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Bad Teinach-Zavelstein

Stadt in Baden-Württemberg, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bad Teinach-Zavelstein
Bad Teinach-Zavelstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bad Teinach-Zavelstein hervorgehoben
Koordinaten: 48° 42′ N, 8° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Calw
Höhe: 391 m ü. NHN
Fläche: 25,18 km2
Einwohner: 3094 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km2
Postleitzahl: 75385
Vorwahlen: 07053, 07051
Kfz-Kennzeichen: CW
Gemeindeschlüssel: 08 2 35 084
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 9
75385 Bad Teinach-Zavelstein
Website: www.bad-teinach-zavelstein.de
Bürgermeister: Markus Wendel
Lage der Stadt Bad Teinach-Zavelstein im Landkreis Calw
OstelsheimEnzkreisLandkreis KarlsruheLandkreis KarlsruheLandkreis BöblingenLandkreis TübingenLandkreis RastattLandkreis FreudenstadtPforzheimBad HerrenalbDobelHöfen an der EnzUnterreichenbachSchömberg (Landkreis Calw)Oberreichenbach (Schwarzwald)Bad LiebenzellAlthengstettCalwBad Teinach-ZavelsteinBad WildbadEnzklösterleNeuweilerSimmersfeldAltensteigRohrdorf (Landkreis Calw)EgenhausenHaiterbachNagoldWildberg (Schwarzwald)EbhausenNeubulachGechingenOstelsheimSimmozheimSimmozheimKarte
Über dieses Bild

Bad Teinach-Zavelstein ist ein Luftkurort mit rund 3000 Einwohnern im Landkreis Calw, Bundesland Baden-Württemberg. Die Stadt gehört zur Region Nordschwarzwald. Sie ist etwa fünf Kilometer von der Kreisstadt Calw entfernt. Sie ist neben Bad Herrenalb, Bad Liebenzell und Bad Wildbad die kleinste der vier Bäderstädte im Landkreis Calw. Weithin bekannt ist Bad Teinach-Zavelstein für seine Krokusblüte.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Bad Teinach-Zavelstein liegt im Teinachtal im Nordschwarzwald. Die Stadtteile Bad Teinach und Kentheim liegen im Tal, die anderen (Emberg, Rötenbach, Schmieh, Sommenhardt und Zavelstein) an den Hängen. Die Höhenlage der Stadtgemeinde beträgt zwischen 391 und 650 Meter ü. NN.

StadtgliederungBearbeiten

ÜbersichtBearbeiten

Die Stadt Bad Teinach-Zavelstein besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Bad Teinach, Emberg, Rötenbach, Schmieh, Sommenhardt und Zavelstein (Stadt). Am 1. Januar 1975 wurden diese zur Stadt Bad Teinach-Zavelstein vereinigt.[2] Seit 1985 ist Bad Teinach-Zavelstein als Luftkurort ausgezeichnet.

Zur ehemaligen Gemeinde Bad Teinach gehört der Ort Bad Teinach. Zur ehemaligen Gemeinde Emberg gehören das Dorf Emberg und das Haus Wilhelmshöhe. Zur ehemaligen Gemeinde Rötenbach gehört das Dorf Rötenbach. Zur ehemaligen Gemeinde Schmieh gehören das Dorf Schmieh und der Ort Kollwanger Sägmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Sommenhardt gehören das Dorf Sommenhardt, die Weiler Kentheim und Lützenhardt und die Häuser Teinachtal. Zur ehemaligen Stadt Zavelstein gehört die Stadt Zavelstein.[3]

Bad TeinachBearbeiten

 
Bad Teinach mit Blick auf die Therme

Das Heilbad Bad Teinach liegt auf 390–440 Meter u. NN im windgeschützten Tal der Teinach und ist von allen Seiten von Wald umgeben. Mit etwa 500 Einwohnern ist Bad Teinach das kleinste Heilbad Baden-Württembergs. Hier befindet sich auch die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach, die aus der Hirschquelle ein bekanntes deutsches Heilwasser fördert. Mit verschiedenen Einrichtungen, wie der Mineral-Therme, dem Kursaal und einem Trinktempel bietet Bad Teinach eine moderne Wellness-Ausstattung.

EmbergBearbeiten

Der Ortsteil Emberg ist mit 620 Meter ü. NN auf der Hochfläche direkt über dem Teinachtal gelegen.

