Hauptmenü öffnen

Viktor Erdős

ungarischer Schachgroßmeister
Erdos,Viktor 2017 Karlsruhe.jpg
Viktor Erdős, Karlsruhe 2017
Verband UngarnUngarn Ungarn
Geboren 2. September 1987
Békéscsaba
Titel Großmeister (2007)
Aktuelle Elo‑Zahl 2604 (Oktober 2019)
Beste Elo‑Zahl 2661 (Oktober 2013)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Viktor Erdős (* 2. September 1987 in Békéscsaba) ist ein ungarischer Schachspieler. Seit 2007 ist er Großmeister.

LebenBearbeiten

Erdős siegte 2001 bei den U-14 Jugendweltmeisterschaften in Oropesa del Mar und 2004 bei den ungarischen U-18 Juniorenmeisterschaften in Miskolc. Er spielte zweimal für die ungarische U-18 Juniorennationalmannschaft bei Europameisterschaften, wobei die ungarische Mannschaft in Balatonlelle 2003 siegte und Erdős am vierten Brett das zweitbeste Ergebnis erreichte.[1]

Erdős siegte oder belegte vordere Plätze in einigen Turnieren: I. Platz, I-II. Platz und I-III. Platz bei First Saturday-Turnieren in Budapest (2005), II-V. Platz in Bizovac (2005), II. Platz in Paks (2005), I-IV. Platz in Zalakaros (2006)[2], I. Platz und I-III. Platz bei First Saturday-Turnieren in Budapest (2007)[3], II. Platz in Davos (2007)[4], I-II. Platz in Harkány (2007). Im November 2011 gewann er die ungarische Landesmeisterschaft.[5] Seine jüngere Schwester Boglárka (* 1992) ist eine starke Spielerin, die im Mai 2013 ihre höchste Elo-Zahl von 2225 erreichte.

MannschaftsschachBearbeiten

NationalmannschaftBearbeiten

Erdős nahm an der Mannschaftsweltmeisterschaft 2011 als Reservespieler sowie 2015 am zweiten Brett der ungarischen Mannschaft teil[6] und spielte bei der Mannschaftseuropameisterschaft 2013 am Spitzenbrett und 2017 am zweiten Brett.[7] Bei der Schacholympiade 2018 spielte er ebenfalls für Ungarn am zweiten Brett.[8] Zwischen 2003 und 2017 nahm Erdős neunmal am Mitropapokal teil und gewann diesen 2006 und 2012.[9]

VereineBearbeiten

In der höchsten ungarischen Spielklasse, der NB I. Szabó László csoport, spielte Erdős von 2001 bis 2013 bei Makói Spartacus Vasas Sportegyesület. Seit 2013 spielt er bei Aquaprofit NTSK, mit dem er 2014, 2015, 2016, 2017 und 2018 ungarischer Mannschaftsmeister wurde.

In der deutschen Schachbundesliga spielte er von 2008 bis 2017 für die SG Trier, danach für die Schachabteilung des MTV Tostedt in der Landesliga und Oberliga Nord. In der Saison 2019/20 ist Erdős für den ESV Nickelhütte Aue spielberechtigt. Die slowakische Extraliga gewann er in den Saisons 2016/17 und 2017/18 mit dem ŠK Dunajská Streda. In der österreichischen Bundesliga spielte er in der Saison 2012/13 beim SK Husek Wien, in der britischen Four Nations Chess League in der Saison 2005/06 bei den Slough Sharks.

In der bosnischen Premijer Liga wurde Erdős 2011 mit dem ŠK Bihać Vizemeister und 2013 mit dem ŠK Bosna Sarajevo Meister, wobei er gleichzeitig das beste Einzelergebnis am Spitzenbrett erreichte.[10] Mit dem rumänischen Verein SCM Baia Mare nahm Erdős 2016 und 2017 am European Club Cup teil.[11] In der spanischen División de Honor spielte er 2017 für CAC Beniajan Duochess.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Viktor Erdős – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. OlimpBase
  2. ChessBase Megabase 2008
  3. First Saturday June GM
  4. Int. Schachopen Davos
  5. Magyar Sakkszövetség (Memento des Originals vom 12. November 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.chess.hu, 24. November 2011
  6. Viktor Erdős' Ergebnisse bei Mannschaftsweltmeisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  7. Viktor Erdős' Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)
  8. 43rd Olympiad Batumi 2018 Open Teamaufstellung mit Einzelergebnissen - Open Hungary. In: chess-results.com. 5. Oktober 2018, abgerufen am 10. Juni 2019.
  9. Viktor Erdős' Ergebnisse bei Mitropacups auf olimpbase.org (englisch)
  10. Viktor Erdős' Ergebnisse in der Premijer Liga auf olimpbase.org (englisch)
  11. Viktor Erdős' Ergebnisse bei European Club Cups auf olimpbase.org (englisch)