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Voivodeni (Mureș)

Gemeinde in Rumänien
Voivodeni
Johannisdorf
Vajdaszentivány
Wappen von Voivodeni (Mureș)
Voivodeni (Mureș) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 42′ N, 24° 38′ OKoordinaten: 46° 42′ 12″ N, 24° 37′ 37″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 364 m
Fläche: 34,00 km²
Einwohner: 1.756 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 547650
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Voivodeni, Toldal
Bürgermeister: Vasile Boer (PSD)
Postanschrift: Str. Principală nr. 160
loc. Voivodeni, jud. Mureș, RO–547650
Website:

Voivodeni (veraltet Sânioana oder Sântioana; deutsch Johannisdorf ungarisch Vajdaszentivány) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Der Ort ist auch unter der deutschen Bezeichnung Johannesdorf und der ungarischen Szentivány bekannt.[2]

Geographische LageBearbeiten

 
Lage der Gemeinde Voivodeni im Kreis Mureș

Die Gemeinde Voivodeni liegt im Süden der Siebenbürgischen Heide (Câmpia Transilvaniei), Teil des Siebenbürgischen Beckens. Am Bach Luț – ein rechter Zufluss des Mureș (Mieresch) – und der Kreisstraße (drum județean) DJ 154J befindet sich der Ort Voivodeni 13 Kilometer südwestlich von der Stadt Reghin (Sächsisch-Regen) und 23 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch).

GeschichteBearbeiten

Der Ort Voivodeni wurde 1332 erstmals urkundlich erwähnt.[3]

Eine Besiedlung der Region wird nach archäologischen Grabungen, zwei Kilometer nördlich des Ortes Voivodeni auf der Anhöhe genannt Benghát (374 m), in die Bronze- und Hallstattzeit datiert. Archäologische Funde des Ortes befinden sich im Museum Bruckenthal in Hermannstadt. Ebenfalls sind südlich des Ortes, bei von den Einheimischen genannt La comoară, Ruinen die in die Römerzeit deuten und eine Römerstraße vermerkt.[4]

Auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Toldal (ungarisch Toldalag) sind Funde einer römischen Siedlung im Bereich des Gebäudes der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft vermerkt.[5]

Im Königreich Ungarn gehörte der Ort dem Stuhlbezirk Régen alsó („Unter-Regen“) in der Gespanschaft Maros-Torda anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

BevölkerungBearbeiten

Die Bevölkerung der Gemeinde Voivodeni entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.991 739 948 11 293
1920 2.607 964 1.582 8 53
1941 2.833 762 1.994 22 55
2002 1.957 622 1.174 3 158
2011 1.756 499 1.056 3 198

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl (2.849) 1956 registriert. Die höchste Anzahl der Magyaren wurde 1941, die der Rumänen (1.019) 1966, der Roma (263) 1930 und die der Rumäniendeutschen wurde 1941 ermittelt.[6]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Im Gemeindezentrum die reformierte Kirche[7] im 15. Jahrhundert errichtet, im 18. Jahrhundert umgebaut und das Landhaus der ungarischen Adelsfamilie Zichy im 18. Jahrhundert errichtet,[8] stehen unter Denkmalschutz.[5]
  • Auf dem Areal des eingemeindeten Dorfes sind mehrere Seen, Lacul Sate, wo Fischfang betrieben werden kann.[9]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Voivodeni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 30. Januar 2019 (ungarisch).
  3. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. Institute Of Archaeology − Voivodeni abgerufen am 3. Februar 2019 (rumänisch).
  5. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  6. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).
  7. Angaben zur reformierten Kirche in Voivodeni bei biserici.org, abgerufen am 3. Februar 2019 (rumänisch).
  8. Angaben zum Landhaus Zichy bei adatbank.ro, abgerufen am 3. Februar 2019 (rumänisch).
  9. Angaben zu Lacul Sate bei locuridepescuit.net, abgerufen am 3. Februar 2019 (rumänisch).