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Ding Ning Tischtennisspieler
Ding Ning
WM 2013
Andere Schreibweisen: 丁宁
Spitzname: Da Baobei (=big baby)
Nation: China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Geburtsdatum: 20. Juni 1990
Geburtsort: Daqing
Größe: 172 cm
Gewicht: 60 kg
Spielhand: Linkshänderin
Spielweise: Shakehand
Trainer: Shi Zhihao
Aktueller Weltranglistenplatz: 12[1]
Bester Weltranglistenplatz: 1 (Nov. 2011–Aug. 2013, Okt. 2014–Okt. 2015, Okt. 2016–Okt. 2017)

Ding Ning (chinesisch 丁宁, Pinyin Dīng Níng; * 20. Juni 1990 in Daqing, Provinz Heilongjiang, Volksrepublik China) ist eine chinesische Tischtennisspielerin.[2] Mit einem Olympiasieg, zwei World Cup-Titeln und drei Weltmeisterschaftstiteln im Einzel gehört sie zu den erfolgreichsten Tischtennisspielerinnen überhaupt. Sie ist Linkshänderin und verwendet den europäischen Shakehand-Stil.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

International trat Ding Ning 2004 zum ersten Mal in Erscheinung, als sie bei den Jugend-Asienmeisterschaften Silber im Einzel und Mixed (mit Zhang Jike) und Gold mit dem Team holte. 2005 spielte sie ihre ersten Pro Tour-Turniere, gewann durch ihren Halbfinaleinzug bei den Swedish Open ihre erste Pro Tour-Medaille und wurde Jugend-Weltmeisterin im Einzel, Doppel und mit der Mannschaft. Im Oktober 2005 befand sie sich dadurch bereits in den Top 100 der Weltrangliste. An ihrer ersten Weltmeisterschaft im Erwachsenenbereich nahm sie 2007 teil, im Mixed mit Lei Zhenhua schied sie im Achtelfinale in der Verlängerung des Entscheidungssatzes aus.

Ein großer Sprung folgte 2009: Durch den Sieg im Doppel bei den Danish Open gewann sie ihre erste Goldmedaille auf der Pro Tour, bei den Kuwait Open folgte Gold im Einzel, und im Mai wurde sie Vize-Weltmeisterin im Doppel. Im Juli rückte sie dann in die Top 10 der Weltrangliste vor, bei der Asienmeisterschaft holte sie Silber im Mixed sowie Gold im Einzel, Doppel und Teamwettbewerb. Zudem qualifizierte sie sich erstmals für die Pro Tour Grand Finals, bei denen sie Silber im Einzel und Gold im Doppel gewinnen konnte. Bei der WM 2010 war sie Teil des chinesischen Teams, das im Finale überraschend Singapur unterlag.

Im Jahr darauf stieß sie endgültig in die Weltspitze vor: Sie holte drei Pro Tour-Titel, wurde Weltmeisterin im Einzel sowie erneut Vize-Weltmeisterin im Doppel und gewann bei ihrer ersten Teilnahme den World Cup. Ab November 2011 stand sie dadurch zum ersten Mal auf Platz 1 der Weltrangliste. 2012 wurde sie zum ersten Mal Weltmeisterin mit der Mannschaft und wurde für die Olympischen Spiele in London nominiert, wo sie im Team Gold holte und im Einzel-Finale auf Li Xiaoxia traf. Ding Ning wurden dort von der Schiedsrichterin mehrere Aufschläge abgezählt, was sich negativ auf ihre Konzentration auswirkte, und sie verlor 1:4.[3] Bei den Grand Finals 2012 und 2013 gab es für sie bei ihrer dritten und vierten Teilnahme zum dritten und vierten Mal Silber im Einzel, bei der Weltmeisterschaft 2013 – zusätzlich zu Bronze im Einzel – zum dritten Mal in Folge Silber im Doppel. 2012 und 2013 konnte Ding Ning auf der World Tour außerdem insgesamt zehnmal Gold im Doppel gewinnen. 2014 schlug sie sowohl beim Asian Cup als auch beim World Cup im Finale Li Xiaoxia und eroberte dadurch den ersten Platz der Weltrangliste zurück, den sie im September 2013 verloren hatte. Bei der Weltmeisterschaft 2015 wurde sie – obwohl sie sich im Finale im Entscheidungssatz verletzte[4] – erneut Weltmeisterin im Einzel, verlor aber am Tag darauf zum vierten Mal das Doppel-Finale. Außerdem gewann sie in diesem Jahr das erste Mal im Einzel die Grand Finals, fiel im November aber auch wieder auf den dritten Platz der Weltrangliste zurück.

