Mittenwalde

Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald, Land Brandenburg, Deutschland

Mittenwalde (niedersorbisch Chudowina) ist eine Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald im Land Brandenburg in Deutschland. Das Stadtgebiet ist identisch mit dem Gebiet des von 1992 bis 2003 existierenden Amtes Mittenwalde.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mittenwalde
Mittenwalde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mittenwalde hervorgehoben

Koordinaten: 52° 16′ N, 13° 32′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 99,13 km2
Einwohner: 9269 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15749
Vorwahlen: 033764, 03375 (Schenkendorf), 03377 (Telz), 033769 (Motzen, Töpchin)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 332
Stadtgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 8
15749 Mittenwalde
Website: www.mittenwalde.de
Bürgermeisterin: Maja Buße (CDU)
Lage der Stadt Mittenwalde im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-WußwerkBerstelandBestenseeByhleguhre-ByhlenDrahnsdorfEichwaldeGolßenGroß KörisHalbeHeideblickHeideseeJamlitzKasel-GolzigKönigs WusterhausenKrausnick-Groß WasserburgLieberoseLübbenLuckauMärkisch BuchholzMärkische HeideMittenwaldeMünchehofeNeu ZaucheRietzneuendorf-StaakowSchlepzigSchönefeldSchönwaldSchulzendorfSchwerinSchwielochseeSpreewaldheideSteinreichStraupitz (Spreewald)TeupitzUnterspreewaldWildauZeuthenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Mittenwalde liegt an der kanalisierten Notte etwa 31 Kilometer südlich vom Zentrum bzw. rund 15 km südlich der Stadtgrenze Berlins auf dem Teltow-Höhenrücken.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind in Uhrzeigerrichtung, im Norden beginnend: Schönefeld, Königs Wusterhausen, Bestensee, Groß Köris, Teupitz, Rangsdorf und Zossen.

StadtgliederungBearbeiten

Die Stadt gliedert sich nach ihrer Hauptsatzung wie folgt:[2]

Ortsteil Einwohner
31. Dezember 2014[3]
Zweitwohnsitz Anmerkungen
Mittenwalde 2332 37
Brusendorf 394 4 mit Gemeindeteil Boddinsfelde
Gallun 626 7
Motzen 1282 197
Ragow 1817 24
Schenkendorf-Krummensee 1092 94
Telz 376 7
Töpchin 826 249 mit Gemeindeteil Waldeck

Hinzu kommen die Wohnplätze Abzweigung, Am Krummen See, Forsthaus Waldeck, Galluner Müllerhaus, Kiefernring, Pittchenmühle, Rohrlake, Seebadsiedlung, Töpchin-Siedlung und Vogelsang.[4]

In Motzen und Töpchin gibt es ausgedehnte Wochenendhaussiedlungen.

GeschichteBearbeiten

13. JahrhundertBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Moritz
 
Spitalkapelle

Mittenwalde wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt und bestand aus einer askanischen Grenzburg gegen die Lausitz, die auf dem Hausgrabenberg vermutlich auf einem slawischen Burgwall errichtet worden war. Mittenwalde war im Hochmittelalter zur Zeit des deutschen Landesausbaus nach Osten neben Köpenick Herrschaftszentrum der Wettiner auf dem Teltow Nach der Niederlage Heinrichs des Erlauchten 1245 im sechsjährigen Teltow-Krieg fiel der gesamte Teltow mit Mittenwalde dauerhaft an die gemeinsam regierenden askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. und damit an die Mark Brandenburg. 1255 wurde Mittenwalde als Pfarr- und Archidiakonatsort genannt. 1307 wurde Mittenwalde erstmals in einer Urkunde als Stadt bezeichnet, als der Markgraf der Stadt das Recht einräumt, in der Herrschaft Teupitz Holz schlagen zu dürfen. Der Markgraf ließ einen ellipsenförmigen Grundriss der Stadt anlegen, der 500 Meter lang und 400 Meter breit war. Darin entstand ein gitterförmiges Straßennetz. Im Juni 1315 wurden die Holzungsrechte der Stadt vom Markgrafen Waldemar erneuert und erweitert. Unter Ludwig IV. wurden vier Juden in Mittenwalde angesiedelt, die fortan den Geldhandel betrieben. Sie erhielten einen Schutzbrief vom Markgrafen, jedoch keine Bürgerrechte und mussten sich in der Jüdenstraße ansiedeln, die im 21. Jahrhundert noch vorhanden ist.

