u. a. für den Qoros 3, Fiat Bravo und (u. a. im Bereich des neuartigen Allradantriebes) für den BMW X3, der wie auch das Saab Cabriolet 9-3 ausschließlich von Magna Steyr in Graz produziert wurde. Für DaimlerChrysler stellte Magna seit dem Kauf des Eurostar-Automobilwerkes in Graz bis Ende November 2007 den Chrysler Voyager her. Der Jeep Grand Cherokee wurde hier für den kontinentaleuropäischen Markt sowie als Rechtslenker gefertigt. Zurzeit wird am Standort Graz die G-Klasse produziert. Im September 2017 startete zusätzlich die Produktion des Jaguar E-Pace[4]. Der neue und das erste rein elektrische Fahrzeug von Jaguar startete Magna die Produktion vom I-Pace im Jahre 2018.[5] Ebenfalls 2018 startete die Produktion des BMW Z4.[6] Und im Frühjahr 2019 startete sowohl die Produktion in der Lackieranlage in Hoče-Slivnica, Slowenien[7] als auch die Produktion des Toyota Supra in Graz.[8]

Auf der IAA 2005 präsentierte Magna Steyr mit dem Konzeptauto MILA einen einsitzigen, erdgasbetriebenen Sportwagen, der in der Lage ist, Spitzengeschwindigkeiten bis zu 220 km/h zu erreichen. 2015 wurde mit dem MILA Plus das achte Fahrzeug der MILA-Family am Genfer Automobilsalon präsentiert.

Produzierte FahrzeugeBearbeiten

AktuellBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Mila-FamilyBearbeiten

Die Mila-Family sind Konzeptfahrzeuge, die auf verschiedenen Automobilmessen präsentiert wurden. Sie zeigen Innovationen und Technologien.

Mila PlusBearbeiten

Am Genfer Automobilsalon 2015 wurde mit dem Mila Plus ein zweisitziger Hybrid-Sportwagen vorgestellt. Das Plug-in-Hybrid-Fahrzeugkonzept mit einem Dreizylinder-Benziner und zwei Elektromotoren sollte ein Leichtbaukonzept und eine alternative Antriebslösung zeigen.[11]

Mila BlueBearbeiten

Der Mila Blue war ein modernes, erdgasbetriebenes Lifestyle-Fahrzeug mit einem Car Mass Index von 49 = weniger als 49 g CO2/km. Das Konzeptfahrzeug stand für eine neue intelligente Leichtbauweise. Dank einer Gewichtseinsparung von 300 kg war er ein Drittel leichter als ein vergleichbares Fahrzeug im A-Segment mit CNG-Antrieb. Es wurde 2014 in Genf vorgestellt.

Mila CoupicBearbeiten

Das sechste Konzeptfahrzeug der Mila-Family, der MILA Coupic, vereinte drei verschiedene Fahrzeugkonzepte in einem: SUV-Coupé, das sich in einen Pick-up oder in ein Cabrio umwandeln lässt. Die Präsentation des MILA Coupic fand am Genfer Automobilsalon 2012 statt.

Mila AerolightBearbeiten

Am Genfer Automobilsalon 2011 wurde das fünfte Mila Konzeptfahrzeug präsentiert: Mila Aerolight, ein kompakter 4-Sitzer mit Erdgasantrieb.

Mila AlpinBearbeiten

Der Mila Alpin ist ein kleiner Geländewagen in Leichtbauweise für vier Insassen (in einer 3+1 Sitzeinteilung) und wurde am Genfer Automobilsalon 2008 erstmals präsentiert. Das Fahrzeug ist 3540 mm lang, 1703 mm breit und 1751 mm hoch und hat einen 3-Zylinder-Motor mit 1,0 l (999 cm³) Hubraum in zwei Versionen: Erdgas oder Hybrid mit Benzin und Erdgas.

Mila futureBearbeiten

Erstmals präsentiert am Genfer Automobilsalon 2007, vereint der Mila future vier Dachoptionen in einer Fahrzeugskulptur: Coupé, Landaulet, Copster (eine Mischung aus Coupé und Roadster) und Roadster.

Mila 2Bearbeiten

Der Nachfolger des ersten Milas ist ein Zweisitzer-Sportwagenkonzept.

Concept MilaBearbeiten

Das Showcar wurde 2005 auf der IAA in Frankfurt als Einsitzer-Sportwagen präsentiert. Der erste Prototyp des Fahrzeugs mit Erdgasantrieb wurde 2006 gebaut.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten