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Justin Amash

Justin Amash (* 18. April 1980 in Grand Rapids, Michigan) ist ein US-amerikanischer Politiker. Seit 2011 vertritt er den Bundesstaat Michigan im US-Repräsentantenhaus. Bis zum 4. Juli 2019 gehörte Amash der Republikanischen Partei an.

WerdegangBearbeiten

Justin Amash besuchte die Grand Rapids Christian High School und studierte danach bis 2002 an der University of Michigan in Ann Arbor Wirtschaftslehre. Nach einem anschließenden Jurastudium an der gleichen Universität wurde er 2005 als Rechtsanwalt zugelassen und war als solcher tätig. Er schloss sich der Republikanischen Partei an. Von Januar 2009 bis Januar 2011 war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Michigan, das damals sieben republikanische und acht demokratische Abgeordnete zählte.

Bei der Wahl zum US-Repräsentantenhaus am 2. November 2010 wurde Amash im dritten Wahlbezirk von Michigan in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 2011 die Nachfolge von Vern Ehlers antrat; dieser hatte nach 17 Jahren auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Amash setzte sich bei der Wahl mit 60 Prozent der Stimmen gegen den Demokraten Pat Miles durch. Er ist bzw. war Mitglied im Committee on Oversight and Government Reform sowie in zwei von dessen Unterausschüssen. Außerdem gehört bzw. gehörte er dem United States Congress Joint Economic Committee an. Vormals gehörte er dem Haushaltsausschuss an.

Sein Wahlsieg im Jahr 2010 lag im Bundestrend zu Gunsten der Republikaner. Innerhalb seiner Partei steht er libertären Ideen und der Tea-Party-Bewegung nahe. Amash unterstützte den damaligen libertären Kongressabgeordneten Ron Paul in den republikanischen Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl 2012.[1] Zum Zeitpunkt seines Amtsantritts im Kongress war er dort der zweitjüngste Abgeordnete nach Aaron Schock aus Illinois. Nach bisher vier Wiederwahlen in den Jahren 2012, 2014, 2016 und 2018 kann er sein Amt bis heute ausüben. Seine neue Legislaturperiode läuft bis zum 3. Januar 2021.

2013 legte er gegen die NSA-Vorratsdatenspeicherung den Entwurf eines Gesetzeszusatzes vor, der als Amash Amendment bekannt wurde. Dabei wurde er unterstützt von linken Demokraten wie John Conyers, aber auch von Konservativen wie Jim Sensenbrenner, einem Mitinitiator des USA PATRIOT Act. Der Sprecher des Repräsentantenhauses John Boehner, NSA-Direktor Keith Alexander und James L. Jones sprachen sich vehement gegen Amashs Entwurf aus. 94 Republikaner stimmten gegen ihren Sprecher Boehner und sogar eine Mehrheit der Demokraten, 111, gegen Obama, dennoch scheiterte der Antrag mit 205 zu 217.[2][3]

Am 18. Mai 2019 sprach sich Amash als erster republikanischer Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses für ein Amtsenthebungsverfahren (Impeachment) gegen US-Präsident Donald Trump aus. Der Bericht von Sonderermittler Robert Mueller zur Russland-Affäre belege mehrfach Verhalten, das eine Amtsenthebung rechtfertige.[4]

PrivatesBearbeiten

Amash ist verheiratet und Vater dreier Kinder.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Justin Amash Endorses Ron Paul. Facebook. Abgerufen am 18. September 2011.
  2. huffingtonpost.com: Justin Amash Amendment To Stop NSA Data Collection Voted Down In House
  3. nytimes.com 24. Juli 2018: House Defeats Effort to Rein In N.S.A. Data Gathering
  4. washingtonpost.com: GOP lawmaker says Trump’s conduct meets ‘threshold for impeachment’