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Hüttlingen (Württemberg)

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hüttlingen
Hüttlingen (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hüttlingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 54′ N, 10° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 408 m ü. NHN
Fläche: 18,71 km2
Einwohner: 6095 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 326 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 73460, 73434, 73453
Vorwahl: 07361
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 033
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 10
73460 Hüttlingen
Website: www.huettlingen.de
Bürgermeister: Günter Ensle
Lage der Gemeinde Hüttlingen im Ostalbkreis
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Über dieses Bild

Hüttlingen ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Ostalbkreis.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Hüttlingen liegt am Rand der östlichen Schwäbischen Alb auf 400 bis 503 Metern Höhe am Kocherknie, etwa 7 km von der Kreisstadt Aalen entfernt.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Nordwesten an Neuler, im Nordosten an Rainau und im Süden an die Kreisstadt Aalen.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Hüttlingen gehören das Dorf Hüttlingen, die Weiler Albanuskling, Mittellengenfeld, Niederalfingen, Oberlengenfeld, Seitsberg und Sulzdorf, die Höfe Lachenschafhaus, Obersiegenbühl, Unterlengenfeld und Untersiegenbühl und die Häuser Fuchshäusle, Haldenschafhaus, Straubenmühle und Zanken sowie die abgegangenen Ortschaften Aushof, Haselhof und Rotschafhaus.[2]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

GeschichteBearbeiten

Auf Hüttlinger Gemarkung verlief der Obergermanisch-Raetische Limes (ORL), ein Abschnitt der ehemaligen Außengrenze des Römischen Reichs, der auf einem Feld beim Weg Hochfeld gegenüber dem Wohngebiet Wasserstall einen Knick gemacht hat. Mittels geophysikalischer Prospektionen konnten im Jahr 2012 die Reste zweier Limestürme lokalisiert werden.[4]

Die Vergangenheit von Hüttlingen reicht bis ins Jahr 254 n. Chr. zurück. Damals gründete die Familie des alemannischen Sippenführers „Hutilo“ die erste Siedlung am Kocherknie. Dieser Sippenführer gilt auch als Namensgeber der Gemeinde.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1024. 1475 wurde Niederalfingen erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort Hüttlingen war Bestandteil der Burg und Herrschaft Niederalfingen. In Folge der Mediatisierung kam Hüttlingen zum Königreich Württemberg und gehörte zunächst zum Oberamt Ellwangen und ab 1810 zum Oberamt Aalen, welches 1938 in den Landkreis Aalen überführt wurde. Im Zuge der Kreisreform von 1973 ging Hüttlingen im Ostalbkreis auf.

ReligionenBearbeiten

In Hüttlingen gibt es eine römisch-katholische und eine evangelische Kirchengemeinde. Die evangelische Kirchengemeinde gehört zur Kirchengemeinde Wasseralfingen-Hüttlingen.

PolitikBearbeiten

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist Mitglied der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Aalen.

GemeinderatBearbeiten

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 19 Mitglieder an. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  1. Bürgerliste 54,0 % (+2,3) – 10 Sitze (+1)
  2. CDU 46,0 % (- 2,3) – 9 Sitze (± 0)

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Kommunalwahl Mai 2014

  • Bürgerliste: 8 Sitze
  • Aktive Bürger und CDU: 8 Sitze[5]

BürgermeisterBearbeiten

  • 1948 bis 1978: Albert Brobeil
  • bis 2002: Gert-Günter Schulz
  • seit 2002: Günter Ensle, er wurde im Januar 2010 mit 97,7 % der Stimmen wiedergewählt.[6]

PartnerschaftenBearbeiten

Hüttlingen unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu der italienischen Gemeinde Cotignola (Provinz Ravenna).

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Marienburg Niederalfingen
 
Niederalfingen vom Bergfried der Marienburg aus gesehen

Der Rätische Limes verlief mitten durch Hüttlingen. In der Limesanlage am Kocher können Nachbildungen verschiedener Baustile von Palisaden und Mauerteilen besichtigt werden.

Die Marienburg im Teilort Niederalfingen wird heute als Jugendbildungsstätte, Freizeitstätte und Schullandheim genutzt. Das unterhalb der Burg gelegene Vogteigebäude beherbergt das Heimatmuseum der Gemeinde Hüttlingen.

Ebenfalls in Niederalfingen liegt ein Naturfreibad. Im Gemeindegebiet gibt es einige Fußballplätze und Kapellen.

VereineBearbeiten

Die 1896 gegründete Ortsgruppe Hüttlingen des Schwäbischen Albvereins wurde 1996 mit der Eichendorff-Plakette ausgezeichnet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Hüttlingen liegt am Knotenpunkt der Bundesstraßen 19 (EisenachOberstdorf) und 29 (AalenNördlingen), in Nähe des Autobahnanschlusses zur A 7 (UlmWürzburg).

Am rund 2 km vom Zentrum Hüttlingens entfernten Bahnhof Goldshöfe halten Züge der Linien Aalen–Crailsheim (Obere Jagstbahn) und Aalen–Donauwörth (Riesbahn).

Bahn- und Buslinien des öffentlichen Personennahverkehrs können zu Tarifen der Verkehrskooperationen OstalbMobil wie auch zu den eigenen Tarifen des jeweiligen Verkehrsunternehmens benutzt werden.

RadfernwegeBearbeiten

Durch den Ort führt mehrere Radwanderwege:

FernwanderwegeBearbeiten

Bei Hüttlingen überquert der Limes-Wanderweg des Schwäbischen Albvereins, ein Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs, den Kocher.

BildungBearbeiten

Mit der Alemannenschule gibt es eine Grund- und Werkrealschule im Ort; die Werkrealschulklassen 5–7 werden in der Außenstelle Neuler unterrichtet, die Klassen 8–10 in Hüttlingen[7]. Dazu bestehen vier katholische Kindergärten.

EnergieBearbeiten

Östlich von Hüttlingen liegt das 380/220/110-kV-Umspannwerk Goldshöfe.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hüttlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 674–676
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Hüttlingen.
  4. Norbert Acker: Hüttlinger Limes wird genau untersucht. Archäologen stellen mit Bodenuntersuchungen den exakten Verlauf der Grenzanlage fest. In: Schwäbische Zeitung vom 17. April 2012
  5. http://www.huettlingen.de/gemeinderat.html
  6. http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Huettlinger-waehlen-Guenter-Ensle-klar-wieder-_arid,4040482_toid,8.html
  7. Gemeinde Hüttlingen: Alemannenschule Hüttlingen, abgerufen am 12. April 2011