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Rietzneuendorf-Staakow

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow führt kein Wappen
Rietzneuendorf-Staakow
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow hervorgehoben

Koordinaten: 52° 1′ N, 13° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Unterspreewald
Höhe: 52 m ü. NHN
Fläche: 28,1 km2
Einwohner: 599 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15910
Vorwahl: 035477
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 405
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
15938 Golßen
Website: www.unterspreewald.de
Bürgermeister: Andreas Andrack
Lage der Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-WußwerkBerstelandBestenseeByhleguhre-ByhlenDrahnsdorfEichwaldeGolßenGroß KörisHalbeHeideblickHeideseeJamlitzKasel-GolzigKönigs WusterhausenKrausnick-Groß WasserburgLieberoseLübbenLuckauMärkisch BuchholzMärkische HeideMittenwaldeMünchehofeNeu ZaucheRietzneuendorf-StaakowSchlepzigSchönefeldSchönwaldSchulzendorfSchwerinSchwielochseeSpreewaldheideSteinreichStraupitz (Spreewald)TeupitzUnterspreewaldWildauZeuthenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Rietzneuendorf-Staakow [-ˈʃtaːkoː] (niedersorbisch Nowa Wjas pśi rĕce-Stoki) ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie wird vom Amt Unterspreewald verwaltet.

GemeindegliederungBearbeiten

Rietzneuendorf-Staakow besteht aus den Ortsteilen Friedrichshof, Rietzneuendorf und Staakow sowie dem Wohnplatz Rietze.[2]

GeschichteBearbeiten

Friedrichshof gehörte seit 1816 zum Kreis Beeskow-Storkow, Rietzneuendorf zum Kreis Luckau und Staakow zum Kreis Lübben (Spreewald) in der Provinz Brandenburg. Die Orte wurden 1952 in den Kreis Lübben im DDR-Bezirk Cottbus eingegliedert. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald.

Rietzneuendorf-Staakow entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Rietzneuendorf-Friedrichshof (niedersorbisch Nowa Wjas pśi rĕce-Frycowy Dwor) und Staakow (niedersorbisch Stoki).[3]

Ortsteil RietzneuendorfBearbeiten

 
Kirche in Rietzneuendorf

Im Jahre 1455 wird der wendische Ort Rietzneuendorf mit dem Namen „Nuwendorf“ erwähnt.

1974 wurden Rietzneuendorf und Friedrichshof zu Rietzneuendorf-Friedrichshof zusammengeschlossen.[4]

Ortsteil StaakowBearbeiten

Das Gut Staakow, am Rande des Unterspreewaldes, wurde 1685 im Besitz des Wilhelm von Stutterheim erbaut. In den Jahren 1711 und 1718 wurde es um eine Schäferei und ein Vorwerk vergrößert.

Die Findlinge auf der Dorfaue sind ca. 1920 aus dem Baruther Raum als Zeitzeugen der Eiszeit nach Staakow geholt worden. Sie sollten bei der Errichtung eines Kriegerdenkmales verwendet werden. In den 1980er Jahren bekamen sie dann ein Fundament und wurden mit einer Blumenrabatte umgeben. Die durch Staakow führende Straße entstand 1934 als Versuchsstraße für den in unmittelbarer Nähe folgenden Autobahnbau.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Rietzneuendorf-
Friedrichshof
Staakow Jahr Rietzneuendorf-
Staakow
Jahr Rietzneuendorf-
Staakow
1981 557 247 2001 708 2015 613
1990 501 225 2005 680 2016 615
1995 505 200 2010 641 2017 597
2000 512 205 2011 610 2018 599
2012 605
2013 626
2014 609

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Rietzneuendorf-Staakow besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[8]

Wählergruppe Sitze
Freiwillige Feuerwehr 3
Dorfgemeinschaft 2
Chor/Singekreis 1
Fastnachtsgesellschaft Rietzneuendorf-Friedrichshof 1
Einzelbewerber Martin Brademann 1

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003–2008: Ingrid Schuknecht[9]
  • seit 2008: Andreas Andrack[10]

Andrack wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 82,8 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Rietzneuendorf-Staakow und der Liste der Bodendenkmale in Rietzneuendorf-Staakow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

VerkehrBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet führt die Landesstraße L 711 von Golßen zur Anschlussstelle Staakow an der Bundesautobahn 13 Berlin–Dresden. Die Autobahn durchquert das Gemeindegebiet. Über die Anschlussstelle Staakow ist der nahegelegene FreizeitparkTropical Islands“ zu erreichen.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Brand, Tropical Islands in zwei Kilometer Entfernung an der Bahnlinie Berlin–Cottbus. Er wird von der Regionalexpresslinie RE 2 Wismar–Berlin–Cottbus und der Regionalbahnlinie RB 24 Eberswalde–Berlin–Senftenberg bedient.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rietzneuendorf-Staakow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 41
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 26–30
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  9. Kommunalwahlen 26. Oktober 2003. Bürgermeisterwahlen, S. 23
  10. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28. September 2008. Bürgermeisterwahlen, S. 8
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019