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Bahnstrecke Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse

Genève–Annemasse
Strecke der Bahnstrecke Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse
Bahnstrecken in und um Genf (CEVA rot dargestellt)
Streckennummer (SNCF):894 000
Streckenlänge:16,1 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
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Strecke von Lausanne
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Genève-Cornavin
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Genève-Aéroport
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Strecke von/nach Bellegarde
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Tunnel de Saint Jean
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Viaduc de la Jonction (Rhone)
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Tunnel de la Bâtie
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Lancy Pont-Rouge
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Genève-La Praille
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Beginn des CEVA-Projekts
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Carouge-Bachet
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Tunnel de Pinchat
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Arve
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Tunnel de Champel
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Champel-Hôpital
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5.99 Genève-Eaux-Vives 401 m ü. M.
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Tunnel du Grange-Canal (359 m)
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Chêne-Bourg (bis 1. April 2013) 421 m ü. M.
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(Ende der Tunnelstrecke)
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2.00 Staatsgrenze Frankreich/Schweiz 425 m ü. M.
   
1.05 Ambilly 427 m ü. M.
   
Strecke von Longeray, Strecke von Aix-les-Bains
Bahnhof, Station
0.00 Annemasse 435 m ü. M.
Strecke – geradeaus
Strecke nach Évian-les-Bains

Die Bahnstrecke Cornavin–Eaux-Vives–Annemasse, kurz CEVA soll ab Ende 2019[1] den grenznahen französischen Ort Annemasse mit dem schweizerischen Genf und seinem Hauptbahnhof Cornavin verbinden.

Das Eisenbahnprojekt der Region Westschweiz sieht eine Verlängerung der bestehenden Linie zwischen Eaux-Vives und Annemasse über die Endstation Eaux-Vives hinaus nach Champel, Carouge und Lancy bis zum SBB-Bahnhof Genf-Cornavin vor.[2][3]

Die Linie wird die Stammstrecke der neuen S-Bahn Léman sein.

Inhaltsverzeichnis

NutzenBearbeiten

Die CEVA schliesst eine Lücke zwischen dem französischen und dem schweizerischen Bahnnetz im Kanton Genf. Die Idee dafür entstand bereits um 1880. Im Jahr 1912 wurde ein Vertrag zwischen dem Kanton Genf und den Schweizerischen Bundesbahnen unterzeichnet, der die Realisierung einer Bahnverbindung zwischen Cornavin und Annemasse vorsah, aber nie in die Tat umgesetzt wurde, siehe Chemin de fer de l’État de Genève.

War die damalige Strecke noch im allgemeinen Eisenbahnfieber des späten 19. Jahrhunderts geplant worden, soll die im Bau befindliche Verbindung als eine Art Genfer U-Bahn die bestehenden Verkehrsprobleme der Metropole Genf des 21. Jahrhunderts lösen helfen. Zudem wird bis zum Jahr 2020 mit einer Zunahme der Wohnbevölkerung um 20 % gerechnet.

Am 1. April 2013 wurde der Verkehr zwischen Annemasse und Chêne-Bourg für die Dauer der Bauarbeiten eingestellt.[4]

Zahlen und FaktenBearbeiten

  • geplante Bauzeit:
    15. November 2011 – 10. Dezember 2017[5]
  • Länge:
    16,1 km (davon 14,2 km in der Schweiz)
  • geplante Fahrzeit:
    17 min (bisher: 30 Minuten)
  • geplante Baukosten:
    1,5 Milliarden Schweizer Franken (Anteil des Bundes: 55,5 %)[5]

Strecke und HaltepunkteBearbeiten

Genf-Cornavin Bahnhof SBB
4 km bestehende Linie, muss angepasst werden
Lancy Pont-Rouge bereits am 15. Dezember 2002 prov. eröffnet[6]
1,4 km bestehende Linie, muss angepasst werden
Carouge-Bachet halb im Boden versenkt
3,4 km Neubaulinie als Tunnel, mit einer geschlossenen Brücke über die Arve
Champel-Hôpital unterirdisch
1,4 km Neubaulinie als Tunnel
Genève Eaux-Vives unterirdisch
2,7 km bestehende Linie, welche als Doppelspur neu unter den Boden verlegt wird
Chêne-Bourg unterirdisch
1,3 km bestehende Linie, welche als Doppelspur neu unter den Boden verlegt wird
Grenze Schweiz / Frankreich, Systemtrennstelle; CH: 15 kV/16,7 Hz / F: 25 kV/50 Hz
0,9 km bestehende Linie
Ambilly Frankreich
1,0 km bestehende Linie
Annemasse Frankreich, Anschluss ans reguläre SNCF-Netz

StreckenbeschriebBearbeiten

Die Strecke zeigt sich vom Bahnhof Cornavin aus wie folgt: Die ehemalige Güterzugslinie ist aufgerüstet worden. Die provisorische Haltestelle von Lancy-Pont-Rouge wurde durch einen neuen Bahnhof mit 320 Meter langen Perrons ersetzt. Weiter geht es gegen Süden als offene Linie bis Carouge-Bachet, wo ein wichtiger Verknüpfungspunkt mit Tram und Bus entsteht. Hier wendet sich die Linie gegen Nordosten und verläuft südlich der Altstadt von Carouge durch den Tunnel de Pinchat. Auf einer 2500 Tonnen mächtigen Brücke aus schwarzen Stahlelementen überquert sie den Fluss Arve und verschwindet sogleich im Tunnel von Champel. Noch westlich dieser Brücke wird die Linie in einen Betonkasten eingehaust, um sie gegen das Freibad und vom Sportgelände abzugrenzen. Der Champel-Tunnel wurde in der Mitte für die Station Champel-Hôpital ausgeweitet und bitet dort einen direkten Zugang zum Universitätsspital Genf. Wenige Hundert Meter östlich wird Eaux-Vives erreicht, der Ausgangspunkt der einstigen Linie nach Annemasse. 17 Meter unter der Oberfläche werden in einer grossen Haltestelle auch RegioExpress-Züge am 320 Meter langen Perron anhalten. Tageslicht soll dank speziell angefertigter Glasböden durch das Zwischengeschoss bis dort hinunter dringen. Ab hier wurde im Tagbau ein kastenförmiger Tunnel unter der alten Bahnlinie, die sich nach Südosten wendet, gebaut. Im Vorort Chêne-Bourg wurde der alte Bahnhof verschoben, um Platz für die CEVA zu schaffen. Dies ist die letzte Station auf Schweizer Boden, ganz in der Nähe von bekannten Firmen wie Rolex oder Caran d’Ache. Weiter südlich wurde der kleine Grenzfluss Foron umgelegt, um die Bauarbeiten bis zum zwei Kilometer entfernten Bahnhof von Annemasse nicht zu behindern.[7]

WeblinksBearbeiten

  Commons: CEVA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Artikel über Bauverzögerungen, französischsprachiges Schweizer Radio und Fernsehen
  2. Spitzentreffen SBB-SNCF in Paris: Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. In: bahnonline.ch. 9. März 2017, abgerufen am 6. Mai 2018.
  3. Léman Express auf SBB.ch
  4. Chêne-Bourg: Fermeture de la gare Nouvelle ligne de bus 61
  5. a b Florence Pictet: DML, CEVA, MEVA: zukunftsorientierte Projekte für drei Zentren und weit darüber hinaus. in: Swisstraffic (Dezember 2011), Bundesamt für Verkehr, Bern 2011, S. 4.
  6. SER 3/2003 Seite 102
  7. Eine Wartezeit von 107 Jahren In: InfoForum 1/2017