Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mögglingen
Mögglingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mögglingen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 49′ N, 9° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Ostalbkreis
Höhe: 413 m ü. NHN
Fläche: 10,27 km2
Einwohner: 4280 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 417 Einwohner je km2
Postleitzahl: 73563
Vorwahl: 07174
Kfz-Kennzeichen: AA, GD
Gemeindeschlüssel: 08 1 36 043
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Zehnthof 1[2]
73563 Mögglingen
Website: www.moegglingen.de
Bürgermeister: Adrian Schlenker
Lage der Gemeinde Mögglingen im Ostalbkreis
Schwäbisch GmündLandkreis HeidenheimLandkreis Schwäbisch HallRems-Murr-KreisLandkreis GöppingenAalenAbtsgmündAdelmannsfeldenBartholomäBöbingen an der RemsBopfingenDurlangenEllenberg (Württemberg)Ellwangen (Jagst)Eschach (bei Schwäbisch Gmünd)Essingen (Württemberg)Göggingen (Württemberg)GschwendHeubachHeuchlingenHüttlingen (Württemberg)Hüttlingen (Württemberg)IggingenJagstzellKirchheim am RiesLauchheimLeinzellLorch (Württemberg)MögglingenMutlangenNeresheimNeulerObergröningenOberkochenRainauRiesbürgRiesbürgRosenberg (Württemberg)Ruppertshofen (Ostalbkreis)SchechingenSchwäbisch GmündSpraitbachStödtlenTäferrotTannhausenTannhausenUnterschneidheimWaldstetten (Ostalbkreis)Waldstetten (Ostalbkreis)Westhausen (Württemberg)WörtBayernKarte
Über dieses Bild

Mögglingen ist eine Gemeinde im Ostalbkreis in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Ostwürttemberg und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

 
Mögglingen vom Rosenstein aus gesehen

Geographische LageBearbeiten

Mögglingen liegt in 398 bis 475 Meter Höhe im oberen Remstal am Fuße der nordöstlichen Schwäbischen Alb zwischen Schwäbisch Gmünd (13 km) und der Kreisstadt Aalen (11 km).

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Norden an Heuchlingen, im Osten an Essingen, im Süden an die Stadt Heubach und im Westen an Böbingen an der Rems.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Mögglingen gehören Dorf Mögglingen, die Weiler Hermannsfeld und die Höfe Christenhof, Gollenhof und Sternhof sowie die abgegangenen Ortschaften Hegeloch, Sulzbach und Stöckach.[3]

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung von Mögglingen erfolgte im Jahre 1143. Der Ort gehörte lange zum Landgebiet der Reichsstadt Schwäbisch Gmünd. Als diese aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 an das Königreich Württemberg fiel, wurde auch Mögglingen württembergisch und gehörte zum neugebildeten Oberamt Gmünd, ab 1938 Landkreis Schwäbisch Gmünd. Als dieser durch die Kreisreform 1973 aufgelöst wurde, ging Mögglingen an den neuen Ostalbkreis.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1871: 1003 Einwohner
  • 1900: 1058 Einwohner
  • 1933: 1443 Einwohner
  • 1950: 2150 Einwohner
  • 1961: 2564 Einwohner
  • 1970: 2933 Einwohner
  • 1987: 3316 Einwohner
  • 1991: 3567 Einwohner
  • 1995: 3728 Einwohner
  • 2000: 3884 Einwohner
  • 2005: 4167 Einwohner
  • 2010: 4165 Einwohner
  • 2015: 4173 Einwohner

ReligionenBearbeiten

Mögglingen blieb auch nach Einführung der Reformation in Württemberg katholisch, da der Großteil der Güter Bürgern und Klöstern der katholisch gebliebenen freien Reichsstadt Gmünd gehörte. Die Gläubigen sind heute in die römisch-katholische Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus eingepfarrt.

 
Mögglingen Ostalbkreis Katholische Kirche St. Petrus und Paulus

Eine evangelische Kirche wurde erst 1968 errichtet. Sie gehört zur Kirchengemeinde Oberböbingen. Von den Einwohnern Mögglingens sind 58,2 % katholisch, 21,0 % evangelisch, 20,8 % gehören anderen Konfessionen oder keiner an.

PolitikBearbeiten

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Die Gemeinde ist ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein mit Sitz in Heubach.

