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Autobahn 9 (Schweiz)

Autobahn A9 in der Schweiz

Die Schweizer Autobahn 9 und Autostrasse 9, im Wallis auch als Rhoneautobahn bezeichnet, ist Teil der Nationalstrasse 9, welche von Ballaigues an der französischen Grenze über Lausanne, Vevey, Sitten, Brig über den Simplonpass bis nach Gondo an der italienischen Grenze führt.

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Autobahn A9 in der Schweiz
Autobahn 9 (Schweiz)
 Autobahn 9 (Schweiz) Autobahn 9 (Schweiz) Autobahn 9 (Schweiz)
Karte
Verlauf der A9
Basisdaten
Betreiber: Bundesamt für Strassen
Strassenbeginn: Ballaigues
(46° 44′ N, 6° 24′ O)
Strassenende: Brig-Glis
(46° 19′ N, 8° 1′ O)
Gesamtlänge: ca. 240,9 km

Kanton:

Glion vue-Chillon.JPG
Viadukt oberhalb Schloss Chillon

Inhaltsverzeichnis

Verlauf und AusbauBearbeiten

Die A9 beginnt im Jura und endet in den Alpen. Sie beginnt als Autostrasse auf rund 800 m ü. M. und führt durchs Tal der Orbe in die Orbeebene, wo sie als Autobahn auf die A1 trifft. Bei Lausanne trennen sich die Autobahnen; die A9 führt nach Osten nördlich um die Stadt herum. Hoch über dem Genfersee führt sie im Lavaux bis Vevey, wo die A12 nach Norden abgeht. Am Berg oberhalb von Montreux entlang geht es ins Rhonetal, wo bei Villeneuve VD mit rund 380 m ü. M. der tiefste Punkt der Strecke liegt. Bei Saint-Maurice VS quert sie erstmal die Rhone und wechselt somit vom Kanton Waadt in den Kanton Wallis. Als Hauptverkehrsachse für den Strassenverkehr im Wallis führt sie im Talboden das ganze Rhonetal hoch bis kurz vor Brig. Ab Glis windet sich die Strasse als Autostrasse den Berg Richtung Simplon hoch und geht auf rund 900 m ü. M. in die Hauptstrasse 9 über, die ab dort Teil der Nationalstrasse 9 (Nationalstrasse 3. Klasse) ist.

Entlang der ganzen Strecke mussten zahlreiche Kunstbauten erstellt werden. Dazu zählen viele Tunnel, vor allem am Genfersee und der landschaftsprägende Viadukt oberhalb des Schlosses Chillon.

 
Grossbaustelle der Umfahrung Visp (Mai 2010)

Die Strecke SidersGamsen, von der mehr als die Hälfte unterirdisch verlaufen wird, ist noch im Bau. Dieser 31 km lange Streckenabschnitt wird 2,27 Milliarden Franken kosten und wird zu 4 % vom Kanton Wallis und zu 96 % vom Bund finanziert.[1] Betriebsbereit soll das gesamte Oberwalliser Teilstück nach etlichen Verzögerungen wohl erst 2025 sein.[2] Zu ihm gehört auch die Südumfahrung Visp. Der östliche Teil mit dem 4,2 km langen Eyholztunnel, dem längste Tunnel der A9, wurde im April 2018 eröffnet. Der westliche Teil mit dem Tunnel Visp soll im Zeitraum 2020/21 in Betrieb genommen werden.[3]

UnfälleBearbeiten

Am 13. März 2012 gegen 21.15 Uhr ereignete sich in einem Tunnelabschnitt in Siders ein Busunglück, bei dem 28 Menschen starben, darunter 22 Kinder.[4][5]

LiteraturBearbeiten

  • Cyrill Pinto: Sizilien der Schweiz. In: Neue Zürcher Zeitung (Hrsg.): NZZ Folio. Nr. 2, Februar 2013 (Artikel auf nzzfolio.ch [abgerufen am 20. Oktober 2013]).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Baustellen, die herausfordern. (PDF; 387 kB) a9-vs.ch, abgerufen am 12. September 2012.
  2. Autobahn A9 im Oberwallis nicht vor 2025 fertig. Brisanter Grossrats-Bericht lässt Bombe platzen. In: 1815.ch/Walliser Bote. 14. Februar 2014, abgerufen am 15. Februar 2014.
  3. Tunnel Eyholz (TUEY). In: a9-vs.ch. Amt für Nationalstrassenbau, 13. April 2018, abgerufen am 30. Januar 2019.
  4. Geeint in Trauer und Verlust – Busunfall mit 28 Toten in der Schweiz. faz.net, abgerufen am 14. März 2012.
  5. Tragisches Ende einer Schulreise: 28 Tote bei Bus-Unfall. diepresse.com, abgerufen am 14. März 2012.