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Luke Mockridge

italienisch-kanadischer Comedian und Autor
Luke Mockridge (2019)

Lucas Edward Britton „Luke“ Mockridge[1] (* 21. März 1989 in Bonn) ist ein in Deutschland lebender Komiker, Autor, Produzent, Moderator[2] und Schauspieler. Er ist in Bonn aufgewachsen und besitzt die italienische sowie die kanadische Staatsangehörigkeit.[3]

PrivatlebenBearbeiten

Luke Mockridge ist der Sohn des kanadischen Schauspielers und Kabarettisten Bill Mockridge, der 1982 das Improvisationstheater Springmaus ins Leben rief, und der italienischen Schauspielerin und Kabarettistin Margie Kinsky.[4] Mockridge wuchs in Bonn-Endenich auf und hat zwei ältere und drei jüngere Brüder, die als Regisseur, Musiker, Sänger, Schauspieler und Model tätig sind.[5][6][7] Einer seiner Brüder ist der Schauspieler Jeremy Mockridge. Mit 16 Jahren wurde Luke Mockridge vom Fußballverein Bayer 04 Leverkusen zum Profi-Training eingeladen.[7] Er spielt Gitarre und Klavier.[4][5] Beides brachte er sich als Autodidakt bei.[4][7] Seine Paten sind Dirk Bach und Hella von Sinnen.[5][8][9]

Mockridge erwarb das International Baccalaureate am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Bonn.[7] Anschließend studierte er Medien- und Kommunikationswissenschaft in Kanada, England und Deutschland und schloss 2012 mit dem Bachelor ab.[5]

KarriereBearbeiten

 
Luke Mockridge (2014)

Bereits während seines Studiums in Kanada trat er im Bühnenprogramm des High School Musicals in der Rolle des Chad auf.[8] Mit seinem Soloprogramm I’m Lucky, I’m Luke! tourte er zwischen 2012 und 2016 durch Deutschland. Im Fernsehen ist er regelmäßig als Gast im Quatsch Comedy Club, bei NightWash, TV total, RTL Comedy Grand Prix und Fun(k)haus zu sehen. Außerdem ist er Moderator der 1LIVE Hörsaal-Comedy und arbeitete als Autor für Switch reloaded.[6][8] Im September 2013 erschien im KiKA und im ZDF seine eigene Comedy-Show Occupy School.[10] Von September 2013 bis Mitte 2016 moderierte er die Sendung NightWash.[11] Zuvor war er dort als Praktikant und Autor tätig.[6]

2013 trat er beim YouTube-Kanal Ponk auf. Im gleichen Jahr kürte ihn die Zeitschrift Emma wegen Lästereien über seine Ex-Freundin und Witze über K.O.-Tropfen zum „Pascha des Monats“.[12] Nach Mockridges Darstellung sind die entsprechenden Passagen von Emma aus dem Kontext gerissen worden.[6] Im Oktober 2013 nahm er an der 1LIVE Comedynacht XXL in der Lanxess Arena in Köln teil. 2014 eröffnete Mockridge zusammen mit Julian „Julez“ Weißbach und Joyce Ilg den YouTube-Kanal Snoozzze. Im Januar 2014 reiste er gemeinsam mit Stefan Raab und dessen Sendung TV total nach New York City und sendete sechs Tage lang live im Rahmen des Super Bowl XLVIII. Darüber hinaus war er einige Male als Comedian für TV total unterwegs und präsentiert Einspielfilme und Stand-up-Beiträge. Im März 2014 veröffentlichte er das Buch Mathe ist ein Arschloch: Wie (m)ich die Schule fertigmachte.[7] Durch sein Mitwirken bei NightWash ist er in Folge 65 Der Standup der Serie Pastewka zu sehen. Von 2014 bis 2016 trat er unregelmäßig in der Sat.1-Sendung Jetzt wird’s schräg auf.

Seit März 2015 hat er bei Sat.1 eine eigene Sendung mit dem Titel Luke! Die Woche und ich.[13] Ende 2016 moderierte er erstmals einen Jahresrückblick mit dem Titel Luke! Das Jahr und ich. 2017 sprach er in der deutschen Fassung des Animationsfilm The LEGO Batman Movie den Robin. Ebenfalls war er 2017 zusammen mit Hans Sarpei Kommentator der deutschen Ausgabe der Netflix-Gameshow Ultimate Beastmaster.[14] Seit April 2017 tourt Mockridge mit seinem zweiten Programm Lucky Man durch Deutschland. Seit Mai 2017 moderiert er bei Sat.1 die Quiz-Show Luke! Die Schule und ich. Es wurde auch am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Bonn gedreht, das Mockridge bis 2007 als Schüler besucht hatte.[15] Ebenfalls 2017 war er wiederholt in der Improvisationscomedy-Sendung Genial daneben zu Gast.[16] Außerdem nahm er an der TV-Show Schlag den Star teil, in der er knapp gegen den Koch Attila Hildmann verlor.[17] Zudem gehört er seit März 2018 zur Hauptbesetzung der Improvisations-Comedyshow Mord mit Ansage, die von seinem Vater moderiert wird. Im August 2019 hatte er einen Auftritt im ZDF-Fernsehgarten, der von Moderatorin Andrea Kiewel abgebrochen wurde.[18][19] Im September 2019 startete seine neue Show Luke! Die Greatnightshow.

AuszeichnungenBearbeiten

 
Luke Mockridge (2016)

2013 wurde Mockridge beim Deutschen Comedypreis als „Bester Newcomer“ ausgezeichnet.[7] 2016 erhielt er die 1-Live-Comedy-Krone.[20] 2017 erhielt er den Deutschen Comedypreis als „Erfolgreichster Live-Act“, und seine Show Luke! Die Woche und ich wurde in der Kategorie „Beste Comedyshow“ ausgezeichnet.[21] 2018 wurde das Videoalbum I’m Lucky, I’m Luke mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.[22] Auch 2018 wurde er als erfolgreichster Live-Act beim Comedy-Preis geehrt, ebenfalls erhielt er den Bambi in der Kategorie Comedy. 2019 erhielt er den Deutschen Fernsehpreis für die Moderation von Luke! Die Schule und ich sowie Luke! Die 2000er und ich, und die von ihm kreierte Show Catch! Der große Sat.1 Fang-Freitag wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Im Oktober 2019 gewann er beim deutschen Comedypreis 2019 in den Kategorien „erfolgreichster Live-Act“ und "bester Komiker".[23]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Live-ProgrammeBearbeiten

  • 2012: I'm lucky, I'm Luke
  • 2017: Lucky Man
  • 2019: Welcome to Luckyland

BuchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lucas Mockridge, bei moneyhouse.de
  2. Luke Mockridge gründet Produktionsfirma mit Brainpool auf dwdl.de; abgerufen am 10. April 2019
  3. Michaela Boland triff Kabarett-Star Margie Kinsky: Mit dem Herz auf der Zunge – Margie Kinsky ist herrlich offen, ehrlich und direkt, Gesellschaft Freunde der Künste
  4. a b c Westfälische Nachrichten: Der blaublütige Comedian: Lucke Mockridge hat adelige Vorfahren, Münster, Münster, Martin Kalitschke, 4. März 2014
  5. a b c d General-Anzeiger Bonn: Bonner Comedian kommt mit seinem Programm in die Springmaus: Interview mit Luke Mockridge, Bonn, Kathrin-Alessa Weber, Nadja Berghahn
  6. a b c d Münstersche Zeitung: Interview mit Luke Mockridge: „Meine Mutter sagt, ich sei eine männliche Schlampe“ (Memento des Originals vom 11. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muensterschezeitung.de, Münster-Kinderhaus, Andreas Jankowiak, 5. März 2014
  7. a b c d e f Unicum – Das bundesweite Campusmagazin: Es ist ein Wunder, dass wir alle noch leben, Interview mit Simone Zettier, 32. Jahrgang, 06-2014, S. 8f. (nicht mehr abrufbar) Web Archiv vom 6. März 2016 [1]
  8. a b c Einsfestival: Die allerbeste Sebastian Winkler Show, 21. November 2013
  9. WDR Print - Das Magazin des WDR, Ausgabe September 2015, S. 27
  10. DWDL.de: Neues Kinder-Format: ZDF lässt Nachwuchs-Comedians Schulen besetzen, Uwe Mantel, 8. April 2013
  11. DWDL.de: Generationswechsel bei „NightWash“: Deusers Nachfolger übernimmt Ende September, Alexander Krei, 3. September 2013
  12. Pascha des Monats – Luke Mockridge. In: Emma. Emma Frauenverlags GmbH, abgerufen am 3. Januar 2018.
  13. LUKE! Die Woche und ich auf sat1.de. Abgerufen am 28. April 2017.
  14. Netflix-Gameshow: Hans Sarpei und Luke Mockridge moderieren. teleschau.de. Abgerufen am 28. April 2017.
  15. Dreharbeiten in Bonn Neue Quizshow: Luke Mockridge zurück in seiner alten Schule, express.de, 27. Juni 2017
  16. Genial daneben auf fernsehserien.de, abgerufen am 22. Januar 2018
  17. „Schlag den Star“ Sieger Hildmann auf focus.de
  18. Eklat im ZDF-Fernsehgarten: „Ich halte das für das mieseste Verhalten“. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 23. August 2019]).
  19. https://www.derstandard.at/story/2000108665462/comedian-mockridge-klaert-fernsehgarten-skandal-auftritt-auf
  20. Die Comedy-Krone geht an Luke Mockridge. wdr.de, abgerufen am 6. Dezember 2016.
  21. „Der Deutsche Comedypreis 2017“– die Preisträger, rtl.de, abgerufen am 28. Oktober 2017
  22. Gold-/Platin-Datenbank auf musikindustrie, abgerufen am 8. März 2018
  23. Jerks, Kerkeling und Junior: Die ersten Gewinner des Deutschen Comedypreises auf neuepresse.de