KentheimBearbeiten

 
Kirche Kentheim

Kentheim liegt ebenfalls im Nagoldtal und ist mit 340 Meter ü. NN der am tiefsten gelegene Stadtteil von Bad Teinach-Zavelstein. Hier steht die St.-Candidus-Kirche, eine der ältesten Kirchen in Süddeutschland.

RötenbachBearbeiten

Auf 610 Meter ü. NN liegt Rötenbach inmitten eines Hochtals, am Ursprung des gleichnamigen Gewässers, welches den Ortsteil von Nord nach Süd durchfließt und schließlich in der Teinach mündet. Die Rötenbach, sowie die Teinach sind vor allem wegen ihrer Forellen bekannt.

SchmiehBearbeiten

Mit 630 Meter ü. NN ist Schmieh der am höchsten gelegene und gleichzeitig der kleinste Stadtteil. Als ehemalige Rodungsinsel auf einer Hochfläche ist Schmieh nun von tiefen Wäldern umgeben.

SommenhardtBearbeiten

Auf 570 Meter ü. NN gelegen, bildet Sommenhardt mit etwa 850 Einwohnern den größten Stadtteil. Der staatlich anerkannte Erholungsort Sommenhardt und sein Filialort Lützenhardt sind durch die Landwirtschaft geprägt.

 
Städtle Zavelstein

ZavelsteinBearbeiten

Seit 1985 Luftkurort, liegt Zavelstein mit seinen etwa 700 Einwohnern auf 560 Meter ü. NN an einer leicht nach Süden geneigten Hochebene. Durch die Geschichte geprägt, finden sich hier die Burgruine Zavelstein sowie das denkmalgeschützte „Städtle“. Umgeben von Krokuswiesen wird Zavelstein Mitte März zu einem Tourismuszentrum in Bad Teinach-Zavelstein.

Wappen der eingemeindeten OrteBearbeiten

 
Emberg
 
Rötenbach
 
Schmieh
 
Sommenhardt
 
Zavelstein

Geschichte der Stadtteile vor der GemeindereformBearbeiten

Bad TeinachBearbeiten

 
Kabbalistische Lehrtafel in Bad Teinach

Zum ersten Mal wird die Siedlung Teinach im Jahr 1472 urkundlich erwähnt. Sie gehörte zum württembergischen Amt Zavelstein. Im Jahr 1710 ließ Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg ein Palais als Sommerresidenz errichten. Im 17. Jahrhundert und 18. Jahrhundert wurde Teinach zum Lieblingsbad württembergischer Herzöge. So kam im Jahr 1770 Herzog Carl Eugen mit 326 Personen, um die Heilquellen zu besuchen. Die Heilquelle im Teinachtal war schon im Spätmittelalter bekannt. Sie soll der Sage nach durch einen Hirsch entdeckt worden sein und heißt deshalb Hirschquelle. Schon im 17. Jahrhundert gab es regelrechten Kurbetrieb.

Im Jahr 1835 wurde Teinach königliches Bad. In den folgenden Jahren ließ König Wilhelm I. von Württemberg nach Plänen Friedrich von Thourets Badehaus, Trinkhalle und das Badhotel errichten, welche bis zum heutigen Tag das Kurzentrum prägen. 1864 kaufte Carl Hoffmann das Bad vom württembergischen Staat.

ZavelsteinBearbeiten

 
Blick auf das Städtle von Zavelstein mit der Burgruine

Um das Jahr 1200 wurde die Zavelsteiner Stauferburg erbaut. Der erste sicher belegte Herr der Burg ist Richelin, Ritter von Zavelstein im Jahr 1280. 1367 fand Graf Eberhardt II. von Württemberg Zuflucht in der Burg und gewährte Zavelstein – der Sage nach – als Dank die Stadtrechte. Tatsächlich wurde Zavelstein urkundlich als Stadt bereits 1342 erwähnt. Seit 1461 war Zavelstein eine württembergische Amtsstadt. Anfang des 17. Jahrhunderts baute der Burgherr Benjamin Bouwinghausen von Wallmerode die Burg zu einem Spätrenaissanceschlösschen um. 1692 fielen französische Truppen in die Stadt ein und zerstörten sie. Bis heute ist die Burgruine mit ihrem 28 Meter hohen Turm ein Mahnmal hierfür. Vor 1806 hatte Zavelstein Sitz und Stimme beim Württembergischen Landtag. Das Amt Zavelstein kam bei der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg endgültig zum Oberamt Calw. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Zavelstein 1938 zum Landkreis Calw. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel die Stadt Zavelstein mit dem Landkreis Calw in die Französische Besatzungszone und kam somit 1947 zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern. 1952 ging das provisorische Nachkriegsland im Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern auf und gehört seither zum neuen Bundeslandes Baden-Württemberg. Mit der Kreisreform zum 1. Januar 1973 erreichte der Landkreis Calw seine heutige Ausdehnung. Der Landkreis wurde gleichzeitig Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald, die dem damals neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Somit wird die ehedem württembergische Stadt Zavelstein nun auch von der vormals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet. Bis zur Gemeindereform 1975 war Zavelstein die kleinste Stadt Baden-Württembergs, zeitweise ganz Deutschlands.

SommenhardtBearbeiten

Die von Stammheim ausgehende Gründung des Stadtteils Sommenhardt, in seiner ältesten Schreibweise auch „Sumenhardt“ ist auf die Zeit vor Karl des Großen zurückzuführen. In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts fielen Sommenhardt und sein Filialort Lützenhardt unter die Herrschaft des Klosters Reichenau. Im Jahr 1075 übereignete Graf Adelbert II. von Calw Sommenhardt dem Hirsauer Aureliuskloster. In altwürttembergischer Zeit gehörte Sommenhardt zum Amt Zavelstein, nach der Gründung des Königreichs Württemberg wie die Stadt Zavelstein zum Oberamt Calw und seit 1938 zum gleichnamigen Landkreis. Obwohl der kirchliche Verwaltungsstab Ende des 15. Jahrhunderts der Pfarrei Zavelstein zugeordnet wurde, blieb die kommunale Selbstständigkeit Sommenhardts bis 1975 bestehen.

KentheimBearbeiten

Kentheim verdankt seine Entstehung dem Bau der St. Candiduskirche, ausgelegt als Saalkirche. Ein Vorläuferbau wurde vermutlich bereits zu Beginn des 9. Jahrhunderts auf Veranlassung des Klosters Reichenau als Einsiedelei errichtet und war damit wohl die älteste Besiedlung im Nagoldtal. 1075 werden Kentheim, Sommenhardt und andere Weiler an das Hirsauer Kloster übergeben. Im 13. Jahrhundert wurde die St. Candiduskirche zur Pfarrkirche für 14 neu entstandene Dörfer auf den umliegenden Schwarzwaldhöhen des Nagold- und Teinachtals umgebaut. 1450 ging dieser Pfarrsitz an das Städtlein Zavelstein über. Die Kirche besitzt bedeutende Wandmalereien aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Nach verheerenden Hochwassern, die Kirche und Friedhof überfluteten, musste 1999 die Kirche restauriert werden.

Emberg, Rötenbach und SchmiehBearbeiten

Im 10., 11. und 12. Jahrhundert wurden die Waldhufendörfer Emberg, Rötenbach und Schmieh während einer systematischen Besiedlungsaktion der Calwer Grafen angelegt. Im 15. Jahrhundert wurden sie der Verwaltung Zavelsteins unterstellt und fließen in dessen Geschichte ein.

PolitikBearbeiten

StadtratBearbeiten

In Bad Teinach-Zavelstein wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis[4]. Die Wahlbeteiligung betrug 64,98 %.

Partei Stimmen Sitze
Unabhängige Bürgerliste (UBL) 55,37 % 8
Bürger für Bürger (BfB) 38,95 % 6
Bündnis90/Die Grünen 5,68 % 1

BürgermeisterBearbeiten

Der parteilose Diplom-Verwaltungswirt Markus Wendel ist seit Sommer 2007 der Bürgermeister.[5] Er wurde 2015 mit 98,1 % der Stimmen wiedergewählt.[6]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Bad Teinach-Zavelstein liegt mit seinen Stadtteilen Bad Teinach und Kentheim an der B 463. Der Stadtteil Bad Teinach ist durch die Kulturbahn (PforzheimHorb am NeckarTübingen) an das überregionale Schienennetz angebunden. Im 30/60-Minuten-Takt verkehren Züge nach Pforzheim und Tübingen.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

  • Mineralbrunnen AG Bad Teinach – Getränkeherstellung aus den Heilquellen, Hirschquelle
  • NHS Haustüren – Türherstellung und Montage
  • Pieri GmbH – Stretchmaschinen, Palettenfördertechnik
  • Friedrich Pfrommer OHG – Textilienfabrik

Im Ortsteil Rötenbach liegt das Industriegebiet Zettelberg, in dem weitere Unternehmen ihren Standort haben.

