Hauptmenü öffnen

Tatort: Mördergrube

Episode der Fernsehserie Tatort

Der Tatort: Mördergrube ist ein Fernsehfilm aus der Tatort-Krimireihe. Der Film ist der 16. Fall des Kölner Ermittler-Teams Max Ballauf und Freddy Schenk. Der Beitrag wurde vom Westdeutschen Rundfunk und Colonia Media produziert und am 25. Februar 2001 im Ersten Programm der ARD zum ersten Mal gesendet.

Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelTatort: Mördergrube
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
WDR, Colonia Media
Länge87 Minuten
EinordnungFolge 463 (Liste)
Erstausstrahlung25. Februar 2001 auf Das Erste
Stab
RegieChristiane Balthasar
DrehbuchRobert Schwentke
MusikJohannes Kobilke
KameraOliver Bokelberg
SchnittClaudia Wolscht
Besetzung

Ballauf und Schenk ermitteln im Umfeld der von Kälte und Ehrgeiz geprägten Universität und geraten an einen Mörder, der nur eins beweisen will: Er steht über dem Gesetz.

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Die Jurastudentin Martha Dreher wird am helllichten Tag auf dem Campus der Juristischen Fakultät Köln erschossen. Der Schuss muss aus einem der Fenster im Dachgeschoss der Uni abgegeben worden sein. Ballauf und Schenk sehen sich dort um und es finden sich Schmauchspuren, die auch am Täter bzw. seiner Kleidung haften müssten. Als Professor Hüttner, der Leiter der Fakultät, erscheint, zeigt er sich nicht sehr kooperativ und ist um den guten Ruf seines Hauses besorgt.

Als Hauptverdächtiger wird der vorbestrafte Michael Lindner ermittelt. Martha hatte kurz vor ihrem Tod ihre Verlobung mit ihm aufgelöst. Zudem gilt er als jähzornig und war zur Tatzeit auf dem Campusgelände. Während Ballauf glaubt, mit Lindner den Täter gefasst zu haben, recherchiert Schenk weiter. Er erfährt von Andrea Jahns, dass ihre Kommilitonin Martha seit kurzem mit dem Dozenten Dr. Kögel befreundet war. Das macht ihn für die Ermittler verdächtig, denn als verheiratetem Mann konnte es durchaus sein, dass ihm das Verhältnis zu eng wurde. Doch dann stößt Schenk bei seinen Ermittlungen auf den arroganten Studenten Alexander Grau. Allerdings hat der brillante Jurist keinerlei Motiv. Möglicherweise wollte er jedoch eine Theorie beweisen: ein Planspiel über einen motivlosen Mord. Als auf Graus Kleidung Schmauchspuren gefunden werden, wird er verhaftet. Sein Vater, ein renommierter Jurist, ist entrüstet und droht Konsequenzen an.

Während Grau sich noch in Untersuchungshaft befindet, fällt ein zweiter Schuss und tötet Walter Ballauf, den obdachlosen Vater von Max. Obwohl er sich 30 Jahre nicht um seinen Sohn gekümmert hatte und sie sich gerade erst wiedergefunden haben, ist Max schockiert. Das Projektil stammt aus derselben Waffe, mit der Martha Dreher erschossen wurde, und so muss Grau wieder aus der Haft entlassen werden. Durch dessen Bemerkung: „Es ist keine Schande, gegen mich zu verlieren.“ ist sich Schenk sicher, dass der zweite Mord die beiden Fahnder gezielt provozieren sollte. Die Kommissare suchen nach einem Komplizen und stoßen auf Andrea Jahns, die sich gerade von einem Hochhaus stürzen will. Die Ereignisse haben sie überfordert und so gibt sie zu, Ballaufs Vater erschossen zu haben, um ihren Freund Alexander Grau zu entlasten. Ballauf und Schenk schaffen es nicht, sie von ihrem Sprung in den Tod abzuhalten. So fehlen ihnen nun handfeste Beweise, um Grau zu überführen. Sie laden ihn als Zeugen vor, um ihn durch seine Überheblichkeit zu einem ungewollten Geständnis zu bringen. Als Grau mit seinem Vater im Präsidium erscheint, sitzt auch der Vater von Martha im Vorraum. Dieser hat sich täglich nach dem Stand der Ermittlungen erkundigt und muss nun mit ansehen, wie hilflos die Polizei in solchen Fällen ist. Er erschießt Grau, als dieser aus dem Präsidium kommt – eine Verzweiflungstat, die er im Stillen schon lange geplant hatte.

HintergrundBearbeiten

Die Episode wurde unter dem Arbeitstitel Bauernopfer in Köln, Bornheim und Pulheim gedreht.[1] Bei den Dreharbeiten wurde in einer Szene der legendäre Kelly-Tourbus verwendet.[2]

RezeptionBearbeiten

EinschaltquotenBearbeiten

Die Erstausstrahlung von Tatort: Mördergrube am 25. Februar 2001 wurde in Deutschland von 8,89 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 25,00 % für Das Erste.[1]

KritikenBearbeiten

„Der psychologisch genauen Inszenierung von Christiane Balthasar ist es zu verdanken, dass die leichenreiche Story (Buch: Robert Schwentke) nicht auseinander bricht und als überkonstruierter Plot erkennbar wird. Bär und Behrendt sind darstellerisch präsent wie selten.“

„Die ausgefeilte Geschichte mit ihren diversen Rahmenhandlungen konzentriert sich voll und ganz auf die Figuren, zumal Dietmar Bär endlich nicht mehr bloß den polternden Proll mit Cowboy-Stiefeln und fettem Auto mimen braucht.“

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Tatort: Mördergrube. Tatort-Fundus, abgerufen am 30. Juni 2013.
  2. Tatort - Mördergrube, abgerufen am 12. August 2013.
  3. Tatort: Mördergrube. In: Der Spiegel. Nr. 8, 2001, S. 127 (online).
  4. Tatort Mördergrube bei kino.de, abgerufen am 12. August 2013