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Aschkelon

Stadt im Südbezirk Israels
(Weitergeleitet von Askalon)
Aschkelon
Wappen von Aschkelon
Flagge von Aschkelon
Aschkelon
Basisdaten
hebräisch: אשקלון
arabisch: عسقلان
lateinisch: Ascalon
Staat: Israel Israel
Bezirk: Süd
Koordinaten: 31° 40′ N, 34° 34′ OKoordinaten: 31° 39′ 57″ N, 34° 33′ 59″ O
Fläche: 47,788 km²
 
Einwohner: 134.454 (2016[1])
Bevölkerungsdichte: 2.814 Einwohner je km²
 
Gemeindeart: Stadtverwaltung
Aschkelon (Israel)
Aschkelon
Aschkelon

Aschkelon (hebräisch אשקלון [aʃkɛ'lɔn], arabisch عسقلان, DMG ʿAsqalān, akkadisch Iš-qi-il-lu-nu, lateinisch Ascalon) ist eine Stadt im Südbezirk Israels. Sie liegt nördlich von Gaza-Stadt an der südöstlichen Mittelmeerküste.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Das Zentrum des heutigen Aschkelon ist der Stadtteil Afridar. Die Stadt besitzt einen ausgedehnten Sandstrand. Am südlichen Stadtrand befindet sich am Meer ein archäologischer Park mit den Ruinen der antiken Siedlungen.

GeschichteBearbeiten

Aschkelon war von der mittleren Bronzezeit bis ins Mittelalter eine wichtige Handelsstadt und ein wichtiger befestigter Platz an den Verkehrswegen zwischen Ägypten und Palästina. Es gibt am Ort aber auch noch ältere Funde, etwa aus der Steinzeit. Nach den Kreuzzügen versank der Ort in Bedeutungslosigkeit. Am Ende des Osmanischen Reichs bestand hier eine kleine arabische Siedlung. Um Aschkelon im Staat Israel zu fördern, erhielt es den Status einer Entwicklungsstadt.

EinwohnerBearbeiten

Das israelische Zentralbüro für Statistik gibt bei den Volkszählungen vom 22. Mai 1961, 19. Mai 1972, 4. Juni 1983, 4. November 1995 und vom 28. Dezember 2008 für Aschkelon folgende Einwohnerzahlen an:[2]

Jahr der Volkszählung 1961 1972 1983 1995 2008 2016
Anzahl der Einwohner 24.310 43.000 52.894 80.938 110.416 134.454

WirtschaftBearbeiten

In Aschkelon steht die zurzeit (2006) größte Umkehrosmoseanlage der Welt. Sie speist pro Tag 370.000 Kubikmeter entsalztes Meerwasser in das israelische Trinkwassernetz ein. Dies entspricht 6 bis 7 % des gesamten israelischen Süßwasserbedarfs oder 15 % des Trinkwasserbedarfs.[3] Ein weiterer Ausbau der Anlage ist geplant.

Das bei Aschkelon stehende Kraftwerk Rutenberg versorgt die Region, einschließlich des Gazastreifens, mit Elektrizität.

VerkehrBearbeiten

Die Stadt ist an das Netz der Israel Railways angebunden. Nach Norden führen Verbindungen nach Tel Aviv und Lod, nach Süden die Bahnstrecke Aschkelon–Be’er Scheva und eine nur von Güterzügen befahrene Strecke nach Kirjat Gat.

BürgermeisterBearbeiten

  • Benny Vaknin (bis 2013)
  • Itamar Shimoni (2013–2017)
  • Tomer Glam (seit 2017)

SportBearbeiten

Das Sala-Stadion fasst 10.000 Zuschauer und ist Heimat des Fußballvereins Hapoel Aschkelon. Aschkelon war im November 1970 als Austragungsort für den Großen Preis von Israel vorgesehen, eine Automobilsportveranstaltung nach Formel-2-Kriterien. Das Rennen musste wegen schwerer Sicherheitsmängel abgesagt werden.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Amerika Europa Afrika Asien

Kanada  Côte-Saint-Luc, Kanada
Vereinigte Staaten  Portland (Oregon), USA
Vereinigte Staaten  Baltimore, USA

Frankreich  Aix-en-Provence, Frankreich
Polen  Sopot, Polen
Georgien  Kutaissi, Georgien
Deutschland  Bezirk Pankow von Berlin, Deutschland

Uganda  Entebbe, Uganda

China Volksrepublik  Xinyang, China

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Weiter WissenswertBearbeiten

 
Archäologischer Park von Aschkelon

In Aschkelon befindet sich auch das Schikma-Gefängnis, das früher nach der Stadt benannt war.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ashkelon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. cbs.gov.il abgerufen am 3. März 2018
  2. Israelisches Zentralbüro für Statistik
  3. Ashkelon Seawater Reverse Osmosis (SWRO) Plant, Israel. Water Technology.
  4. Israel und besetzte Gebiete. (Memento des Originals vom 14. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.amnesty.de amnesty.de, 28. März 2002; abgerufen 29. März 2011.