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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kroppenstedt
Kroppenstedt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kroppenstedt hervorgehoben
Koordinaten: 51° 56′ N, 11° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Verbandsgemeinde: Westliche Börde
Höhe: 97 m ü. NHN
Fläche: 38,65 km2
Einwohner: 1440 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 39397
Vorwahl: 039264
Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 355
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 7
39397 Gröningen
Website: https://www.westlicheboerde.de/Bürger-Gemeinde/Verbandsgemeinde/Reithufenstadt-Kroppenstedt
Bürgermeister: Joachim Willamowski (Parteilos)
Lage der Stadt Kroppenstedt im Landkreis Börde
AltenhausenAm Großen BruchAngernAuslebenBarlebenBeendorfBülstringenBurgstallCalvördeColbitzEilslebenErxlebenFlechtingenGröningenHaldenslebenHarbkeHohe BördeHötenslebenIngerslebenKroppenstedtLoitsche-HeinrichsbergNiedere BördeOebisfelde-WeferlingenOschersleben (Bode)RogätzSommersdorfSülzetalUmmendorfVölpkeWanzleben-BördeWefenslebenWestheideWolmirstedtZielitzKarte
Über dieses Bild

Kroppenstedt ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Westliche Börde.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die kleine Stadt in der Magdeburger Börde liegt zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Harz. Die nächstgelegenen Städte sind Oschersleben (Bode) 15 km nordwestlich, Halberstadt 20 km westlich und Quedlinburg 24 km südlich. Sie trägt den Beinamen Reithufenstadt.

GeschichteBearbeiten

Erstmals wird Kroppenstedt am 25. Mai 934 in einer Urkunde erwähnt, mit der König Heinrich I. dem Grafen Siegfried im Schwabengau seine Besitzungen in Gröningen, Kroppenstedt und Ammendorf schenkt.[2] Nach Siegfrieds Tod ging die Herrschaft über diese Gebiete an das Kloster Corvey in Höxter, unter der Bedingung dass in Westgröningen ein Filialkloster gegründet würde. Später gingen Teile in den Besitz des Bistums Halberstadt über. Stadtrecht erhielt Kroppenstedt im Jahr 1253.

In der Nähe von Kroppenstedt gibt es vier Wüstungen: Nienstedt im Norden, Ammendorf im Osten, Wentlingen im Nordwesten und das später wieder besiedelte Dalldorf im Südwesten.

Einwohnerentwicklung seit 1990Bearbeiten

Datum 3. Oktober 1990 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Einwohner 1831 1788 1769 1751 1735 1708 1657 1624 1624

1995–2006: Stichtag jeweils am 31. Dezember des Jahres

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 42,9 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,8 %
14,3 %
8,4 %
23,5 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Summe der Ergebnisse der angetretenen Einzelbewerber

StadtratBearbeiten

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat folgendermaßen zusammen:

Partei / Liste Sitze
CDU 6
SPD 1
FDP 2
Einzelbewerber 3

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 10. August 1995 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Blau auf silbernem rot gezäumten und gesattelten Roß der Heilige Martin (Sankt Martin) im goldenen Gewand, mit dem silbernen Schwert seinen roten Mantel für den vor ihm knienden Bettler teilend.“

Das Wappen von Kroppenstedt entstammt einem für das Jahr 1359 belegten Siegel mit der Umschrift "S. OPIDI IN CROPPENSTEDE". Der heilige Martin als Symbol war der Schutzheilige der Kroppenstedter Stadtkirche. Wie es bei zahlreichen Städten und Gemeinden der Fall war, wurde ursprünglich christliche Motive im Siegel verwendet und später auf ein Wappen übertragen – auch ohne dass hierzu eine staatliche Legitimation erteilt wurde.

Das Redesign des Wappens wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

InfrastrukturBearbeiten

Gegenwärtig führt noch die Bundesstraße 81 (Magdeburg–Halberstadt) durch Kroppenstedt, ebenso die Landesstraße 66. Ab dem 4. September 2007 wurde die Ortsumgehung Kroppenstedt der B 81 gebaut. Die Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung Kroppenstedt im Zuge der B 81 erfolgte am 18. November 2008 um 15:30 Uhr symbolisch. Die Umleitung des Straßenverkehrs auf die neu gebaute Ortsumgehung erfolgte erst mit eintretender Helligkeit des 19. November, da Risiken infolge einer plötzlichen Änderung der Verkehrsführung bei einsetzender Dunkelheit zu befürchten waren. Die Verknüpfung der B 81neu und der B 81alt am Knotenpunkt Kroppenstedt-Ost wurde dann bis zum 18. Dezember 2008 hergestellt.

 
Kroppenstedt, von der Paulshöhe aus gesehen

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

MuseenBearbeiten

In der ehemaligen Knabenschule aus dem 15. Jahrhundert befindet sich heute das Heimatmuseum der Stadt.

MehrgenerationenhausBearbeiten

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) ist eine Begegnungsstätte für Alt und Jung. Es befindet sich auf dem Turnplatz.

GedenkstättenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Freikreuz

Besonders zu erwähnen sind:

Die Kulturdenkmale der Stadt sind im örtlichen Denkmalverzeichnis aufgeführt.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

In jedem Jahr findet am 3. Oktober das Freikreuzfest statt. Es handelt sich dabei um ein Volksfest mit mittelalterlichen Markt und Historischem Laienspiel.

PersönlichkeitenBearbeiten

In Kroppenstedt wurden geboren:

Der Naturforscher Eduard Nehse (1793- ?) betrieb in Kroppenstedt zeitweise den Schumannschen Gasthof.

VerkehrBearbeiten

Kroppenstedt hatte einen Bahnhof an der stillgelegten Bahnstrecke Aschersleben–Nienhagen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kroppenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2017 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Rudolf Ammann: Chronik der Stadt Kroppenstedt; 1958; Druckerei „Freundschaft“ Halberstadt
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 31. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.sachsen-anhalt.de Der Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt Gemeinderatswahlen 2014 Kroppenstedt, Endgültiges Ergebnis