Hauptmenü öffnen

Estorf (Weser)

Gemeinde Estorf im Landkreis Nienburg/Weser
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Estorf
Estorf (Weser)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Estorf hervorgehoben
Koordinaten: 52° 35′ N, 9° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Mittelweser
Höhe: 31 m ü. NHN
Fläche: 19,78 km2
Einwohner: 1701 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner je km2
Postleitzahl: 31629
Vorwahl: 05025
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 006
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hinter den Höfen 13
31628 Landesbergen
Website: www.estorf.de
Bürgermeister: Arnd Focke (SPD)
Lage der Gemeinde Estorf im Landkreis Nienburg/Weser
Steinhuder MeerNordrhein-WestfalenLandkreis DiepholzLandkreis OldenburgLandkreis SchaumburgLandkreis HeidekreisLandkreis VerdenRegion HannoverBalgeBinnenBinnenBinnenBinnenBückenDiepenauDrakenburgEstorf (Weser)EystrupEystrupGandesbergenHämelhausenHämelhausenHaßbergenHaßbergenHassel (Weser)Hassel (Weser)HeemsenHilgermissenHoyaHoyerhagenHusum (bei Nienburg)LandesbergenLeeseLiebenau (Niedersachsen)LinsburgLinsburgMarkloheNienburg/WeserPennigsehlRaddestorfRehburg-LoccumRodewaldRohrsenSchweringenSteimbkeSteyerbergSteyerbergStöckseStolzenauUchteWarmsenWietzenWarpeKarte
Über dieses Bild

Die Gemeinde Estorf (an der Weser) liegt im Landkreis Nienburg/Weser. Sie besteht in der jetzigen Form seit der Niedersächsischen Gebietsreform 1974 und ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Mittelweser.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Estorf gliedert sich in folgende Ortsteile:

Eine Unterteilung des Gemeindegebietes in Ortschaften ist nicht erfolgt, da das für Mitgliedsgemeinden von Samtgemeinden in Niedersachsen nicht erlaubt ist.

GeschichteBearbeiten

Estorf wurde zum ersten Mal in einer Schenkungsurkunde vom 9. Februar 1096 erwähnt. In dieser Urkunde übertrug die Gräfin Meresvid von Stumpenhausen unter anderem ein Vorwerk namens „Aesdorpe“ der Mindener Kirche. Nach Ausgrabungsfunden aus dem Jahre 1977 ist jedoch anzunehmen, dass bereits um das Jahr 550 die heutige Ortslage ständig bewohnt war.

Bedeutenden Einfluss hatten im Mittelalter die beiden großen Adelsfamilien der von Freytag und der berühmteren von Münchhausen. Letztere trennten sich jedoch bis 1413 von ihren Estorfer Besitztümern, während die von Freytag bis heute ihr Gut bewirtschaften.

Während des Dreißigjährigen Krieges legten die Bewohner Estorfs zum Schutz ihrer Ernten vor herumziehenden Söldnern im Wald versteckt Scheunen an, den sogenannten Schünebusch. Dieser Ort lockt in unseren Tagen mit frisch renovierten Scheunen, in denen unter anderem regelmäßig historische Backtage abgehalten werden, vor allem viele Fahrradtouristen an.

Am 1. März 1974 wurde der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Leeseringen eingegliedert.[2]

PolitikBearbeiten

Gemeinderatswahl 2011[3][4]
Wahlbeteiligung: 61,94 % (2006: 62,78 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,18 %
33,65 %
13,11 %
10,04 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,31 %p
-0,18 %p
-4,00 %p
+7,48 %p

Bürgermeister ist Arnd Focke (SPD).

PartnerschaftenBearbeiten

Estorf befindet sich in einer Partnerschaft mit der Gemeinde Elbingerode am Harz.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Estorfer Barockkirche (eingeweiht 1696), mit historischen Deckenmalereien, Holzschnitzereien, Altar und Orgel. Die Orgel wurde 1839 von dem Hannoverschen Orgelbauer Ernst Wilhelm Meyer für die Kirche in Estorf erbaut und ist weitgehend original erhalten. Sie hat ein Manual und elf Register und wurde 2005 von der Orgelbauwerkstatt Jörg Bente aus Helsinghausen restauriert.
  • Scheunenviertel (siehe Geschichte)
  • Estorfer See mit Gutshof

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Der Bahnhof Estorf (Weser) liegt an der Bahnstrecke Nienburg–Minden. Er ist Betriebsbahnhof. Hier halten keine Personenzüge.

Söhne und TöchterBearbeiten

  • Wilhelm von Freytag (1720–1798), Offizier im Dienste des Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover)

LiteraturBearbeiten

  • Günther Deking: Estorf – Ein Dorf an der Mittelweser im Spiegel seiner 900jährigen Geschichte. Gemeinde Estorf, 1996
  • Volker Hansen: Plattdeutsches Wörterbuch für Estorf und Leeseringen und an der Mittelweser, Heimatverein Estorf/Weser, 2010

WeblinksBearbeiten

  Commons: Estorf (Weser) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 199.
  3. http://www.happy-net.de/wahlen/gr_es_11/00_tabelle.html@1@2Vorlage:Toter Link/www.happy-net.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. http://www.sg-mittelweser.de/wahl2006/gemestorf/00_tabelle.html@1@2Vorlage:Toter Link/www.sg-mittelweser.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Eintrag über die Partnerschaften der Samtgemeinde Hattorf am Harz und ihrer Mitgliedsgemeinden Abgerufen am 21. April 2019, 02:18