Schloss Hinterglauchau

Schloss in Deutschland
Schloss Hinterglauchau (Ostseite)
Schlosshof mit Nordflügel, Burgbrunnen und Kastanie, Blick nach Westen
links: östlicher Teil der Südseite von Hinterglauchau, Renaissancegiebel mit Voluten wohl um 1604 datiert (mit Bogenbrücke zum Schloss Forderglauchau)

Schloss Hinterglauchau ist ein Renaissanceschloss in Glauchau in Deutschland. Es wurde ab 1470 am Ort einer um 1170 errichteten Burg der Herren von Schönburg erbaut und bildete über Jahrhunderte deren Herrschaftsmittelpunkt. Mit der Errichtung der später Schloss Forderglauchau genannten Gebäudeteile wurde die Anlage ab etwa 1525 in Richtung Stadt erweitert. Zur gleichen Zeit wurde das Kernschloss umgebaut. Im frühen 20. Jahrhundert richtete man im Schloss ein Museum ein.

GeschichteBearbeiten

Die mittelalterliche Burg und HerrschaftBearbeiten

Die Burg von Glauchau entstand um 1170/80,[1] vermutlich unter Hermann I. von Schönburg,[2] Herr auf Burg Geringswalde und Gründer des dortigen schönburgischen Hausklosters, als Herrschaftsmittelpunkt der muldenländischen Schönburger, die von hier aus ihr Territorium durch Rodung erweiterten. Dies geschah im Rahmen der Zweiten Ostexpansion des mittelalterlichen Deutschen Kaiserreiches.[3] Die Burg befand sich später am westlichen Rand der um die Mitte des 13. Jahrhunderts planmäßig angelegten Stadt Glauchau auf einem Bergsporn als Spornburg über dem Tal der Zwickauer Mulde. Nach Errichtung der Stadtmauer war die Burg zusammen mit ihrem Vorwerk vermutlich in die Stadtmauer einbezogen. Die Glauchauer Burg war demnach eine Stadtburg.[4][5] Unterhalb der Burg befanden sich wohl Burgmannensitze des niederen Adels/schönburgischer Ministeriale,[6] denn dieses Areal in der Glauchauer Unterstadt trägt bis heute den Namen „Wehrdigt“.[7] Die dort wohnenden Bürger und wohl auch Ministerialen wurden „Außerstädter“[7] genannt, da die Unterstadt außerhalb der Stadtmauer lag. Zu diesen Ministerialen der Schönburger gehörte höchstwahrscheinlich ein „henric de Gluchowe“, der 1240 in einer Urkunde des Burggrafen Albert von Altenburg als Zeuge genannt wurde.[6] Bereits 1256 erfolgte eine erste indirekte urkundliche Nennung der Burg Glauchau, als Friedrich I. (1247 urkundlich erstgenannt) von Schönburg-Glauchau eine Urkunde „… in cenaculo Gluchowe …“, also im Speisesaal oder Palas der Burg ausstellte.[8]

Um 1300 erwarben die Schönburger die Herrschaften und Burgen Crimmitschau (mit Burg Schweinsburg), Meerane (Burg später abgegangen) und Stollberg (Burg Staleburg). Außerdem wurden um 1300 die reichsunmittelbaren Herrschaften und Burgen Glauchau und Lichtenstein mit Genehmigung des deutschen Kaisers an den böhmischen König übertragen. Die Schönburger erhielten diese Herrschaften und Burgen als böhmische Reichsafterlehen rückübertragen und sind somit in diesen Herrschaften vor dem Zugriff der Wettiner sicher.[9]

1335 wurde die Burg Glauchau erstmals urkundlich direkt erwähnt: „vnser vestin Gluchow huz“.[10]

Infolge einer Erbeinigung 1366 zwischen Johannes I. von Waldenburg und Friedrich von Schönburg-Hassenstein, wurden die Schönburger spätestens 1378 Herren von Burg und Stadt Waldenburg. Friedrich XI. von Schönburg nennt sich daher 1378 erstmals Herr zu Glauchau und Waldenburg.[11]

Am 25. November 1372 verzichteten die Markgrafen von Meißen im Pirnaischen Vergleich zugunsten von Kaiser Karl IV. auf ihre lehnsherrlichen Ansprüche an Glauchau, Meerane, Waldenburg und Lichtenstein. Die genannten Herrschaften und Burgen waren nun direkte Reichsafterlehen, also reichsunmittelbar. Die Schönburger wurden hier Lehnsnehmer des Reiches.[12]

Den Zustand der Burg Glauchau (später Hinterglauchau genannt) um 1470 (also vor dem Bau von Schloss Forderglauchau) zeigt die älteste bekannte Ansicht des Glauchauer „Schlosses“, ein – ehemals im Besitz des Fürsten Günther von Schönburg-Waldenburg befindlich gewesenes – Ölgemälde im Schloss Rohnstock bei Freiburg in Schlesien.[13]

1488 ist das Einstürzen eines Turmes auf dem Glauchauer „Schloss“ in der Chronik des Pirnaer Dominikaner-Mönchs Johann Lindner erwähnt (auch in der Glauchauer Chronik des E. Eckhardt zitiert): „…vnd (MCCCCLXXXVIII) viel der torm auf dem schlosse nyder…“. Ob es sich dabei um einen Bergfried handelte, ist unklar. Wahrscheinlicher war dies der sechseckige Turm an der Südwestecke des Schlosses (Hinterglauchau), da dieser Turm später durch einen neueren sechseckigen Turm ersetzt wurde.[7]

Über das Aussehen und den Aufbau der mittelalterlichen Burg Glauchau war noch um 1990 kaum etwas bekannt. Ob die Burg Glauchau einen Bergfried hatte, war nicht geklärt. Bergfried-Fundamente wurden bis 1990 nicht gefunden.[14] Längere Zeit nahm man an, dass die schönburgischen Burgen Glauchau und Lichtenstein auf einen Bergfried verzichtet hatten, da beide über unterirdische Gänge als (angenommener) Rückzugsort verfügen. Diese Theorie musste für Burg Lichtenstein um 2018 fallen gelassen werden, als Fundamente eines quadratischen Bergfriedes – sicher aus staufischer Zeit – gefunden wurden. Der Ostflügel Hinterglauchaus ging mutmaßlich aus dem alten Palas der Burg hervor. Seine aus Backsteinen errichtete Ostwand soll wohl aus dem 13. Jahrhundert stammen und zu dieser Zeit bereits dreigeschossig gewesen sein.

Teile der Glauchauer Burg – zumindest Teile deren Obergeschosse – waren wohl aus Fachwerkbauweise errichtet, denn auf der alten Süd-Ansicht beider Glauchauer Schlösser auf einem Schönburgischen Stammbaum – datiert um 1760 – sind noch Fachwerkbauten an der Südseite von Schloss Hinterglauchau sichtbar. Dieser Zustand bestand offenbar bis zu dem spätbarocken Umbau.

Schönburgischer Bruderkrieg 1347–1355Bearbeiten

Von 1347 bis 1355 tobte in den Schönburgischen Herrschaften der sogenannte Schönburgische Bruderkrieg. Die Brüder Hermann VIII. (gest. 1356) und Friedrich XI. (gest. 1389) zu Glauchau stritten sich um den Besitz ihres Bruders Dietrich II. (Lebensdaten unbekannt). Dietrich war in den Deutschen Orden eingetreten. Hermann und Friedrich verwüsteten während dieser Fehde in Scharmützeln gegenseitig ihre Besitzungen. 1348 wurde Hermann VIII. im Mülsengrund, einem Tal nahe Glauchau, geschlagen. Als 1349 die böhmische Linie der Schönburger von Burg Hassenstein Kriegsknechte nach Glauchau marschieren ließ, flüchtete die Bevölkerung in Stadt und Burg Glauchau. Letztlich beauftragte Kaiser Karl IV. den meißnischen Markgrafen Friedrich den Strengen mit der Schlichtung der Fehde.[15]

Teilungsvertrag 1446Bearbeiten

Am 6. Februar 1446 wurde ein Teilungsvertrag zwischen Veit II. und Friedrich XX. von Schönburg besiegelt. Veit erhielt die Herrschaften und Burgen Lichtenstein und Hartenstein; Friedrich erhielt Waldenburg. Burg und Herrschaft Glauchau blieben in gemeinsamem Besitz beider.[16]

Vereinigung der Herrschaften Glauchau und Meerane 1493Bearbeiten

Vor 1493 wurden beide Herrschaften zur Herrschaft Glauchau – mit Verwaltung auf der Glauchauer Burg – vereinigt.[17] Die Meeraner Burg existierte zu dieser Zeit wohl schon nicht mehr.

Vorburg/VorwerkBearbeiten

Anstelle von Schloss Forderglauchau befand sich ehemals eine Vorburg oder ein Vorwerk der Glauchauer Burg.[18] Entsprechende Anlagen sind geringfügig auf einer alten Ansicht von Schloss Hinterglauchau (vor dem Bau von Forderglauchau 1527–34) zu sehen.[13] Im Inneren von Schloss Forderglauchau blieben im Ostflügel, dessen Nordanbau und im östlichen Teil des Südflügels einige Bauteile erhalten, die vor die Errichtung von Forderglauchau (1527–1534) datieren, so gekehlte Balkendecken und säulengetragene Gewölbe.

Rondell (nach 1450)Bearbeiten

An der Südseite des Südflügels springt ein halbrundes Rondell/Bastion in Richtung Hirschgraben aus der ehemaligen Mauerflucht der Burganlage hervor. Es stammt wohl aus der Zeit der Spätgotik (sicher nach 1450) und sollte diese Seite der Burg bestreichen können. Die schönburgische Rochsburg hat ein ähnliches halbrundes Rondell/Bastion neben ihrer Toranlage der zweiten Vorburg zur Sicherung dieser Toranlage. Auch an der Kernburg Hartenstein ist noch ein Rondell an der Ostseite vorhanden.

Auf älteren Ansichten ist auf dem Hinterglauchauer Rondell ein sich nach oben verjüngender hoher Kaminschlot aufgemauert. Dieser diente einer seinerzeitigen Schlossbäckerei als Rauchabzug. Der Kaminschlot existiert heute nicht mehr, das Rondell blieb erhalten. Rondell mit Kaminschlot sind auf einem alten schönburgischen Stammbaum, der um 1760 datiert wird (im Besitz des Museums Hinterglauchau) sowie auf einer weiteren alten Darstellung des Schlosses[19] abgebildet.[20] Eine weitere Abbildung findet sich auf der Gouache (Gemälde) von F. Wünschmann um 1840.[21]

Siehe den Abschnitt: Umgestaltungen des Historismus

HalsgrabenBearbeiten

Noch heute befindet sich ein Halsgraben vor der Ostseite von Schloss Hinterglauchau und trennt es somit von Schloss Forderglauchau ab. Dieser Graben hat senkrechte Stützmauern aus aufgemauerten Natursteinen und eine gerade Sohle. Er ist 10 m breit und (heute) 4 m tief[22]. Ursprünglich war er wohl tiefer, denn in seiner östlichen Stützmauer ist an der Grabensohle – scheinbar darunter – eine Art Rundbogeneingang/Portal zu sehen. Hier konnte der Graben wohl früher direkt betreten werden, möglicherweise aus den Kelleranlagen Forderglauchaus heraus. In den 1980er Jahren wurden hier von der Arbeitsgemeinschaft Junge Historiker Ausgrabungen gemacht. Der Überlieferung nach soll man in früheren Jahrhunderten in diesem Graben Bären gehalten haben.

Vor der Torfahrt im Ostflügel Hinterglauchaus überspannt eine zweibogige gemauerte Bogenbrücke aus Natursteinen den Burggraben und verbindet so Schloss Hinterglauchau mit dem Schlosshof von Schloss Forderglauchau.

Schloss und HerrschaftBearbeiten

Teilungsvertrag 1524Bearbeiten

Am 13. Juli 1524 schlossen Ernst II und Wolf I. von Schönburg einen Teilungsvertrag ab. Wolf I. erhielt die Herrschaften und Schlösser Waldenburg, sowie Lohmen und Wehlen im/am Elbtal. Ernst II. erhielt Herrschaft und Schloss Glauchau mit der Stadt Meerane, Herrschaft Lichtenstein mit der Burg und Herrschaft Hartenstein mit den Schlössern Hartenstein und Stein.[23][24]

1528 nennt sich Ernst II. in einer Urkunde „Ernnst Herre von Schonburgk zu glauchaw vnd Waldenburg“.[25]

In seiner Chronik erwähnt 1530 der Pirnaer Dominikaner-Mönch Johann Lindner die Glauchauer Burg: „Glawche eine stat an einem Berge, darvnter di czwickessche Mülde fleust, I meile von czwickawe, I von grymnetz, I von meren, I von waldenburg hat czum teyl sehr tifen graben, eine feste wolerbaute burck, vnder der cronen zu behmen, ankunftlich, als ouch mere, do ein freier her, Ernst von schönburg (MDXXX) sein hofge legier hat gehalten…“.[7]

Erwerb und Tausch von Besitzungen von/mit den Wettinern 1543 und 1548Bearbeiten

1533 führte Ernst II. in den Herrschaften Glauchau und Waldenburg „Statuten“ und „Ordnungen“ ein. Nach dem Tod Ernst II. von Schönburg am 12. September 1534 wurde für seine minderjährigen Söhne bis 1550 eine Vormundschaftsregierung eingesetzt.[26] Am 21. März 1543 erfolgte ein Tausch der bis dato schönburgischen Herrschaften Hohnstein, Lohmen und Wehlen mit den Wettinern gegen die neuen schönburgischen Herrschaften Zschillen(Wechselburg) und Penig, die nun kursächsische Lehen der Schönburger wurden. Der Volksmund benannte daher Zschillen in Wechselburg um. Am 9. Oktober 1543 erwarben die Schönburger vom ernestinischen Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen noch die Herrschaft Remse, die ebenfalls kursächsisches Lehen blieb.[27] Das aufgelöste Kloster Remse wurde zeitweise von ihnen als „Schloss Remissa(u)“ umgenutzt.

Am 26. Januar 1548 erwarben die Schönburger von Wolf von Ende die Herrschaft und das Schloss Rochsburg.[27] Seit der Glauchauer Herrschaftsteilung befand sich die Rochsburg und ihre Herrschaft im Besitz der Linie „Schönburg-Hinterglauchau(-Rochsburg)“. Zeitweise benannte sich eine Teillinie nach der Rochsburg „Schönburg-Rochsburg“. 1900 (Aussterben von Schönburg-Hinterglauchau im Mannesstamme) gingen Herrschaft und Schloss Rochsburg an die Linie Schönburg-Forderglauchau, die sich nun wieder Schönburg-Glauchau nannte, über.

Teilungsvertrag 1556 und GesamtregierungBearbeiten

Am 1. Mai 1556 wurde ein Teilungsvertrag zwischen Wolf II., Hugo II. und Georg I. von Schönburg geschlossen. Wolf II. erhielt die Herrschaften und Schlösser Rochsburg, Penig und Wechselburg. Hugo II. Lichtenstein und Waldenburg. Georg I. erhielt Glauchau und Remse. Hartenstein und Geringswalde blieben im gemeinsamen Besitz.[28] So entstanden die Linien „Schönburg-Penig-Rochsburg“ (mit Wechselburg), „Schönburg-Waldenburg“ (mit Lichtenstein) und „Schönburg-Glauchau“ (mit Remse). 1556 wurde eine schönburgische Gesamtregierung eingerichtet, die wahrscheinlich auf Schloss Forderglauchau ihren Sitz hatte.[28]

1575 kaufte Georg I. von Schönburg-Glauchau die Herrschaft Greßlas in Nordböhmen. Später wurde Augustus von Schönburg-Glauchau Besitzer von Greßlas. 1604 wurde ein Hausvertrag zwischen Wolf III. von Schönburg-Penig-Rochsburg, Hugo II. und Veit III. von Schönburg-Waldenburg sowie Georg II. und Augustus von Schönburg-Glauchau geschlossen.[29]

Erlöschen der Linie Schönburg-Glauchau 1610Bearbeiten

Am 3. Oktober 1610 starb die Linie Schönburg-Glauchau mit Augustus im Mannesstamme aus. Bis 1632 stritten sich die Schönburger um dessen Erbe.[30]

Schönburgischer Brudermord 1617Bearbeiten

Am 28. November 1617 wurde Otto Wilhelm von Schönburg-Rochsburg[31] (1587–1617) von seinem älteren Bruder Wolf Ernst von Schönburg-Penig[31](1582–1623) nach einem Streit im Schloss Hinterglauchau erstochen.[32] Um sich dem Zugriff sächsischer Justiz zu entziehen, floh Wolf Ernst. Später kam es in Zwickau zu einem Gerichtsverfahren, bei dem Wolf Ernst persönlich anwesend war, da er Freies Geleit zugesichert bekommen hatte. Er redete sich hier auf Notwehr heraus. Bis zu seinem Lebensende 1623 wurde er nicht strafrechtlich belangt. Otto Wilhelms Leichnam wurde in der „Hofe-Capelle“ in Hinterglauchau aufgebahrt. Danach wurde die Schlosskapelle längere Zeit offenbar nicht benutzt.

„Glauchauer Vertrag“ 1632Bearbeiten

Erst 1632 wurden die Streitigkeiten um das Erbe des verstorbenen Augustus von Schönburg Glauchau durch den „Glauchauer Vertrag“, einen Hausvertrag zwischen Georg Ernst und Friedrich von Schönburg, beigelegt. 1640 war Hans Caspar von Schönburg Besitzer der Herrschaft Glauchau.[33]

1666 verkauften die Herren von Schönburg die Herrschaft Greßlas. Gottfried Ernst von Schönburg war 1666 Besitzer der Herrschaft Remse.[34]

Bauernschlacht von Jerisau 1676Bearbeiten

1676 fand am 29. März die sogenannte Bauernschlacht bei Jerisau als ein Höhepunkt etlicher Bauernunruhen statt. Die Herren von Schönburg schlossen daher am 17. Oktober 1681 einen Vertrag mit den Bauern.[35]

Teilung von Schloss und Herrschaft Glauchau 1681Bearbeiten

Am 2. Dezember 1681 wurde die Herrschaft Glauchau in die Teilherrschaften Forderglauchau und Hinterglauchau geteilt.[34] Andere Quellen nennen für die Erbteilung und die Entstehung der Namen „Hinterglauchau“ und „Forderglauchau“ das Jahr 1623.[36] Schloss Forderglauchau wurde als eigener Adelssitz organisatorisch von der Ausgangsanlage abgetrennt.

Zeitweise existierte auch eine Linie Schönburg-Penig-Mittelglauchau, die von Graf Wolf Heinrich (gest. 1704) gegründet wurde und schon 1763 mit Graf August Siegfried erlosch.[37] Ob diese Linie in Glauchau eine Residenz hatte, ist unklar. Auch eine Linie „Schönburg-Unterglauchau“ existierte mit Graf Albert von Schönburg-Unter-Glauchau († 1799) kurzzeitig (siehe Stammliste der Herren von Schönburg).