Im Landbuch Karls IV. erschien Mittenwalde schließlich als Stadt und Burg (civitas et castrum), 1376 als Oppidum. Um 1375 hatte der Rat die Obergerichtsbarkeit vom Kurfürsten erworben und durfte fortan selbst Recht sprechen. An der Handelsstraße nach Dresden bzw. Cottbus gelegen entstand eine Zollstation; es wurde reger Handel betrieben, darunter auch mit Salz auf dem Salzmarkt, der im 21. Jahrhundert ebenfalls noch als Platz vorhanden ist. In dieser Zeit entstand auch 1394 die Spitalkapelle außerhalb der Stadt vor dem Köpenicker Tor. Sie wurde vom Rat mit Hufen Scheffelkorn sowie der Kirchenausstattung aus dem wüst gefallenen Dorf Wierigsdorf ausgestattet.

14. und 15. JahrhundertBearbeiten

Um 1400 beschwerte sich Hans von Torgow beim Bischof über die Mittenwalder Bürger über vermeintlich illegale Holzungen auf seinem Gebiet. Diese Auseinandersetzung führte vermutlich dazu, dass 1430 der Markgraf zwischen den Schenken von Landsberg und der Stadt Mittenwalde die Holzungsrechte erneut bestätigte und 1441 die Privilegien der Stadt erneuerte. 1455 erhielt Mittenwalde die kurfürstliche Mühle am Tor. Im September 1473 kam es zu einem Großbrand in der Stadt, von der sich Mittenwalde nur langsam erholte.

16. JahrhundertBearbeiten

Im Jahr 1573 hatten sich in Mittenwalde mittlerweile zahlreiche Gewerke angesiedelt. Es gab beispielsweise einen Gewandschneider, einen Schuster, einen Bäcker und einen Knochenhauer. Zwischen den beiden Toren gab es eine Korn- und eine Malzmühle; vor den Toren eine Loh- und Walkmühle sowie drei Windmühlen. Es gab einen Jahrmarkt, eine Waage, einen Stadtkeller und eine Badstube. Dem Rat standen außerdem der Angerzins sowie der Ackerzins zu. Im Dorf Ragow war eine Meierei mit drei Hufen entstanden; es gab einen Weinberg vor dem Mühlentor, der 40 Tonnen Ertrag pro Jahr brachte. In Mittenwalde waren mittlerweile 212 Feuerstellen (=Haushalte) ansässig. 1577 und 1598 suchte die Pest die Stadt heim, 1587 und 1617 gab es durch schlechte Ernten eine große Hungersnot.

17. JahrhundertBearbeiten

Vor dem Dreißigjährigen Krieg gab es in der Stadt 245 Häuser. Nach dem Durchzug kaiserlicher und schwedischer Truppen kam es zu Plünderungen und Belagerungen. Es kam zu zahlreichen Übergriffen auf die Bevölkerung; so wurden Mittenwalder Bürger mit dem Schwedentrunk gefoltert.[5] Nach dem Krieg waren lediglich noch 43 Häuser bewohnt.

18. JahrhundertBearbeiten

 
Paul-Gerhardt-Denkmal

Im Jahr 1719 gab es in Mittenwalde 177 Häuser, von denen allerdings 51 nach wie vor nicht bewohnt waren. Bis 1745 stieg die Anzahl der Häuser auf 198 Gebäude an, davon waren 21 nach wie vor wüst. Vor dem Berliner Tor gab es weitere 16 Häuser (eines wüst); vor dem Mühlentor sechs Gebäude. Die Wassermühle mit einem Gang war wieder im Betrieb. Es gab fünf Windmühlen, dazu kamen Zolleinnahmen aus dem Handel. Es gab eine Schleuse, die „Sühne“ genannt wurde, den Rats- und Deichselzoll bei Märkten sowie das Vorwerk Vogelsang. Bis 1772 war der Gebäudebestand auf 209 Häuser angewachsen.

