Mafalda (Molise)

italienische Gemeinde

Mafalda ist eine italienische Gemeinde mit 1152 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in der Provinz Campobasso in der Region Molise. Der Ort liegt ca. 180 Kilometer östlich von Rom, 45 Kilometer nördlich von Campobasso und 20 Kilometer von der Adriaküste entfernt.

Mafalda
Mafalda (Italien)
Staat Italien
Region Molise
Provinz Campobasso (CB)
Koordinaten 41° 57′ N, 14° 43′ OKoordinaten: 41° 57′ 0″ N, 14° 43′ 0″ O
Höhe 436 m s.l.m.
Fläche 32 km²
Einwohner 1.152 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 86030
Vorwahl 0875
ISTAT-Nummer 070036
Volksbezeichnung Mafaldesi
Schutzpatron San Valentino (14. Februar)
Website Mafalda

Der Ort liegt in den Monti di Ferentani, einem Vorgebirge der Abruzzen oberhalb des Grenzflusses zur Region Abruzzen, dem Trigno.

Mafalda hieß bis 1903 Ripalta sul Trigno. Es wurde zu Ehren der Geburt der Tochter von König Viktor Emanuel III. Mafalda, die 1944 im KZ Buchenwald starb, umbenannt.

Der mittelalterliche Ortskern gruppiert sich um die Pfarrkirche Sant’Andrea Apostolo und den Palazzo Juliani.

GeschichteBearbeiten

Mafalda geht wohl auf eine Gründung der Normannen im 12. Jahrhundert zurück und gehörte der normannischen Adelsfamilie D‘ Alitto. In der Epoche der Herrschaft des Hauses Anjou über das Königreich Neapel war der Ort als Trespaldum bekannt.

Im 15. Jahrhundert war der Ort unbewohnt. 1457 kam er an die Familie D’Evoli, die Einwanderer vom Balkan in dem nun Ripalta genannten Dorf ansiedelte. Doch bereits 1780 berichtete Giuseppe Maria Galanti in seiner Beschreibung des Königreichs[2], die Bewohner hätten ihre eigene Sprache verloren und sprächen schlechtes Italienisch.

Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Ripalta von Alfonso Piscicelli für 28.000 Dukaten gekauft und wurde nach dessen Tod wiederum an die Familie der Caracciolo weiter verkauft, die bis zum Ende der Feudalzeit über den Ort herrschten.

BevölkerungBearbeiten

Jahr Bevölkerung[3]
1871 2.085
1901 2.585
1921 2.484
1951 2.559
1971 1.859
1991 1.507
2001 1.340

PolitikBearbeiten

Nicola Valentini (Intesa Democratica) wurde im Juni 2004 zum Bürgermeister gewählt.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Galanti, Jos. Maria, neue und historische Beschreibung beyder Sicilien, aus dem ital. übersetzt von C.J. Jagemann, 3r Band, Leipzig 1791
  3. ISTAT

WeblinksBearbeiten