Verlust der Reichsunmittelbarkeit der Herrschaften 1740Bearbeiten

Durch Haupt- und Nebenrezesse mit Kursachsen verloren die Schönburgischen Herrschaften Glauchau (Forderglauchau und Hinterglauchau), Waldenburg, Lichtenstein, Hartenstein und Stein am 4. Mai 1740 ihre Reichsunmittelbarkeit zugunsten von Kursachsen. Sie wurden seither als „Rezessherrschaften“ (Rezess = Gerichtsverfahren) betitelt. Faktisch gehörten sie nun hoheitlich zu Kursachsen, den Schönburgern verblieben aber weiter einige hoheitliche Rechte, die schrittweise von Sachsen immer weiter abgebaut wurden.[38]

Gräflich Schönburgische Schloßcompagnie 1757Bearbeiten

Angeblich im Schloss Hinterglauchau richtete 1757 Graf Albert Christian Ernst von Schönburg (1720–1799) die Gräflich Schönburgische Schloßcompagnie, eine Schlosswache mit militärischem Hoforchester ein, die bis 1779 bestand.[39]

Anfechtung und Aufhebung der Rezesse ab 1768Bearbeiten

Albert Christian Ernst von Schönburg erklärte 1768 die Rezesse von 1740 mit Kursachsen für seine Herrschaft Hinterglauchau für ungültig. Auf seine Bitte hin ließ Kaiserin Maria Theresia von Habsburg am 7. Mai 1773 die Rezesse von 1740 aufheben. Am 24. Januar 1777 marschierten kursächsische Truppen in Glauchau ein und versuchten, Albert Christian Ernst zu verhaften. Er flüchtete nach Wien, wo er fortan im Exil leben musste. Am 13. Mai 1779 verzichtete Maria Theresia im Teschener Frieden auf alle oberlehnsherrlichen Befugnisse über die Herrschaften Glauchau, Lichtenstein und Waldenburg zugunsten der Kurpfalz. Letztere trat diese Rechte an Kursachsen ab. Damit waren diese Herrschaften 1779 endgültig Teil Kursachsens geworden.[40]

Erbantritt nach Erlöschen der Grafen von Schönburg-Rochsburg 1825Bearbeiten

Mit Graf Heinrich Ernst II. von Schönburg-Rochsburg (1760-1825), einem bekannten Züchter von Merinoschafen, starb im Jahre 1825 die Linie der Grafen von Schönburg-Rochsburg im Mannestamme aus, da er keinen Sohn hatte. Die Herrschaft Rochsburg mit dem Schloss Rochsburg kam dabei in den Besitz der Linie Schönburg-Hinterglauchau.[24] Bei denen sie bis zu deren Erlöschen im Jahre 1900 bleibt.

Wiedervereinigung der Herrschaft Glauchau 1900Bearbeiten

Mit dem Tod von Graf Richard Clemens (1829–1900) starb 1900 die Linie Hinterglauchau im Mannesstamme aus. 1917 verstarb Gräfin Gabriele von Schönburg-Hinterglauchau (1824–1917).[41] Die letzte Gräfin von Schönburg-Hinterglauchau war die zweite Gemahlin des Richard Clemens, Ida Friederike (genannt „Frida“) (1864–1943), geborene von Fabrice, die 1943 verstarb.[42] Graf Richard Clemens wurde 1881 mit dem Tode seines Vaters Heinrich von Schönburg-Hinterglauchau (* 1794) Besitzer der Herrschaften und Schlösser Hinterglauchau und Rochsburg. (Sein älterer Bruder Fritz war schon zuvor in einer Familienintrige enterbt worden.) Seit 1864 war dieser Besitz als Fideikommiss ein unteilbarer Familienbesitz (Erbgut).[43]

Die Linie Forderglauchau übernahm 1900 auch Herrschaft und Schloss Hinterglauchau und nannte sich seitdem wieder Schönburg-Glauchau.[44] Auch die Herrschaft und das Schloss Rochsburg kamen daher 1900 an die Linie Forderglauchau/Glauchau. 1904 fiel das Schloss an Graf Joachim von Schönburg-Glauchau, der auf Schloss Wechselburg lebte.

Baugeschichte des SchlossesBearbeiten

Burgkapelle St. Marien seit um 1300Bearbeiten

An der heutigen Stelle im Ostflügel – dem ältesten erhaltenen Flügel von Hinterglauchau, wohl Ende des 12. Jh. oder kurz nach 1300 errichtet – befindet sich spätestens seit Ende des 14./erstes Viertel des 15. Jh. eine Kapelle. Die älteste urkundliche Erwähnung der Kapelle stammt von 1489 im Testament Ernst I. (um 1456–1489) von Schönburg.[45] Aus der spätgotischen Bauphase der Kapelle ist an der Außenseite des Schalenturmes „Flasche“ (Apsis der Kapelle) über dessen nordöstlichem Renaissance-Fenster seit der letzten Restaurierung der Rest eines spitzbogigen gotischen Kapellenfenster-Gewändes zu sehen. Wohl um 1550 wurden die älteren Kapellenfenster durch die Renaissance-Stabwerkfenster ersetzt.[46] 1560 existierte hier eine Orgel des Orgelbauers Gordian.[47] Nach dem Brudermord wurde die Kapelle längere Zeit nicht mehr kirchlich genutzt. Von 1585 bis 1861 erfolgten die profanen Nutzungen des Kapellenraumes als Lagerraum und Archiv. 1860 bis 1861 wurde die wohl schon im Mittelalter vorhandene Schlosskapelle wieder als Sakralraum hergerichtet. Dies ging auf Initiativen der Grafen Heinrich von Schönburg-Hinterglauchau und Alban von Schönburg-Forderglauchau und der Frau des Grafen Heinrich, Marie Clementine zurück. Am 29. Dezember 1861 wurde die Kapelle feierlich geweiht. Wohl aus Angst, die Kapelle würde nicht ausreichend genutzt, errichtet Marie Clementine am 9. März 1863 eine „St. Marien Stiftung“.[48] Das bei der Restaurierung des 19. Jh. in der Kapelle eingebaute zentrale Bleiglasfenster mit dem schönburgischen Wappen und der Jahreszahl 1861 wurde vom Dresdner Franz Hänsel geschaffen. Es befindet sich über dem Kapellenportal im Schlosshof an der Westseite des Ostflügels.[49] 1883 wendete Graf Richard Clemens von Schönburg-Hinterglauchau (1829–1900) 3790 Reichsmark für Restaurierungen in der Kapelle „St. Marien“ auf.[43]

Weitere bekannte Restaurierungen und farbliche Umgestaltungen/Ausmalungen der evangelischen Schlosskapelle sind neben 1861 für 1863, 1911 und 1924 belegt.[50] Bei der letzten Restaurierung fand man 1997 unter einem hölzernen Gewölbeschlussstein – mit dem Wappen der Burggrafen von Leisnig – verstecktes Geld von 1863 und ein Konvolut von Notaten. Die Objekte wurden also bei der Restaurierung von 1863 hier versteckt.[51]

Die auf 1512/13 datierten und signierten beiden Flügel (linker mit Petrus-Figur, rechter mit Paulus-Figur) des Altares in der Schlosskapelle St. Marien stammen von dem Bildschnitzer Peter Breuer und wurden erst 1860 hierher verbracht. Ursprünglich waren sie Teil eines Altares in der alten Callenberger Kirche.[52][53]

Burgverlies „Flasche“Bearbeiten

Im Ostflügel lokalisierte der Heimatforscher Willy Hahn (in den 1980er Jahren?) im unteren Keller (quasi neben der Kapelle) das Verlies der Glauchauer Burg. Vor 1992 wurde es von einer Arbeitsgemeinschaft von Schülern (AG Junge Historiker) und ehrenamtlichen Mitarbeitern freigelegt.

Das Verlies wird urkundlich mehrfach als „Spund(t)flasche“/„Spuntflasche“ (1517, 1518) oder „Flasche“ (1536) erwähnt, z. B.:

„Wolf Rattenburg und Ilgen Beyer von mehr (gemeint ist Meerane) sind durch Barthel Beyern zcum schönburgk (gemeint ist Schönberg bei Glauchau), Kunz Gräser, Urban Gräfen, und Clemens Keller von pfaffenrode (Pfaffroda bei Glauchau) und Barthel Beyern von der kotel (Ort Kötel) auf heut Mittwoch nach Viti Martyris (gemeint ist der 15. Juni) des rvij ten Jahres aus der spundtflasche gebürget, um daß sie vielleicht dem alten Hans Breuern zcw mehr (Meerane) und Georgen Breuern seinen Sohn zu erschlagen sollen gedrohet haben.“

Lehnbuch für 1514, Nachtrag für 1517[54]

1518 saß ein Ulrich Milde zwei Tage lang in der „Spundflaschen“, weil er sein Weib ohne Grund geschlagen hatte und aus Langeweile die Fenster seines Hauses zerschlagen hatte. Als Freunde für ihn bürgten, wurde er gegen das Versprechen, sich nun rechtskonform zu verhalten, herausgelassen.

Im Lehnbuch von 1526 ist vermerkt, dass der Glauchauer Scharfrichter Lorenz Reinhart für die Reinigung/Entleerung der „heimlichen Gemache“ (Aborte) und der „Spuntflasche“ auf dem Glauchauer Schloss zuständig war, so oft es vonnöten sei.

Im Gerichtsbuch von 1537 heißt es, dass die Strafen „bey Vorwilligung der Spontflaschen“ zu zahlen sind.[55]

Es war ursprünglich nur über ein Angstloch von oben herab zugänglich. Wohl später wurde eine schmale Treppe ins Verlies angelegt. Das Angstloch ist mit konisch angeordneten Werksteinen gerahmt. Möglicherweise konnte es mit einem passenden Stein verschlossen werden. Das Verlies ist ein kleiner Raum mit 3,35 m × 4,20 m Grundfläche. Seine Decke zeigt ein Spitztonnengewölbe mit dem eingebauten Angstloch. Über dem Angstloch war ehemals ein Kellerraum befindlich.[56]

Das Verlies wurde restauriert und kann im Rahmen einer Museumsbesichtigung von oben durch das Angstloch eingesehen werden. Der Zugang (Tür) zum Angstloch befindet sich im Schlosshof rechts neben dem Zugang der Kapelle „St. Marien“ – im Ostflügel – durch einen schmalen niedrigen Gang.

Der Volksmund übertrug den Begriff „Flasche“ später auf den Schalenturm (Kapellenapsis) mit dem Turmknauf (kugelförmiger Turmhelm).

Mittelalterliche Gang- und KelleranlagenBearbeiten

Unter dem Schlosshof – in etwa 13 m Tiefe – befinden sich mittelalterliche Kelleranlagen und ein im nahen Hirschgrund mündender „geheimer“ Ausgang – offenbar als Fluchttunnel angelegt. Die Gänge sind spitzbogig ins Rotliegende gehauen und haben eine Öffnung in den Schacht des Burgbrunnens. In regelmäßigen Abständen sind seitliche Nischen angelegt worden. Sie dienten wohl als Vorratskeller. Die Anlage soll von Bergleuten angelegt worden sein, ihr genaues Alter ist unklar, ist jedoch wegen der spitzbogigen Ausbauweise in der Gotik zu vermuten.[57][58] Die Gänge können zu besonderen Terminen wie dem Tag des offenen Denkmals besichtigt werden.

Seit einer bergmännischen Sicherung (nach 1990) kann auch der „Fluchttunnel“ mit Ausgang im Hirschgraben besichtigt werden. In den Ganganlagen fand 2016 eine TV-Produktion statt, die 2018 veröffentlicht wurde.[59]

SagenhaftesBearbeiten

Alten mündlichen Überlieferungen zufolge soll es einen unterirdischen Gang vom Schloss Hinterglauchau zur Glauchauer Superintendur (heutiges evangelisches Pfarramt neben der Georgenkirche) und weiter bis in die Georgenkirche gegeben haben. Dies kann nach aktuellem Forschungsstand ausgeschlossen werden.[60]

Umbau und Erweiterung als Schloss um 1470 (Spätgotik)Bearbeiten

Den Zustand der Burg Hinterglauchau um 1470 (also vor dem Bau von Schloss Forderglauchau) zeigt die älteste bekannte Ansicht des Glauchauer „Schlosses“, ein Ölgemälde aus dem Schloss Rohnstock. Für 1488 ist der Einsturz eines Turmes des Glauchauer Schlosses überliefert durch den Glauchauer Chronisten Ernst Eckhardt.[17][61] Ob dies ein Bergfried war, ist unklar. Als um 1470/80 in Sachsen eine Baukonjunktur auf den größeren Adelssitzen einsetzte, wurde auch der Hauptsitz der Herren von Schönburg zu einem standesgemäßen Schloss erweitert. Damals entstand eine geschlossene Anlage um einen in etwa dreieckigen Innenhof, die durch einen Graben von der Hochfläche der Stadt und der Vorburg abgetrennt war. Zwischen etwa 1480 und 1485 wurde der Ostflügel des Schlosses unter Ernst I. (um 1456–1489)[62] kurz vor dessen Tode umgestaltet. Dessen Dachstuhl wurde dendrochronologisch auf 1483/84 datiert.[63] Der Ostflügel erhielt dabei einen großen Festsaal („Rittersaal“) mit gekehlter Balkendecke im Obergeschoss. Außerdem wurde ein dreigeschossiger Nordflügel erbaut. Erhaltene Bauteile zeigen die Formen des kursächsischen Hofarchitekten Arnold von Westfalen im Übergang von Spätgotik zur Renaissance. Das südwestliche Ende (Giebelseite) des bogenförmig nach Südwesten „umknickenden“ Nordflügels hatte bis zu einem barocken Umbau (1764–1765) einen spätgotischen Treppengiebel mit Blendbogen-Arkaden. Dieser heute nicht mehr existente spätgotische Giebel ist auf einer Abbildung beider Schlösser auf einem schönburgischen Stammbaum, datiert um 1760, noch zu sehen. Ebenso ist noch der sechseckige gotische Turm an der Nordwestseite des Nordflügels abgebildet, der später durch einen neuen sechseckigen Turm ersetzt wurde.[64]

Ältere Abbildungen dieser Zeit belegen einen Vorburgbereich in Richtung Stadt (Ostseite vor dem Ostflügel).

Umbauten und Erweiterungen um 1525 (Frührenaissance)Bearbeiten

Am 5. Februar 1525 wird Ernst II. von Schönburg (1486–1534) zum Geheimen Rat für Herzog Georg von Sachsen ernannt.[23] Unter ihm arbeitete ab 1524/25 als Architekt der Steinmetz und Bildhauer Andreas Günther auf dem Schloss.[65] Damals erhielt die Anlage ein völlig neues Aussehen, das sie bis heute prägt. Ab etwa 1525 wurde der Nordflügel nach Osten verlängert und mit einem großen Giebel mit Rundbogenabschlüssen versehen.[66] Damals erhielt das Kernschloss seine Schaufassade nach Osten. Im Ostflügel befindet sich die Schlosskapelle mit einer halbrunden Apsis, die in den ehemaligen Burggrabenbereich hineinreicht. Über dieser erhebt sich ein mit Fenstern versehener, erkerartiger Turm mit einer fantasievollen Haube mit kugeligem Abschluss.

Zeitgleich von etwa 1525/27 bis 1534 wurde unter Ernst II. von Schönburg in dem östlich des Kernschlosses gelegenen Vorburgbereich das später sogenannte Schloss Forderglauchau als Erweiterung errichtet. Der Neubau bestand vor allem aus einem zweigeschossigen Ostflügel mit zahlreichen, die äußere Erscheinung prägenden Zwerchhäusern, einem kürzeren Nordflügel und einem Treppenturm an der Verbindungsstelle. Im Erdgeschoss waren Wirtschaftsbereiche vorgesehen; im Obergeschoss wahrscheinlich herrschaftliche Wohnräume.

Der Nordflügel weist im Erdgeschoss hofseitig – aus der Zeit der Frührenaissance – noch zwei Astwerk-Portale mit je zwei Sitznischen auf.

Aus der Zeit um 1550 hat sich in Schloss Hinterglauchau ein Teil einer ursprünglich größeren Kassettendecke erhalten. Von ehemals 91 Feldern konnten 26 erhaltene Felder um 1980 restauriert werden. Die einzelnen Felder zeigen 23 farbig gemalte Frauenköpfe in spanischer Mühlsteinkrause und zum Teil Toque, einen weiblichen Kinderkopf in gleicher Manier, sowie einen federgeschmückten Kopf, der wohl eine Indianerfrau darstellen soll. Alle Köpfe werden von Rollwerkornamenten und Girlanden mit stilisierten Blüten und Früchten umrahmt. Nach Restaurationen waren Rittersaal und Renaissance-Kassettendecke im Ostflügel 1980 wieder zu besichtigen.[67]

Um 1604 entstanden die beiden Zwerchhäuser mit Volutengiebeln im südlichen Teil des Ostflügels.[68]

Noch im 18. Jahrhundert zeigt eine Abbildung (schönburgischer Stammbaum, um 1760[69]) von Schloss Forderglauchau und Schloss Hinterglauchau – von Süden –, dass am Südflügel Hinterglauchaus mindestens ein Aborterker vorhanden war.

Ehemalige Sgraffiti von zwei LandsknechtenBearbeiten

Vermutlich noch bis um 1953/54 waren an der Ostseite des Nordflügels Hinterglauchaus – also vom Hof des Schlosses Forderglauchau aus zu sehen – links und rechts neben den untersten Fenstern des zweigeschossigen Erkers der Frührenaissance zwei auf die Außenwand aufgemalte farbige Landsknechts-Figuren zu sehen. Sie wurden höchstwahrscheinlich bei der Umgestaltung des Schlosses im Stile der Frührenaissance direkt oder (wahrscheinlicher) etwas später angebracht. Sie müssen auf den nassen Putz in Sgraffito-Technik (al-fresco) aufgemalt worden sein. Alte Abbildungen des Schlosses, Gemälde des 19. Jahrhunderts (älteste bekannte ist ein Aquarell/Gouache um 1840 von Friedrich August Wünschmann, Titelbild der genannten Literaturquelle) sowie Postkarten/Photographien der Zeit bis um 1945 zeigen diese beiden Landsknechte noch. Sie waren breitbeinig stehend in der Tracht dieser Zeit dargestellt. Der (vom Betrachter aus) Linke hielt eine Hellebarde in seiner dem Erker zugewandten linken Hand, der Rechte ebenso eine Hellebarde in seiner dem Erker zugewandten rechten Hand. Ihre Köpfe blickten zum Erker. Sie waren nah am Erker positioniert und flankierten diesen daher. Beide hatten auch ein kurzes zweischneidiges Landsknechtsschwert mit brillenförmiger Parierstange, welches neben deren Tracht die Abbildungen auf die Zeit der 1. Hälfte des 16. Jh. datiert. Man vermutet eine Entstehung um 1530/35. Eine Entstehung in der Zeit der Romantik kann u. a. wegen der Detailtreue und der Überbauung der Spitzen der beiden Hellebarden durch ein später angebrachtes Gesims ausgeschlossen werden. Die Farbgestaltung ist nicht mehr sicher ermittelbar gewesen. Vermutlich wurden Rottöne und Brauntöne verwendet. Offenbar gingen diese Wandmalereien um 1953/54 bei Erneuerungsarbeiten am Schloss Hinterglauchau verloren. Möglicherweise war der Putz zu diesem Zeitpunkt brüchig geworden oder nur noch lose anhaftend. Die genauen Umstände sind unklar. Vor der Zerstörung von Malerei und Putz wurden die Umrisse der Figuren im „Durchpausverfahren“ einfarbig/schwarz in Originalgröße durch den Glauchauer Maler Friedrig Lindig abgemalt.

Da vergleichbare Wandmalereien aus der Frühen Neuzeit – an Außenwänden – im mitteldeutschen Raum nicht bekannt sind, dürfte es sich um überregional bedeutsame Kunstwerke gehandelt haben. Im Südwestturm des Schlosses in Strehla blieben vergleichbare Wandmalereien von 1532 erhalten (Jagdszenen mit Hunden und ein Zeltlager). Im alten Geithainer Pfarrhaus – neben der Stadtkirche – ist eine Wandmalerei von 1562 erhalten geblieben.[70]

Graffiti des 16. Jh. im „Weinstübchen“Bearbeiten

1994 wurden im sogenannten „Weinstübchen“ (oder Trinkstube) – am Eingang zu den Kelleranlagen und unterirdischen Gängen des Schlosses – etliche Graffiti beziehungsweise Signaturen des 16. Jahrhunderts entdeckt. Hochadelige Besucher verschiedener Familien bei den Grafen Schönburg-Glauchau verewigten sich an Decke und Wänden dieser Trinkstube mit Name, Datum und Wahlspruch. Bislang (Stand 2017) wurde nur ein kleiner Teil restauriert und dauerhaft freigelegt. Darunter sind zwei Signaturen der Grafen Schlick aus dem 16. Jahrhundert. Ab etwa 1515/16 waren Wolf I. von Schönburg (1482–1529), die Grafen Schlick und Burggraf Alexander von Leisnig gemeinsam an der Gründung der Bergstadt St. Joachimsthal beteiligt. Die Schwester Elisabeth (1484–1522) des Wolf I. von Schönburg heiratete Hieronymus II. von Schlick.[71]

Auch die Herren von Hohenthal, von Ende (?) und von Karlowitz haben sich hier verewigt.[72] Die Grafen Schlick gründeten um 1520 zusammen mit den Grafen Schönburg die Bergbaustadt St. Joachimsthal, dies dürfte Hintergrund der Graffiti der Familie Schlick sein.

Wappentafeln an und im Schloss (Ende 15./Anfang 16. Jh.)Bearbeiten

An der Erkerbrüstung[73] der Ostseite des Nordflügels (aus der Zeit der Frührenaissance), auf den Schlusssteinen in der Schlosskapelle „St. Marien“ (teilweise 19. Jh.) sowie im ersten Geschoss des Ostflügels auf Schlusssteinen (Frührenaissance) und am Kamin im spätgotischen Rittersaal (15. Jh.) befinden sich Wappentafeln, die neben den Wappen der Herren von Schönburg auch die anderer Familien zeigen. So am Erker Wappen der Grafen von Rieneck. Das Rieneck-Wappen bezieht sich auf Anna von Rieneck (1461–1525), die mit Ernst I. von Schönburg zu Waldenburg (1456–1488) verheiratet war. Ihr Sohn war Ernst III. von Schönburg zu Waldenburg (* 1486; † 12. September 1534). Ebenso wie hier am Erker des Schlosses Hinterglauchau findet sich eine Kombination von schönburgischem und rieneckschem Wappen an einem gotischen Marienaltar der nahen Dorfkirche von Schlunzig. Anna und Ernst I. stifteten diesen Altar.[74] Auch in der Wallfahrtskirche Ziegelheim findet man ein Rieneck-Wappen, da der Anna von Rieneck das Vorwerk Ziegelheim als Witwensitz gehörte.

Auf den Schlusssteinen in der Kapelle neben den Wappen derer von Schönburg auch das Wappen der Burggrafen von Leisnig und beide genannten auch im Obergeschoss des Ostflügels, das derer von Leisnig (fälschlich von Sachsen) auf dem Schlussstein eines Radialrippengewölbes. Die Gattin des Ernst II. von Schönburg, Amabilia (1508–1569), stammte aus der Familie der Burggrafen von Leisnig. Sie heirateten 1526. Amabilia verstarb 1559.[75]

Barocke Umbauten ab 1720 und ab 1752Bearbeiten

Unter Otto Ernst von Schönburg (1682–1746) wurden um 1720 zwei Räume im Obergeschoss des Ostflügels mit barocker Innenarchitektur ausgestaltet.[22]

Im 18. Jahrhundert wurden von Graf Albert Christian Ernst von Schönburg (1720–1799) umfangreiche Umbauten in Schloss Hinterglauchau vorgenommen. Der Nordflügel wurde zwischen 1752 und 1764 bis auf das Erdgeschoss abgetragen und neu errichtet. Damals entstanden großzügige Raumfolgen, die durch ein spätbarockes Treppenhaus erschlossen werden. Um die Raumhöhen reduzieren zu können, wurde hier ein Zwischengeschoss eingebaut.

 
spätbarockes Treppenhaus im Nordflügel

Umgestaltungen des HistorismusBearbeiten

 
Schloss Hinterglauchau von Südwesten, um 1856 (rechts: Schloss Forderglauchau)

1864–1865 wurde der niedrige Südflügel im Stile der Tudorgotik errichtet. Er enthält die Remise. Unter Richard Clemens Graf von Schönburg-Hinterglauchau (1829–1900) wurden die Räume im ersten Obergeschoss des Nordflügels nach 1885 neu ausgestattet. Das Epitaph der Marie Clementine von Schönburg in der Schlosskapelle ist ein bedeutendes Objekt des Historismus (Neoklassizismus) des Künstlers Hugo Hagen.

Restaurierungsarbeiten nach 1945Bearbeiten

1945 verhinderte die Feuerwehr nach einem Beschuss das Übergreifen eines Dachstuhlbrandes vom Schloss Forderglauchau. Als Museum blieb die Anlage vor kriegsbedingten Plünderungen geschützt.

Bereits um 1953/54 erfolgten Restaurierungsarbeiten am Ostflügel Hinterglauchaus.[76] Um 1953/54 erfolgten an der Ostseite des Nordflügels am Erker und dessen oberer Abdeckung sowie an dessen Giebel restauratorische Maßnahmen und offenbar starke Veränderungen.[70] Die spätgotische Maßwerkbrüstung – als oberer Abschluss des Frührenaissance-Erkers – wurde gegen ein kleines Schrägdach getauscht. Außerdem wurde – wie alte Fotos zeigen – der gesamte Putz an der Ostseite des Ostflügels und offenbar auch an der Ostseite des Nordflügels abgenommen und danach neu verputzt. Dabei gingen auch die beiden Landsknechts-Abbildungen an der Ostseite des Nordflügels neben dem Erker verloren.

Zwischen 1998 und 2008 fanden Restaurierungsarbeiten an beiden Schlössern statt.[77]

MuseumsgeschichteBearbeiten

Ein städtisches Museum existierte außerhalb des Schlosses bereits seit 1884. Dieses Museum wurde von Graf Richard Clemens von Schönburg-Hinterglauchau (1829–1900) bereits gefördert.[43] Nach dem Erlöschen der Linie Hinterglauchau im Jahr 1900 bot Joachim Graf von Schönburg-Glauchau (1873–1943) der Stadt Glauchau 1929 an, im Schloss Hinterglauchau Räume für die Einrichtung eines Museums bereitzustellen. Noch im selben Jahr wurde ein Vertrag unterzeichnet.[78] Bereits in den 1930er Jahren befand sich daher im Schloss ein Museum.[79] In der Weltwirtschaftskrise musste es geschlossen werden.

Die Kunstsammlung des Altenburger Kunstsammlers Hans Löbe (1870–1947) enthielt bedeutende spätgotische Werke verschiedener Künstler. Als Hans Löbe Teile seiner Sammlung an verschiedene Museen verkaufte, gelangten 1937 einige Objekte in den Besitz des Museums und der Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau. Es handelt sich unter anderem um Gemälde oder spätgotische Schnitzkunst von Peter Breuer, Franz Geringswald (aus Altenburg, † 1540), Jacob Naumann (aus Altenburg, † 1510), Peter Naumann (ebenfalls aus Altenburg) und dem Meister von Meßkirch.[80]

Das Schloss- und Stadtmuseum, heute „Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau“, wurde später am 27. Juni 1940 und nach dem Brand von Forderglauchau am 20. Oktober 1945 auf Initiative des Glauchauer Oberbürgermeisters Walter Flemming (1890–1947) erneut eröffnet.[81] 1941 hielt im Schlossmuseum der Mittelalterhistoriker Walter Schlesinger den Vortrag Die geschichtlichen Voraussetzungen der Glauchauer Stadtgründung.[82]

Die Dauerausstellung zu Georgius Agricola, dem berühmtesten Glauchauer, existiert hier mindestens seit 1940. Spätestens seit 1950 sind die gestiftete Mineraliensammlung und die Kunstsammlung des Dresdner Medizinprofessors Paul Geipel (1869–1956) Teil des Museums.[83]

Seit 1978 unterhielt das Museum Hinterglauchau den Jugendklub „Bildende Kunst“ unter Leitung von Anke Winkler und später unter Wolf-Dieter Röber. Nach Restaurationen waren Rittersaal und Renaissance-Kassettendecke im Ostflügel 1980 wieder zu besichtigen. An dieser Wiederherstellung waren neben dem Restaurator Werner Pitschler auch Tischler des Patenschaftsbetriebes VEB Glauchauer Kammgarnspinnerei beteiligt, die die neuen Rahmen der Kassettendecken anfertigten.[67] Nach 1980 wurde eine Restauratorenwerkstatt für Möbel und Papierdokumente im Nordflügel eingerichtet.[84]

Kurz vor oder um 1990 legte die „Arbeitsgemeinschaft Junge Historiker“ aus Glauchauer Schülern, die seit 1979 bestand, unter Anleitung von Museumsmitarbeiter Steffen Winkler, das Burgverlies im Keller des Ostflügels frei. Viel Schutt/Gesteinsmasse musste dazu ausgeräumt werden.

2004 feierte das Glauchauer Museum (heute Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau) seinen 120. Geburtstag. Dazu wurde eine Luftbildkarte der Doppelschlossanlage herausgegeben.

Schlosshof mit BurgbrunnenBearbeiten

Der Hof ist weitgehend dreiecksförmig, denn er wird von der Dreiflügelanlage aus geradem Ostflügel (mit Torfahrt), geradem niedrigen neogotischen Südflügel und einem bogenförmig nach Südwesten „umknickenden“ langen Nordflügel umschlossen. Im Hof befindet sich neben dem Burgbrunnen eine den Hof prägende alte Rosskastanie (Aesculus hippocastanum).

