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Oberreichenbach (Schwarzwald)

Gemeinde in Baden-Württemberg, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberreichenbach
Oberreichenbach (Schwarzwald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberreichenbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 44′ N, 8° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Höhe: 626 m ü. NHN
Fläche: 35,99 km2
Einwohner: 2831 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km2
Postleitzahl: 75394
Vorwahlen: 07051, 07053, 07084
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 055
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 3
75394 Oberreichenbach
Website: www.oberreichenbach.de
Bürgermeister: Karlheinz Kistner
Lage der Gemeinde Oberreichenbach im Landkreis Calw
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Über dieses Bild

Oberreichenbach ist eine Gemeinde im nördlichen Schwarzwald. Sie gehört zum baden-württembergischen Landkreis Calw.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt naturräumlich auf der Enz-Nagold-Platte zwischen 588 und 745 Meter Höhe, etwa jeweils 6 km von der Kreisstadt Calw und Bad Liebenzell entfernt. Sie gehört zur Region Nordschwarzwald. Mehr als 70 % des Gemeindegebiets sind bewaldet. Der Ortsname stammt von dem unweit entspringenden Reichenbach, der nach dem Übertritt in die Gemarkung Hirsau Schweinbach heißt.

NachbargemeindenBearbeiten

Es grenzen die Gebiete der Gemeinden

an das Gemeindegebiet von Oberreichenbach an.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Oberreichenbach gehören die folgenden ehemaligen Gemeinden mit ihren Teilorten:

Ehemalige Ortschaften:

GeschichteBearbeiten

Ursprünglich gehörte Oberreichenbach den Grafen von Calw. 1303 kam der Ort an das Kloster Hirsau und blieb dort als Vogtei bis ins 18. Jahrhundert.

Räumliche Entwicklung des GemeindegebietesBearbeiten

Die in Oberkollbach aufgegangene Ortschaft Eberspiel war von 1835 bis 1838 eine selbstständige Gemeinde.

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg 1974/75 wurden am 1. Dezember 1974 die Gemeinden Oberkollbach und Igelsloch nach Oberreichenbach eingemeindet. Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1975 durch Vereinigung von Oberreichenbach und Würzbach.[3] In der ehemaligen Gemeinde Würzbach liegt die Wüstung Oberwürzbach.[4]

PolitikBearbeiten

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Die Gemeinde Oberreichbach gehört zur vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Calw / Oberreichenbach.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Oberreichenbach hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 29. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,4 % (2014: 58,0 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Partei Stimmen Sitze Ergebnis 2014
Bürgerliste 48,8 % 6 6 Sitze
Freie Wähler 30,1 % 3 6 Sitze
Mehr Bürgernähe 13,2 % 2 0 Sitze
SPD 8,0 % 1 0 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Im Januar 2017 wurde Karlheinz Kistner wiedergewählt.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: Geteilt durch einen erniedrigten blauen Wellenbalken; oben in Gold (Gelb) vier bewurzelte grüne Tannen, unten in zwei Reihen von Gold (Gelb) und Rot geschacht (zehn Plätze). Die vier Tannen stehen für die vier Ortsteile und den Schwarzwald. Das Schach von Gold und Rot ist das Wappen der Herrschaft Zavelstein.[6]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KirchenBearbeiten

Die Evangelische Kirchengemeinde des Hauptorts Oberreichenbach teilt das Pfarramt mit der Evangelische Kirchengemeinde Calw-Altburg. Die Evangelischen Kirchengemeinden der Teilorte Igelsloch (mit Siehdichfür), Oberkollbach und Würzbach (mit Naislach) gehören seit der letzten Änderung im Jahr 2015 nun zum gemeinsamen Pfarramt Oberkollbach.

Die katholischen Einwohner gehören zur Seelsorgeeinheit Calw-Bad Liebenzell.

NaturdenkmälerBearbeiten

Zwischen Würzbach, Oberreichenbach und Siehdichfür liegt das Naturschutz- und Bannwaldgebiet des Würzbacher Moores.

BauwerkeBearbeiten

In Oberreichenbach befindet sich der ehemalige Atomschutzbunker der baden-württembergischen Landesregierung, der seit 1994 von einem staatsnah arbeitenden privatwirtschaftlichen Unternehmen (COMback GmbH) als Hochsicherheits-Rechenzentrum für EDV-Ausfallvorsorge genutzt wird.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Neben der COMback GmbH ist die Firma Elektro Groß das einzig größere Unternehmen in Oberreichenbach direkt. Außerdem gibt es noch Frisörsalons, Restaurants und Tankstellen. In den Ortsteilen Oberkollbach und Würzbach befinden sich ebenfalls einige Geschäfte, darunter auch kleinere Kaufhäuser.

BildungBearbeiten

Ein Kindergarten befindet sich direkt im Ort. Eine Grundschule ist im Ortsteil Würzbach zu finden.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Karl Greiner, Ortschronik der Gemeinde Oberreichenbach
  • Helga Hagenlocher-Lörcher, Ortsgeschichte Oberreichenbach
  • Hans Büxenstein, Igelsloch und Unterkollbach – Eine 800-jährige Schicksalsgemeinschaft

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oberreichenbach (Schwarzwald) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 499–500
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 488 f.
  4. Wüstung Oberwürzbach: Forschungen in einer abgegangenen Siedlung im Nordschwarzwald.
  5. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.oberreichenbach-grosser-vertrauensbeweis-fuer-kistner.9161c6d5-345d-4571-a94c-393f5a904df7.html
  6. www.oberreichenbach.de