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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niedere Börde
Niedere Börde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niedere Börde hervorgehoben

Koordinaten: 52° 14′ N, 11° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Höhe: 89 m ü. NHN
Fläche: 77,76 km2
Einwohner: 7113 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 39326
39345 (Vahldorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 039202

039201 (Jersleben)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text

Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 390
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Große Straße 9/10
39326 Groß Ammensleben
Website: www.niedere-boerde.de
Bürgermeister: Stefan Müller
Lage der Gemeinde Niedere Börde im Landkreis Börde
AltenhausenAm Großen BruchAngernAuslebenBarlebenBeendorfBülstringenBurgstallCalvördeColbitzEilslebenErxlebenFlechtingenGröningenHaldenslebenHarbkeHohe BördeHötenslebenIngerslebenKroppenstedtLoitsche-HeinrichsbergNiedere BördeOebisfelde-WeferlingenOschersleben (Bode)RogätzSommersdorfSülzetalUmmendorfVölpkeWanzleben-BördeWefenslebenWestheideWolmirstedtZielitzKarte
Über dieses Bild

Niedere Börde ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

GeografieBearbeiten

Das Gemeindegebiet befindet sich am Nordrand der fruchtbaren Magdeburger Börde mit Bodenwertzahlen bis 100. Im Norden der Einheitsgemeinde fließt die Ohre und befindet sich der Mittellandkanal. Dort geht die Börde in die Colbitz-Letzlinger Heide mit leichten Sandböden über. Im südlichen Teil der Gemeinde ist die Landschaft durch den Übergang von der Hohen Börde zum Urstromtal der Elbe geprägt. Dabei können Höhenunterschiede bis zu 70 m festgestellt werden.

Nächstgelegene größere Städte sind Haldensleben etwa 10 km nordwestlich, Wolmirstedt etwa 10 km östlich und die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts Magdeburg rund 20 km südöstlich.

GemeindegliederungBearbeiten

Als Ortsteile (Ortschaften) der Gemeinde sind ausgewiesen:
(mit Postleitzahl und Einwohneranzahl)

(Einwohnerzahl am 31. Dezember 2013)

Als Wohnplätze der Gemeinde sind ausgewiesen:
  • Gipshütte
  • Heidberg
  • Campingplatz Jersleber See

EinwohnerentwicklungBearbeiten

(jeweils zum 31. Dezember):

  • 1990 – 6.938
  • 1995 – 7.017
  • 2000 – 7.893
  • 2001 – 7.850
  • 2002 – 7.898
  • 2003 – 7.904
  • 2005 – 7.741
  • 2006 – 7.680
  • 2007 – 7.604
  • 2013 - 7.127
  • 2014 - 7.099
  • 2015 - 7.121

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde Niedere Börde entstand am 1. Januar 2004 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Dahlenwarsleben/Gersdorf, Groß Ammensleben, Gutenswegen, Jersleben, Klein Ammensleben, Meseberg, Samswegen und Vahldorf, welche vorher der Verwaltungsgemeinschaft Niedere Börde angehörten.[2]

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2019[3]
Wahlbeteiligung: 57,9 % (2014: 45,3 %)
 %
40
30
20
10
0
35,5 %
23,0 %
11,8 %
2,8 %
6,2 %
20,7 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f Fünf Bewerber, vier gewählt

GemeinderatBearbeiten

Der Rat besteht aus 20 Ratsmitgliedern und der Bürgermeisterin. Bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab sich folgende Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Liste: CDU SPD FDP AfD FWG EB Gesamt
2014: 12 Sitze 3 Sitze 4 Sitze 1 Sitz 20 Sitze
2019: 7 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 5 Sitze 4 Sitze 20 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister der Gemeinde ist Stefan Müller, gewählt am 8. April 2018. Bei der Stichwahl wurde er bei einer Wahlbeteiligung von 41,18 % mit 68,04 % der gültigen Stimmen ins Amt gewählt.[5]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 5. Juli 2004 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

 
Gemeinde Niedere Börde

Blasonierung: „In Grün über zwei parallelen, schwarz konturierten Wellenleistenstäben ein offener silberner Torbogen (Korbbogen), in der Toröffnung ein abgeschnittener Pferderumpf.“

Die neugegründete Einheitsgemeinde übernahm das vorher genehmigte Wappen der aufgelösten Verwaltungsgemeinschaft Niedere Börde. Die Farben der Gemeinde sind Silber (Weiß) – Grün.

Es soll die Architektur der Toreinfahrten der Bördehöfe in diesem Territorium verbunden werden mit der Würdigung der Pferde, die täglich durch diese Tore auf die Felder zogen. Weiterhin soll die Toreinfahrt gleichzeitig das Tor von Norden her (Altmark) in die Börde symbolisieren. Die beiden Wellenbalken gelten der geografischen Parallelität von Ohre und Mittellandkanal, die das Gebiet der Gemeinde durchqueren.

Ortsteilwappen

 
Domäne und Museum mit Touristeninformation

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Der Hafen am Mittellandkanal in Vahldorf

IndustrieBearbeiten

Niedere Börde besitzt in Vahldorf ein 75 h großes Industrie- und Gewerbegebiet mit Hafenanbindung an den Mittellandkanal. Dort angesiedelt sind unter anderem die BördeBus Verkehrsgesellschaft und die Dachziegelwerke Nelskamp.

VerkehrBearbeiten

In der Gemeinde endet zurzeit die A 14 aus Dresden kommend, welche bei Dahlenwarsleben in die Bundesstraße 71 nach Haldensleben übergeht. Geplant ist die Nordverlängerung der A 14 Richtung Norden nach Schwerin. Etwa 5 km im weiteren Verlauf der A 14 Richtung Süden befindet sich das Autobahnkreuz Magdeburg mit der Anbindung an die A 2 BerlinHannover. Von Wolmirstedt aus kommend verlaufen die L 44 und die L 47 durch mehrere Ortschaften der Niederen Börde. Die Gemeinde liegt außerdem mit den Haltepunkten Vahldorf und Groß Ammensleben an der Bahnstrecke Oebisfelde–Magdeburg. Im Norden verläuft der Mittellandkanal von Osten nach Westen durch die Gemeinde, welche im Gewerbegebiet Vahldorf einen Hafen besitzt.

Öffentlicher PersonennahverkehrBearbeiten

Der ÖPNV wird in der Niederen Börde durch sieben durch die Gemeinde verlaufende Regionalbuslinien der BördeBus Verkehrsgesellschaft realisiert.

BauwerkeBearbeiten

Die in der Gemeinde befindlichen Kulturdenkmale sind im örtlichen Denkmalverzeichnis aufgeführt.

Hier hervorzuheben ist das Kloster Ammensleben mit der St. Peter und Paul-Kirche in Groß Ammensleben, welches Bestandteil der Straße der Romanik ist. Ein Merkmal der Gemeinde sind außerdem die zahlreichen ehemaligen Bauernhöfe mit großen Torbögen, den sogenannten Bördehöfen.

SportBearbeiten

Die Gewichtheber des SSV Samswegen 1884 e. V. wurden 2006 und 2007 deutscher Mannschaftsmeister.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Niedere Börde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien