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2013Parlamentswahl in Grönland 20142018
Wahlbeteiligung: 72,9 % (−1,4 %p)
 %
40
30
20
10
0
34,6
33,5
11,9
11,7
6,6
1,6
n. k.
0,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2013
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,6
-1,2
+5,6
+11,7
-1,6
-4,9
-1,1
+0,1
Sitzverteilung
     
Insgesamt 31 Sitze
  • IA: 11
  • S: 11
  • PN: 3
  • D: 4
  • A: 2

Die Parlamentswahl in Grönland 2014 fand am 28. November statt. Neu zu besetzen waren alle 31 Sitze im Inatsisartut, dem grönländischen Parlament.

WahlrechtBearbeiten

Die 31 Abgeordneten des Inatsisartut werden unter Anwendung des Verhältniswahlrechts in Mehrpersonenwahlkreisen bestimmt. Bei der Sitzverteilung werden nur Parteien bzw. Listen berücksichtigt, die eine explizite Sperrklausel in Höhe von 2 % der abgegebenen gültigen Stimmen überwinden. Die Sitzzuteilung erfolgt nach dem D’Hondt-Verfahren.

AusgangslageBearbeiten

Die bisherige Premierministerin Aleqa Hammond (Siumut) war am 1. Oktober 2014 von diesem Amt und als Parteivorsitzende zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass sie umgerechnet etwa 14.000 € aus Haushaltsmitteln falsch abgerechnet und zunächst nicht zurückerstattet hatte.[1] Der rechtsliberale Koalitionspartner Atassut hatte in der Folge die Koalition mit den Sozialdemokraten aufgekündigt. Anschließend wurde Kim Kielsen (Siumut) als vorläufiger Nachfolger Hammonds zum Premierminister gewählt. Der Termin für Neuwahlen wurde auf den 28. November festgelegt.[2][3]

Teilnehmende ParteienBearbeiten

Zur Wahl traten sechs verschiedene Parteien an:

Partei Kürzel Deutsche Bedeutung Ausrichtung Lager
Siumut S Vorwärts sozialdemokratisch Regierung
Partii Inuit PI Partei der Inuit separatistisch, ökosozialistisch
Inuit Ataqatigiit IA Gemeinschaft der Inuit demokratisch-sozialistisch Opposition
Atassut A Gemeinsinn rechtsliberal
Demokraatit D Demokraten sozialliberal
Partii Naleraq PN Partei der Peilmarke zentristisch, Interessenpartei

ErgebnisBearbeiten

Ergebnis der Parlamentswahl in Grönland 2014
Partei Stimmen Sitze
Anzahl % +/− Anzahl +/−
Siumut (S) 10.108 34,6 −8,6 11 −3
Inuit Ataqatigiit (IA) 9.783 33,5 −1,2 11 ±0
Demokraatit (D) 3.469 11,9 +5,6 4 +2
Partii Naleraq (PN) 3.423 11,7 +11,7 3 +3
Atassut (A) 1.919 6,6 −1,6 2 ±0
Partii Inuit (PI) 477 1,6 −4,9 −2
Unabhängige Kandidaten 22 0,1 +0,1 ±0
Gesamt 29.201 100,0 31 ±0
Gültige Stimmen 29.201 99,0
Ungültige Stimmen 288 1,0
Wahlbeteiligung 29.489 72,9
Wahlberechtigte 40.424 100,0
Quelle: Valg.gl

FolgenBearbeiten

Am 4. Dezember 2014 gab der amtierende Premierminister und Siumut-Vorsitzende Kim Kielsen die Bildung einer Mitte-rechts-Regierung aus seiner Partei und Demokraatit sowie Atassut bekannt. Diese verfügt über eine Mehrheit von 17 der 31 Sitze im Parlament.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grönländische Regierungschefin beantragt Beurlaubung. Danmarks Radio, 30. September 2014 (dänisch)
  2. Grönlands Premierministerin tritt als Parteivorsitzende zurück. Danmarks Radio, 1. Oktober 2014 (dänisch)
  3. Grönländer wählen am 28. November. Danmarks Radio, 1. Oktober 2014 (dänisch)
  4. The coalition of the willing. (Memento des Originals vom 9. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/arcticjournal.com The Arctic Journal, 4. Dezember 2014 (englisch)