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Châtellerault [ʃɑtɛlˈʀo] ist eine westfranzösische Gemeinde im Département Vienne in der Region Nouvelle-Aquitaine und ist Sitz einer Unterpräfektur. Sie hat 32.057 Einwohner (Stand 1. Januar 2016), die man auf Französisch Châtelleraudais nennt.

Châtellerault
Wappen von Châtellerault
Châtellerault (Frankreich)
Châtellerault
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Vienne
Arrondissement Châtellerault (Unterpräfektur)
Kanton Châtellerault-1 (Hauptort)
Châtellerault-2 (Hauptort)
Châtellerault-3 (Hauptort)
Gemeindeverband Grand Châtellerault
Koordinaten 46° 49′ N, 0° 33′ OKoordinaten: 46° 49′ N, 0° 33′ O
Höhe 42–134 m
Fläche 51,93 km2
Einwohner 32.057 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 617 Einw./km2
Postleitzahl 86100
INSEE-Code
Website http://www.ville-chatellerault.fr

Châtellerault – Brücken über die Vienne

GeographieBearbeiten

Die Stadt liegt in einem eher flachen Landstrich (rund 40 Meter über NN) an der Mündung mehrerer kleiner Nebenflüsse (Clain, Envigne und Ozon) in die Vienne.

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Silber von einem schwarzen Bord mit goldenen Kugeln umgeben ein roter Löwe.

GeschichteBearbeiten

Gegründet um 952 durch den Grafen Airaud (Aldraldus), war Châtellerault (Castrum AdraldiKastell des Airaud) im Mittelalter eine wichtige Station am Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Vom Hochmittelalter bis zur Französischen Revolution trugen nacheinander drei bekannte Adelsfamilien den Titel eines Vicomte de Châtellerault: die La Rochefoucauld, die Lusignan und seit dem 13. Jahrhundert das Haus Harcourt. 1482 wurde die Vizegrafschaft von König Ludwig XI. in die Krondomäne eingegliedert.

In der Neuzeit gewann die Stadt nationale Bedeutung durch ihre Messerschmieden (seit dem 16. Jahrhundert) und später die Anlage der staatlichen Manufacture Nationale d'Armes de Châtellerault, die von 1819 bis 1968 hier Waffen produzierte.

WirtschaftBearbeiten

Heute ist Châtellerault Sitz mehrerer Unternehmen der elektronischen und Luftfahrtindustrie.

VerkehrBearbeiten

Die zwischen Tours und Poitiers gelegene Stadt ist durch die Autobahn 10 (L'Aquitaine) und die gleichnamige TGV-Strecke Paris-Bordeaux national und international gut angebunden.

Sehenswürdigkeiten und VeranstaltungenBearbeiten

  • Musée Sully, ein regionalhistorisches Museum
  • Zisterzienser-Abtei Notre Dame l’Etoile (12. Jahrhundert)
  • Gallo-römisches Theater Vieux Poitiers-Naintré (1. Jahrhundert)
  • Fahrzeugmuseum Musée Auto Moto Vélo
  • Das einwöchige Festival Jazzellerault (Ende Mai)
  • Futuroscope, ein Ausstellungs-, Freizeit- und Gewerbegelände mit dem Themenschwerpunkt Multimedia (rund 25 km südlich, bei Jaunay-Clan)
  • In Châtellerault werden regelmäßig Wettfahrten für Montgolfières veranstaltet

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Partnerstädte und -regionen von Châtellerault sind:[1]

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Maison Descartes (Monument historique)

In der Stadt geboren:

Mit der Stadt verbunden:

  • René Descartes (1596–1650), Philosoph, verlebte hier bis 1604 einen Teil seiner Kindheit
  • Édith Cresson (* 1934), Politikerin (PS), war u. a. Bürgermeisterin der Stadt, erste französische Premierministerin, EU-Kommissarin
  • Christiane Martel (* 1932), Schauspielerin, Miss Châtellerault 1952 und Miss Universe 1953.
  • Jean-Pierre Thiollet (* 1956), Schriftsteller.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Website der Stadt – Villes jumelles, (französisch), abgerufen am 6. November 2017