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014
 %
40
30
20
10
0
30,16 %
27,48 %
22,62 %
19,74 %
FUMB
JMB
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+0,42 %p
-5,13 %p
+2,23 %p
+2,49 %p
FUMB
JMB

Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden 14 Mitglieder an. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:[5]

  1. FUMB (Freie und Unabhängige Mögglinger Bürger) 30,16 % (+0,48) – 4 Sitze (±0)
  2. CDU 27,48 % (−5,13) – 4 Sitze (−1)
  3. JMB (Junge Mögglinger Bürger) 22,62 % (+2,23) – 3 Sitze (±0)
  4. SPD 19,74 % (+2,49) – 3 Sitze (+1)

BürgermeisterBearbeiten

  • 1990–2014: Ottmar Schweizer
  • seit 2014: Adrian Schlenker. Schlenker wurde im Februar 2014 im zweiten Wahlgang mit 59,05 % der Stimmen gewählt.[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: Ein schwarzer Brackenkopf (Brackenhaupt) auf weißem (silberfarbenem) Grund mit heraushängender Zunge.

PartnerschaftenBearbeiten

Mögglingen unterhält seit 1991 partnerschaftliche Beziehungen zu Saleux in der Nähe von Amiens in der Picardie in Frankreich.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Remstal-Gartenschau 2019Bearbeiten

 
Libertas-Statue

Vom 10. Mai bis 20. Oktober 2019 findet im Remstal ein Grünprojekt des Landes Baden-Württemberg statt, an dem sich auch Mögglingen beteiligt. Diese Remstal-Gartenschau 2019 gehört zu den „kleinen“ Gartenschauen, die sich jährlich mit den Landesgartenschauen abwechseln.

In diesem Zusammenhang wurde das Remsufer beim Zulauf der Lauter als „Remsaue“ neu gestaltet. Auf der Anhöhe nördlich der Gemeinde westlich des Limesparkplatzes an der Landesstraße L1158 Richtung Heuchlingen wurde auf 370 m ü. NHN ein Aussichtsturm errichtet.

An den „16 Stationen“, dem Architekturprojekt der Gartenschau,[7] beteiligte sich Mögglingen mit einer „Freiheitsstatue“. Diese stellt die römische Göttin Libertas dar und erinnert an den römischen Limes, der früher nördlich von Mögglingen verlief. Sie ist aber auch eine Reminiszenz an eine verkleinerte Kopie der New Yorker Freiheitsstatue, die jahrelang Symbol für den Wunsch der Mögglinger nach einer Umgehungsstraße war und bis zu deren Fertigstellung im Frühjahr 2019 an der Bundesstraße 29 stand. Die Libertas-Statue wurde nach langen Querelen mit dem Architekten[8] westlich vom Aussichtsturm an einer entlegenen Stelle   am Waldrand aufgestellt.

VereineBearbeiten

In Mögglingen sind rund 24 Vereine tätig. Die mitgliederstärksten sind der Turnverein Mögglingen (1.863 Mitglieder), der Musikverein Mögglingen (544) und der FC Stern Mögglingen (428).[9]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Regional-Express-Züge auf der Remsbahn (StuttgartAalen) sowie die Bundesstraße 29 (WaiblingenNördlingen) verbinden Mögglingen mit den überregionalen Verkehrsnetzen. Der nächste Autobahnanschluss ist die Anschlussstelle 115 (Aalen/Oberkochen) der Bundesautobahn 7 in ca. 21 km Entfernung über die B 29 Richtung Aalen und die L 1084. Die vierspurige Ortsumfahrung Mögglingen im Verlauf der B 29 wurde am 27. April 2019 eröffnet.

Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch die Verkehrskooperationen OstalbMobil sichergestellt.

RadfernwegeBearbeiten

Mehrerer Radwanderwege durchqueren die Gemeinde:

BildungBearbeiten

Mit der Limesschule verfügt Mögglingen über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Zudem gibt es zwei römisch-katholische Kindergärten.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Anton Vogt (* 1891, † nicht bekannt), Politiker (NSDAP)

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Karl Eduard Paulus: Mögglingen. In: Beschreibung des Oberamts Gmünd. Verlag Lindemann, Stuttgart 1870 (Volltext bei Wikisource)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mögglingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Rathaus steht jetzt auf dem Zehnthof. Gemeinde Mögglingen, 15. Oktober 2010, abgerufen am 20. Januar 2011.
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 731–732.
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Mögglingen.
  5. http://wahlen11.rz-kiru.de/08136043W/gw2014.html
  6. https://remszeitung.de/2014/2/9/buergermeisterwahl-in-moegglingen-adrian-schlenker-gewinnt/
  7. Architektur mit 16 Stationen auf remstal.de. Abgerufen am 21. Juni 2019.
  8. Letzte Chance für die Freiheitsstatue. Schwäbische Post am 9. April 2019.
  9. Vereine. Gemeinde Mögglingen, abgerufen am 20. Januar 2011.