19. JahrhundertBearbeiten

Mittenwalde wuchs weiter und so gab es 1801 bereits 250 Häuser; hinzu kamen 100 Scheunen. Es gab zahlreiche Gewerke, darunter einen Apotheker, einen Büchsenmacher, zwei Hebammen, einen Stadtmusikus, aber auch 46 Branntweinbrenner, einen Totengräber und einen Scharfrichter. Hinzu kamen sechs Akzisebediente, ein Aktuar, ein Briefträger, vier Magistratspersonen, ein Nachtwächter und viele andere Beschäftigte aus zahlreichen Gewerken. Neben der Wassermahl- und Schneidemühle gab es drei Windmühlen. 70 Häuser hatten das Recht; Bier zu brauen. In Mittenwalde fanden drei Mal pro Jahr ein großer Jahr- und Viehmarkt statt. Hinzu kamen drei kleinere Märkte. Es gab ein königliches Postamt sowie das Akzise- und Hauptzollamt. Mittenwalde gehörte 1836–1952 zum Landkreis Teltow (bis 1947 in der preußischen Provinz Brandenburg, 1947–1952 im Land Brandenburg). Im Jahr 1858 gab es 45 Hofeigentümer, die 25 Knechte und Mägde beschäftigten. Hinzu kamen 39 nebengewerbliche Landwirte mit 39 Knechten und Mädgen. In Mittenwalde lebten aber auch bereits 96 Arbeiter und 19 Bediente. Es gab 348 Besitzungen. Die größte umfasste 834 Morgen, weitere 57 Besitzungen waren zusammen 4128 Morgen groß. 118 weitere waren zusammen 1038 Morgen groß, 172 unter fünf Morgen Fläche. Die Statistik verzeichnete weiterhin zahlreiche Gewerke, darunter sieben Bäckermeister mit fünf Gesellen und einem Lehrling, fünf Seilermeister mit drei Gesellen und einem Lehrling, einen Korbwarenmachermeister mit einem Lehrling, zwei Töpfermeister mit drei Gesellen und einem Lehrling und viele mehr. Neben 15 Beamten erschienen aber auch sieben Rentiers (Rentner) und 36 Arme.

1860 bestand Mittenwalde aus der Stadt mit der Berliner Vorstadt, der Baruther Vorstadt sowie den drei Windmühlen. Es gab sechs öffentliche, 264 Wohn- und 534 Wirtschaftsgebäude, darunter eine Brauerei, eine Wassergetreide- und Gipsmühle sowie vier Getreidemühlen.

20. JahrhundertBearbeiten

Im Jahr 1900 gab es in Mittenwalde mittlerweile 351 Häuser. Bis 1931 wuchs der Gebäudebestand auf 386 Wohnhäuser an. 1930 gab es die Ansiedlung Schenkendorfer Grund und Wirtshaus Waldschlößchen; 1932 die Wohnplätze Nordbahnhof, Ostbahnhof und Zementfalzziegelfabrik. Im Jahr 1941 waren die Wohnplätze Am Kanal, Galluner Chaussee und Schenkendorfer Chaussee hinzugekommen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 39 Hektar enteignet und aufgeteilt. 43 Bauern erhielten zusammen gerade einmal 22 Hektar Land. Weitere 17 Altbauern erhielten zusätzlich 17 Hektar Fläche. 1953 gründete sich eine LPG vom Typ I, die zunächst 18 Mitglieder hatte, die 69 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche betreuten. 1952–1993 war die Stadt Teil des Kreises Königs Wusterhausen (bis 1990 im DDR-Bezirk Potsdam, 1990–1993 im Land Brandenburg). 1960 bestand eine LPG Typ III mit 90 Mitgliedern und 638 Hektar Fläche sowie zwei LPG Typ I mit 22 Mitgliedern und 212 Hektar Fläche. Ein Jahr später schlossen sie sich mit der LPG Typ III zusammen. Im Jahr 1973 gab es in Mittenwalde den VEB Erdöl- und Erdgaserkundung, das VEB Kombinat Getreidewirtschaft sowie eine LPG.