Den letzten fehlenden großen Titel konnte Ding Ning 2016 gewinnen, als sie bei den Olympischen Spielen im Einzel-Finale wieder auf Li Xiaoxia traf und diesmal 4:3 gewann. Im Oktober eroberte sie wieder Weltranglistenplatz 1. Bei der WM 2017 wurde sie zum dritten Mal Einzel-Weltmeisterin und konnte bei ihrer fünften Finalteilnahme auch zum ersten Mal Gold im Doppel gewinnen. In der zweiten Jahreshälfte war sie allerdings nur wenig aktiv, sodass sie im November für einen Monat aus der Weltrangliste herausfiel und mit der Einführung der neuen Weltrangliste 2018 zum ersten Mal seit 2009 nicht mehr in den Top 10 vertreten war. Mit der chinesischen Mannschaft holte sie im Mai erneut WM-Gold, und im September feierte sie beim World Cup mit ihrer dritten Goldmedaille bei der dritten Teilnahme auch im Einzel wieder einen großen Erfolg. Bei den Swedish Open musste sie sich im Halbfinale überraschend Mima Itō geschlagen geben, bei den Grand Finals im Dezember – ebenfalls im Halbfinale – He Zhuojia, was dennoch ausreichte, um im Januar 2019 Platz 1 der Weltrangliste zurückzuerobern.

ErfolgeBearbeiten

Einzel

Doppel

Mannschaft

PrivatBearbeiten

Seit 2012 studiert Ding Ning Sportjournalismus an der Sportuniversität Shanghai.[5]

Ergebnisse aus der ITTF-DatenbankBearbeiten

[6]

