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Landkreis Dahme-Spreewald

Landkreis in Brandenburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Dahme-Spreewald Deutschlandkarte, Position des Landkreises Dahme-Spreewald hervorgehobenKoordinaten: 51° 57′ N, 13° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Verwaltungssitz: Lübben (Spreewald)
Fläche: 2.274,48 km2
Einwohner: 167.319 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Kreisschlüssel: 12 0 61
Kreisgliederung: 37 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Reutergasse 12
15907 Lübben (Spreewald)
Webpräsenz: dahme-spreewald.info
Landrat: Stephan Loge (SPD)
Lage des Landkreises Dahme-Spreewald in Brandenburg
BerlinPolenFreistaat SachsenFreistaat ThüringenSachsen-AnhaltNiedersachsenMecklenburg-VorpommernFrankfurt (Oder)CottbusPotsdamBrandenburg an der HavelLandkreis PrignitzLandkreis Ostprignitz-RuppinLandkreis OberhavelLandkreis UckermarkLandkreis BarnimLandkreis HavellandLandkreis Potsdam-MittelmarkLandkreis Märkisch-OderlandLandkreis Teltow-FlämingLandkreis Dahme-SpreewaldLandkreis Oder-SpreeLandkreis Elbe-ElsterLandkreis Oberspreewald-LausitzLandkreis Spree-NeißeKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Dahme-Spreewald (niedersorbisch Wokrejs Damna-Błota) ist ein Landkreis im Südosten des Landes Brandenburg.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Der Landkreis Dahme-Spreewald umfasst

Mit der Gemeinde Steinreich liegt auch ein kleiner Teil des Fläming im Landkreis.

Nachbarkreise sind im Osten der Landkreis Oder-Spree, im Süden die Landkreise Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster sowie im Westen der Landkreis Teltow-Fläming. Im Norden grenzt, dem Prinzip der Bildung von Sektoralkreisen um das Land Berlin im Zuge der Kreisreform folgend, der Landkreis an die Bundeshauptstadt. Das Gebiet des Landkreises ist zu 42,2 % bewaldet und besteht zu 35,6 % aus landwirtschaftlich genutzten Flächen.

GeschichteBearbeiten

Der Landkreis Dahme-Spreewald wurde im Rahmen der Kreisreform in Brandenburg, die zum 6. Dezember 1993 vollzogen wurde, aus den ehemaligen Kreisen Königs Wusterhausen, Luckau und Lübben, sowie den Städten Lieberose, Märkisch Buchholz und Golßen und den Gemeinden Blasdorf, Doberburg, Jamlitz, Leeskow, Plattkow, Speichrow, Telz, Trebitz, Ullersdorf und Wernsdorf gebildet.

Am 23. September 2008 erhielt der Kreis von der Bundesregierung den Titel Ort der Vielfalt verliehen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1993 141.701
1994 142.819
1995 144.990
1996 147.871
1997 150.995
1998 154.894
1999 157.341
Jahr Einwohner
2000 158.994
2001 159.568
2002 159.923
2003 160.173
2004 161.179
2005 161.937
2006 161.756
2007 161.699
2008 161.482
2009 161.708
Jahr Einwohner
2010 161.805
2011 160.108
2012 160.314
2013 160.793
2014 161.952
2015 164.528
2016 166.074
2017 167.319

Gebietsstand und Einwohnerzahl am 31. Dezember des jeweiligen Jahres[2][3][4], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

Wahl des Kreistags Dahme-Spreewald 2014[5]
Wahlbeteiligung: 50,6 % (2008: 53,8 %)
 %
30
20
10
0
26,9 %
22,2 %
18,3 %
6,8 %
5,6 %
5,1 %
4,9 %
4,4 %
5,8 %
Freie WG Bauernf
UBLg
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,3 %p
+2,2 %p
-5,3 %p
+6,8 %p
+1,3 %p
-0,3 %p
-2,8 %p
-1,8 %p
-0,5 %p
Freie WG Bauernf
UBLg
Sonst.
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f Freie Wählergruppe Bauern - Landwirtschaft, Umwelt, Natur
g Gemeinsame Unabhängige Bürgerliste
Sitzverteilung im
Kreistag Dahme-Spreewald 2014
          
Insgesamt 56 Sitze

KreistagBearbeiten

Die 56 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Wahl vom 25. Mai 2014 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien und Gruppierungen:

Partei/Gruppierung Sitze
SPD 15
CDU 12
DIE LINKE. 10
AfD 4
Bündnis 90/Die Grünen 3
Freie WG Bauern 3
UBL 3
FDP 3
NPD 2
Wir für KW* 1

*) Königs Wusterhausen

Die Kreistagsmitglieder haben sich zu folgenden Fraktionen zusammengeschlossen: SPD/GRÜNE (18 Mitglieder), CDU/Bauern (15 Mitglieder), DIE LINKE. (10 Mitglieder), AfD (4 Mitglieder) und UBL/Wir für KW (4 Mitglieder). Die drei Kreistagsmitglieder der FDP und die beiden Mitglieder der NPD sind fraktionslos.

Im November 2014 hat die SPD die bisherige Koalition mit der CDU aufgekündigt. Eine neue Koalition über SPD/GRÜNE hinaus wurde nicht gebildet. Stattdessen will die SPD mit wechselnden Mehrheiten arbeiten.[6]

LandratBearbeiten

Loge erreichte in der Landratswahl am 11. Oktober 2015 52,6 % der gültigen Stimmen[7] und wurde damit entsprechend § 126 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg für weitere acht Jahre in seinem Amt bestätigt.

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 16. November 1995 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine eingebogene, mit goldener Königskrone belegte, blaue Spitze; begleitet vorn von einem widersehenden golden bewehrten, abgeschnittenen roten Stierrumpf, hinten von einem golden bewehrten, abgeschnittenen roten Adlerrumpf.“[8]

Die Wappen der Ämter, Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Dahme-Spreewald.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Dahme-Spreewald Platz 246 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“.[9]

Die wirtschaftliche Struktur unterteilt sich grob in die zwei Bereiche des Nord- und des Südkreises. Während der nördliche Kreis vor allem vom Flughafen Berlin-Schönefeld und industriell geprägt ist, findet sich im Südteil des Kreises eine ausgeprägte agrarische und touristische Wirtschaftsstruktur. Mit dem Gebiet „Schönefelder Kreuz“, das die Gemeinden Schönefeld, Königs Wusterhausen und Wildau umfasst, besitzt der Landkreis auch einen von 15 speziell geförderten Regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg.

Im Kreis liegen fünf Branchenschwerpunktorte des Landes Brandenburg, in denen bestimmte Branchenkompetenzfelder konzentriert werden:

Branchenschwerpunktort Gemeinden Branchenkompetenzfelder
Schönefeld und Umgebung Schönefeld, Eichwalde, Schulzendorf, Zeuthen
sowie Blankenfelde-Mahlow im Landkreis Teltow-Fläming
Automotive
Biotechnologie/Life Science
Logistik
Luftfahrttechnik
Medien/KT
Metall
Wildau
Wildau Automotive
Biotechnologie/Life Science
Logistik
Luftfahrttechnik
Medien/KT
Metall
Königs Wusterhausen
Königs Wusterhausen Automotive
Biotechnologie/Life Science
Logistik
Luftfahrttechnik
Medien/KT
Metall
Mittenwalde
Mittenwalde Automotive
Logistik
Luftfahrttechnik
Schienenverkehr
Metall
Golßen Golßen Ernährungswirtschaft
Lübben (Spreewald) Lübben (Spreewald) Ernährungswirtschaft

VerkehrBearbeiten

Folgende Verkehrswege verlaufen durch den Landkreis:

GemeindenBearbeiten

Nach der Gemeindegebietsreform 2003 umfasst der Landkreis 37 Gemeinden, darunter neun Städte. Nach der amtlichen Feststellung 2016 sind neun Gemeinden offiziell zweisprachig (Deutsch, Niedersorbisch).[10]

(Einwohner am 31. Dezember 2017)[11]

Amtsfreie Städte
¹ amtsangehörige Stadt

  1. Königs Wusterhausen (36.706)
  2. Lübben (Spreewald) – Lubin (Błota) (13.964)
  3. Luckau (9729)
  4. Mittenwalde (9104)
  5. Wildau (10.093)

