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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Bliesdorf führt kein Wappen
Bliesdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bliesdorf hervorgehoben

Koordinaten: 52° 42′ N, 14° 10′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Barnim-Oderbruch
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 34,96 km2
Einwohner: 1195 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16269
Vorwahl: 033456
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 061
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Freienwalder Straße 48
16269 Wriezen
Bürgermeister: Reiner Labitzke
Lage der Gemeinde Bliesdorf im Landkreis Märkisch-Oderland
AltlandsbergAlt TuchebandBad FreienwaldeBeiersdorf-FreudenbergBleyen-GenschmarBliesdorfBuckowFalkenbergFalkenhagenFichtenhöheFredersdorf-VogelsdorfGarzau-GarzinGolzowGusow-PlatkowHeckelberg-BrunowHöhenlandHoppegartenKüstriner VorlandLebusLetschinLietzenLindendorfMärkische HöheMünchebergNeuenhagen bei BerlinNeuhardenbergNeulewinNeutrebbinOberbarnimOderauePetershagen/EggersdorfPodelzigPrötzelRehfeldeReichenow-MöglinReitweinRüdersdorf bei BerlinSeelowStrausbergTreplinVierlindenWaldsieversdorfWriezenZechinZeschdorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Bliesdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland im Bundesland Brandenburg in Deutschland. Sie gehört dem Amt Barnim-Oderbruch an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Wriezen hat.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt nördlich vom Naturpark Märkische Schweiz etwa 4 km südlich von Wriezen.

GemeindegliederungBearbeiten

Für die Gemeinde Bliesdorf sind ausgewiesen:[2]

Ortsteile

bewohnte Gemeindeteile

Bliesdorf, Bochows-Loos, Emilienhof, Friedrichslust, Herrnhof, Katharinenhof, Kunersdorf, Marienhof, Sophienhof und Vevais

Wohnplätze

Dammkrug und Dornbuschmühle

GeschichteBearbeiten

Bliesdorf, Kunersdorf und Metzdorf gehörten seit 1817 zum Kreis Oberbarnim in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Bad Freienwalde im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegen die Orte im brandenburgischen Landkreis Märkisch Oderland.

Bei der Neubildung der Gemeinde am 31. Dezember 1997 aus den Vorgängergemeinden Bliesdorf und Kunersdorf/Metzdorf erhielt sie den recht langen Namen Bliesdorf-Kunersdorf-Metzdorf.[3] Am 1. Mai 1998 wurde die Gemeinde in Bliesdorf umbenannt.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 684
1890 603
1910 492
1925 668
1933 884
1939 827
1946 996
1950 1 041
Jahr Einwohner
1964 728
1971 668
1981 578
1985 540
1989 537
1990 541
1991 541
1992 546
1993 547
1994 571
Jahr Einwohner
1995 560
1996 586
1997 1 262
1998 1 296
1999 1 375
2000 1 270
2001 1 291
2002 1 334
2003 1 268
2004 1 208
Jahr Einwohner
2005 980
2006 992
2007 999
2008 1 012
2009 995
2010 999
2011 983
2012 964
2013 923
2014 923
Jahr Einwohner
2015 1 223
2016 1 146
2017 1 123
2018 1 195

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Der starke Bevölkerungszuwachs 1997 ist auf den Zusammenschluss mit Kunersdorf und Metzdorf zurückzuführen. 2015 wurde in der Gemeinde ein Asylbewerberheim eingerichtet.[8]

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Wahljahr UWG1 UWKuMe2 CDU Einzelmandatsträger Gesamt
2003 3 - 3 4 10 Sitze
2008 3 2 1 3 9 Sitze
2014 5 3 2 - 10 Sitze
2019 7 3 - - 10 Sitze

1 Unabhängige Wählergemeinschaft Bliesdorf, 2 Unabhängige Wählergruppe Kunersdorf/Metzdorf

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[9]

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2008: René Krone (CDU)
  • 2008–2014: Eva-Maria Andresen[10]
  • seit 2014: Reiner Labitzke (CDU)[11]

Labitzke wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 77,6 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[12] gewählt.[13]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Bliesdorf stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Hauptsehenswürdigkeit von Bliesdorf ist die 1881/1882 entstandene neugotische Dorfkirche.

Im Ortsteil Kunersdorf wurde der Schlosspark, der 1824 nach Plänen von Peter Joseph Lenné gestaltet wurde, nach der Totalzerstörung im Jahr 1945 als Landschaftspark rekonstruiert.[14] Im ehemaligen Schloss, das von der Gutsherrin Helene Charlotte von Friedland bewirtschaftet wurde, schrieb Adelbert von Chamisso sein Werk Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Der Friedhof mit der Grabkolonnade derer von Lestwitz und Itzenplitz mit neun jeweils durch dorische Säulenpaare getrennten Nischen unter durchlaufendem Gesims ist bestückt mit Stelen, Reliefs und Marmorurnen der Bildhauer Johann Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch und Christian Friedrich Tieck.

Westlich des Ortsteils Kunersdorf wurde Anfang der 1980er Jahre vom Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR der Bunker Kunersdorf errichtet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Bliesdorf liegt an der Bundesstraße 167 zwischen Wriezen und Seelow.

VereineBearbeiten

Im Ort sind ein Heimatverein und der SV Bliesdorf ansässig.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Carl Ludwig Hellwig (1773–1838), Komponist und Musiker, in Kunersdorf geboren
  • Georg Mickley (1816–1889), Orgelbauer, hatte in Freienwalde seine Werkstatt, in Alt-Bliesdorf geboren
  • Johannes Gobbin (1833–1881), Verwaltungsjurist, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, in Herrnhof geboren

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bliesdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Bliesdorf
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1998
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 18–21
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Landkreis informierte: Asylsuchende kommen nach Bliesdorf. (Memento des Originals vom 2. September 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.der-oderlandspiegel.de In: Der Oderlandspiegel, 10. April 2015
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  10. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 9
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  12. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  13. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  14. http://www.kunersdorfer-musenhof.de/geschichte/schlosspark/