Verband Veranstaltung Jahr Ort Land Einzel Doppel Mixed Team
CHN Asienmeisterschaft ATTU 2017 Wuxi CHN Viertelfinale 1
CHN Asienmeisterschaft ATTU 2015 Pattaya THA letzte 64 letzte 32 1
CHN Asienmeisterschaft ATTU 2013 Busan KOR Silber Silber 1
CHN Asienmeisterschaft ATTU 2012 Macau MAC Halbfinale Gold 1
CHN Asienmeisterschaft ATTU 2009 Lucknow IND Gold Gold Silber 1
CHN Asienmeisterschaft ATTU (Junioren) 2004 New Delhi IND Silber Silber 1
CHN Asian Cup 2014 Wuhan CHN Gold
CHN Asian Cup 2010 Guangzhou CHN Silber
CHN Asian Cup 2009 Hangzhou CHN 3. Platz
CHN Asienspiele 2014 Suwon KOR 1
CHN Asienspiele 2010 Guangzhou CHN Silber Viertelfinale 1
CHN Olympische Spiele 2016 Rio de Janeiro BRA Gold
CHN Olympische Spiele 2012 London ENG Silber 1
CHN Pro Tour 2019 Geelong AUS Silber
CHN Pro Tour 2019 Busan KOR Silber Halbfinale
CHN Pro Tour 2019 Sapporo JPN letzte 16 Halbfinale
CHN Pro Tour 2019 Doha QAT Halbfinale Silber
CHN Pro Tour 2018 Stockholm SWE Halbfinale
CHN Pro Tour 2018 Panagjurischte BUL Gold
CHN Pro Tour 2018 Geelong AUS Silber
CHN Pro Tour 2018 Daejeon KOR letzte 16 Gold
CHN Pro Tour 2018 Shenzhen CHN Silber Gold
CHN Pro Tour 2017 Stockholm SWE Gold
CHN Pro Tour 2017 Chengdu CHN Gold Gold
CHN Pro Tour 2016 Chengdu CHN Gold Silber
CHN Pro Tour 2016 Incheon KOR Gold Gold
CHN Pro Tour 2016 Tokio JPN Silber Gold
CHN Pro Tour 2016 Doha QAT Silber Gold
CHN Pro Tour 2016 Kuwait City KUW Silber Gold
CHN Pro Tour 2015 Warschau POL Silber Gold
CHN Pro Tour 2015 Chengdu CHN Silber Viertelfinale
CHN Pro Tour 2015 Kobe JPN Halbfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2015 Kuwait City KUW Silber Gold
CHN Pro Tour 2014 Chengdu CHN Gold Gold
CHN Pro Tour 2013 Dubai UAE Silber Gold
CHN Pro Tour 2013 Ekaterinburg RUS Gold Gold
CHN Pro Tour 2013 Changchun CHN Halbfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2013 Doha QAT Gold Gold
CHN Pro Tour 2013 Kuwait City KUW Halbfinale Gold
CHN Pro Tour 2013 Wels AUT Gold Gold
CHN Pro Tour 2012 Poznań POL Gold
CHN Pro Tour 2012 Shanghai CHN Halbfinale Silber
CHN Pro Tour 2012 Incheon City KOR Silber Gold
CHN Pro Tour 2012 Incheon City KOR Silber Gold
CHN Pro Tour 2012 Incheon City KOR Silber Gold
CHN Pro Tour 2012 Velenje SLO Gold Gold
CHN Pro Tour 2012 Budapest HUN Viertelfinale Gold
CHN Pro Tour 2011 Stockholm SWE Halbfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2011 Schwechat AUT Gold Gold
CHN Pro Tour 2011 Suzhou CHN Silber Silber
CHN Pro Tour 2011 Dubai UAE Gold Viertelfinale
CHN Pro Tour 2011 Doha QAT Silber Silber
CHN Pro Tour 2011 Sheffield ENG Gold Silber
CHN Pro Tour 2010 Suzhou CHN Halbfinale Silber
CHN Pro Tour 2010 Berlin GER Silber Silber
CHN Pro Tour 2010 Kuwait City KUW Viertelfinale Silber
CHN Pro Tour 2010 Doha QAT Viertelfinale Gold
CHN Pro Tour 2009 Sheffield ENG Viertelfinale Viertelfinale
CHN Pro Tour 2009 Tianjin CHN letzte 16 Gold
CHN Pro Tour 2009 Su Zhou CHN Viertelfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2009 Doha QAT Viertelfinale Silber
CHN Pro Tour 2009 Kuwait City KUW Gold Halbfinale
CHN Pro Tour 2009 Frederikshavn DEN letzte 16 Gold
CHN Pro Tour 2009 Velenje SVN letzte 32 Halbfinale
CHN Pro Tour 2008 Shanghai CHN Halbfinale Viertelfinale
CHN Pro Tour 2008 Changchun CHN letzte 32
CHN Pro Tour 2007 Stockholm SWE letzte 16 Halbfinale
CHN Pro Tour 2007 Bremen GER Viertelfinale Halbfinale
CHN Pro Tour 2007 Nanjing CHN Viertelfinale Silber
CHN Pro Tour 2006 Yokohama JPN Viertelfinale letzte 16
CHN Pro Tour 2006 Singapur SIN letzte 32 letzte 16
CHN Pro Tour 2005 Göteborg SWE Halbfinale letzte 16
CHN Pro Tour 2005 Magdeburg GER letzte 64
CHN Pro Tour 2005 Shenzhen CHN letzte 16 Viertelfinale
CHN Pro Tour Grand Finals 2018 Incheon KOR Halbfinale
CHN Pro Tour Grand Finals 2016 Doha QAT Viertelfinale
CHN Pro Tour Grand Finals 2015 Lissabon POR Gold Gold
CHN Pro Tour Grand Finals 2013 Dubai UAE Silber Gold
CHN Pro Tour Grand Finals 2012 Hangzhou CHN Silber
CHN Pro Tour Grand Finals 2011 London ENG Silber
CHN Pro Tour Grand Finals 2009 Macau MAC Silber Gold
CHN Weltmeisterschaft 2019 Budapest HUN Halbfinale Halbfinale
CHN Weltmeisterschaft 2018 Halmstad SWE 1
CHN Weltmeisterschaft 2017 Düsseldorf GER Gold Gold
CHN Weltmeisterschaft 2016 Kuala Lumpur MAS 1
CHN Weltmeisterschaft 2015 Suzhou CHN Gold Silber
CHN Weltmeisterschaft 2014 Tokio JPN 1
CHN Weltmeisterschaft 2013 Paris FRA Halbfinale Silber
CHN Weltmeisterschaft 2012 Dortmund GER 1
CHN Weltmeisterschaft 2011 Rotterdam NED Gold Silber
CHN Weltmeisterschaft 2010 Moskau RUS 2
CHN Weltmeisterschaft 2009 Yokohama JPN letzte 16 Silber
CHN Weltmeisterschaft 2007 Zagreb HRV keine Teiln. keine Teiln. letzte 16
CHN Jugend-Weltmeisterschaft 2005 Linz AUT Gold Gold Viertelfinale 1
CHN World Cup 2018 Chengdu CHN Gold
CHN World Cup 2014 Düsseldorf GER Gold
CHN World Cup 2011 Singapur SIN Gold
CHN WTC-World Team Cup 2013 Guangzhou CHN Platz 1
CHN WTC-World Team Cup 2011 Magdeburg GER Platz 1
CHN WTC-World Team Cup 2010 Dubai UAE Platz 1
CHN WTC-World Team Cup 2009 Linz AUT Platz 1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. results.ittf.link. (abgerufen am 1. Juli 2018).
  2. Ding Ning ist Weltmeisterin Artikel vom 14. Mai 2011 auf sport1.de
  3. http://www.old.ittf.com/_front_page/ittf_full_story1.asp?ID=28673&Competition_ID=2003& (Link nicht abrufbar)
  4. Now a Living Legend, Injured Ding Ning Regains Title in Dramatic Final (Memento vom 11. Dezember 2016 im Webarchiv archive.is)
  5. Zeitschrift tischtennis, 2012/12 Seite 7
  6. Ding Ning Ergebnisse aus der ITTF-Datenbank auf ittf.com (abgerufen am 25. Juni 2014)

LiteraturBearbeiten

  • Susanne Heuing: Die Sonne scheint wieder, (Bericht über die WM 2011) Zeitschrift tischtennis, 2011/6 Seite 23
  Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Das ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Ding ist hier somit der Familienname, Ning ist der Vorname.