Bildung, Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Stadtteil Zavelstein befindet sich neben einer Grundschule auch die Karl-Georg-Haldenwang-Schule für geistig und körperlich Behinderte.

Bad Teinach-Zavelstein liegt am Ostweg, einem Fernwanderweg des Schwarzwaldvereins, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

mini|Bibelheim Haus Felsengrund

ReligionenBearbeiten

Seit der Reformation im Jahr 1534 ist Bad Teinach-Zavelstein evangelisch geprägt. Zu den beiden Pfarrämtern der evangelischen Landeskirche in Württemberg gehören auch alle Teilorte.

Die katholischen Einwohner werden von der römisch-katholischen Seelsorgeeinheit Calw-Bad Liebenzell betreut.

Weiterhin gibt es eine neuapostolische Kirche in Bad Teinach und das Freizeitheim „Felsengrund“ der Brüderbewegung in Zavelstein.

KrokusblüteBearbeiten

 
Informationsschild Krokusweg

Weit bekannt ist Zavelstein durch seine Krokusblüte etwa ab Anfang März. Der wilde Krokus ist eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet und findet sich nördlich der Alpen nur an wenigen Standorten, in Zavelstein als einzigem Ort Süddeutschlands. Ein extra dafür angelegter Krokusweg durch das Naturschutzgebiet bringt an sieben Standorten Wissenswertes über den Krokus näher, an weiteren Orten kann an aufgestellten Schaukästen die Landschaft zu allen vier Jahreszeiten begutachtet werden.

BauwerkeBearbeiten

  • Evangelische St. Georgs-Kirche

In Zavelstein, der „kleinsten Stadt Württembergs“, wozu kirchlich auch Kentheim, Rötenbach und Sommenhardt gehören, gab es in der Burg eine Kapelle von 1379 im Erdgeschoss des Turms. 1545 wurde durch den Herzog von Württemberg dort eine Pfarrstelle geschaffen und mit gleichzeitigem Anbau (mit Chor) nach Süden und Westen die erweiterte Kapelle 1578 zur Pfarrkirche erhoben (anstelle von Kentheim). Das Schiff wurde als Querkirche mit West- und Nordempore und Gestühl-Ausrichtung zur Kanzel mitten auf der Südwand errichtet. Grabsteine und Epitaphien der württembergischen Hofjunker und Freiherren Bouwinghausen-Wallmerode, seit 1616 Lehensempfänger und 1620 Käufer des Ritterguts Zavelstein, sind noch vorhanden. Das Westfenster wurde 1996 von Anna-Dorothea Kunz-Saile mit den Themen Kreuzabnahme und Auferstehung Christi sowie Drachenkampf und Martyrium des Hl. Georg, Namenspatron der Kirche, gestaltet.

  • Evangelische Dreifaltigkeitskirche mit kabbalistischer Lehrtafel

In der evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Bad Teinach, die 1665 von Herzog Eberhard III. von Württemberg in der sehr kleinen Siedlung um das herrschaftliche Bad gestiftet wurde, befindet sich die im 17. Jahrhundert entstandene Kabbalistische Lehrtafel der Prinzessin Antonia von Württemberg.

 
Zavelsteiner Burgruine
  • Evangelische St.-Candidus-Kirche

Die Candiduskirche ist eine der ältesten Kirchen Baden-Württembergs und wurde zwischen 950 und 1075 in Kentheim erbaut. Sie hatte zunächst einer klösterlichen Gemeinschaft gedient und war im Mittelalter ein wichtiges Pfarrzentrum für den nördlichen Schwarzwald, bis die Pfarrrechte an Zavelstein übergingen. Sehenswert sind die mittelalterlichen Fresken und Grabmale. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July bezeichnet die St.-Candidus-Kirche als seine Lieblingskirche.