Weitere amtsfreie Gemeinden

  1. Bestensee (7785)
  2. Eichwalde (6449)
  3. Heideblick (3563)
  4. Heidesee (7140)
  5. Märkische Heide – Markojska Góla (3880)
  6. Schönefeld (14.625)
  7. Schulzendorf (8167)
  8. Zeuthen (11.297)
Alt Zauche-WußwerkBerstelandBestenseeByhleguhre-ByhlenDrahnsdorfEichwaldeGolßenGroß KörisHalbeHeideblickHeideseeJamlitzKasel-GolzigKönigs WusterhausenKrausnick-Groß WasserburgLieberoseLübbenLuckauMärkisch BuchholzMärkische HeideMittenwaldeMünchehofeNeu ZaucheRietzneuendorf-StaakowSchlepzigSchönefeldSchönwaldSchulzendorfSchwerinSchwielochseeSpreewaldheideSteinreichStraupitz (Spreewald)TeupitzUnterspreewaldWildauZeuthenBrandenburg 

Ämter und zugehörige Gemeinden
(Sitz der Amtsverwaltung *)

1. Lieberose/Oberspreewald
Amt Luboraz/Górne Błota (7135)

  1. Alt Zauche-Wußwerk – Stara Niwa-Wózwjerch (488)
  2. Byhleguhre-Byhlen – Běła Góra-Bělin (731)
  3. Jamlitz (523)
  4. Lieberose, Stadt (1379)
  5. Neu Zauche – Nowa Niwa (1095)
  6. Schwielochsee – Gójacki Jazor (1488)
  7. Spreewaldheide – Błośańska Góla (480)
  8. Straupitz (Spreewald) – Tšupc (Błota) * (951)

2. Schenkenländchen (8672)

  1. Groß Köris (2294)
  2. Halbe (2402)
  3. Märkisch Buchholz, Stadt (804)
  4. Münchehofe (472)
  5. Schwerin (820)
  6. Teupitz, Stadt * (1880)

3. Unterspreewald (9010)

  1. Bersteland (880)
  2. Drahnsdorf (615)
  3. Golßen, Stadt * (2553)
  4. Kasel-Golzig (690)
  5. Krausnick-Groß Wasserburg (595)
  6. Rietzneuendorf-Staakow (597)
  7. Schlepzig – Slopišća (607)
  8. Schönwald (1155)
  9. Steinreich (489)
  10. Unterspreewald (829)

Zum 1. Januar 2013 fusionierten die Ämter Golßener Land und Unterspreewald zum neuen Amt Unterspreewald.

SchutzgebieteBearbeiten

Im Landkreis befinden sich 77 ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Februar 2017).

Kfz-KennzeichenBearbeiten

Am 1. Januar 1994 wurde dem Landkreis das Unterscheidungszeichen LDS zugewiesen und seitdem ausgegeben. Seit dem 2. Juli 2015 sind zudem die Unterscheidungszeichen KW (Königs Wusterhausen), LC (Luckau) und LN (Lübben) wieder erhältlich.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Altkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Altkreis Königs Wusterhausen A bis K 1 bis 999
P bis S
X bis Z
AA bis KY 1 bis 99
PA bis SZ
XA bis ZZ
AA bis AZ 100 bis 999
Altkreis Luckau L bis N 1 bis 999
LA bis NZ 1 bis 99
Altkreis Lübben T bis V 1 bis 999
TA bis VZ 1 bis 99

Dabei blieb die Vergabe der Erkennungsnummern für den Altkreis Luckau nur für wenige Jahre bestehen. Die Fahrzeuge wurden dann in Lübben zugelassen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 8–9
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  4. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 1, A II 4. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg. (jeweilige Ausgaben des 4. Quartals)
  5. wahlergebnisse.brandenburg.de
  6. maz-online.de
  7. Ergebnis der Landratswahl am 11. Oktober 2015
  8. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  9. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com
  10. MWFK: Acht weitere Gemeinden gehören zu Siedlungsgebiet der Sorben. Abgerufen am 7. Dezember 2016.
  11. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).