Im Zuge der Ämterbildung im Land Brandenburg schlossen sich 1992 die Gemeinden Brusendorf, Gallun, Motzen, Ragow, Schenkendorf, Töpchin und die Stadt Mittenwalde (alle Landkreis Königs Wusterhausen) und die Gemeinde Telz (Landkreis Zossen) zum Amt Mittenwalde zusammen. Mit der Gemeindereform 2003 in Brandenburg wurden diese Gemeinden zum 26. Oktober 2003 per Gesetz in die Stadt Mittenwalde eingegliedert. Das Amt Mittenwalde wurde aufgelöst und die Stadt Mittenwalde amtsfrei.[6]

21. JahrhundertBearbeiten

Im August 2004 wurden im Rahmen einer Lehrgrabung mit dem Mittelalterarchäologen Felix Biermann Bereiche des als „Wendenfriedhof“ überlieferten Geländes südwestlich von Mittenwalde archäologisch untersucht. Neben Siedlungsspuren wurden 25 Körpergräber des 11. und 12. Jahrhunderts gefunden. Die Bestatteten waren in gestreckter Rückenlage und annähernd in Ost-West-Richtung beigesetzt worden. Mit einer Ausnahme waren jedoch alle Gräber mehr oder weniger stark gestört. Dieser Umstand schränkte die anschließend durchgeführte Untersuchung durch die Anthropologin Bettina Jungklaus ein. Die meisten Bestatteten waren zwischen 40 und 59 Jahre alt, gefolgt von Personen zwischen 20 und 39 Jahren. Mit nur fünf war die Anzahl von Kindergräbern ungewöhnlich niedrig. Von den 18 Erwachsenen waren nur zwei Frauen. Die beiden Frauen liegen im südlichen Bereich, die Kinder und Jugendlichen sind im nördlichen Bereich konzentriert und die Männer dazwischen. Die zahlreich vorkommenden degenerativen Erkrankungen an den Wirbeln und Gelenken sprachen für eine starke Belastung durch körperliche Arbeit, wie sie im landwirtschaftlichen Bereich üblich war. Die im Vergleich mit anderen Funden aus dieser Zeit eher hohe Belastung mit Zahnkaries war ein Indiz für eine vornehmlich pflanzliche und damit kohlehydratreiche Ernährung, wie sie in Form von Mehlspeisen und Getreidebreien bestanden haben könnte und für Ackerbauern und Gemischtköstler typisch war. Im Vergleich mit weiteren slawischen Skelettfunden konnte für die Bevölkerung aus Mittenwalde auf eher günstige Lebensbedingungen geschlossen werden. Die geringe Anzahl von nur 25 Bestatteten ließen jedoch nur tendenzielle Aussagen zu.[7][8][9][10][11][12]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 2 314
1890 2 807
1910 3 185
1925 3 060
1933 3 036
1939 3 136
1946 3 432
1950 3 307
Jahr Einwohner
1964 2 591
1971 2 523
1981 2 174
1985 2 115
1989 2 008
1990 1 981
1991 1 922
1992 1 927
1993 1 873
1994 1 864
Jahr Einwohner
1995 1 884
1996 1 963
1997 2 069
1998 2 115
1999 2 167
2000 2 210
2001 2 209
2002 2 202
2003 8 640
2004 8 699
Jahr Einwohner
2005 8 664
2006 8 684
2007 8 663
2008 8 683
2009 8 710
2010 8 724
2011 8 658
2012 8 663
2013 8 734
2014 8 774
Jahr Einwohner
2015 8 898
2016 8 950
2017 9 104
2018 9 140
2019 9 269

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[13][14][15]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

StadtverordnetenversammlungBearbeiten

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 61,5 %
 %
30
20
10
0
25,6 %
18,0 %
17,2 %
13,6 %
9,7 %
9,5 %
6,5 %

Die Stadtverordnetenversammlung von Mittenwalde besteht aus 18 Stadtverordneten und der hauptamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[16]

Partei / Wählergruppe Sitze
CDU 5
SPD 3
Pro-Bürger Mittenwalde 3
AfD 2
Die Linke 2
Parteilose Wählergemeinschaft Hand in Hand 2
Bündnis 90/Die Grünen 1

BürgermeisterBearbeiten

  • 1998–2003: Siegfried Kurzer (SPD)[17]
  • 2003–2016: Uwe Pfeiffer (CDU)[18]
  • seit 2016: Maja Buße (CDU)

In der Bürgermeisterwahl am 11. September 2011 wurde Pfeiffer (damals CDU) mit 64,2 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Am 7. Februar 2016 fand ein Bürgerentscheid darüber statt, ob der wegen Vorteilsnahme und Untreue rechtskräftig verurteilte Pfeiffer seines Amtes enthoben werden solle.[19] Mit 68,3 % Ja-Stimmen wurde Pfeiffer aus dem Amt gewählt.[20]

In der Bürgermeisterstichwahl am 17. Juli 2016 setzte sich die bisherige Stadtverordnete Maja Buße (CDU) gegen die parteilose Hedda Dommisch durch und wurde mit 54,8 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren[21] zur neuen Bürgermeisterin gewählt.[22]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 13. September 1994 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein bewurzelter grüner Laubbaum, dessen Stamm von zwei schwarzen aufgestellten Schlüsseln mit nach außen gekehrten Bärten beseitet ist. In den Zweigen schwebt ein roter Adler mit goldener Bewehrung.“[23]

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Mittenwalde und in der Liste der Bodendenkmale in Mittenwalde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

BauwerkeBearbeiten

 
Pulverturm und Berliner Tor

MuseenBearbeiten

MusikBearbeiten

  • Spielmannszug Mittenwalde

NaturschutzgebietBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Östlich der Stadt Mittenwalde in Richtung Schenkendorf und südwestlich in Richtung Telz befinden sich zwei Gewerbegebiete.

Der Discounter Aldi-Nord ist mit einer seiner Regionalniederlassungen in Mittenwalde zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers ansässig.

Die MediaTex GmbH, Hersteller der unter Rechtsextremisten beliebten Marke Thor Steinar, hat sich im Gewerbegebiet niedergelassen.[25][26]

VerkehrBearbeiten

Straße Die Bundesstraße 246 verläuft von West nach Ost aus Richtung Zossen über die Ortsteile Telz, Mittenwalde und Gallun nach Storkow. Die Landesstraße L 30 verbindet Mittenwalde mit Königs Wusterhausen. Auf dem Gebiet der Stadt Mittenwalde befinden sich die Anschlussstellen Ragow, Mittenwalde und Bestensee der A 13 Berlin–Dresden.

Eisenbahn

 
Schleuse am Nottekanal

Ab 1894 war die Stadt über die Königs Wusterhausen-Mittenwalde-Töpchiner Kleinbahn mit Königs Wusterhausen sowie dem Ortsteil Töpchin verbunden. 1900 folgte die Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn, die eine direkte Verbindung mit Berlin herstellte. 1933 wurden die beiden Strecken untereinander verbunden und 1945 eine weitere Verbindung nach Zossen eröffnet. Die vier Strecken wurden 1951 (nach Berlin), 1973 (nach Töpchin) beziehungsweise 1974 (nach Königs Wusterhausen und Zossen) stillgelegt. Der Bahnhof Mittenwalde Ost ist heute Ausgangspunkt der Draisinenbahn Mittenwalde.