  • Evangelische Kirche Rötenbach

Rötenbach gehörte kirchlich zunächst zur Pfarrei Kentheim (Stadtteil Sommenhardt), später zu Zavelstein. Vermutlich gab es aber schon längere Zeit eine Kirche, die 1765 durch den heutigen Bau ersetzt wurde. 1966 schuf der Künstler Wolf-Dieter Kohler drei Chorfenster mit den Themen Auferstandener mit Jüngern, Ausgießung des Heiligen Geistes und Jüngstes Gericht. 1980 wurde die Kirche renoviert.

  • Evangelische Auferstehungskirche Sommenhardt

In Sommenhardt wurde von Architekt Georg Olivier aus Neuenbürg im Jahre 1972 die Auferstehungskirche, ein Gebäude in Zeltform mit seitlich vorgelagertem Turm, fertiggestellt. Der Maler Professor Gottfried Ehninger aus Calw gestaltete die Betonglasfenster mit den Themen Auferstehung und Ausgießung des Heiligen Geistes.

  • Burgruine Zavelstein mit Städtle

Die Burgruine Zavelstein und die sie umgebenden Gebäude spiegeln die Geschichte der Burg und der Stadt Zavelstein wider. Dort finden sich auch viele Informationstafeln, die das Geschehen beschreiben, erklären und einige Geschichten und Sagen erzählen.

  • Herrschaftsbrücke

Die Herrschaftsbrücke über die Nagold bei Bad Teinach von 1882 gilt als erste weit gespannte Bogenbrücke aus Naturstein im deutschsprachigen Raum.[7]

NaturlehrpfadBearbeiten

Durch 24 Informationstafeln, die einen tiefen Einblick in die heimische Flora und Fauna ermöglichen, ist der etwa 8 km lange Naturlehrpfad im Teinachtal für eine Tageswanderung wie geschaffen. Er führt von Teinach aus über Zavelstein und Rötenbach und kehrt schließlich wieder nach Bad Teinach zurück.

KulturzentrumBearbeiten

Seit 2007 gibt es in Bad Teinach-Zavelstein das Konsul Niethammer Kulturzentrum, das für Veranstaltungen aller Art verwendet wird. Zurzeit befindet sich dort auch ein Kinomobil, das wöchentlich Filmvorführungen anbietet.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Auf eine alte Tradition geht der alljährlich in Bad Teinach gefeierte Hahnentanz zurück, der zugleich den sommerlichen Höhepunkt der Badesaison bildet.
  • In jüngster Zeit hat man dieses Volksfest mit der Wahl der „Wasserkönigin“ verbunden.
  • Seit 1993 finden während des Winterhalbjahres im Keller des Hotels Krone am Marktplatz in Zavelstein die Zavelsteiner Kellergespräche statt. Zu der von Jo Krummacher moderierten Gesprächsreihe kommen prominente Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und Politik.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

  • Ernst Gottlieb Bengel (ab 1823 von Bengel) (1769–1826), lutherischer Theologe und Hochschullehrer
  • Eugen Englisch (1869–1905), Photochemiker und Professor für Photographie an der Technischen Hochschule Stuttgart
  • Jakob Mast (1904–1994), geboren in Sommenhardt, Landwirt, Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter

Weitere PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Greiner, Karl: Bad Teinach und Zavelstein. Ein Geschichtsbild vom 13. bis zum 20. Jahrhundert, Weber, Pforzheim 1986
  • Greiner, Karl; Greiner, Siegfried: St. Candiduskirche in Kentheim, 5. Auflage, Weberdruck, Pforzheim 1987
  • Moersch, Karl: Im schönsten Wesengrunde. Die Quellen von Bad Teinach; in: Kult-Bäder und Bäderkultur in Baden-Württemberg, hrsg. v. Wolfgang Niess, Sönke Lorenz, Markstein-Verlag, Filderstadt 2004, ISBN 3-935129-16-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 489.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 486–488
  4. Wahlinformation des Kommunalen Rechenzentrums
  5. http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-teinach-zavelstein-markus-wendel-wenn-ich-hunger-habe-bin-ich-nur-schwer-zu-ertragen.7ec3451a-57c4-420c-bdf3-8701fd6d9e9e.html
  6. https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bad-teinach-zavelstein-markus-wendel-bleibt-buergermeister.6ddb62ac-f0e0-4808-a9e3-ca191f105fa4.html
  7. Ulrich Boeyung: Die Herrschaftsbrücke bei Bad Teinach. Das erste weit gespannte Brückengewölbe im Königreich Württemberg. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 35. Jg. 2006, Heft 2, S. 65–68 (PDF (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive))