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Aschenputtel

europäisches Märchen, literarischer Stoff
Darstellung von Alexander Zick
Zeichnung von Adrian Ludwig Richter
Illustration von Carl Offterdinger

Aschenputtel (bei Bechstein Aschenbrödel) ist ein bekanntes Märchen (Typ 510 A nach Aarne und Thompson). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 21 (KHM 21) und geht zum Teil auf Charles Perraults Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre (Aschenputtel oder der kleine Glasschuh)[1] von 1697 zurück. Ludwig Bechstein übernahm es in sein Deutsches Märchenbuch als Aschenbrödel (1845 Nr. 70, 1853 Nr. 62). Perraults Fassung mit den in Apfelschimmel verwandelten Mäusen und dem Kürbis, der mit Hilfe der Fee zur Kutsche wird, prägte maßgeblich Walt Disneys Zeichentrickfilm Cinderella von 1950.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt nach den Brüdern Grimm (1812)Bearbeiten

 
Bild von Jenny Nystrøm, um 1890
 
Illustration von Hermann Vogel

Die Tochter eines reichen Mannes wächst wohlbehütet auf. Als die Mutter stirbt, bittet sie auf dem Totenbett die Tochter, ein Bäumlein auf ihrem Grab zu pflanzen, an dem sie rütteln solle, wenn sie einen Wunsch habe, was die Tochter auch tut. Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter heiratet der Vater eine Witwe, die zwei Töchter mit ins Haus bringt. Stiefmutter und Stiefschwestern machen dem Mädchen auf alle erdenkliche Weise das Leben schwer. Weil es nicht nur gröbste Schmutzarbeit leisten, sondern fortan auch in der Asche neben dem Herd schlafen muss, wird das Mädchen Aschenputtel[2] genannt.

Eines Tages gibt der König einen Ball, der drei Tage dauert. Die Stiefschwestern lassen sich von Aschenputtel für den Ball vorbereiten und geben ihr eine Schüssel voll Linsen, die sie bis zum Abend lesen soll. Als Aschenputtel sich an die Arbeit macht, kommen zwei Tauben angeflogen und fragen sie, ob sie ihr helfen sollen. Aschenputtel antwortet: „Ja, die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Töpfchen.“ Dann stellt sie sich auf die oberste Stufe des Taubenschlages und kann so ihre Schwestern beim Tanz mit dem Prinzen sehen.

Als die Schwestern am nächsten Tag die gelesenen Linsen sehen und hören, dass Aschenputtel ihnen zusah, lassen sie den Taubenschlag abreißen. Sie geben dem Mädchen einen Sack voll Wicken, die Aschenputtel wieder auslesen soll. Abermals fliegen die Tauben herbei und helfen ihr bei der Aufgabe. Sie raten ihr, zu dem Bäumlein auf dem Grab ihrer Mutter zu gehen und sich schöne Kleider zu wünschen, aber sie solle vor Mitternacht wieder zu Hause sein. Als Aschenputtel also das Bäumchen schüttelt und spricht „Bäumlein rüttel und schüttel dich, wirf schöne Kleider herab für mich!“, da liegt ein silbernes Kleid sowie Perlen, Strümpfe und silberne Pantoffeln vor ihr. Als sie das Kleid angezogen hat, steht vor ihrer Tür ein Wagen mit sechs Rappen, der sie zum Schloss bringt. Im Schloss hält der Prinz sie für eine fremde Prinzessin und die Schwestern, die sie nicht erkennen, ärgern sich, dass jemand schöner ist als sie. Um Mitternacht verlässt Aschenputtel den Ball und gibt die Kleider wieder dem Bäumchen auf dem Grab.

Am nächsten Morgen sind die Schwestern schlecht gelaunt und geben Aschenputtel erneut eine Schüssel mit Erbsen, die sie aussortieren muss. Wieder helfen ihr die Tauben und sie geht zu dem Bäumchen für ein neues Kleid. Diesmal ist es ganz aus Gold und Edelsteinen und hat goldene Pantoffeln. Vor ihrer Tür steht diesmal ein Wagen mit sechs Schimmeln, der sie zum Ball fährt. Als die Schwestern sie sehen und nicht erkennen, werden sie blass vor Neid. Der Prinz hat aber, damit sie nicht so schnell fortlaufen kann, die Schlosstreppe mit Pech bestrichen. Aschenputtel vergisst beim Tanzen die Zeit. Als sie den Glockenschlag hört, fällt ihr die Warnung der Tauben ein und sie erschrickt. Beim Hinausrennen bleibt einer ihrer Pantoffeln im Pech hängen. Der Prinz lässt bekanntgeben, dass er diejenige Jungfrau heirate, der der Schuh passe, doch allen ist der Schuh zu klein. Der Königssohn forscht auch im Haus des Vaters nach. Die beiden Stiefschwestern versuchen vergebens, den zierlichen Schuh über ihre Füße zu ziehen. Auf den Rat der Mutter hin schneidet sich die erste die Ferse und die zweite den großen Zeh ab. Auf dem Weg zum Tor wird der Betrug jedoch beide Male durch die Tauben aufgedeckt: „Rucke di guck, rucke di guck! Blut ist im Schuck: (Schuh) Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.“ Aschenputtel, der als Einzige der Schuh passt, wird schließlich als wahre Braut erkannt.

Veränderungen bei Grimm (1819) und Bechstein (1845)Bearbeiten

Ab der Fassung von 1819 pflanzt Aschenputtel das Haselnussreis, das es sich von seinem Vater gewünscht hat, auf dem Grab der Mutter. Auf dem Baum lässt sich dann ein Vöglein nieder, das Aschenputtel gibt, was es sich wünscht. Nun sind es nicht mehr nur zwei Tauben, die Aschenputtel beim Lesen der Linsen helfen, sondern eine ganze Schar. Als Aschenputtel zu dem Baum sagt „Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich! wirf Gold und Silber über mich!“, da wirft der Vogel ein goldenes und silbernes Kleid herunter. Der Königssohn begleitet Aschenputtel auf dem Heimweg, doch es entwischt ihm ins Taubenhaus, das der Prinz auf der Suche nach ihm mit einer Axt entzwei schlägt. Am nächsten Abend wiederholt sich der Vorgang, diesmal entwischt Aschenputtel auf einen Birnbaum im Garten, den der Vater mit einer Axt schlägt. Als die Stiefschwestern mit dem Prinzen davonreiten wollen, kommen sie am Haselbäumchen auf dem Grab vorbei, von wo die beiden Tauben auf das Blut im Schuh hinweisen. Im Vergleich zur Urfassung von 1812, die mit dem Erkennen der richtigen Braut endet, erweitern die Brüder Grimm in der Fassung von 1819 das Märchen um Aschenputtels Hochzeit mit dem Prinzen. Dabei erhalten die Stiefschwestern, die Aschenputtel zur Kirche begleiten, ihre gerechte Strafe, indem ihnen die zwei Tauben die Augen auspicken.

Über das Schicksal der bösen Stiefmutter wird in keiner Fassung des Märchens berichtet, auch nicht in der Sammlung von Ludwig Bechstein, wo das Märchen in verkürzter Form ohne gravierende Abweichungen zur Fassung der Brüder Grimm wiedergegeben wird.

Inhaltsangabe nach Perrault (1697)Bearbeiten

 
Illustration von Gustave Doré, 1897

Siehe Hauptartikel: Cendrillon

Cendrillon ist wie bei den Brüdern Grimm, die das Märchen aus mündlichen Erzählungen (Adaptionen von Perrault) übernommen und in ihre Sammlung aufgenommen hatten, das gedemütigte Mädchen aus erster Ehe eines Edelmannes. Das Motiv des Grabes und des Haselbäumchens fehlt bei Perrault. Stattdessen ist es eine gute Fee, eine Tante von Cendrillon, die dem schönen Mädchen hilft. Als die Stiefschwestern zum Ball wollen, darf Cendrillon, die die Dienste einer niederen Magd verrichten muss, sie nicht begleiten. In ihrer Not wendet sie sich an ihre Tante. Diese lässt Cendrillon zunächst einen Kürbis holen, den die Tante aushöhlt und mit ihrem Zauberstab in eine Kutsche verwandelt. Mäuse und Ratten und einige Eidechsen werden von ihr in Apfelschimmel, einen Kutscher und Lakaien verwandelt. Als die Fee Cendrillon mit ihrem Zauberstab berührt, hat diese prächtige Kleider an. Die Fee gibt ihr auch Glaspantöffelchen (Glasschuhe), in denen Cendrillon zum Ball erscheint. Die Interpretation als Glasschuhe geht aber möglicherweise auf ein Missverständnis zurück. „En vair“ im französischen verweist auf das Winterfell des Eichhörnchens während „de verre“ Glas bedeutet.[3]

Ein entscheidendes und bei Perrault deutlicher herausgearbeitetes Motiv ist, dass Cendrillon vor Mitternacht zurückkehren muss, weil sonst der Zauber vergeht.

Cendrillon gilt als Schönste auf dem Ball und wird auch von den Stiefschwestern nicht erkannt. Am zweiten Ballabend, an dem Cendrillon noch prächtiger herausgeputzt ist, verpasst sie beinahe die Mitternacht, eilt beim ersten Glockenschlag hinaus und verliert dabei einen ihrer Glasschuhe, der sich nicht zurückverwandelt. Nun lässt der Prinz im ganzen Land bekannt geben, dass er nur das Mädchen heiraten will, dem der Schuh passt. Er beauftragt einen Höfling, die Anprobe vorzunehmen. Die beiden Stiefschwestern scheitern bei dem Versuch, während der Schuh Cendrillon passt. Sie zieht nun den zweiten Schuh aus der Tasche. In diesem Moment kommt die Fee hinzu und verwandelt Cendrillons Küchenkittel in die prächtigsten Kleider.

Eine Bestrafung der Stiefschwestern erfolgt nicht, weil ihnen Cendrillon verzeiht. Am Tag von Cendrillons Hochzeit mit dem Prinzen werden auch die Stiefschwestern mit zwei vornehmen Herren vom Hof verheiratet.

Stil bei GrimmBearbeiten

 
Illustration von Otto Ubbelohde, 1909
 
Illustration von Otto Ubbelohde, 1909

Neben wörtlichen Reden ist der Text an entscheidenden Stellen mit Versen ausgeschmückt, die wiederholt werden. Als Aschenputtel Linsen lesen muss, ruft es beide Male:

„die guten ins Töpfchen,
die schlechten ins Kröpfchen.“

Und jeweils ehe es zum Fest geht:

„Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich
wirf Gold und Silber über mich.“

Die Tauben entlarven die falschen Schwestern mit den Worten:

„rucke di guck, rucke di guck,
Blut ist im Schuck (Schuh):
Der Schuck ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim.“

Beim dritten Mal heißt es dann: „… kein Blut im Schuck: / der Schuck ist nicht zu klein, / die rechte Braut, die führt er heim.“ Es wiederholt sich (ab der 2. Auflage) also das Vogelmotiv, aus einem werden zwei und dann viele Vögel, der Grabbaum wiederholt sich motivisch im Birnbaum.

Textgeschichte bei GrimmBearbeiten

 
Illustration von Otto Ubbelohde, 1909

Im Text der 1. Auflage von 1812 treten die Vögel erst auf, als sie Aschenputtel die Linsen lesen, den ersten Festabend sieht es dann nur vom Taubenschlag aus. Ab der 2. Auflage entsteht der Grabbaum (vgl. KHM 47, 130) aus des Vaters Mitbringsel (vgl. KHM 88), dem Haselreis, wo das weinende Kind nun dem Vogel begegnet. So kann es am Festabend um Hilfe bitten, und „alle Vögelein unter dem Himmel“ kommen dazu (diese Szene wurde oft bildlich dargestellt). Es lässt sich „Gold und Silber“ vom Baum werfen, so bringen drei Festtage lediglich die Steigerung mit noch schöneren Kleidern (vgl. KHM 65, 186). Taubenhaus und neu eingeführter Birnbaum sind nur Fluchtversteck vor dem Prinzen, dessen Vater argwöhnt, „sollte es Aschenputtel sein.“ Anstelle mitternächtlichen Verschwindens der Festkleider (wie bei Perrault) tritt nun die Pechfalle, worin Aschenputtel den Schuh verliert. Dass die Tauben die Schwestern mit Blindheit strafen, ist neu. Es entfiel Aschenputtels Klage: „wenn das meine Mutter wüßte!“ (vgl. KHM 89) und auch die Wendung, der Prinz wollte wissen „woher sie gekommen und wohin sie fahre“ (vgl. KHM 9).

Spätere Auflagen ändern nur einzelne Formulierungen. Die Schwestern schimpfen ab der 3. Auflage „Was soll das Geschöpf (statt „Was will der Unnütz“) in den Stuben“, ab der 6. Auflage „Soll die dumme Gans (vgl. KHM 15)[4] bei uns in der Stube sitzen!“, sie spotten: „Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist!“. Aus „hast nichts am Leib, und hast keine Kleider, und kannst nicht tanzen, und willst zur Hochzeit!“ wird zur 4. Auflage: „du willst zur Hochzeit, und hast keine Kleider, willst tanzen, und hast keine Schuhe!“ Der „Birnbaum voll herrlichem Obst“ wird zur 4. Auflage ein „Baum an dem die herrlichsten Birnen hiengen“, die Heldin klettert „behend wie ein Eichhörnchen“. Die Pechfalle auf der Treppe wird klar als List des Prinzen benannt, die Schwestern leiden mit verletztem Fuß Schmerzen. Des Mannes „kleines, garstiges Aschenputtel“, ab der 4. Auflage „kleines verbuttetes Aschenputtel“, drückt den Fuß etwas in den Schuh, „so stand es darin, als wär er ihm angegossen“, ab der 6. Auflage setzt es sich auf einen Schemel und steckt den Fuß einfach in den Schuh.

BechsteinBearbeiten

 
Aschenbrödel, Ölbild von Karl Heinrich Hoff
 
Bild von Louis Adolphe Tessier, 1909

Ludwig Bechsteins Aschenbrödel erschien 1845 in Deutsches Märchenbuch erst an Stelle 70, später an Stelle 62. Es entspricht inhaltlich weitgehend der damals aktuellen 4. oder 5. Auflage von Grimms Märchen, die er als Quelle auch nennt, ist aber kürzer und im Wortlaut neu, mit weniger wörtlichen Reden.[5] Das Linsenlesen findet im Garten beim Haselbaum statt, die Heldin bekommt zweimal zwei Stunden Zeit, statt wie bei Grimm zuletzt nur eine halbe Stunde. Der Vogel ruft:

„Mein liebes Kind, o sage mir,
Was du wünschest, schenk ich dir!“

Aschenbrödel antwortet:

„O liebes Bäumchen, rüttle dich!
O liebes Bäumchen, schüttle dich!
Wirf schöne Kleider über mich!“

Taubenhaus, Birnbaum und Pechfalle fehlen, den Schuh verliert es „von ungefähr“, und der Prinz reitet damit von Haus zu Haus. Bei der Probe scheinen die Füße der Schwestern größer zu werden, ohne Abschneiden von Zeh und Ferse.

Ähnlich ist auch Bechsteins Aschenpüster mit der Wünschelgerte, es steht in Neues deutsches Märchenbuch an erster Stelle. In Das Nußzweiglein stößt der Zweig dem Vater an den Hut. Die Feste ähneln Die Rosenkönigin, das Baumgedicht Der Garten im Brunnen, diese Märchen fehlen in späteren Auflagen.

HerkunftBearbeiten

 
Illustration von Sarah Noble Ives, ca. 1912
 
Illustration, 1916
 
Illustration von Elenore Abbott, 1920

Schon Grimms Kommentar Zum Aschenputtel in der 1. Auflage von 1812 beginnt mit den Worten: „gehört unter die bekanntesten und wird aller Enden erzählt“ und nennt verschiedene nieder- und oberdeutsche, dänische, polnische und slawische Namen Aschenputtels, ein Bühnenstück Aescherling und andere Fassungen: Perraults Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre, Aulnoys Finette Cendron, Basiles La gatta cenerentola, KHM 65 Allerleirauh.[6] Grimms Märchen selbst verwenden Aschenputtel als stehenden Begriff, wenn in der Einleitung zu Frau Holle die gute Tochter „der Aschenputtel im Haus“ ist,[7] oder De wilde Mann im Kommentar als männliches Aschenputtel bezeichnet wird.[8]

Grimms Anmerkung von 1856 notiert zur Herkunft „Nach drei Erzählungen aus Hessen.“ Eine davon „aus Zwehrn“ (wohl von Dorothea Viehmann) endet so, dass der König Schlüssel zur verbotenen Kammer da lässt (wie Blaubart), darin findet sie einen Blutbrunnen, in den die böse Schwester sie wirft, um sie zu ersetzen, wie in Brüderchen und Schwesterchen. Der Schluss einer vierten Erzählung „aus dem Meklenburgischen“ erinnere an Genoveva von Brabant: Stiefmutter und -schwester vertauschen der Königin neugeborene Söhne mit Hunden und lassen sie vom Gärtner töten, der sie aber in eine Waldhöhle bringt, wo sie mit einer Hirschkuh aufwachsen, schließlich wird der König auf die wilden goldhaarigen Buben aufmerksam. In einer fünften „aus dem Paderbörnischen“ will die Gräfin ein Kind so rot und weiß wie Rose und Schnee (wie Schneewittchen), die Amme stürzt sie aus dem Fenster, das Kind weint aufs Grab und erhält den Schlüssel zu einem Baum (wie Marienkind). Darin sind Kleider, Seife und Gebetbuch, der Graf hält es fest, indem er die Kirchenschwelle mit Pech bestreicht. In einer sechsten in Büschings „Wöchentl. Nachrichten 1, 139“ bellt ein Hund bei der falschen Braut „wu, wu, wu! / Schuh voll Blut!“, bei der rechten „wu, wu, wu! / Schuh paßt gut!“ In „Hagens Erzählungen und Märchen 2, 339“ bellt er „hau, hau, hau, hau, hau, / mein Herr hat nicht die rechte Frau“. Sie nennen noch Colshorn Nr. 44, Meier Nr. 4. Die Brüder Grimms stellen fest, das Märchen gehöre „zu den bekanntesten und wird aller Enden erzählt“, auch als „Askenpüster“, „Askenböel“, „Askenbüel“, „Aschenpöselken von pöseln, mühsam (die Erbsen aus der Asche) suchen“, „Aschpuck“, „Aschenpuddel“, „Aschenbrödel“, „Äscherling“, „Aschengrittel“, „Aschengruttel“, „Äschengrusel“, „dänisch und schwedisch Askefis, vom blasen in die Asche (at fise i Asken). Jamieson v. Assiepet, Ashypet, Ashiepattle, a neglected child, employed in the lowest kitchenwork. Polnisch Kopciuszek von Kopec, Ruß, Rauch.“ „Aschenprödel“ sei auch ein von stolzen Brüdern verachteter Knabe, ähnlich Der Eisenhans, „Aschentagger“ bei Zingerle „S. 395“, sie sammeln Beispiele. Odysseus setzt sich bei Alkinoos in die Asche. Dass Tauben rein lesen, sei oft erwähnt, so bei Meister Sîgeher („MS. 2, 221b“), „dem milten bin ich senfte bî / mit linden sprüchen süezen, / schône alz ez ein turteltûbe habe erlesen.“ Bei Geiler von Keisersberg in „Brosamen Bl. 88b“ lese die Taube die reinsten Körnchen auf, daher sage man zu sauberem Korn, „es ist eben als hetten es die tauben zsamen getragen“. In Paulis Schimpf und Ernst (1535) „Cap. 315 Blatt 60a“ kniet eine Frau ganz hinten in der Kirche, eine Taube liest ihre Tränen auf. Zur Erkennung am verlorenen Schuh nennen sie Rhodope („Aelian Var. Lib. 13“). Kudrun werde im Unglück Aschenbrödel. Sie nennen noch Basiles Cennerentola, Perraults Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre, Aulnoys Finette Cendron, norwegisch bei Asbjörnsen „S. 110“, ungarisch bei Stier „S. 34 folg.“, serbisch bei Wuk Nr. 32, KHM 65 Allerleirauh, KHM 130 Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein.[9]

Eine Wilhelm Grimm in Marburg zugekommene Niederschrift Aschenputtels war Teil der handschriftlichen Urfassung von 1810, ging in diesem Fall aber verloren.[10] Der Text der 1. Auflage kam teils von der sogenannten „Marburger Märchenfrau“, aus Perraults Cendrillon und Laskopal und Miliwka in Sagen der böhmischen Vorzeit (anonym, 1808), die 2. Auflage auch von Dorothea Viehmann.[11]

Laut Hans-Jörg Uther ist die Herkunft nicht eindeutig zu klären. Er nennt zum Vergleich Perraults Cendrillon, aber auch d’Aulnoys Finette Cendron und La Belle aux chevaux d’or, ferner Laskopal und Miliwka in Sagen der böhmischen Vorzeit (anonym, 1808). Er stellt fest, dass es bis ins 19. Jahrhundert hinein deutsche Fassungen von Aulnoys Märchen gab, nennt aber auch Publikationen, die um 1810 die Verbreitung in Zittau oder im Harz betonen. Eine Leitfassung hatte sich anscheinend noch nicht herausgebildet. Die Brüder Grimm wählten die niederdeutsche Namensform Aschenputtel wohl in Abgrenzung zu früheren Fassungen aus dem Französischen. Eine der ersten Perrault-Übersetzungen hieß um 1760 Aschen-Brodel, und d’Aulnoys Finette Cendron in Die Blaue Bibliothek aller Nationen (Bd. 4, 1790) Aschenbrödel.[12]

Rainer Wehse erklärt den Namen der Heldin mit griechisch „achylia“ (Asche) und „pouttos“ oder „poutti“ (weibliches Genitale), „Achylopouttoura“ sei in griechischen Varianten eine Frau, die am Herd hockt, eigentlich eine Katze, die von Asche unten schmutzig ist. Namen mit „Asche“ hat sie nur in Europa. Das Körnerlesen soll die Heldin daheim festhalten, kann also durch andere unlösbare Aufgaben ersetzt sein. Die Fliehende wirft Geld, Juwelen oder Asche hinter sich (vgl. Atalante) oder macht mit Zauberformeln Nebel. Jünger ist das Motiv der Pechfalle, in der sie den Schuh verliert. Dass ein schöner Fuß klein ist, passt zu orientalischem Ursprung. Die oft in Versform sprechenden Tierzeugen verraten in der älteren Form der Heldin Versteck, in der jüngeren die kaputten Füße der Schwestern. Der Baum ist in Großbritannien und Skandinavien ein Stein, Hügel oder Haus. Das Grab mit Baum scheint Überrest einer toten Mutter als Helfer oder der Kuh als Helfer, in deren Bauch ein Kleinod ist oder auf deren Grab der kleiderspendende Baum steht. Diese Formen sind älter, weiter verbreitet und bilden als AaTh 511 oft den Anfang des Märchens (wie in Grimms Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein). Der Verbund aus AaTh 511 und AaTh 510 A kommt von Irland bis Japan vor, die reduzierte Form AaTh 510 A in Nord-, Mittel- und Osteuropa, weniger in Südeuropa, wo AaTh 510 B (wie Grimms Allerleirauh) häufiger ist.[13]

InterpretationenBearbeiten

 
Illustration von Anne Anderson

Aschenputtel bleibt eines der beliebtesten Märchen. Für Ernst Tegethoff war es „Glückstraum sozial Entrechteter“, für Max Lüthi auch Antizipation künftiger Möglichkeiten, Entwurf einer Entwicklung, laut Rainer Wehse vielleicht, weil es Zaubermärchen und lebensnahe Schicksalsschilderung ist.[14]

Hedwig von Beit erklärt das Überhandnehmen von Stiefmutter und -schwestern als Schattenaspekte der Heldin, die das positive Mutterbild abspalten und den wahren Persönlichkeitskern verdrängen. Aschenputtel holt sich Kraft aus der ins Totenreich verdrängten weiblichen Intimsphäre. Der Haselreis als Keim zur Selbstwerdung erwächst aus schmerzlicher Zuwendung zum Unbewussten und trägt den Vogel als Symbol der Inspiration. Die Linsen sind Fruchtbarkeitssymbol, Asche in der Alchemie die oft verachtete Ausgangsmaterie. Aschenputtels Aschelesen ist ein geduldiges Scheiden im Chaos des Unbewussten, dem es die Keime künftigen Schicksals zu entnehmen gilt. Der Prinz herrscht als Animusgestalt im Unbewussten, wo eben die weltlich-kollektive Einstellung der Stiefschwestern versagt. Ihre schönen Kleider bedeuten das Profane, der Heldin dagegen ist die richtige Einstellung zum Animus aus dem Unbewussten instinktiv gegeben. Ihr Tanz bedeutet eine Harmonie mit dem Unendlichen, doch ist dieses Erleben anfangs noch vor einem erneut überhandnehmenden Tagesbewusstsein zu verbergen. Hedwig von Beit vergleicht Móirín in Irische Märchen, Nr. 20 (Die Märchen der Weltliteratur), Die Schöne Wassilissa in Alfred Loepfes Russische Märchen, Das Makassarische Aschenbrödel in Malaiische Märchen, Nr. 42, Das Märchen vom Mrile in Afrikanische Märchen, Nr. 9.[15]

Für Friedel Lenz hat der Mensch als Kaufmann die Quelle seines geistigen Reichtums vergessen, deshalb soll ihm das Reis an den Hut stoßen, grade ein Haselbusch als Lebensbaum zieht kosmische Kräfte an. Der Heldin wird von den scheinheiligen Töchtern der Sinneswelt ein grauer Kittel und Holzschuhe aufgezwungen: Die Aura wird grau, das Leben verholzt, nur am Ofen, also im Herzen kann sie noch leben. Der heilige Geist muss vom Taubenhaus und Birnbaum (Geist und Gefühl) wirken, in geduldiger Selbsterziehung weichen die falschen Schwestern von uns, die in bloßer Sinnlichkeit auf zu großem Fuß leben.[16] Wilhelm Salber sieht Übererregbarkeit mit Benachteiligungsgefühl und Häßlichkeits-Ideen, dabei der insgeheimen Hoffnung, das Leben werde alles verrechnen und irgendwann eigentlich beginnen. Die Aufteilung der Polaritäten von Über-Friedlichkeit und Feindschaft auf Kontrahenten soll die Unruhe ordnen, die doch immer wieder Neubeginn entfacht.[17] Der Homöopath Martin Bomhardt vergleicht das Märchen mit den Arzneimitteln Carcinosinum, Formica rufa, Natrium muriaticum.[18] Eugen Drewermann versteht Aschenputtel als missverstandenes, einsames Waisenkind.[19]

Der Psychotherapeut Jobst Finke sieht die Tauben (bei Perrault die Fee) als Alter Ego oder hilfreichen Begleiter der Heldin und Sinnbild ihrer tiefen Bindung zur Mutter. Das Märchen eigne sich bei kindlichen Gewalt- und Missbrauchserfahrungen in zerrüttetem Elternhaus, um schützende Identifikationsfiguren zu verinnerlichen und wieder Nähe zuzulassen.[20]

RezeptionenBearbeiten

In Johann Geiler von Kaysersbergs Predigt tut Eschengrüdel im Kloster niederste Dienste und wird dann geehrt. August von Platen-Hallermünde schrieb die Komödie Der gläserne Pantoffel (1824), Christian Dietrich Grabbe die Satire Aschenbrödel (1829), Ernst Moritz Arndt ein Kunstmärchen.[21] Drei Haselnüsse für Aschenbrödel ist ein Märchen von Božena Němcová und entstand zwischen 1842 und 1845. Von Nathalie Azoulai ist Aschenbrödel oder der kleine Seidenhandschuh: Leurs Contes de Perrault in Den gegenwärtigen Zustand der Dinge festhalten. Zeitgenössische Literatur aus Frankreich. (die horen, 62, 267, Herbst 2017; dichterische Variante, ironisierend, in Deutsch).[22]

ParodienBearbeiten

Erich Kästners Gedicht Aschenbrödel, neu renoviert[23] wie auch Uta Claus' vulgärdeutsche Nacherzählung[24] verlegen die Handlung in die Gegenwart. So auch Werner Münchow in Cinderellas Asche,[25] wobei die Heldin sich von ihrer passiven Rolle emanzipiert. Fabius von Gugel schrieb eine Parodie.[26] Gedichte von Michail Krausnick, Karl Krolow oder Rolf Krenzer spielen mit dem Opfermotiv.[27] Im Manga Ludwig Revolution kommt Aschenputtel auch vor. Marissa Meyers Luna-Chroniken erzählen es neben weiteren Märchen als Sci-Fi-Romanze neu.

Ursprung und Fortentwicklung des MärchensBearbeiten

Nach den Recherchen des Grimm-Forschers Holger Ehrhardt war die Erzählerin, durch welche die Grimm-Brüder ihre Version sowohl des Aschenputtels als auch das Märchen Der goldene Vogel erfuhren, die in Marburg in einem Siechenhaus 1814 verarmte und kinderlos gestorbene Elisabeth Schellenberg.[28]

Wie auch andere Märchen hat jedoch auch Aschenputtel als Archetypus eine lange Geschichte hinter sich. So finden sich die ersten Spuren bei den Griechen und Römern (Rhodopis),[29] im Kaiserreich China des 9. Jahrhunderts (Youyang zazu); in Persien vor allem Ende des 12. Jahrhunderts in den von Nezāmi verfassten Sieben Schönheiten, auch genannt Die sieben Prinzessinnen, finden sich Vorformulierungen des Aschenbrödel-Motivs. Auch bei den nordamerikanischen Ureinwohnern gibt es dieses Märchenmotiv. Nach Ulf Diederichs gibt es nicht weniger als 400 zirkulierende Varianten.

Die Wirkung und Weitererzählung des Märchenmotivs von Aschenbrödel ist literarisch vielschichtig. Insbesondere in der Literatur der deutschen, englischen, russischen und französischen Romantik und in der Literatur des international Stilgeschichte bestimmenden Symbolismus finden sich zu Aschenputtel – wie zu vielen Märchenmotiven – interessante Kombinationen und Anklänge. Insbesondere sind hier Puschkin, Novalis, Tieck, Brentano, Eichendorff, E. T. A. Hoffmann, Hans Christian Andersen, Tennyson, Wilde, Mallarmé, Maeterlinck und Hofmannsthal zu nennen. Explizit wird das Thema von Aschenbrödel z. B. bei Christian Dietrich Grabbe in dem von ihm 1835 veröffentlichten Aschenbrödel, weiter bei Robert Walser in seinem 1901 in Die Insel veröffentlichten Dramolett Aschenbrödel verwendet. Der russische Dichter Jewgeni Lwowitsch Schwarz schrieb in den 1930er Jahren ein Märchenstück mit dem Titel Aschenbrödel.

Die zentralen Bilder des Märchens sind die Tauben, die Schuhe und in den vielen Varianten auch die Haselnüsse oder der Haselnussbaum. Die Brüder Grimm merkten bereits 1812 an, dass die Tauben als reine Tiere galten, die daher auch „rein lesen“, und dass sich dieses sprachliche Bild bereits im alten Deutsch finde.[30] Tauben sind außerdem seit der griechischen Antike die traditionellen Begleiterinnen Aphrodites. Das Bild der Nuss bzw. der geknackten Nuss gilt als Metapher vollendeter Erkenntnis – diese Bedeutung wird auch in der holländischen Stilllebenmalerei mit diesem Erkenntnissinn verbunden.

Reduziert und banalisiert man das Grundmotiv des Märchens auf eine im Leben unglücklich gestellte Heldin, die auf die Liebe eines Prinzen hofft, in Kombination mit einer Moral, dass das Gute immer belohnt wird, so gibt es auch Weiterführungen von Aschenbrödel in der Trivialliteratur, wie etwa bei Marlitt und Hedwig Courths-Mahler.

RedewendungenBearbeiten

 
Aschenputtels Schuh an der Burgruine in Polle
  • Ein im Volksmund häufig zitierter Satz aus dem Märchen ist: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.
  • Als Aschenputtel wird umgangssprachlich auch ein unauffälliges, farbloses junges Mädchen bezeichnet, siehe Mauerblümchen.

Siehe auchBearbeiten

Kulturgeschichtliche ÜberformungenBearbeiten

Die Geschichte des Aschenputtels hat zahlreiche Dramen, Opern sowie eine Reihe von Werken der Bildenden Kunst und Filme inspiriert, unter anderem:

KunstBearbeiten

 
Lithografie von Anton Seder

OperBearbeiten

TheaterBearbeiten

BallettBearbeiten

MusicalBearbeiten

MusikBearbeiten

Film- und FernsehadaptionenBearbeiten

Siehe auch Cinderella – Wahre Liebe siegt (2007), Rags (2012), Into the Woods (2014).

Textausgaben verschiedener FassungenBearbeiten

  • Alfred Auerbach: Aschenbrödel. Ein Märchen in neuzeitlicher Form in 4 Bildern. Arbeiter-Theaterverlag, Leipzig, 1931.
  • Margrit Glaser (Bearb.): Aschenputtel. Ein Märchenspiel nach Gebrüder Grimm für die Bühne bearbeitet von Margrit Glaser. Inszenierung Hilde Hellberg/Stadt-Theater Worms, Spielzeit: 1946/47.
  • Ludwig Bechstein: Deutsches Märchenbuch – Sämtliche Märchen. Hrsg. von Walter Scherf. Vollständige Ausgabe nach der Ausgabe letzter Hand unter Berücksichtigung des Erstdrucks, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Walter Scharf. Mit 187 Illustrationen von [Ludwig Richter]. Darmstadt, 1966.
  • Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen herausgegeben von Heinz Rölleke. Band 3: Originalanmerkungen, Herkunftsnachweise, Nachwort. S. 46–51, S. 451–452. Durchgesehene und bibliographisch ergänzte Ausgabe, Stuttgart 1994. (Reclam-Verlag; ISBN 3-15-003193-1)
  • Ulf Diederichs: Who’s who im Märchen. Dtv 2002, ISBN 3-423-32537-2.
  • Marian Roalfe Cox: Cinderella: 345 Variants of Cinderella, Catskin and Cap o’Rushes. Kraus Reprint 1967. (Referenzwerk, ohne die Varianten aus dem asiatischen Sprachraum)
  • Das Kabinett der Feen. Französische Märchen des 17. und 18. Jahrhunderts. Hrsg. Friedemar Apel und Norbert Müller, München 1984.
  • Božena Němcová: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Eulenspiegel-Verlag, Berlin 2002.

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Jörg Uther: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-019441-8, S. 50–55.
  • Rainer Wehse: Cinderella. In: Enzyklopädie des Märchens. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1981, S. 39–57.
  • Hermann Bausinger: „Aschenputtel. Zum Problem der Märchensymbolik.“ In: Märchenforschung und Tiefenpsychologie. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1969, S. 284–298 (Volltext).
  • Bruno Bettelheim: Kinder brauchen Märchen. Stuttgart 1977, S. 225ff.
  • Marianne Butterwegge: Ich und Du: märchenhafte Beziehungen im Wandel der Zeit; eine Märchendeutung und ein Märchen. Internationales Kulturwerk, Hildesheim 2002.
  • Micael M. Clarke: Brontë’s Jane Eyre and the Grimm’s Cinderel. Houston, Texas, 2000.
  • Annie Delatte: Il était une fois … six versions de Cendrillon. Paris 1997.
  • Eugen Drewermann: Aschenputtel. Solothurn [u. a.] 1993.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Französisch cendre bedeutet „Asche“, pantoufle in diesem Zusammenhang „Schuh“, nicht „Pantoffel“ oder „Hausschuh“.
  2. Die Brüder Grimm weisen darauf hin, dass ähnliche Begriffe im Deutschen bereits im 18. Jahrhundert nachzuweisen sind, etwa „Aschepuddel“ als „ein geringfügiges unreines Mädchen“ in Johann Georg Estor: „Versuch eines Oberhessischen Wörterbuchs“. In: Ders.: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt a. M. 1767, S. 1403–1424, hier S. 1403. Online im Dt. Textarchiv
  3. Siehe zur Kontroverse den französischen Wikipediaartikel „Controverse sur la composition des pantoufles de Cendrillon“.
  4. Lothar Bluhm und Heinz Rölleke: „Redensarten des Volks, auf die ich immer horche“. Märchen - Sprichwort - Redensart. Zur volkspoetischen Ausgestaltung der Kinder- und Hausmärchen durch die Brüder Grimm. Neue Ausgabe. S. Hirzel Verlag, Stuttgart/Leipzig 1997, ISBN 3-7776-0733-9, S. 62.
  5. Hans-Jörg Uther (Hrsg.): Ludwig Bechstein. Märchenbuch. Nach der Ausgabe von 1857, textkritisch revidiert und durch Register erschlossen. Diederichs, München 1997, ISBN 3-424-01372-2, S. 292–295, 391.
  6. https://de.wikisource.org/wiki/Aschenputtel_(1812) Wikisource: Aschenputtel (1812), Anhang
  7. https://de.wikisource.org/wiki/Frau_Holle_(1812) Wikisource: Frau Holle (1857)
  8. https://de.wikisource.org/wiki/De_wilde_Mann_(1815) Wikisource: De wilde Mann (1815), Anhang
  9. https://de.wikisource.org/wiki/Kinder-_und_Haus-M%C3%A4rchen_Band_3_(1856)/Anmerkungen#21 Wikisource: Grimms Anmerkung zu Aschenputtel
  10. Heinz Rölleke (Hrsg.): Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812. Herausgegeben und erläutert von Heinz Rölleke. Cologny-Geneve 1975 (Fondation Martin Bodmer, Printed in Switzerland), S. 298.
  11. Heinz Rölleke (Hrsg.): Die älteste Märchensammlung der Brüder Grimm. Synopse der handschriftlichen Urfassung von 1810 und der Erstdrucke von 1812. Herausgegeben und erläutert von Heinz Rölleke. Cologny-Geneve 1975 (Fondation Martin Bodmer, Printed in Switzerland), S. 387–388.
  12. Hans-Jörg Uther: Handbuch zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. de Gruyter, Berlin 2008, ISBN 978-3-11-019441-8, S. 50–55.
  13. Rainer Wehse: Cinderella. In: Enzyklopädie des Märchens. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1981, S. 39–57.
  14. Rainer Wehse: Cinderella. In: Enzyklopädie des Märchens. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1981, S. 39–57.
  15. Hedwig von Beit: Symbolik des Märchens. Versuch einer Deutung. 4. Auflage. Francke, Bern und München 1971, S. 722–733.
  16. Friedel Lenz: Bildsprache der Märchen. 8. Auflage. Verlag Freies Geistesleben und Urachhaus, Stuttgart 1997, ISBN 3-87838-148-4, S. 146–159
  17. Wilhelm Salber: Märchenanalyse (= Armin Schulte (Hrsg.): Werkausgabe Wilhelm Salber, psychologische Morphologie. Band 12). 2. Auflage. Bouvier, Bonn 1999, ISBN 3-416-02899-6, S. 8, 20, 56-59, 103.
  18. Martin Bomhardt: Symbolische Materia medica. 3. Auflage. Verlag Homöopathie + Symbol, Berlin 1999, ISBN 3-9804662-3-X, S. 396, 564, 955.
  19. Eugen Drewermann: Die erschöpfte Seele – von Chancen und Schicksal der Depression. Seminar 07. - 08. März 2008, Nürnberg, Auditorium, CD 1/4 (ab 16. Min.).
  20. Jobst Finke: Träume, Märchen, Imaginationen. Personzentrierte Psychotherapie und Beratung mit Bildern und Symbolen. Reinhardt, München 2013, ISBN 978-3-497-02371-4, S. 156, 157, 186–188, 202, 208, 216.
  21. Rainer Wehse: Cinderella. In: Enzyklopädie des Märchens. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1981, S. 39–57.
  22. Der Text stammt aus einer französischen Anthologie mit 11 Autoren, welche die Contes für heute neu erzählen. ISBN 2714469043
  23. Erich Kästner: Aschenbrödel, neu renoviert . In: Johannes Barth (Hrsg.): Texte und Materialien für den Unterricht. Grimms Märchen – modern. Prosa, Gedichte, Karikaturen. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-015065-8, S. 103–106 (1930; zuerst erschienen in: Otto Zarek (Hrsg.): Deutsches Künstlertheater. Programm.).
  24. Uta Claus: Aschenputtel. In: Johannes Barth (Hrsg.): Texte und Materialien für den Unterricht. Grimms Märchen – modern. Prosa, Gedichte, Karikaturen. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-015065-8, S. 111–113 (1984; zuerst erschienen in: Uta Claus, Rolf Kutschera: Total tote Hose. 12 bockstarke Märchen. Eichborn, Frankfurt a. M. 1985, S. 19–24.).
  25. Werner Münchow: Cinderellas Asche. In: Charlotte Erpenbeck (Hrsg.): Grimms Märchen Update 1.1 Froschkönig ungeküsst. Machandel Verlag 2012, ISBN 978-3-939727-18-7, S. 75–81.
  26. Fabius von Gugel: Aschen-Brödel. In: Wolfgang Mieder (Hrsg.): Grimmige Märchen. Prosatexte von Ilse Aichinger bis Martin Walser. Fischer Verlag, Frankfurt (Main) 1986, ISBN 3-88323-608-X, S. 127–128 (zuerst erschienen in: Jochen Jung (Hrsg.): Märchen, Sagen, Abenteuer. Neu erzählt von Autoren unserer Zeit. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976, S. 91–92)
  27. Johannes Barth (Hrsg.): Texte und Materialien für den Unterricht. Grimms Märchen – modern. Prosa, Gedichte, Karikaturen. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-015065-8, S. 110, 111, 113-114.
  28. Universität Kassel: Kasseler Grimm-Forscher lüftet das Geheimnis der „Aschenputtel“-Erzählerin. In: www.uni-kassel.de. Abgerufen am 21. November 2016.
  29. Strabon, Geographie, Buch 17, 33 (engl.); Älian, Varia historia, Buch 13, 33 (engl.)
  30. Aschenputtel (1812) – Wikisource. In: de.wikisource.org. Abgerufen am 21. November 2016.
  31. Fotografie von MacDonalds Cinderella (Memento des Originals vom 31. Mai 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.huntsearch.gla.ac.uk
  32. Aschenputtelillustrationen von A. Münzer in Grimms Märchen illustriert im Jugendstil, hrsg. im Arena Verlag Edition Popp, Würzburg 1982 im Nachdruck des Aschenputtel-Kunstbuchs aus dem Verlag Josef Scholz von 1904; ISBN 3-88155-102-6
  33. Cinderella von Ernst Fuchs@1@2Vorlage:Toter Link/www.swo.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  34. Grimms Manga. Sonderband. Tokyopop, Hamburg 2012, ISBN 978-3-8420-0638-6.
  35. Peter Hamann u. a.: Ermanno Wolf-Ferrari. Schneider, Tutzing 1986 ISBN 3-7952-0481-X
  36. http://www.pauline-viardot.de/9Werk.php?werk=55 und en:Cendrillon (Viardot)