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Schwoich
Wappen Österreichkarte
Wappen von Schwoich
Schwoich (Österreich)
Schwoich
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Fläche: 18,74 km²
Koordinaten: 47° 33′ N, 12° 8′ OKoordinaten: 47° 33′ 0″ N, 12° 8′ 0″ O
Höhe: 583 m ü. A.
Einwohner: 2.520 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 134 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6334
Vorwahl: 05372
Gemeindekennziffer: 7 05 25
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 1
6334 Schwoich
Website: www.schwoich.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Dillersberger (ÖVP)
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)
11
4
11 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Schwoich im Bezirk Kufstein
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland)Lage der Gemeinde Schwoich im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Schwoich ist eine Gemeinde mit 2520 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Kufstein in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kufstein.

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt im Tiroler Unterland, 5,5 km südlich von Kufstein, auf einem Hochplateau rechts des Flusses Inn. Die Gemeindefläche erstreckt sich vom Innufer bis auf die Walleralm am Fuße des Wilden Kaisers sowie von der Locherer Kapelle bis zum „Häringer Wasserfall“. Somit liegt die Gesamtfläche der ca. 2.400 Einwohner zählenden Gemeinde bei 18,77 km², wobei jedoch große Teile von Wäldern und Alm- bzw. Weideland eingenommen werden.

NachbargemeindenBearbeiten

Bad Häring, Kirchbichl, Kufstein, Langkampfen, Söll

WeilerBearbeiten

Dorf (mit Moosham), Am Bach, Sonnendorf, Osterndorf („Letten“), Amberg, Höhe, Achrain, Habring, Egerbach

GeschichteBearbeiten

Die Besiedelung des Gemeindegebietes begann schon Mitte des 6. Jahrhunderts. Der Name Schwoich wird erstmals in einer Traditionsnotiz von 1155/56 des hier begüterten Klosters Baumburg als „in loco qui dicitur Sevvevhen“ erwähnt.[1] 1280 wurden die Bezeichnungen „Swiuch“ und „Schweng“ benutzt, was auf den moosigen Untergrund in Teilen des Ortes hinweist. Dieser ist auch Grund für das größte Vorkommen von Heidelbeeren, den sogenannten „Moosbeeren“, die Schwoich im Umland berühmt machten und machen.

Bereits 1841 wurde in der Gemeinde, im sogenannten „Russland“, von Franz Kink Zement gebrannt, das Wappen der Gemeinde unterstreicht dies mit einem Brennofen auf blauem Grund. Damit gilt Schwoich als Geburtsstätte der österreichischen Zementindustrie.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die barocke Pfarrkirche St. Ägidius mit mittelalterlichem Turm wurde 1975 beim Langhaus nach den Plänen von Clemens Holzmeister erweitert.
  • Feldkapelle bei der Einschicht Örlach
  • Freiluft-Zementmuseum: Am Ortseingang von Schwoich befinden sich zwei in den Jahren 1987/88 restaurierte Kalköfen, die an die Gründung des Schwoicher Zementwerkes erinnern.
  • Kapelle im Weiler Waldschönau[2]
  • Locherer Kapelle, die 1736 zur Erinnerung an die Blockade Kufsteins während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714) erbaut wurde.

Die Gemeinde ist Mitglied des Tourismusverbandes Kufsteinerland.

MusikkapelleBearbeiten

Die Musikkapelle zählt zurzeit 72 aktive Mitglieder. Im August 2007 feierte die Kapelle ihr 130-Jahr-Jubiläum.

SportBearbeiten

Bekannt ist das Erholungsdorf unter anderem auch für seine zahlreichen Sportmöglichkeiten. Neben Wandern und Bergsteigen kann man hier auch hervorragend Mountainbiken, Tennis und Fußball spielen, sowie im Bananensee schwimmen. Bekannt ist die Gemeinde jedoch vor allem für ihre Wintersportarten. So beherbergt Schwoich einen der besten Eisstockvereine Mitteleuropas und hat bereits viele Olympioniken in den Sportarten Langlauf, Biathlon und Rodeln hervorgebracht.

Der lokale Fußballverein FC Schwoich spielt in der Landesliga Ost.

Der lokale Tennisverein TC Schwoich spielt in der Landesliga.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Mit der Gemeinde verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

  • Franz Kink (1790–1862), Pionier der Zementerzeugung

LiteraturBearbeiten

  • Hanns Bachmann: Zur älteren Geschichte der Mittelgebirgsterrasse von Häring und Schwoich. In: Tiroler Heimat 50, 1986, S. 27–59.
  • Fritz Kirchmair: Das Schwoicher Dorfbuch. Innsbruck 1998.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwoich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 92, Nr. 492.
  2. Dehio Tirol 1980, S. 717f.