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Hilbersdorf (Thüringen)

Gemeinde in Thüringen, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Hilbersdorf (Thüringen)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hilbersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 49′ N, 12° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Greiz
Verwaltungs­gemeinschaft: Wünschendorf/Elster
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 4,06 km2
Einwohner: 209 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07580
Vorwahl: 036602
Kfz-Kennzeichen: GRZ, ZR
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 027
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rußdorf 7
07580 Hilbersdorf
Bürgermeister: Erhard Dörfer
Lage der Gemeinde Hilbersdorf im Landkreis Greiz
Auma-WeidatalBad KöstritzBerga/ElsterBethenhausenBockaBrahmenauBraunichswaldeCaaschwitzCrimlaEndschützGauernGreizGroßensteinLangenwetzendorfHarth-PöllnitzHartmannsdorfHilbersdorfHirschfeldHohenleubenWeidaHundhauptenKauernKorbußenKraftsdorfKühdorfLangenwetzendorfLangenwolschendorfLederhoseLindaLindenkreuzLangenwetzendorfMohlsdorf-TeichwolframsdorfMünchenbernsdorfLangenwetzendorfNeumühlePaitzdorfPölzigReichstädtRonneburgRückersdorfSaaraWeidaSchwaaraSchwarzbachSeelingstädtWeidaTeichwitzWeidaWeißendorfLangenwetzendorfWünschendorfZedlitzZeulenroda-TriebesThüringenKarte
Über dieses Bild

Die thüringische Gemeinde Hilbersdorf liegt im Landkreis Greiz und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Wünschendorf/Elster. Sie liegt im oberen Wipsetal.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Hilbersdorf liegt im Ronneburger Acker- und Bergbaugebiet; nördlich grenzen an das Gemeindegebiet die sanierten Bergbauflächen der SDAG Wismut an. Östlich der Gemeinde entspringt im Erlicht die Wipse, die die Gemeinde in Richtung Westen durchfließt und bei Gera-Liebschwitz in die Weiße Elster mündet. Östlich der Gemeinde verläuft die regionale Wasserscheide zwischen der Weißen Elster und der Pleiße. Von Hilbersdorf aus kann man in wenigen Fahrminuten Gera, Weida bzw. Ronneburg erreichen. Keine der nächstgelegenen Städte ist weiter als 10 km entfernt.

NachbargemeindenBearbeiten

Angrenzende Gemeinden sind Kauern, Linda b. Weida, Rückersdorf und die Stadt Ronneburg im Landkreis Greiz sowie die kreisfreie Stadt Gera. Gera grenzt mit dem Ortsteil Falka nur mittelbar an.

GemeindegliederungBearbeiten

Hilbersdorf besteht aus den Ortsteilen Hilbersdorf und Rußdorf.

GeschichteBearbeiten

Es wird vermutet, dass die Gründung und die Besiedelung vom Kloster Mildenfurth bei Wünschendorf im 12. Jahrhundert erfolgte. Der Ort Hilbersdorf war lange Zeit auf vier verschiedene Staaten aufgeteilt. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten 13 Häuser mit 85 Einwohnern zum Herzogtum Sachsen-Altenburg, zwei Häuser mit 15 Einwohnern zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach, drei Häuser mit 18 Einwohnern zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie und sechs Häuser mit 36 Einwohnern zum Königreich Sachsen (Ziegenhierdsches Ländchen).[2] Nachdem die Thüringischen Staaten 1920 im Land Thüringen aufgingen, kam 1928 auch der sächsische Anteil Hilbersdorfs im Rahmen eines Gebietsaustausches zu Thüringen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Rußdorf eingegliedert.

Von 1952 an gehörte die Gemeinde zum Bezirk Gera sowie zum Kreis Gera-Land. Im Jahr 1990 ging der Bezirk Gera in das Land Thüringen auf. 1994 wurden die Kreise in Thüringen neugeordnet und Hilbersdorf gehört seitdem zum Landkreis Greiz.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1933 lebten in beiden späteren Ortsteilen zusammengenommen 246 und 1939 221 Einwohner.

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1994: 222
  • 1995: 218
  • 1996: 229
  • 1997: 232
  • 1998: 247
  • 1999: 247
  • 2000: 243
  • 2001: 242
  • 2002: 236
  • 2003: 235
  • 2004: 238
  • 2005: 231
  • 2006: 231
  • 2007: 229
  • 2008: 225
  • 2009: 225
  • 2010: 220
  • 2011: 229
  • 2012: 231
  • 2013: 223
  • 2014: 216
  • 2015: 215
  • 2016: 212
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

 
Gemeindehaus der Gemeinde Hilbersdorf in Rußdorf

Der Gemeinderat wurde bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl bestimmt. Die Mitglieder sind in der Wählerliste Hilbersdorf/Rußdorf zusammengeschlossen. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,5 % und damit 4,7 %p unter der von 2009.[3]

BürgermeisterBearbeiten

Bei der Bürgermeisterwahl am 12. Juni 1994 erhielt Erhard Dörfer im ersten Wahlgang 76,8 % der gültigen Stimmen. Er wurde bei der Wahl vom 13. Juni 1999 mit 93,9 % der Stimmen im ersten Wahlgang bestätigt. Bei der Wahl vom 27. Juni 2004 gab es keinen Gegenkandidaten. Die Wahl am 6. Juni 2010 erbrachte mit 90,1 % der Stimmen erneut die Wiederwahl.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Hilbersdorfer Dorfkirche

Trotz der unmittelbaren Nähe zu den Abraumhalden des Wismutbergbaus sind entlang der Wipse in Richtung Liebschwitz und nördlich zum Reuster Berg reizvolle Wanderungen möglich. Der Europäische Fernwanderweg E3 bzw. der EB-Weg sowie der Thüringenweg führen durch den Ortsteil Rußdorf.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde ist über die Kreisstraße K 116 von Pohlen nach Kauern angeschlossen. Weitere Ortsverbindungsstraßen führen von Hilbersdorf nach Wüstfalke und von Rußdorf nach Reust. An Werktagen außer an Samstagen verkehrt die Buslinie 219 Gera–Wünschendorf–Linda–Wolfersdorf–Seelingstädt der RVG Regionalverkehr Gera/Land. Seit 1956 führt die Bahnstrecke Seelingstädt–Schmirchau der Wismut-Werkbahn durch das Gemeindegebiet, die bei Rußdorf bis 1983 einen betriebsnotwendigen Kreuzungsbahnhof besaß. Der nächste Zugang zum Schienenpersonennahverkehr befindet sich in Wünschendorf/Elster.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Haupterwerbsquelle in früheren Jahren war die Landwirtschaft. Inzwischen haben sich im Ort 12 kleinere Betriebe bzw. Unternehmen etabliert.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hilbersdorf (Thüringen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Johann Friedrich Kratzsch: Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der Deutschen Bundesstaaten. Naumburg, 1843. S. 305.
  3. Kommunalwahlergebnis 2014