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Horst Hamelmann (* 26. Mai 1924 in Gütersloh) ist ein deutscher Chirurg.

LebenBearbeiten

Er besuchte das Domgymnasium Kolberg ab 1934 und beendete die Schule mit dem Abitur 1942. Er studierte 1943/44 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und der Karl-Ferdinands-Universität in Prag und von 1945 bis 1948 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. 1948 approbiert, wurde er 1949 in Münster promoviert.[1] Die Ausbildung begann er in der Chirurgie und der Inneren Medizin an den Städtischen Krankenanstalten Bielefeld (Lehrer: Lamprecht, Wolf). 1953 ging er zu Rudolf Zenker an die Philipps-Universität Marburg. Anlässlich Zenkers Berufung auf den Lehrstuhl wechselte Hamelmann mit ihm 1958 an die Ludwig-Maximilians-Universität München, an der er sich 1961 habilitierte.[2] 1967 zum apl. Professor ernannt, wurde er 1969 an die Philipps-Universität zu Marburg/ Lahn berufen. Die Aussicht auf bessere politische Rahmenbedingungen bewogen ihn, 1978 den Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.[3][4] anzunehmen. Im selben Jahr begann der Neubau der Kieler Chirurgie, dieser wurde 1986 eingeweiht. Gleichzeitig begann Hamelmann den Ausbau der Experimentellen Chirurgie als einer neugestalteten Abteilung der Chirurgie. Im Sommer 1980 leitete Hamelmann die 125. Tagung der Vereinigung Nordwestdeutscher Chirurgen. 1988/89 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie und leitete den Jahreskonkress in München 1989. Er lebt in Kiel-Suchsdorf. Hamelmann war verheiratet mit Ingrid Hamelmann, geb. Essen (gest. 2009), mit der er 5 Kinder und 12 Enkel hat. Sein Sohn Wulf Hamelmann ist habilitierter Chirurg und Chefarzt in Kassel[5], sein Sohn Eckard Hamelmann Professor für Pädiatrie und Chefarzt am Kinderzentrum Bethel in Bielefeld.

EhrungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dissertation: Beiträge zum hämolytischen Ikterus im Säuglingsalter.
  2. Habilitationsschrift: Die konstriktive Perikarditis und die Ergebnisse ihrer operativen Behandlung (mit einem tierexperimentellen Beitrag über die Einengung der Hohlvene).
  3. Edgar Ungeheuer: Chirurgenverzeichnis, 7. Auflage. Springer, Berlin Heidelberg 1990
  4. Die Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie 1973–2003
  5. Marienkrankenhaus Kassel
  6. Ehrenmitglieder der Vereinigung Bayerischer Chirurgen (Memento des Originals vom 8. Januar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vereinigung-bayerischer-chirurgen.de
  7. Ehrenmitglieder der Vereinigung Mittelrheinischer Chirurgen