Hauptmenü öffnen

Staats ist ein Ortsteil der Kreisstadt Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Staats
Stadt Stendal
Koordinaten: 52° 32′ 38″ N, 11° 38′ 15″ O
Höhe: 50 m ü. NHN
Fläche: 14,29 km²
Einwohner: 257 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39576
Vorwahl: 039325
Staats (Sachsen-Anhalt)
Staats

Lage von Staats in Sachsen-Anhalt

Kirche zu Staats
Kirche zu Staats

GeografieBearbeiten

Der Ortsteil Staats am Südrand der Altmark liegt im Quellgebiet der Uchte und ist rund 20 Kilometer von der Innenstadt Stendals entfernt. Die Staatser Bauernheide im Süden und Südwesten des Gemeindegebietes ist Bestandteil der nördlichen Colbitz-Letzlinger Heide, die zu einem Großteil als Truppenübungsplatz genutzt wird. In diesem Bereich steigt das Gelände bis auf 112 m ü. NHN an. Die Südspitze der Gemarkung Staats grenzt an den Landkreis Börde.

GeschichteBearbeiten

Im Jahre 1232 wurde ein in der Gemarkung Staats liegendes Vethene erstmals und dann 1233 in einer Urkunde des Grafen Siegfried von Osterburg genannt, als dieser das Dorf dem Kloster Neuendorf überschrieb. Dieses Vethene fiel wohl gegen 1250 wüst.[1]

Das Dorf Staats wurde 1254 als Stazcits erstmals erwähnt.[2]

Die Wassermühle in Staats existiert seit 1335 und ist noch heute zu Schauzwecken in Betrieb. Die aus Backstein errichtete Dorfkirche Staats entstand 1880/1881.

Bis zum Abzug Anfang der 1990er Jahre war in Staats eine Kaserne der sowjetischen/russischen Truppen. Dort befanden sich Flugabwehrraketeneinheiten und ein motorisiertes Schützenregiment.[3]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Staats eine selbständige Gemeinde mit dem zugehörigen Ortsteil Siedlung.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Staats am 15. Juni 2009, dass die Gemeinde Staats in die Stadt Stendal eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[4]

Nach der Eingemeindung der bisher selbständigen Gemeinde Staats wurde Staats ein Ortsteil der Stadt Stendal. Für die eingemeindete Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Staats und künftige Ortsteil Staats wurde zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Stendal. In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Staats wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Staats war Gundula Kölsch.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Wassermühle mit oberschlächtigem Wasserrad
  • Orchideenwiese – im Mai blühen hier mehr als 1000 wilde Orchideen

VerkehrsanbindungBearbeiten

Nördlich von Staats verläuft als wichtigste Ost-West-Verbindung im Norden Sachsen-Anhalts die Bundesstraße 188 (Burgdorf-Stendal). Bis Mitte 2007 führte die B 188 noch durch den Ort.

VerkehrBearbeiten

Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus. In den Nachbarorten Uchtspringe und Vinzelberg befinden sich die nächstgelegenen Bahnhöfe (Bahnstrecke Hannover–Stendal–Berlin).

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2289–2290.
  2. Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Berliner Wissenschafts-Verlag, 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 2101.
  3. Der Magdeburger Truppenübungsplatz (eingesehen am 14. Oktober 2017)
  4. Amtsblatt des Landkreises Nr. 20/2009 Seite 275-277 (PDF; 1,4 MB)
  5. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bürgermeisterwahl am 17. Februar 2008

WeblinksBearbeiten