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Eden Sharav

israelischer Snookerspieler

Eden Sharav (* 30. April 1992 in Mishmar Ayalon, Israel[2]) ist ein schottisch-israelischer Snookerspieler.

Eden Sharav
Eden Sharav
Geburtstag 30. April 1992 (27 Jahre)
Geburtsort Mishmar Ayalon, Israel
Nationalität SchottlandSchottland Schottland (bis 2018)
IsraelIsrael Israel (seit 2018)
Profi seit 2015
Preisgeld 116.675 £ (Stand: 18. November 2019)
Höchstes Break 140[1] (European Masters 2017, Q)
Century Breaks 30 (Stand: 18. November 2019)
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 68 (Dezember 2018–Februar 2019)
Aktueller WRL-Platz 121 (Stand: 12. August 2019)

KarriereBearbeiten

Eden Sharavs Mutter ist Schottin, sein Vater stammt aus Israel, wo er auch geboren wurde. Er war drei Jahre alt, als die Familie nach Großbritannien umsiedelte.[3] Aufgewachsen ist er in Alloa in den schottischen Central Lowlands.[4] Mit 12 begann er mit dem Snookerspielen und zeigte schon als Jugendlicher gute Leistungen. In der Saison 2009/10 belegte er Platz 4 in der Rangliste der schottischen Main Tour.[5] Im U-19-Bereich gehörte er zu den besten Nachwuchsspielern in Schottland.[6] Ab 2011 machte er dann auch über seine Heimat hinaus auf sich aufmerksam. Er gewann das Pontin’s-Star-of-the-Future-Nachwuchsturnier in der U-20-Klasse gegen Ross Muir.[7] Bei der U-21-Europameisterschaft erreichte er das Viertelfinale.[8] Anschließend nahm er auch an sechs Turnieren der Players Tour Championship 2011/12 teil und erreichte gleich beim ersten Turnier in Sheffield mit Siegen über Liang Wenbo, Adam Duffy und Gary Wilson das Achtelfinale. Das nächste Jahr brachte ihn allerdings nicht voran, bei der U-21-EM war erneut im Viertelfinale Schluss[9] und bei den PTC-Turnieren erreichte er zwar viermal das Hauptturnier, schied dann aber jedes Mal in Runde 1 aus.

Nach einem Jahr, in dem er fast komplett aussetzte, unternahm Sharav einen neuen Anlauf auf eine Profikarriere. Der Schotte, der inzwischen an der South West Snooker Academy in Gloucester trainierte, nahm an den beiden Turnieren der Q School teil, bei denen man sich für die Snooker Main Tour qualifizieren konnte. Doch beide Male hatte er Pech, er erreichte jeweils nach fünf Siegen das Entscheidungsspiel, verlor dann aber gegen Tian Pengfei bzw. Michael Leslie. Immerhin durfte er danach in der Main-Tour-Saison 2014/15 als Amateur an den Qualifikationsrunden für die Hauptturniere teilnehmen. Bei der International Championship nutzte er seine Chance und zog nach einem Sieg über Gerard Greene erstmals in die Hauptrunde eines Profiturniers ein. Es blieb aber der größte Erfolg in dieser Spielzeit.

Nach Saisonende trat er erneut in der Q School an und erreichte im ersten Turnier erneut das Entscheidungsspiel. Diesmal besiegte er seinen Gegner Adam Duffy und erhielt damit die volle Startberechtigung für die Maintour der folgenden beiden Spielzeiten. In seiner ersten Saison 2015/16 gelangen ihm in der Frühphase Auftaktsiege bei den Australian Open und dem Shanghai Masters. Darüber hinaus war er nur in der Players Tour Championship erfolgreich, wo ihm unter anderem Siege über Jimmy Robertson in Riga und über Luca Brecel in Sofia gelangen. Sonst gab es aber vor allem Auftaktniederlagen und er konnte sich nicht in den Top 100 der Weltrangliste etablieren. Im Jahr darauf qualifizierte er sich mit einem Sieg über Sean O’Sullivan bei den Indian Open erstmals als Profi für die Hauptrunde. In Hyderabad verlor er nur knapp mit 3:4 gegen Anthony Hamilton. Bei der International Championship löste er mit einem Sieg über Nigel Bond zum zweiten Mal das Ticket nach Asien, wo aber John Higgins ein zu schwerer Auftaktgegner war. Bei den Home-Nations-Turnieren Northern Ireland Open und Welsh Open wurde ihm beide Male Oliver Lines als Erstrundengegner zugelost, den er beide Male mit 4:1 besiegen konnte. Auch beim Sonderformat des Shoot-Out schnitt er mit Siegen über Gareth Allen und dem Top-8-Spieler Barry Hawkins gut ab. Seinen größten Erfolg hatte er aber bei den China Open, wo er sich gegen Jamie Jones in der Qualifikation durchsetzte und in Runde 1 seinen Landsmann Ross Muir mit 5:0 besiegte. Mit einem 10:5-Sieg über Jamie Cope bei der abschließenden Weltmeisterschaft besserte er seine Saisonbilanz weiter auf. Zwar stand er damit nach zwei Jahren nur auf Platz 83 der Weltrangliste und verpasste die direkte Bestätigung seiner Tourzugehörigkeit, aber als Siebtplatzierter in der Einjahreswertung bekam er für die folgenden beiden Jahre eine erneute Startberechtigung.[10]

Die Saison 2017/18 begann Sharav mit einem Auftaktsieg beim Riga Masters. Anschließend durfte er am World Cup teilnehmen: Zusammen mit Shachar Ruberg bildete er ein israelisches Zwei-Mann-Team, das sich mit Siegen über Zypern und Indien achtbar schlug. Danach folgten drei Niederlagen, bevor er sich bei den World Open und dem European Masters erneut für das Hauptturnier qualifizierte.

QuellenBearbeiten

  1. Profil von Eden Sharav bei CueTracker (Stand: 4. Juli 2018)
  2. Offizielles Facebook-Profil (eddy147), abgerufen am 3. September 2017
  3. Scot Eden Sharav still in awe of snooker ‘idols’, Amy MacBeath, BBC Sport Scotland, 9. Dezember 2018
  4. Alloa snooker player Eden Sharav is aiming to star on home soil at next month's Coral Scottish Open, Rajmund Bakonyi, Alloa Advertiser, 21. November 2016
  5. Scottish Snooker Main Tour Rankings 2009-2010. Scottish Snooker, 2010, abgerufen am 23. Juni 2015.
  6. Andrew Welsh: Snooker: Scott Donaldson reaches Scottish Under 19 series. Daily Record, 9. März 2010, abgerufen am 23. Juni 2015.
  7. Snooker: Muir falls short in brave bid. Edinburgh News, 25. Februar 2011, abgerufen am 23. Juni 2015.
  8. Dariusz Goral: European Snooker Championships U21 2011 - play-off results. esnooker.pl, 2011, abgerufen am 23. Juni 2015.
  9. Dariusz Goral: European Snooker Championships U21 2012 - play-off results. esnooker.pl, 2012, abgerufen am 23. Juni 2015.
  10. Tour Players 2017/18, World Professional Billiards and Snooker Association, 22. Mai 2017

WeblinksBearbeiten

  Commons: Eden Sharav – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien