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Altheim (Oberösterreich)

Gemeinde in Oberösterreich, Österreich
Stadtgemeinde
Altheim
Wappen Österreichkarte
Wappen von Altheim
Altheim (Oberösterreich) (Österreich)
Altheim (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Hauptort: Altheim
Fläche: 22,66 km²
Koordinaten: 48° 15′ N, 13° 14′ OKoordinaten: 48° 15′ 0″ N, 13° 14′ 0″ O
Höhe: 363 m ü. A.
Einwohner: 4.933 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 218 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4950
Vorwahl: 07723
Gemeindekennziffer: 4 04 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Braunauer Straße 7
4950 Altheim
Website: www.altheim.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Weinberger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(31 Mitglieder)
12
12
7
12 12 
Insgesamt 31 Sitze
Lage von Altheim im Bezirk Braunau am Inn
AltheimAspachAuerbachBraunau am InnBurgkirchenEggelsbergFeldkirchen bei MattighofenFrankingGeretsbergGilgenberg am WeilhartHaigermoosHandenbergHelpfau-UttendorfHochburg-AchHöhnhartJegingKirchberg bei MattighofenLengauLochen am SeeMaria SchmollnMattighofenMauerkirchenMiningMoosbachMoosdorfMunderfingNeukirchen an der EnknachOstermiethingPaltingPerwang am GrabenseePfaffstättPischelsdorf am EngelbachPolling im InnkreisRoßbachSt. Georgen am FillmannsbachSt. Johann am WaldeSt. Pantaleon (Oberösterreich)St. Peter am HartSt. RadegundSt. Veit im InnkreisSchalchenSchwand im InnkreisTarsdorfTreubachÜberackernWeng im InnkreisOberösterreichLage der Gemeinde Altheim (Oberösterreich) im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Altheim ist eine Stadtgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau am Inn im Innviertel mit 4933 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019).[1]

GeografieBearbeiten

Altheim liegt auf etwa 360 m ü. A. Höhe im Inntal am Rand des Innviertler Hügellands, in der Talung der Mühlheimer Ache (Ach).

Die Ausdehnung des Gemeindegebiets beträgt von Norden nach Süden 6,9 km, von Westen nach Osten 5,9 km; die Gesamtfläche beträgt 22,6 km². Dabei erstreckt sich das Gemeindegebiet von der Altbach-Mündung und dem Burgstall 5½ km Richtung Südosten entlang der Ache bis kurz vor Polling und noch ein Stück den St. Veiter Bach hinauf, nordwärts bis an die Innviertelbahn, nordöstlich an den Geinberger Wald, und südwestlich den Altbach hinauf bis tief in den Gaugshamer Wald.

11,1 % der Fläche sind bewaldet, 74,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.[2]

Hauptort der Gemeinde: Stadt AltheimBearbeiten

Altheim (Stadt)
Ortschaft (Hauptort der Gemeinde)
Katastralgemeinde Altheim
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Braunau am Innf8, Oberösterreich
Pol. Gemeinde Altheim
Koordinaten 48° 14′ 59″ N, 13° 13′ 59″ O
Höhe 367 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 4298 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 1300 (2001)
Fläche d. KG 44,38 ha
Postleitzahl 4950 Altheim
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 07112
Katastralgemeinde-Nummer 40201
Zählsprengel/ -bezirk Altheim-Zentrum, Altheim-Peripherie-N, Altheim-Umgebung, Altheim-Peripherie-S (40401 X [000,001,002,003])
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
4298

BW

Gemeindehauptort ist die Stadt Altheim. Sie liegt inmitten des Gemeindegebiets an der Mühlheimer Ache.

Der Kern der Stadt ist die Katastralgemeinde Altheim, die ursprüngliche Gemeinde Altheim bis 1938. Sie hat 44,38 Hektar. Sie erstreckt sich rechts und links der Ache und ein Stück flussabwärts über gut einen Kilometer. Die beiden anderen Katastralgemeinden, Stern und Weirading umfassen Altheim vollständig.

GemeindegliederungBearbeiten

Katastralgemeinden sind Altheim, Stern und Weirading.
Die 15 Ortschaften sind:

Altheim (Hauptort)
Diepolding
Englwertsham
Gallenberg
Gaugsham
Kling
Lehen
Lüfteneck
Mauernberg
Schwaig
Stern
Wagham
Weidenthal
Weirading
Wolfegg

Eingemeindungen:

  • 1939 vereinigten sich die Gemeinden Altheim und Sankt Laurenz zur Gemeinde Altheim.

NachbargemeindenBearbeiten

Mühlheim am Inn (Bez. Ried i.I.)
Geinberg (Bez. Ried i.I.)

 



Roßbach

Zur Ortschaft Altheim gehören noch die heute weitgehend eingewachsenen Orte, das sind das Dorf Sankt Laurenz, die Siedlung Muckenau und Oberach links der Ache, sowie Sankt Ulrich rechts, und Danglfing, einige abgelegenere Häuser, die sich nordwestlich gegen die Gemeindegrenze bei Stötting (Haltestelle Mühlheim der Innviertelbahn) erstrecken. Zusammen hat die Ortschaft 1300 Gebäude mit etwa 4200 Einwohnern. Diese Ortslagen werden als Altheim-Peripherie erfasst, einige Randlagen (60 Gebäude, 200 Einwohner) werden bei Altheim-Umgebung mitgezählt, sodass man die eigentliche Stadt mit rund 4000 Einwohnern angeben kann, das sind gut 45 der Gemeindebevölkerung.

Nachbarortslagen, -orte, -ortschaften und -katastralgemeindenBearbeiten

Stötting (O, Gem. Mühlheim a.I.)
Niederach (O, Gem. Mühlheim a.I.)
Gallenberg (O)
Weidenthal (O)
Sankt Ulrich
Burgstall (O, Gem. Weng i.I.)

Pirath (Gem. Altheim u. O, Gem. Weng i.I.)

 
Weirading
(O u. KG)

Mauernberg (O)
Muckenau

Diepolding (O)
Sankt Laurenz

Lehen (O)

Stern (KG)
Oberach
Kling (O)

Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


GeschichteBearbeiten

 
Panoramabild zum Markt Altheim nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721

Etwa 500 Jahre lang besiedelten die Römer die Provinz Noricum. Das Innviertel und besonders die Gegend um Altheim mit seinen flachen Urlandschaften, galten damals schon wegen seiner ausgeprägten Landwirtschaft, als die Kornkammer des Römischen Reiches in dieser Provinz. Von hier aus wurden die Lebensmittel für die Legionen produziert, die entlang des Limes stationiert waren.

Im Jahre 903 wird der Ort zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Jahrhundertelang gehörte Altheim, wie das ganze Innviertel, zu Bayern. Am 6. Juli 1581 wurde Altheim durch Herzog Wilhelm V. von Bayern zum Markt erhoben.

Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) wurde die Gegend kurzzeitig durch die Habsburger besetzt, doch während des Bauern- und Volksaufstandes 1705/1706 (Sendlinger Mordweihnacht) wurde es erneut wieder bairisch. Erst nach dem Bayerischen Erbfolgekrieg kam das Gebiet des heutigen Innviertel, damals Innbaiern genannt und damit auch Altheim durch den Frieden von Teschen 1779 zu Österreich.

Nach Schaffung der Ortsgemeinden 1848/49 wurden die Steuergemeinden Stern und Weirading zur Gemeinde Sankt Laurenz zusammengeschlossen (per 1. Januar 1851). 1938, als nach dem Anschluss allerorten in Österreich Großgemeinden gebildet wurden, vereinigten sich die Gemeinden Altheim und St. Laurenz zu einer Gemeinde (per 1. Januar 1939). Die Gemeinde wurde 2003 zur Stadt erhoben.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Römermuseum (Ochzethaus)

In der Stadt:

In den Umgebungsorten:

NaturdenkmalBearbeiten

 
Weinlechner Eiche
  • Weinlechner Eiche: 1899 gepflanzt, steht am Dr. Weinlechner Platz, nach dem gleichnamigen Chirurgen benannt

Freizeit und SportBearbeiten

  • Alpenverein Altheim
  • SK Altheim
  • Tennisclub Altheim TCA
  • Turnverein Altheim TVA
  • URC Radwelt

RadwanderwegBearbeiten

Altheim ist eine der Stationen entlang des Römerradweges und lädt zur Besichtigung eines rekonstruierten römischen Badehauses im historischen Ortsteil Weirading zu einem Zwischenstopp ein.

WirtschaftBearbeiten

In Altheim wird seit 2001 geothermische Energie zur Wärme- und Stromerzeugung gewonnen.

PolitikBearbeiten

12
12
7
12 12 
Insgesamt 31 Sitze

Der Gemeinderat (Stadtparlament) besteht aus 31 Mitgliedern, siehe Grafik rechts. Zählsprengel sind Altheim-Zentrum (000), Altheim-Peripherie-N (001) und Altheim-Peripherie-S (003) für die Stadt selbst, und Altheim-Umgebung (002) für den Rest des Gemeindegebiets. Der entsprechende Zählsprengel Altheim-Zentrum umfasst über 300 Gebäude mit etwa 1000 Einwohnern.

Bürgermeister

WappenBearbeiten

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

Von Blau und Rot schräg geteilt durch einen goldenen Wellenbalken, darin ein schwarz-grauer Aal; oben ein silberner, von einem ebensolchen Stern überhöhter Antiqua-Versalbuchstabe A; unten zwei silberne Pfähle.

Die Gemeindefarben sind Blau-Gelb-Rot.

Das Wappen wurde Altheim 1581 anlässlich der Markterhebung von Herzog Wilhelm V. von Bayern verliehen. Das untere Feld zeigte ursprünglich die slibern-blauen bayerischen Rauten, die nach der Erwerbung des Innviertels durch Österreich durch die silbern-roten oberösterreichischen Pfähle ersetzt wurden. 1784 wurde das Wappen- und Siegelrecht von Kaiser Joseph II. bestätigt.

Der Aal symbolisiert als redendes Wappen in volksetymologischer Deutung den Ortsnamen, der jedoch von „alt“ abzuleiten ist. Das mit einem Stern versehene A wurde bereits vor der Wappenverleihung in Gewerbesiegeln verwendet. Die silbern-roten Pfähle verdeutlichen die Zugehörigkeit zu Oberösterreich.[4]

PersönlichkeitenBearbeiten

In Altheim geboren
Personen mit Bezug zur Stadt
  • Johann Georg Meindl (1682–1767), Freiheitskämpfer, Schützenobrist im bayerischen Volksaufstand 1705/06
  • Josef Weinlechner (1829–1906), Kinderchirurg, „Pionier der Kinderchirurgie“

LiteraturBearbeiten

  • Lothar Bodingbauer, Ingeborg Staufer: Altheimer Heimatbuch. 1975.
  • Harald Pfleger (Bearb.), u. a.: Landschaftserhebung Gemeinde Altheim. Endbericht; Reihe Naturraumkartierung Oberösterreich, im Auftrag des Landes Oberösterreich, Naturschutzabteilung – Naturraumkartierung OÖ. Kirchdorf an der Krems 2006 (pdf, landesmuseum.at).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Altheim (Oberösterreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002-2019 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2019)
  2. Land Oberösterreich - Geografische Daten der Stadtgemeinde Altheim.
  3. www.ochzethaus.at
  4. Land Oberösterreich: Wappen der Gemeinde Altheim