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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sielenbach
Sielenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sielenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 11° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Aichach-Friedberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Dasing
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 17,84 km2
Einwohner: 1738 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86577
Vorwahl: 08258
Kfz-Kennzeichen: AIC, FDB
Gemeindeschlüssel: 09 7 71 165
Gemeindegliederung: 12 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstr. 7
86453 Dasing
Website: www.sielenbach.de
Bürgermeister: Martin Echter (Einheit)
Lage der Gemeinde Sielenbach im Landkreis Aichach-Friedberg
Baar (Schwaben)PöttmesTodtenweisAindlingPetersdorf (Schwaben)InchenhofenKühbachSchiltbergSielenbachAdelzhausenEurasburg (Schwaben)Ried (bei Mering)MeringMerchingSchmiechenSteindorf (Schwaben)KissingObergriesbachHollenbachRehlingAffingAichachFriedberg (Bayern)DasingAugsburgLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis DachauLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis Donau-RiesLandkreis AugsburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis Donau-RiesLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild

Sielenbach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dasing.

Maria Birnbaum mit Sielenbach von Süden
Pfarrkirche in Sielenbach
Tödtenried

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt im Tal der Ecknach inmitten einer tertiären Hügellandschaft etwa sieben Kilometer südöstlich der Kreisstadt Aichach. Er liegt an der Staatsstraße 2338, der Verbindung von Aichach zur Autobahn A 8 München–Stuttgart.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat 12 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

  • Gollenhof (Einöde)
  • Heilbach (Einöde)
  • Holzgrub (Einöde)
  • Morabach (Einöde)
  • Oberhaslach (Einöde)
  • Raderstetten (Weiler)

GeschichteBearbeiten

Ein Gutsbetrieb im Ortsteil Tödtenried mit für Ziegeleiöfen typischem Fundmaterial wird in die Römerzeit datiert.[3]

Im 12. Jahrhundert noch als Sielepach, Suolempach und Syelenpach bezeichnet, findet man den Ortsnamen Sielenbach bereits 1241. Später tauchen die Formen Sylenpach und Siellenpach auf. Im 11. und 12. Jahrhundert besaß das Kloster Altomünster mehrere Höfe in Sielenbach, seit 1518 unterhielten die Herren von Weichs Besitz in Sielenbach. 1611 erwarb der Komtur des Deutschenordenshauses zu Blumenthal den Besitz der Weichser. Die alte Burg Stunzberg wurde 1632 im Dreißigjährigen Krieg von schwedischen Truppen zerstört. Im Zuge der Säkularisation wurde 1803 das Deutsche Haus zu Blumenthal aufgelöst. Das Präsentationsrecht auf die Pfarrei kam an Bayern und Sielenbach wurde eigenständige Gemeinde. Aus der Legende über ein Gnadenbild in einem hohlen Birnbaum entstand von 1661 bis 1668 die Wallfahrtskirche Maria Birnbaum, deren Seelsorge zunächst der Deutsche Orden, dann im 19. und 20. Jahrhundert Kapuziner betreuten. Seit 1998 wirkt der Deutsche Orden wieder in Maria Birnbaum, er renovierte das Klostergebäude und belebte die Wallfahrt neu. Die Gemeinde Sielenbach ist heute das längste Straßendorf des Landkreises Aichach-Friedberg. Zur Gemeinde Sielenbach gehören seit jeher die Ortsteile Schafhausen, Raderstetten sowie die Einöden Gollenhof und Schönberg.

EingemeindungenBearbeiten

Bei der Gebietsreform, die am 1. Januar 1978 in Kraft trat, wurde das Nachbardorf Tödtenried mit seinen Ortsteilen Haslach und Schrötenloh nach Sielenbach eingemeindet.[4]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich aus dem 1. Bürgermeister und zwölf Gemeinderäten zusammen.

Parteien 2014
Anteil Sitze
Einheit Sielenbach (EHS)  % 8
Freie Wählergemeinschaft Tödtenried (FWT)  % 4

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt von Silber Gelb und Blau; oben ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz, dem eine goldene Lilie aufgelegt ist, unten ein linker silberner Seitensparren.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Wallfahrtskirche Maria Birnbaum (Westseite)

Weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist die barocke Wallfahrtskirche Maria Birnbaum. Sie wurde zwischen 1661 und 1668 von Philipp Jakob von Kaltenthal, dem Komtur des Deutschen Ordens im benachbarten Ort Blumenthal, erbaut.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

ArbeitsplätzeBearbeiten

Es gab 2013 insgesamt 164 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohnort Sielenbach gab es insgesamt 672. Damit hatte die Gemeinde um 508 Personen mehr Aus- als Einpendler.

LandwirtschaftBearbeiten

2010 existierten 39 landwirtschaftliche Betriebe. 1266 Hektar (71,0 %) der Gemeindefläche waren 2013 landwirtschaftlich genutzt, 275 Hektar (15,4 %) waren Wald. Die Siedlungsfläche betrug 183 Hektar (10,3 %).

BildungBearbeiten

2014 gab es zwei Kindertageseinrichtungen mit 65 Plätzen und 63 Kindern. Weiter gab es eine Volksschule mit 99 Kindern.

PartnergemeindenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sielenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Sielenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2019.
  3. Ulrich Brandl, Emmi Federhofer: Ton + Technik. Römische Ziegel. Theiss, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8062-2403-0 (Schriften des Limesmuseums Aalen. Nr. 61)
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 788.