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Wiemelhausen ist ein Stadtteil von Bochum, der bereits am 1. April 1904 nach Bochum eingemeindet wurde.[3]

Wappen von Bochum
Wiemelhausen
Stadtteil von Bochum
Lage von im Süd
Koordinaten 51° 27′ 35″ N, 7° 13′ 41″ OKoordinaten: 51° 27′ 35″ N, 7° 13′ 41″ O
Fläche 5,45 km²
Einwohner 18.246 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte 3348 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1904
Bezirk Süd
Quelle: [1][2]
Siedlung in Wiemelhausen mit Malakow-Turm Zeche Julius-Philipp

Inhaltsverzeichnis

Geografie und VerkehrBearbeiten

Wiemelhausen schließt sich südlich an die Innenstadt an und erstreckt sich bis nach Stiepel im Süden. Im Westen grenzt Wiemelhausen an Weitmar, im Norden an die Innenstadt, im Osten an Altenbochum und Querenburg. Zusammen mit Stiepel und Querenburg bildet Wiemelhausen im Wesentlichen den Stadtbezirk Bochum-Süd, wobei die Grenzen der Stadtbezirke leicht von den Stadtteilgrenzen abweichen. Das gewachsene Zentrum ist das sogenannte Kirchviertel rund um die Kirche St. Johannes.

Durch Wiemelhausen führen die Ausfallstraßen „Königsallee“ und „Universitätsstraße“ sowie die Stadtautobahn A 448. Unter und in der Universitätsstraße verläuft die Trasse der U-Bahn-Linie U 35, der wichtigsten Nahverkehrsverbindung innerhalb Bochums, die den Hauptbahnhof mit der Ruhr-Universität verbindet.

BevölkerungBearbeiten

Am 31. Dezember 2018 lebten 18.293 Einwohner in Wiemelhausen.

Strukturdaten der Bevölkerung in Wiemelhausen:

  • Minderjährigenquote: 12,7 % [Bochumer Durchschnitt: 14,6 % (2018)]
  • Altenquote (60 Jahre und älter): 31,6 % [Bochumer Durchschnitt 28,2 % (2018)]
  • Ausländeranteil: 8,4 % [Bochumer Durchschnitt 13,9 % (2018)]
  • Arbeitslosenquote: 4,9 % [Bochumer Durchschnitt 8,9 % (2017)]

Wirtschaft und VerwaltungBearbeiten

Wiemelhausen ist hauptsächlich Wohn- und Einkaufsviertel. Daneben sind hier Dienstleistungsbetriebe angesiedelt. So sind beispielsweise die Bogestra mit Hauptverwaltung, die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See, das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil, die Bergbau-Berufsgenossenschaft, das Stadtarchiv der Stadt Bochum, die Agentur für Arbeit, das Finanzamt Bochum-Süd, die Bochumer Filiale der Deutschen Bundesbank und die Hauptstelle der Volksbank Bochum Witten zu finden. Des Weiteren befindet sich hier der Maschinenhersteller Eickhoff, sowie der Hauptsitz des Software-Unternehmens G Data.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

In Wiemelhausen befindet sich mit dem Thürmer-Saal eine Stätte des Bochumer Kulturlebens. Sehenswert sind der alte Malakow-Turm der Zeche Julius-Philipp an der Markstraße sowie die dort beheimatete medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität Bochum und die denkmalgeschützte Albertus-Magnus-Kirche Des Weiteren befinden sich das Veranstaltungszentrum „Zeche“ in Wiemelhausen.

Bildung und ForschungBearbeiten

In Wiemelhausen gibt es drei Grundschulen, drei Gymnasien, wovon in einem eine Astronomische Beobachtungsstation beheimatet ist. Die Kliniken des Bergmannsheil gehören als Teil des Bochumer Modells zum Universitätsklinikum.

SportBearbeiten

In Wiemelhausen ist der Sportverein Concordia Wiemelhausen 08/10 e.V. beheimatet, dessen Sportstätte an der Glücksburger Straße liegt. Die Herrenmannschaft der Fußballabteilung schaffte in der Spielzeit 2015/2016 den Aufstieg in die Westfalenliga. Der Verein entstand im Jahre 1997 aus der Fusion der beiden örtlichen Vereine SV Concordia Bochum 1910 und der DJK TuS Wiemelhausen 1908.

Zudem ist mit der DJK Teutonia Ehrenfeld 1913 e.V. auf der Sportanlage an der Wohlfahrtstraße noch ein weiterer Fußballclub in Wiemelhausen beheimatet.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Wiemelhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

QuellenBearbeiten

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2017 ([1])
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 296.