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LebenBearbeiten

Ausbildung und TheaterBearbeiten

Dewath absolvierte von 2004 bis 2008 ein Schauspielstudium an der Folkwang Hochschule Essen im Studiengang Schauspiel Bochum. Während ihres Studiums hatte sie bereits ein Engagement als Anfängerin am Schauspielhaus Bochum.[2] In Brechts Schauspiel „Die Kleinbürgerhochzeit“ (Regie: Wolf-Dietrich Sprenger) spielte sie zwischen 2007 und 2009 die Rolle der Mutter. Die Inszenierung wurde 2007 beim Bundeswettbewerb der deutschsprachigen Schauspielschulen in Salzburg mit dem Ensemble- und Publikumspreis ausgezeichnet.[2] In der Spielzeit 2007/08 trat sie am Düsseldorfer Schauspielhaus als Milenka in Franz Grillparzers Schauspiel „Libussa“ (Regie: Konstanze Lauterbach) auf.

Anschließend hatte sie Engagements am Schauspielhaus Bochum, u. a. in „A Tribute to Quentin Tarantino“ (2009/10), „A Tribute to Johnny Cash“ (2009–2013; Regie: Arne Nobel) und in dem Liederabend „Heimat ist auch keine Lösung“ (2012/13; Regie: Thomas Anzenhofer); außerdem wirkte sie in einigen Produktionen des Festivals „Ohne alles“ mit.[2][3]

Sie trat am Westfälischen Landestheater auf, u. a. als Ayten Öztürk in „Auf der anderen Seite“ von Fatih Akin (2010/11; Regie: Christian Scholze) und als Spelunkenjenny in Brecht/Weills „Die Dreigroschenoper“ (2012/13; Regie: Katrin Herchenröter). Mehrfach spielte sie auch am Rottstraße 5 Theater in Bochum, u. a. in dem Solo-Abend „Requiem für Sylvia Plath“ (2009–2015; Regie: Arne Nobel), in der Titelrolle von „Fräulein Julie“ (2010/11; Regie: Arne Nebel), als Marla Singer in „Fight Club“ (2010–2015; Regie: Oliver Paolo Thomas), in „Volkers Lied der Nibelungen“ (2011/12; als Brünhild), „Ronja Räubertochter“ (2011/12), als Wilddrude und in „Die Rückkehr“ nach Motiven von Joseph Conrad (2010–2013) als Gabrielle. Am Schauspiel Essen wirkte sie in der Spielzeit 2012/13 als Frau Darling in dem Weihnachtsstück „Peter Pan“ (Regie: Henner Kallmeyer) mit; 2014 spielte sie dort eine Korintherin in „Medea“ (Regie: Konstanze Lauterbach).[4][5] In der Spielzeit 2013/14 trat sie am Prinz Regent Theater in Bochum als Desdemona in Shakespeare „Othello“ auf.[6]

Film und FernsehenBearbeiten

Dewath arbeitet auch für Film und Fernsehen. Zunächst wirkte sie in einigen Kurzfilmen, Diplomfilmen, Hochschulabschlussfilmen (u. a. in Gisberta) und Musikvideos mit. Seit 2008 übernimmt sie regelmäßig Fernsehrollen.

In dem Fernsehfilm Robin Hood (2013; mit Ken Duken) übernahm sie die weibliche Hauptrolle der Kriminalkommissarin Sophie Kaiser. In dem Fernsehfilm Hüter meines Bruders (2014) hatte sie die Rolle der Andrea. In der Filmkomödie Stromberg – Der Film (2014) war sie in einer Nebenrolle zu sehen; sie spielte die elegante Gastgeberin Helena. In dem Fernsehfilm Die Hebamme (2014) spielte sie die Hebamme Bele Langwasser, die todkranke und sterbende Mutter der weiblichen Hauptfigur Gesa Langwasser. In der ARD-Fernsehreihe Donna Leon hatte sie in dem Fernsehfilm Reiches Erbe (2014) eine Nebenrolle; sie verkörperte die Nachbarin der ermordeten Signora Costanza Altavilla.[7] Im Oktober 2015 war sie in der ZDF-Krimireihe Wilsberg in einer Nebenrolle zu sehen; sie spielte die Prostituierte Miriam Milana.[8] In dem ZDF-Fernsehfilm Mordkommission Königswinkel (Erstausstrahlung: Juli 2017) spielte sie eine Nebenrolle als Zeitungsjournalistin und Chefredakteurin Beate Staudinger.

Auftritte in TV-SerienBearbeiten

Dewath ist insbesondere eine vielbeschäftigte Seriendarstellerin. Sie hatte zahlreiche Episodenrollen, zunächst u. a. in den Serien Lasko – Die Faust Gottes (2008), Danni Lowinski (2011), Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei (2013; als erfolgreiche Architektin), SOKO Köln (2014; als neue Assistentin der Chefredakteurin einer Modezeitschrift), Heiter bis tödlich: Koslowski & Haferkamp (2014; als alte Bekannte von Hasan Haferkamp), SOKO München (2015; als Schwangere, die ihre Chefin und beste Freundin ermordet), Notruf Hafenkante (2015; als Unfallverursacherin und Ehefrau), Der Alte (2015; als stellvertretende Geschäftsführerin einer IT-Firma) und Die Rosenheim-Cops (2015; als Empfangsdame und persönliche Assistentin eines renommierten Geigenhändlers).

Es folgten weitere Episodenrollen in SOKO Stuttgart (November 2015, als unter Tatverdacht stehende Nachbarin und „Minimalistin“), in der neuen ZDF-Serie Professor T. (Februar 2017, als verheiratete, tatverdächtige Patientin und Geliebte eines ermordeten Schönheitschirurgen) und auf Das Erste in Hubert und Staller (Mai 2017, als Lebensgefährtin eines ermordeten Herzchirurgen).

Im Dezember 2016 hatte sie ihren ersten Auftritt in der ZDF-Serie Dr. Klein als Heidelberger Ärztin Nadine Mann, die sich um eine Stelle als Oberärztin bewirbt. In der 4. Staffel der ZDF-Fernsehserie Dr. Klein (Erstausstrahlung ab Oktober 2017) übernahm Dewath die Rolle der karriereorientierten, intriganten Leitenden Oberärztin Nadine Mann dann als durchgehende Serienrolle.[9][10]

2018 hatte sie Episodenrollen u. a. in den ZDF-Serien SOKO Köln (Februar 2018, als Ex-Geliebte des Mordopfers) und erneut in Die Rosenheim-Cops (November 2018, als in Schwarzgeldgeschäfte involvierte Hauskäuferin, die im Garten ihrer neu erworbenen Immobilie eine Leiche findet). In der 5. Staffel der ZDF-Serie Bettys Diagnose (2018) hatte Dewath eine Episodenrolle als Zirkusartistin Maria Valerian. In der 44. Staffel der ZDF-Serie SOKO München (2019) spielte Dewath eine weitere Episodenrolle als Inhaberin einer Escort-Agentur. In der 7. Staffel der ZDF-Serie Heldt (2019) übernahm sie eine Serienrolle als Kommissar Heldts vermeintliche Halbschwester Chloé Maibaum. In der 14. Staffel der ZDF-Serie Notruf Hafenkante (2019) spielte Dewath in einer weiteren Episodenhauptrolle die tatbeteiligte Persönliche Assistentin des Inhabers einer Hamburger Investmentfirma.

PrivatesBearbeiten

Dewaths Eltern stammen aus der DDR, wo sie wegen „staatsfeindlicher Hetze“ in Haft waren.[11] Dewath selbst wurde, nach der Aussiedlung ihrer Eltern, in West-Berlin geboren.[11] Sie hat eine Schwester und lebt in München.[1][11]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Dagny Dewath Profil und Vita bei Schauspielervideos.de. Abgerufen am 21. Oktober 2015
  2. a b c d Dagny Dewath (Memento vom 25. Mai 2015 im Internet Archive); Vita Schauspielhaus Bochum. Abgerufen am 21. Oktober 2015
  3. "Heimat ist auch keine Lösung": Musikalische Expedition in Bochum. Aufführungskritik; Ruhr Nachrichten vom 22. Januar 2012. Abgerufen am 21. Oktober 2015
  4. Essen: Peter Pan (Memento des Originals vom 20. November 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sn-herne.de. Aufführungskritik; Sonntagsnachrichten Herne. Abgerufen am 21. Oktober 2015
  5. Essen:Medea (Memento des Originals vom 19. November 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sn-herne.de. Aufführungskritik; Sonntagsnachrichten Herne. Abgerufen am 21. Oktober 2015
  6. Prinz-Regent-Theater: Othello auf der Suche nach den großen Gefühlen. Aufführungskritik; Ruhr Nachrichten vom 15. September 2013. Abgerufen am 21. Oktober 2015
  7. Fernsehkritik (Memento vom 20. November 2015 im Internet Archive), In: Heilbronner Stimme; Anmerkung: Die teilweise in Besetzungslisten und in Kritiken zu findende Angabe, dass Dagny Dewath die Rolle der Krankenschwester Anna-Maria Giusti spielte, ist unzutreffend. Diese Rolle spielte Kathrin Kühnel.
  8. Filmriss total bei „Wilsberg – 48 Stunden“; in: Thüringische Landeszeitung vom 10. Oktober 2015. Abgerufen am 21. Oktober 2015
  9. ZDF zeigt 4. Staffel "Dr. Klein" im Herbst. In: rtv. Abgerufen am 7. Oktober 2017.
  10. Drehstart für die vierte Staffel "Dr. Klein" im ZDF. In: Prisma vom 25. April 2017. Abgerufen am 7. Oktober 2017.
  11. a b c Freia Wicki Bernhardt: Biografie & Performance. Künstlerische Strategien und persönliche Erfahrung im Umgang mit der Lebenswelt der DDR vor und nach ´89. Diplomarbeit im Rahmen des Studiengangs Pädagogische Ausbildung Rhythmik der Fakultät Musik der Universität der Künste Berlin. Seite 68/69. Abgerufen am 3. Februar 2019