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Żory [ˈʐɔrɨ] (Deutsch: Sohrau) ist eine Stadt mit rund 60.000 Einwohnern im Süden Polens, in Oberschlesien. Die Stadt liegt an der Raude (poln. Ruda), im südwestlichen Teil der Woiwodschaft Schlesien. etwa 30 km südwestlich von Kattowitz.

Żory
Wappen von Żory
Żory (Polen)
Żory
Żory
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Kreisfreie Stadt
Fläche: 65,00 km²
Geographische Lage: 50° 3′ N, 18° 42′ OKoordinaten: 50° 2′ 44″ N, 18° 41′ 38″ O
Einwohner: 62.013
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 44-240
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SZO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: SkoczowKattowitz
RybnikPszczyna
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 65,00 km²
Einwohner: 62.013
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 954 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2479011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Waldemar Socha
Adresse: Aleja Wojska Polskiego 25
44-240 Żory
Webpräsenz: www.zory.pl



GeographieBearbeiten

 
Pfarrkirche
 
Ring

Geographische LageBearbeiten

Żory liegt ca. 30 km südwestlich der Woiwodschaftshauptstadt Kattowitz im Südosten von Schlesien. Die tschechische Grenze liegt ca. 20 Kilometer südwestlich der Stadt. Westlich des Stadtkerns verläuft die Autobahn A1.

Stadtgliederung und EinwohnerzahlenBearbeiten

Żory gliedert sich in folgende Stadtteile:[2]

Stadtteil Einwohner
os. 700-lecia Żor
[Siedlung „700 Jahre Żory“]
3397
os. Sikorskiego
[Władysław Sikorski-Siedlung]
9972
os. Korfantego
[Korfanty-Siedlung]
4879
os. Księcia Władysława
[Herzog-Władysław-Siedlung]
7363
os. Pawlikowskiego
[Pawlikowski-Siedlung]
6477
os. Powstańców Śląskich
[Siedlung der Schlesischen Aufständischen]
5851
Zachód [West] 3543
Śródmieście [Innenstadt] 2612
Kleszczówka (Klischczowka) 3546
Rowień – Folwarki (Rowin) 2355
Osiny (Oschin) 1155
Kleszczów (Klischczow) 1692
Baranowice (Baranowitz) 1669
Rogoźna (Rogoisna) 2001
Rój (Roy) 4262

GeschichteBearbeiten

Sohrau erhielt nach 1272 das Stadtrecht. Bis 1532 gehörte die Stadt zum Herzogtum Oppeln-Ratibor. Die Stadt wurde wiederholt durch Stadtbrände zerstört (1583, 1661, 1702, 1807). 1807 wurde auch das Rathaus auf dem Ring vernichtet und anschließend nicht wieder aufgebaut. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Leinenweberei von großer Bedeutung für die Stadt. An ihre Stelle trat im 19. Jahrhundert die Eisen- und Maschinenindustrie.

1818 wurde die Stadt Teil des neu gebildeten preußischen Landkreises Rybnik. Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 wurden in Sohrau 2353 Stimmen (69,4 %) für den Verbleib bei Deutschland abgegeben, 1036 Stimmen (30,6 %) waren für den Anschluss an Polen. Mit dem Großteil des Landkreises Rybnik wurde die Stadt dennoch am 3. Juli 1922 dem polnischen Staat eingegliedert.[3] Im Polenfeldzug eroberte die Wehrmacht am 26. Oktober 1939 die Stadt und zerstörte die Synagoge. Am 24. März 1945 wurde die kriegszerstörte Stadt von der Roten Armee erobert. Die deutsche Bevölkerung wurde in den folgenden Jahren zum größten Teil vertrieben. Aufgrund von Zechen- und Hüttenstilllegungen herrscht heute eine hohe Arbeitslosigkeit.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 

HochschulenBearbeiten

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Żory unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Personen, die mit diesem Ort in Verbindung stehenBearbeiten

  • Piotr Klimek (1881–1940), von 1924 bis 1940 Propst und Dekan in Żory. Nach ihm ist eine Straße in Żory benannt worden.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Żory – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. B. Kieczka, G. Utrata – Moja „Mała Ojczyzna“ Dzieje Żor, wydanie XI
  3. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) abger. am 24. August 2010