Wasser Durch die Stadt verläuft der Nottekanal zwischen Zossen und Königs Wusterhausen. Der Galluner Kanal verbindet den Nottekanal mit dem Motzener See.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Karl-Heinz Drogula (1925–2017), Arzt, in Mittenwalde geboren, Mäzen der Stadt[27]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Mit Mittenwalde verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg: Teltow (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Band 4). Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976.

WeblinksBearbeiten

Commons: Mittenwalde (Mark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2019 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Stadt Mittenwalde vom 11. Mai 2015
  3. 31. Dezember 2014 nach Statistischem Jahrbuch der Stadt Mittenwalde
  4. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Stadt Mittenwalde
  5. Vera Schmidt: Die Geschichte der Stadt Mittenwalde: Stadtgründung und Stadtausbau, [1] ohne Datumsangabe, S. 4, veröffentlicht auf der Webseite der Stadt Mittenwalde, abgerufen am 5. Mai 2020.
  6. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93
  7. Projekt Mittenwalde, spätslawisches Gräberfeld. In: anthropologie-jungklaus.de. Abgerufen am 4. Juni 2017.
  8. Felix Paul Biermann, Bettina Jungklaus: Garantiert ohne Wiederkehr. In: Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): Archäologie in Deutschland. Band 4. Theiss, 2005, ISSN 0176-8522, S. 42.
  9. Felix Paul Biermann, Bettina Jungklaus: Slawische Gräber und Siedlungsreste am Mittenwalder „Wendenfriedhof“. In: Heimatverein Königs Wusterhausen (Hrsg.): Königs Wusterhausen und Dahmeland – Heimatkalender 2006. ELRO-Verlag, Königs Wusterhausen 2005, S. 72–78.
  10. Bettina Jungklaus: Die Skelette des slawischen „Wendenfriedhofs“ bei Mittenwalde, Landkreis Dahme-Spreewald – Aspekte der Krankheitsbelastung. In: Einsichten: Archäologische Beiträge für den Süden des Landes Brandenburg 2004/2005 (Arbeitsberichte zur Bodendenkmalpflege in Brandenburg). Nr. 16. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege, 2006, ISBN 978-3-910011-40-3, S. 231–239.
  11. Bettina Jungklaus: Der „Wendenfriedhof“ von Mittenwalde, Lkr. Dahme-Spreewald. Vorgeschichtliche und slawische Siedlungs- und Grabfunde sowie spätmittelalterliche Flurrelikte. In: Veröffentlichungen zur brandenburgischen Landesarchäologie. Band 38, 2006, ISBN 978-3-910011-47-2, S. 83–154.
  12. Sensation: Altslawisches Gräberfeld in Mittenwalde entdeckt. In: Stadtmagazin Mittenwalde 2004/2005. Stadtmagazinverlag BS GmbH, Altlandsberg, 2005, abgerufen am 4. Juni 2017.
  13. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 26–30
  14. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  15. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  16. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  17. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Dahme-Spreewald (Memento vom 10. April 2018 im Internet Archive)
  18. Kommunalwahlen 26. Oktober 2003. Bürgermeisterwahlen, S. 23
  19. Mittenwalder Bürgermeister vor der Abwahl. In: Märkische Allgemeine, 1. Dezember 2015
  20. Mittenwalder wählen Skandal-Bürgermeister ab. In: Märkische Allgemeine, 7. Februar 2016
  21. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  22. Maja Buße wird Bürgermeisterin in Mittenwalde. In: Märkische Allgemeine, 18. Juli 2016
  23. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  24. Livia Cárdenas, Dirk Schumann: Das mittelalterliche Altarretabel der Moritzkirche in Mittenwalde, Berlin 2004
  25. Thor Steinar: Impressum (Memento vom 19. Januar 2016 im Internet Archive)
  26. Tagesthemen Bericht über Thor Steinar in Mittenwalde, von Esther Neumeier und Oliver Jarasch
    12. Dezember.2011 (2.49 min) ab Min 13.00
  27. Trauerfeier für Ehrenbürger von Mittenwalde . In: Märkische Allgemeine, 15. August 2017