Grenze zwischen Italien und Österreich

trennt die Staatsgebiete von Österreich und Italien

Die Italienisch-österreichische Staatsgrenze ist eine 404 km lange[1] Landgrenze entlang der Alpen zwischen der Republik Italien und der Republik Österreich. Sie besteht seit 1861, im heutigen Verlauf seit 1920, und ist seit 1. Jänner 1995 eine EU-Binnengrenze. Der Grenzverlauf[2] wurde zuletzt 1947 geändert.[3]

Grenzverlauf Österreich – Italien

Gemeinden an der Staatsgrenze (von West nach Ost)Bearbeiten

 
Kirche auf der österreichischen Seite der Grenze am Nassfeld
 
Dreiländereck/Monte Forno/Peč
 
Grenzstein am Dreiländereck von Österreich, Italien und Slowenien bei Arnoldstein (Österreich)
Ö S T E R R E I C H
 
I T A L I E N
 
Bundesland Bezirk Gemeinde Grenz-
übertritt
Grenz-
übertritt
Gemeinde Provinz Region
Schweiz
 
Tirol
Landeck   Nauders A
l
p
e
n





  Graun im Vinschgau  
Bozen – Südtirol
 
Trentino-Südtirol
  Pfunds
  Kaunertal
Imst   Sölden



  Mals
  Schnals
  Moos in Passeier
  Ratschings
Innsbruck-Land   Neustift im Stubaital





  Brenner
  Gschnitz
  Obernberg am Brenner
  Gries am Brenner




  Pfitsch
  Vals
Schwaz   Finkenberg



  Mühlwald
Ahrntal
  Mayrhofen
  Brandberg









  Prettau
 
Salzburg
Zell am See   Krimml
 
Tirol
Lienz   Prägraten am Großvenediger
  St. Jakob in Defereggen

  Sand in Taufers
  Rasen-Antholz
  Gsies
  Innervillgraten
  Toblach

  Innichen
  Sillian
  Sexten
  Kartitsch
  Comelico Superiore
Belluno
 
Venetien
  San Nicolò di Comelico
  Obertilliach
  San Pietro di Cadore
  Untertilliach
  Santo Stefano di Cadore
 
Kärnten
Hermagor   Lesachtal
  Forni Avoltri  
Friaul-Julisch Venetien

  Paluzza
  Kötschach-Mauthen






  Paularo
  Dellach
  Kirchbach
  Hermagor-Pressegger See





  Moggio Udinese
  Pontebba
  Malborghetto Valbruna
  Sankt Stefan im Gailtal
Villach-Land   Feistritz an der Gail
  Hohenthurn

  Tarvis
  Arnoldstein
Slowenien

Berge, Gebirge und Täler in beiden LändernBearbeiten

Berge und GebirgeBearbeiten

Folgende Berge befinden sich an der Grenze und gehören anteilsmäßig zu österreichischem und italienischem Territorium:

Talregionen in beiden LändernBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Folgende Gebirgspässe für Kfz. bzw. Eisenbahnen verlaufen über die Grenze (Reihenfolge von Westen nach Osten):

RechtsakteBearbeiten

BesonderheitenBearbeiten

 
Landshuter Europahütte: Der Grenzverlauf durch die Hütte ist an den zwei weißen Grenzsteinen erkennbar.

Die Landshuter Europahütte in den Zillertaler Alpen liegt sowohl auf österreichischem als auch italienischem Territorium.

Zwischen 1938 und 1945 wurde Österreich vom Deutschen Reich annektiert, sodass das Deutsche Reich unmittelbar an Italien grenzte.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Astrid Gutwenger: Leben an der Grenze – Das „zerrissene Pustertal“, 2012/13, Pädagogisches Gymnasium Bruneck (online (PDF))
  • Johanna Mitterhofer: Border Stories: Negotiating Life on the Austrian–Italian border. In: Georg Grote, Hannes Obermair (Hrsg.): A Land on the Treshold. South Tyrolean Transformations, 1915–2015. Peter Lang, Oxford-Bern-New York 2017, ISBN 978-3-0343-2240-9, S. 259–274.

WeblinksBearbeiten

Commons: Grenze zwischen Italien und Österreich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/fields/2096.html
  2. Vgl. Renate Tuma: Das Problem der territorialen Integrität Osterreichs, 1945–1947. (Überarbeitete Fassung der Dissertation von 1989, WUV 1995, ISBN 978-3-85114-204-4), S. 133ff. (online)
  3. nach der Pariser Friedenskonferenz 1946 wurden am 10. Februar 1947 die Friedensverträge unterzeichnet, darunter der Friedensvertrag mit Italien (Volltext)
  4. Friedensvertrag mit Italien, unterzeichnet in Paris am 10. Februar 1947