Tondorf

Ortsteil von Nettersheim

Tondorf in der Eifel ist der viertgrößte Ort der Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen im Süden Nordrhein-Westfalens.

Tondorf
Gemeinde Nettersheim
Koordinaten: 50° 28′ 24″ N, 6° 42′ 47″ O
Höhe: 544 (500–560) m ü. NHN
Fläche: 10,43 km²
Einwohner: 910 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 53947
Vorwahl: 02440
Karte
Lage von Tondorf in Nettersheim
Tondorf, Luftaufnahme (2015)
Tondorf, Luftaufnahme (2015)

Geographische LageBearbeiten

Tondorf liegt in der Nordeifel im deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel und im Eifeler Quelldreieck Ahr-Erft-Urft, etwa 6,5 Kilometer ostsüdöstlich von Nettersheim; die nächste Großstadt ist das 40 Kilometer (jeweils Luftlinie) nordöstlich befindliche Bonn.

GeschichteBearbeiten

AllgemeinBearbeiten

Schon in einer Urkunde König Zwentibolds aus dem Jahre 898 wird der Ort Tondorf erwähnt.[2]

Am 7. März 1945, zwei Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, wurde Tondorf wie seine Nachbardörfer auch von amerikanischen Truppen besetzt.[3]

Am 1. Juli 1969 wurde Tondorf nach Nettersheim eingemeindet.[4]

PfarrkircheBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Lambertus

Die Tondorfer Pfarrkirche ist dem heiligen Bischof und Märtyrer Lambert geweiht.

1580 wurde begonnen, die baufällige Tondorfer Kirche durch einen Neubau zu ersetzen. Diese Kirche wurde 1812 abgerissen, damit der heutige Kirchenbau errichten werden konnte.[5]

VerkehrsanbindungBearbeiten

In jeweils etwa 8 Kilometer bis 9 Kilometer Entfernung von Tondorf liegen die Bahnhöfe Nettersheim und Blankenheim (Wald) an der Eifelstrecke (Köln–Trier).

Im Ort befinden sich mehrere Bushaltestellen, welche durch die Regionalverkehr Köln bedient werden. Für die Verbindungen unter anderem nach Nettersheim, Bad Münstereifel und Blankenheim gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).

Linie Verlauf
820 TaxiBusPlus (außer im Schülerverkehr): Bouderath – Roderath – Frohngau – Holzmülheim – Buir – Tondorf – Engelgau – Zingsheim – Nettersheim Bf – Marmagen – Bahrhaus
824 TaxiBusPlus (außer im Schülerverkehr): Blankenheim – Mülheim – Tondorf – Buir – Holzmülheim – Frohngau – Roderath – Bouderath – (Witscheiderhof – Bergrath) / Kolvenbach – Hohn – Eicherscheid – Bad Münstereifel Eifelbad – Bad Münstereifel Bf
825 TaxiBusPlus (außer im Schülerverkehr): (Blankenheim – Mülheim) / Tondorf – Rohr – Lindweiler (– Rohr → Lommersdorf / ← Freilingen)

Die Autobahnanbindung erfolgt über die Anschlussstelle Blankenheim der Bundesautobahn 1 in 1,5 Kilometern Entfernung.

Durch Tondorf führt die L 194, von der im Ortskern die L 115 abzweigt.[6]

LiteraturBearbeiten

  • Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. Geschichte, Bauart, Ausstattung. Kall 2004, S. 136 ff.
  • Ernst Wackenroder: Die Kunstdenkmäler des Kreises Schleiden. (=Paul Clemen [Hrsg.]: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. 11. Band, II. Abt.), Verlag von L. Schwann, Düsseldorf 1932, S. 426 f.

WeblinksBearbeiten

Commons: Tondorf – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Wichtigste in Kürze. In: nettersheim.de. Gemeinde Nettersheim, abgerufen am 28. Juni 2021.
  2. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der, jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien. Aus den Quellen herausgegeben von Heinrich Beyer. Erster Band: Von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1169. Hölscher, Coblenz 1860, S. 211.
  3. Matthias Thömmes: „Die Amis kommen!“ Die Eroberung der Eifel durch die Amerikaner 1944/1945. Helios, Aachen 2000, ISBN 3-933608-22-8, S. 139.
  4. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 101.
  5. Hans Peter Schiffer: Kirchen und Kapellen in der Gemeinde Nettersheim. 2004, S. 136 ff.
  6. Anmerkung: Die L 194 entspricht dabei der vormaligen Bundesstraße 51 in diesem Abschnitt und die L 115 dem bisherigen Verlauf der Bundesstraße 477. (Vgl. Online-Auskunft der Straßeninformationsbank Nordrhein-Westfalen (NWSIB). Landesbetrieb Straßenbau NRW, abgerufen am 27. Oktober 2016.)