TürmeBearbeiten

Insgesamt hat Hinterglauchau heute noch vier Türme. Deutlich sichtbar sind der sechseckige Renaissance-Treppenturm mit aufgesetztem sechseckigem Türmchen mit sechseckigem Zeltdach und vorgeblendeten Kielbogengiebeln in der Südostecke des Schlosshofes, sowie der sich an der Nordwestecke des Schlosses (an dessen Außenseite) an den Nordflügel anschließende sechseckige Turm mit geschwungener Haube (früher eine Welsche Haube). An dessen Stelle befand sich ursprünglich ein wohl gotischer sechseckiger Turm, der beim barocken Umbau durch einen neuen sechseckigen Turm ersetzt wurde.

Zwei kleinere Rundtürme flankieren einen nördlichen Erweiterungsbau an der mittleren Nordseite des Nordflügels. Sie überragen das Dach des Nordflügels nicht und sind beide bekrönt von Welschen Hauben.

Der an der Ostseite des Ostflügels befindliche halbrunde Schalenturm (halbrunde Erweiterung), im Volksmund „Flasche“ genannt, ist praktisch kein Turm, auch wenn er wie ein solcher einen Turmhelm hat. Unter seinem Helm befindet sich eine Glocke, die nur zu besonderen Anlässen geläutet wird. Daher hat dieser Schalenturm Schalllöcher.

GruftBearbeiten

Im Kellergeschoss des Nordflügels befindet sich eine Gruft mit mehreren Särgen der Familie Schönburg. Sie kann seit etwa 1990 regulär nicht mehr besichtigt werden.

Als 1900 der letzte evangelische Graf des Hauses Schönburg, Richard Clemens von Schönburg-Hinterglauchau-Rochsburg verstarb, wurde er am 23. Oktober 1900 hier in der Gruft Hinterglauchaus bestattet. Seine zweite Frau und nunmehrige Witwe Ida Friederike („Frieda“) ließ für ihn 1901 im Schlosspark Gusow ein Denkmal und 1929 in der St. Georgen-Kirche in Glauchau ein Epitaph errichten. Mit ihm starb die Linie Hinterglauchau im Mannesstamme aus.[43]

Grundriss der AnlageBearbeiten

In verschiedener Literatur wurden Grundrisse, zumeist des Erdgeschosses von Schloss Hinterglauchau veröffentlicht.[85][86][87][88][89] Die letztgenannte Quelle zeigt den Grundriss beider Schlösser auf einer Karte „um 1800“. Ein detaillierter Grundriss von Schloss Hinterglauchau (Erdgeschoß mit Raumteilungen) findet sich im Heft Schloss Hinterglauchau, Museum und Kunstsammlung.[90] Im Wesentlichen ist Schloss Hinterglauchau eine um einen nahezu dreieckigen Hof – auf einem Bergsporn gelegene – historisch gewachsene Dreiflügelanlage.

Heutige NutzungBearbeiten

Museum und Kunstsammlung Schloss HinterglauchauBearbeiten

Das Museum präsentiert die Glauchauer Stadt- und Schlossgeschichte bis heute, das Alltagsleben der Weber in den Schönburgischen Landen und die Geschichte des herrschaftlichen Interieurs. Da die Schönburger 1945 enteignet wurden und Schloss Hinterglauchau/Museum sich schon zuvor im Besitz der Stadt Glauchau befand, blieben die Einrichtungen des Schlosses bemerkenswert vollständig erhalten und zeigen Einrichtungsgegenstände von Renaissance bis zum Historismus. Zwei Ausstellungen sind der bildenden Kunst und dem Stadtkind Georgius Agricola, dem „Vater der Mineralogie“, gewidmet. In Sonderausstellungen zeigt das Museum die Kunstwerke der Sammlung des Medizin-Professors Paul Geipel (1869–1956), der seine Sammlung dem Glauchauer Museum gestiftet hatte. Die Dauerausstellung zu Georgius Agricola (mindestens seit 1940) und die gestiftete Mineraliensammlung Geipel (spätestens seit 1950) des Dresdner Professors Paul Geipel existieren hier schon längere Zeit.[83]

Überregional bedeutende Ausstellung von Möbeln und InterieurBearbeiten

Bereits in der DDR-Zeit wurde die Sammlung/Ausstellung historischer Möbel „aus zwei Jahrhunderten“ als die wohl bedeutendste ihrer Art im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt eingestuft.[84]

Die Möbel und Einrichtungsgegenstände stammen aus verschiedenen schönburgischen Schlössern, viele aus Schloss Wechselburg. Einige Stücke wurden durch Ankauf aus anderen Museen erhalten. Viele Gemälde von schönburgischen Persönlichkeiten stammen auch aus Schloss Wechselburg. Erwähnenswert sind auch mehrere Hochlehnstühle des 16. Jahrhunderts, die mit Leder bezogen sind und eingeprägte schönburgische Wappen aufweisen.

Depotbestand für SonderausstellungenBearbeiten

Das Museum Schloss Hinterglauchau unterhält ein Archiv und ein Depot für seine Dokumente und nicht regulär ausgestellten Sammlungen. Neben Dokumenten, Möbeln und Kunstwerken wie Gemälden, gotischer sakraler Schnitzkunst, Haushaltsgegenständen des Volkes, wurden seit der DDR-Zeit auch Gegenstände gesammelt, die mit der regionalen Handweberei und der späteren Glauchau-Meeraner Textilindustrie zusammenhingen. Beispielsweise Innungsurkunden, Gesellenbriefe, Meisterbriefe und Wanderbücher. Auch Zeugnisse aus den 1950er bis 1980er Jahren der DDR-Zeit wurden gesammelt.[91] Außerdem existiert eine Sammlung antiker Hohlgläser (Flaschen, Becher und Schüsseln) aus Ausgrabungen im Mittelmeerraum/Palästina (u. a. aus Askalon, Basan, Sichem, Tiberias sowie im Hauran), sowie Porzellan- und Glasgegenstände (Trinkgläser und Pokale) des 18. bis frühen 20. Jh. aus adeligen Haushalten.[92][93] Aus dem Waldenburger Schloss kamen nach 1945 Reste einer ostasiatischen Porzellansammlung (Figuren) und Reste einer asiatischen Waffensammlung ins Depot des Museums.[94] Auch einige schönburgische Waffen wie Schwerter aus der Zeit um 1500 werden hier aufbewahrt. Aus den im Depot lagernden Gemälden und Kunstwerken wurde beispielsweise die Kunstausstellung „Romantik bis Impressionismus, Meisterwerke aus 100 Jahren“ seit 2016 gezeigt.[95]

Noch nach 1990 wurden viele entsprechende Artikel angekauft. So auch Druckplatten für regionalgeschichtlich bedeutende Kupferstiche.

ArchivbestandBearbeiten

  • Aus den Todesjahren Georgs I. (gest. 1585) und seiner zweiten Frau Dorothea Reuss zu Greiz (gest. 1572) sind ausführlichere Inventare erhalten. Ebenso anlässlich des Todes seiner dritten Frau, der Witwe Katharina Agathe von Putbus (gest. 1608).
  • Als Glauchau um 1800 neu kartographisch erfasst wurde, erstellte Major Friedrich Ludwig Aster, sächsischer Kartograph, auch „Astersche Meilenblätter“ von Glauchau. Kopien dieser Meilenblätter (nur für Glauchau?) werden im Glauchauer Schlossarchiv aufbewahrt.[96]

VeranstaltungenBearbeiten

Jährlich finden im Schlosshof von Hinterglauchau Musikveranstaltungen, Konzerte sowie die Nacht der Schlösser und der Tag des offenen Denkmals statt. Manchmal ist auch der Schlosshof von Forderglauchau mit in diese Veranstaltungen einbezogen. Am Tag des offenen Denkmals und am Tag der deutschen Einheit stehen Museum, unterirdische Gänge Hinterglauchaus (Kelleranlagen), Kapelle und Verlies zur unentgeltlichen Besichtigung allen Besuchern offen. In den Ganganlagen werden dazu Führungen gemacht. Das Verlies kann über das Angstloch von oben eingesehen werden.

LiteraturBearbeiten

  • Anke Neugebauer: Andreas Günther von Komotau. Ein Baumeister an der Wende zur Neuzeit (= Hallesche Beiträge zur Kunstgeschichte. Band 11). Kratzke Verlag für Kunstgeschichte, Bielfeld 2011, ISBN 978-3-9811555-4-9, S. 39–44 (Zugl.: Halle (Saale), Univ., Diss., 2007).
  • Wolf-Dieter Röber: Aspekte zur Baugeschichte des Schlosses Hinterglauchau. In: Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau (Hrsg.): Schriftenreihe. Nr. 1. Glauchau 1979, S. 4–21 (Kapitel: Die Burg Glauchau von ihrer Gründung bis zum spätgotischen Umbau, Der Umbau der Burg in ein Schloß im Stil der obersächsischen Spätgotik ca. 1470–1485, Umbau des Nordflügels im Stil der Frührenaissance ca. 1527–1534, Veränderungen im Ostflügel 1710/30 und Umbau des Nordflügels im barocken Stil 1752 und 1764/65, Neubau des Südflügels im neugotischen Stil 1864/65, Die unterirdische Ganganlage unter dem Schloß Hinterglauchau).
  • Matthias Donath: Burgen und Schlösser in Sachsen. Imhof, Petersberg 2012, ISBN 978-3-86568-768-5, S. 66–68.
  • Steffen Winkler: Zur Geschichte des Glauchauer Museumswesens von den Anfängen bis 1945 sowie Abriß der Entwicklung des Glauchauer Museums von 1945 bis zur Gegenwart in: Schriftenreihe. Heft 1. Hrsg. von Museum und Kunstsammlung Schloß Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1979, S. 26–34.
  • Wolf-Dieter Röber: Schloß Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 3. Museum und Kunstsammlung Schloß Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1981, S. 16–17 (zur Geschichte und Baugeschichte von Schloss Hinterglauchau)
  • Geschichte der Schloß-Capelle zu Glauchau. 1862 (Handschrift im Museum Schloss Hinterglauchau).
  • Wolf-Dieter Röber, Steffen Winkler: Schlösser Hinter- und Forderglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 6. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1986, S. 5–11 (zur Baugeschichte beider Schlösser und zum schönburgischen Brudermord in Hinterglauchau von 1617, Aquarell von Forderglauchau von W. Gebhardt [1867] auf S. 10).
  • Ephoralarchiv St. Georgen zu Glauchau, Bestand Canzlei Waldenburg ao. 1617, I AA 3, Loc. 363, Acta betr. Otto Wilhelm’s Herrn von Schönburg zu Glaucha beschehene Entleibung von seinem Herrn Bruder Wolff Ernsten von Schönburg am 28. November 1617. (zum schönburgischen Brudermord des Wolf Ernst an seinem Bruder Otto Wilhelm von 1617 im Schloss Hinterglauchau)
  • Wolf-Dieter Röber : Das Verlies im Schloß Hinterglauchau (S. 5–8) und Zwei Landsknechte – ehemalige Wandmalereien am Schloß Hinterglauchau (S. 9–14). In: Schriftenreihe. Heft 9, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1992 (Info: ehem. Landsknechts-Graffito an der Ostseite des Nordflügels von Schloss Hinterglauchau).
  • Wolf-Dieter Röber: Unbekannte Ansichten von Schlössern und Vorwerken auf einem schönburgischen Stammbaum (um 1760). In: Schriftenreihe Heft 3, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, S. 15 (Schloss Hinterglauchau: Beschreibung S. 16 und Abb. S. 37).
  • Wolf-Dieter Röber: Die Kapelle im Schloß Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 10, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 8–15 (zur Geschichte der Schlosskapelle „St. Marien“).
  • Schloßkapelle Hinterglauchau, Bericht über die bau- und farbarchäologischen Untersuchungen (Stefan Reuther, S. 5–17), Wir Handwerker der Stadt Glauchau – Ausführende Gewerke früherer Fassungen (zur Geschichte der Restauration der Schlosskapelle im 19. Jh., Steffen Winkler, S. 18–25), Restaurierung und Sanierung der Kapelle St. Marien im Schloß Hinterglauchau (Restaurierung 1998, Siegrun Illing, S. 26–29), Das Epitaph der Marie Clementine von Schönburg – ein Beispiel neuklassizistischer Grabmalkunst von Hugo Hagen (Epitaph in der Schlosskapelle, Robby Joachim Götze, S. 30–36). In: Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999 (vier Artikel zur Schlosskapelle „St. Marien“ in Hinterglauchau, Festschrift zu deren Wiedereröffnung 1999).

WeblinksBearbeiten

Commons: Castles in Glauchau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Schloss Glauchau. Website des Schlossmuseums. In: schloesserland-sachsen.de.
  • Enno Bünz, Thomas Lang: SCHÖNBURG – Glauchau, Hinter- und Forder-. In: Handbuch Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Band 15. IV: Grafen und Herren. 1. Auflage. 2012, ISBN 978-3-7995-4525-9, S. 1323–1325 (adw-goe.de [PDF; 103 kB]).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Steffen Winkler: Schönburgische Besitzungen im Überblick In: Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, S. 13.
  2. Schriftenreihe. Heft 3. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, Kap. Schloss Hinterglauchau, S. 16, Gründung der Burg Glauchau durch Herrmann I. von Schönburg.
  3. Schriftenreihe. Heft 6. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1986, Kap. Schlösser Hinter- und Forderglauchau, Gründung der Burg Glauchau, S. 5.
  4. Walter Schlesinger, nachbearbeitet von Thomas Lang: Beiträge zur Geschichte der Stadt Glauchau. Hrsg. von Enno Bünz. Thelem Verlag, Dresden 2010, S. 27 und 156 (Abb. 4).
  5. Rolf Scheurer: Historische Bauten Glauchaus. Teil 1. Verein für Stadtgeschichte und Denkmalpflege in Glauchau e. V., Glauchau 2008, S. 12: vermutliche Einbindung des Schlosses in die Stadtmauer.
  6. a b Marina Palm: Aspekte zur Gründung der Stadt Glauchau und ihrer Entwicklung bis 1495. In: Schriftenreihe. Heft 4. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1982, hier S. 46.
  7. a b c d Marina Palm: Aspekte zur Gründung der Stadt Glauchau und ihrer Entwicklung bis 1495. In: Schriftenreihe. Heft 4. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1982, hier S. 47.
  8. Autorenkollektiv: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Kap. Hinterglauchau, S. 21 (Wolf-Dieter Röber).
  9. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 8 (Broschüre).
  10. Wolf-Dieter Röber: Burgen und Schlösser. In: Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Unterkapitel Schloss Hinterglauchau, S. 21.
  11. K. Fleck, Ralph Zenker u. a.: Waldenburg. Zur Geschichte der Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten: Heimatmuseum und Naturalienkabinett Waldenburg. Überarbeitete Ausgabe. Hrsg. von der Stadtverwaltung Waldenburg. Waldenburg 1990, S. 9.
  12. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 9 (Broschüre).
  13. a b Museum und Kunstsammlung Schloß Hinterglauchau (Hrsg.): Schriftenreihe. Heft 1. Stadt Glauchau, 1979, Abbildung 1, S. 13: Schloss Hinterglauchau um 1470 (Original-Ölgemälde – auf Leder – im Schloss Rohnstock in Schlesien).
  14. Wolf-Dieter Röber: Burgen und Schlösser. In: Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Unterkapitel Schloss Hinterglauchau, S. 20.
  15. Autorenkollektiv: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Kap. Das Territorium in Kriegszeiten, S. 69 (Ernst-Günter Lattka).
  16. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 10 (Broschüre).
  17. a b Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 11 (Broschüre).
  18. Schriftenreihe. Heft 3. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, Kap. Schloss Forderglauchau, S. 17, Anmerkungen zu Vorburg oder Vorwerk von Hinterglauchau/Burg Glauchau.
  19. Album der Rittergüter und Schlösser in Sachsen. IV. Section: Erzgebirgischer Kreis. Hrsg. von G. A. Poenicke. Expedition des Ritterschaftlichen Album-Vereins, Leipzig [1856] (digital.slub-dresden.de).
  20. Schriftenreihe. Heft 3. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, S. 18: Beschreibung von Schloss Hinterglauchau, S. 16.
  21. Schriftenreihe Sonderheft (zu Georgius Agricola). Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 45: Gouache von F. Wünschmann um 1840 (Abbildung der Glauchauer Schlösser).
  22. a b Robby Joachim Götze, Wolf-Dieter Röber, Steffen Winkler: Schloss Hinterglauchau, Museum und Kunstsammlung (= Kunstführer. Nr. 2296). Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 1998, ISBN 3-7954-6035-2, S. 2.
  23. a b Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 13 (Broschüre).
  24. a b Michael Wetzel: Heinrich Ernst II. In: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde (Hrsg.): Sächsische Biografie. 13. November 2013, abgerufen am 13. März 2020.
  25. Der Innungsbrief der Glauchauer Weber von 1528, in: Schriftenreihe Heft 2, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau, 1980, hier S. 2
  26. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 14 (Broschüre).
  27. a b Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 15 (Broschüre).
  28. a b Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 16 (Broschüre).
  29. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 18 (Broschüre).
  30. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 19 (Broschüre).
  31. a b Wolf-Dieter Röber: Zwei Landsknechte – Ehemalige Wandmalereisen am Schloß Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 9. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1992, S. 12.
  32. Wolf-Dieter Röber: Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 10.
  33. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 20 (Broschüre).
  34. a b Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 22 (Broschüre).
  35. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 21 (Broschüre).
  36. Schriftenreihe Heft 10, Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 5.
  37. Witzsch: Darstellung der Rechtsverhältnisse des vormals reichsständischen Hauses Schönburg. Glauchau 1866, S. 8.
  38. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 26 (Broschüre).
  39. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 27 (Broschüre).
  40. Reiner Groß: Schönburgische Geschichte. Eine Zeittafel. Hrsg. von Britta Günther, Michael Wetzel, Tommy Schmucker. Chemnitz 2005, DNB 974872156, S. 28 und 29 (Broschüre).
  41. Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 12.
  42. Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, S. 112: Abb. 40.
  43. a b c d Zwischen Grafenkrone und Paradehelm, Zum 100. Todestag des letzten Grafen von Schönburg-Hinterglauchau (Richard Clemens von Schönburg-Hinterglauchau (1829–1900)). Flyer zur Ausstellung in Museum Schloss Hinterglauchau, März bis Oktober 2001.
  44. Wolf-Dieter Röber: Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 71.
  45. Stefan Reuther: Schlosskapelle Hinterglauchau, Bericht über die bau- und farbarchäologischen Untersuchungen. In: Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, S. 5 f.
  46. Stefan Reuther: Schlosskapelle Hinterglauchau, Bericht über die bau- und farbarchäologischen Untersuchungen. In: Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, S. 8: Abb. 4.
  47. Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, S. 110: Gordian-Orgel in der Marienkapelle.
  48. Robby Joachim Götze: Das Epitaph der Marie Clementine von Schönburg… In: Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, S. 30–31.
  49. Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, Abbildung des Kapellenfensters auf der Umschlagrückseite, Beschreibung S. 90.
  50. Stefan Reuther: Schlosskapelle Hinterglauchau, Bericht über die bau- und farbarchäologischen Untersuchungen. In: Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, Beschreibung S. 6 mit Abb. 2, S. 7: Abb. 3.
  51. Stefan Reuther: Schlosskapelle Hinterglauchau, Bericht über die bau- und farbarchäologischen Untersuchungen. In: Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, S. 19: Abb. 3 von der Fundsituation unter dem leisnigschem Wappen der Kapelle.
  52. Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Kap. Kirche und Kunst, S. 103, Werke Peter Breuers in den schönburgischen Herrschaften.
  53. Wolf-Dieter Röber: Der Callenberger Altar – Ein Werk des Zwickauer Bildschnitzers Peter Breuer. In: Schriftenreihe. Heft 2. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1980, S. 12–23, Abb.3/5/6 auf S. 18–21 von linkem und rechtem Altarflügel.
  54. Hervorhebung von Wikipedia.
  55. Walter Schlesinger, nachbearbeitet von Thomas Lang: Beiträge zur Geschichte der Stadt Glauchau. Hrsg. von Enno Bünz. Thelem Verlag, Dresden 2010, S. 99.
  56. Wolf-Dieter Röber: Das Verlies im Schloß Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 9. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1992, S. 5–8.
  57. Wolf-Dieter Röber: Aspekte zur Bedeutung und Datierung der Gangsysteme unter den Schlössern Hinterglauchau, Lichtenstein und Forderglauchau, S. 31–33 sowie Kellergänge Schloß Hinterglauchau und Kellergänge Schloß Forderglauchau, S. 18–19 (Autorenkollektiv). In: Schriftenreihe. Heft 7. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1988, Abbildungen und Grundriss des Gangsystems Hinterglauchau Abb. 1/S. 6, Abb. 10/S. 27, Abb. 11/S. 28, Abb. 19/S. 36, Abb. 20/S. 37 (Gänge Schloss Lichtenstein) und Titelbild.
  58. Schnittzeichnung der unterirdischen Gänge unter Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 3. Museum und Kunstsammlung Schloß Hinterglauchau, Stadt Glauchau 1981, S. 21.
  59. Auszüge davon sind im Youtube-Video zu sehen. Dabei werden die Ganganlagen und die Remise gezeigt. Ghost Stories. Orte der Angst Glauchau auf YouTube, 7. Februar 2018, abgerufen am 9. Dezember 2019.
  60. Steffen Winkler: Sage „Die Weiße Frau von Glauchau“. In: Sagen und sagenhafte Erzählungen aus Glauchau und Umgebung (= Schriftenreihe Sonderheft). Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, S. 21.
  61. Wolf-Dieter Röber: Schriftenreihe. Heft 9. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1992, S. 6.
  62. Stefan Reuther: Schlosskapelle Hinterglauchau, Bericht über die bau- und farbarchäologischen Untersuchungen. In: Schriftenreihe. Heft 11. Hrsg. von Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, S. 6.
  63. Neugebauer 2011, S. 39 (Anm. 46).
  64. Schriftenreihe. Heft 3. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, S. 16 im Kapitel Unbekannte Ansichten von Schlössern und Vorwerken auf einem schönburgischen Stammbaum (Wolf-Dieter Röber).
  65. Anke Neugebauer: Andreas Günther von Komotau. Ein Baumeister an der Wende zur Neuzeit. Bielefeld 2011.
  66. Für eine frühe Datierung argumentiert Neugebauer 2011, S. 49/50.
  67. a b Schriftenreihe. Heft 2. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1980, S. 47.
  68. Wolf-Dieter Röber, Steffen Winkler: Schlösser Hinter- und Forderglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 6. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Stadt Glauchau, 1986, S. 6.
  69. Schriftenreihe. Heft 3. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, S. 37: Abbildung von Forderglauchau und Hinterglauchau auf schönburgischem Stammbaum um 1760.
  70. a b Wolf-Dieter Röber: Zwei Landsknechte – Ehemalige Wandmalereisen am Schloß Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 9. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1992, S. 9–14.
  71. Siegfried Pausch: Bergbau. In: Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, S. 40: Gründung von Sankt Joachimsthal.
  72. Wolf-Dieter Röber: Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994 (Abbildung einiger Graffiti im Trinkstübchen auf der zweiten Umschlagseite innen: von Ende (?) und von Karlowitz).
  73. Steffen Winkler: „Ich weiss eine alte Kunde…“. Sagen und Sagenhafte Erzählungen aus Glauchau und Umgebung (= Schriftenreihe. Sonderheft). Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, im Kap. Bildteil, DNB 951315544, S. 42 Abb. 6 Erkerbrüstung am verlängerten Nordflügel des Schlosses Hinterglauchau, Detailfoto aller Wappentafeln in schwarz/weiß. Beschreibung auf S. 8.
  74. Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Kap. Kirche und Kunst, S. 104, und Bild auf S. 105.
  75. Wolf-Dieter Röber: Die Kapelle im Schloß Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 8–15 (Bemerkungen zu Wappentafeln in Schlosskapelle und Schloss Hinterglauchau. S. 14–15 Nr. 38).
  76. Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, S. 5: Abb. 1.
  77. Rolf Scheurer: Burg und Schloss. In: Historische Bauten Glauchaus. Teil 1. Verein für Stadtgeschichte und Denkmalpflege in Glauchau e. V., Glauchau 2008, S. 8.
  78. Steffen Winkler: Zum Gedenken an Oberbürgermeister Dr. jur. Walter Flemming (1890–1947) – Freund und Förderer des Glauchauer Museums. In: Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 74: Einrichtung des Schlossmuseums Hinterglauchau .
  79. Lt. Infotafel am Schloss.
  80. Wolf-Dieter Röber: Zur Sammlung Sakraler Kunst des Museums Schloß Hinterglauchau-Katalog der Ausstellung. In: Schriftenreihe. Heft 11. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1999, S. 37, 49 (zur Sammlung des Hans Löbe, mit vielen Abbildungen von Kunstwerken des Peter Breuer).
  81. Schriftenreihe. Heft 10. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1994, S. 5.
  82. Walter Schlesinger, nachbearbeitet von Thomas Lang: Beiträge zur Geschichte der Stadt Glauchau. Hrsg. von Enno Bünz. Thelem Verlag, Dresden 2010, Inhaltsverzeichnis und S. 33–47.
  83. a b Steffen Winkler: In memoriam georgius Agricola – Zur Memorialstätte im Museum Schloß Hinterglauchau. In: Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau (Hrsg.): Schriftenreihe Sonderheft. Glauchau 1994, S. 73–76, hier S. 73 (mit Anmerkungen zu Paul Geipel).
  84. a b Schriftenreihe. Heft 2. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1980, Kap. Restauratoren bereiten unser Erbe auf (Ralf-Peter Ehrentraut), S. 41.
  85. Wolf Dieter Röber: Aspekte zur Baugeschichte des Schlosses Hinterglauchau. In: Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau (Hrsg.): Schriftenreihe. Nr. 1. Glauchau 1979, Abb. 2, S. 14: „Grundriß von Schloss Hinterglauchau“ im Maßstab 1:500, sowie S. 21 mit eingezeichneten Kelleranlagen unter Hof und Nordflügel.
  86. Bernd Leißring u. a.: Unterirdische Hohlräume in Glauchau. In: Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau (Hrsg.): Schriftenreihe. Heft 7. Glauchau 1988, Abb. 10, S. 27 Gangsystem unter dem Schloss Hinterglauchau mit den Kellern im Nordflügel.
  87. Wolf Dieter Röber: Die Kapelle im Schloß Hinterglauchau. In: Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau (Hrsg.): Schriftenreihe. Heft 10. Glauchau 1994, Abb. 1, S. 9 „Grundriss des Ostflügels von Schloss Hinterglauchau mit der Schloßkapelle“ (und dem Angstloch des Verlieses), Erdgeschoss des mittleren und südlichen Ostflügels, Detail einer Bauzeichnung nach H. Fickenwirth 1955, Maßstab 1:100.
  88. Rüdiger Burkhardt: Bautenschutzfachplanung an Schloss Hinterglauchau. In: Schriftenreihe. Heft 9. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1992, S. 51 Abb. 1, Grundriss des Schlosses Hinterglauchau.
  89. Rolf Scheurer: Historische Bauten Glauchaus. Teil 1. Verein für Stadtgeschichte und Denkmalpflege in Glauchau e. V., Glauchau 2008, S. 11: Auszug aus einem Asterschen Meilenblatt (Grundriss der gesamten Schlossanlage Glauchau um 1800).
  90. Robby Joachim Götze, Wolf-Dieter Röber, Steffen Winkler: Schloss Hinterglauchau, Museum und Kunstsammlung (= Kunstführer. Nr. 2296). Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 1998, ISBN 3-7954-6035-2.
  91. Steffen Winkler: Verstärkte Sammeltätigkeit In: Schriftenreihe. Heft 2. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1982, S. 47(zu den nicht regulär ausgestellten Depotbeständen des Museums Schloss Hinterglauchau)
  92. Anke Winkler: Historische Hohlgläser aus dem Besitz des Glauchauer Museums. In: Schriftenreihe. Heft 4. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1982, S. 4–27.
  93. Anke Winkler: Figuren der Guan-yin aus der ostasiatischen Porzellansammlung des Glauchauer Museums. In: Schriftenreihe. Heft 2. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1982, S. 24–31.
  94. Autorenkollektiv, u. a. Helmut Bräuer, Robby Joachim Götze, Steffen Winkler und Wolf-Dieter Röber: Die Schönburger, Wirtschaft, Politik, Kultur. – Beiträge zur Geschichte des muldenländischen Territoriums und der Grafschaft Hartenstein unter den Bedingungen der schönburgischen Landesherrschaft- Broschüre zur gleichnamigen Sonderausstellung 1990–91 in Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau. Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1990, Unterkapitel Porzellan und Keramik, S. 94–95.
  95. Robby Joachim Götze, Tobias Teumer: Romantik bis Impressionismus, Meisterwerke aus 100 Jahren. Begleitschrift zur Ausstellung und Verzeichnis der ausgestellten Werke, Museum und unstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 2016.
  96. Steffen Winkler: „Ich weiss eine alte Kunde…“. Sagen und Sagenhafte Erzählungen aus Glauchau und Umgebung (= Schriftenreihe. Sonderheft). Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau 1981, DNB 951315544, S. 32 Nr. 18 Reproduktion der Asterschen Meilenblätter, Archiv Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau.

Koordinaten: 50° 49′ 0,2″ N, 12° 32′ 15,8″ O