Loudun

Gemeinde in Frankreich

Loudun (lat. Iuliodunum) ist eine Stadt mit 6.740 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im französischen Département Vienne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Loudun
Wappen von Loudun
Loudun (Frankreich)
Loudun
Staat Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Vienne (86)
Arrondissement Châtellerault
Kanton Loudun (Hauptort)
Gemeindeverband Pays Loudunais
Koordinaten 47° 1′ N, 0° 5′ OKoordinaten: 47° 1′ N, 0° 5′ O
Höhe 47–120 m
Fläche 43,93 km²
Einwohner 6.740 (1. Januar 2018)
Bevölkerungsdichte 153 Einw./km²
Postleitzahl 86200
INSEE-Code
Website www.ville-loudun.fr

Wahrzeichen der Stadt: Tour Carrée

GeschichteBearbeiten

Bis 1789 gehörte Loudun zur historischen Provinz Anjou. In den religiös motivierten Konflikten der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts war Loudun einer der Sicherheitsplätze für die Hugenotten.

Bekannt wurde die Stadt 1633, als der Ortspriester Urbain Grandier und mehrere Nonnen unter Hexereiverdacht gestellt und der Priester nach einem Aufsehen erregenden Schauprozess um die „Teufel von Loudun“ 1634 hingerichtet wurde. Der Stoff wurde u. a. von Aldous Huxley aufgegriffen und von Krzysztof Penderecki in der Oper Die Teufel von Loudun verarbeitet, sowie von Ken Russell 1971 unter dem Titel Die Teufel verfilmt.

PolitikBearbeiten

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Rot ein schwarzgefugter silberner Zinnenturm unter einem blauen Schildhaupt mit drei balkenweis gestellten goldenen Lilien.

Die Dolmen von Briande liegen bei Arçay, südlich von Loudun.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Bemerkenswert ist dabei, dass Ouagadougou eine deutlich über hundertmal höhere Einwohnerzahl hat als Loudun, und zwischen Ouagadougou und Leuze (seit 1977 Leuze-en-Hainaut, 13.205 Einwohner) ebenfalls eine Städtepartnerschaft besteht.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe: Liste der Monuments historiques in Loudun

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Mit Loudun verbundenBearbeiten

  • Urbain Grandier (1590–1634), katholischer Priester, der wegen Hexerei verurteilt und in Loudun auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de la Vienne. Band 1, Flohic Editions, Paris 2002, ISBN 2-84234-128-7, S. 419–440.

WeblinksBearbeiten

Commons: Loudun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien