Samarskoje (Kaliningrad)

Samarskoje (russisch Самарское, deutsch Bergershof) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Krasnosnamensk im Rajon Krasnosnamensk.

Siedlung
Samarskoje
Bergershof

Самарское
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Krasnosnamensk
Frühere Namen Bergershof (bis 1946)
Bevölkerung 42 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40164
Postleitzahl 238730
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 218 819 005
Geographische Lage
Koordinaten 54° 56′ N, 22° 29′ OKoordinaten: 54° 55′ 49″ N, 22° 28′ 48″ O
Samarskoje (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
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Lage im Westteil Russlands
Samarskoje (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Samarskoje liegt eineinhalb Kilometer vom Stadtzentrum Krasnosnamensk (Lasdehnen/Haselberg) in südlicher Richtung entfernt an der Regionalstraße 27A-025 (ex R508). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

GeschichteBearbeiten

Das einstige Bergershof[2] war ehemals eine Waldarbeitersiedlung, die schon früher, bestimmt aber seit 1938 als Wohnplatz zur damaligen Gemeinde Lasdehnen (1938 bis 1946: Haselberg, heute russisch: Krasnosnamensk) gehörte. Die heutige Stadt gehörte ihrerseits als Landgemeinde zum Kreis Pillkallen (1939 bis 1945: „Landkreis Schloßberg (Ostpr.)“) im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen.

Nachdem in Kriegsfolge 1945 das gesamte nördliche Ostpreußen der Sowjetunion überstellt worden war, erhielt Bergershof als eigenständiger Ort 1950 die russische Bezeichnung „Samarskoje“ und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Tolstowski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.[3] Später gelangte der Ort in den Chlebnikowski selski Sowet. Von 2008 bis 2015 gehörte Samarskoje zur städtischen Gemeinde Krasnosnamenskoje gorodskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Krasnosnamensk.

KircheBearbeiten

Vor 1945 war die Bevölkerung von Bergershof fast ausnahmslos evangelischer Konfession. Die Siedlung war damals in das Kirchspiel der Kirche Lasdehnen eingepfarrt, die zum Kirchenkreis Pillkallen (1939 bis 1945 „Kirchenkreis Schloßberg“) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union gehörte. Heute liegt Samarskoje im Einzugsbereich einer neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Sabrodino (Lesgewangminnen, 1938 bis 1946 Lesgewangen) innerhalb der Propstei Kaliningrad[4] (Königsberg) der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Bergershof
  3. Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 5 июля 1950 г., №745/3, «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung 745/3 des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte des Gebiets Kaliningrad" vom 5. Juli 1950)
  4. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info