Sărățeni (Mureș)

Gemeinde in Rumänien
Sărățeni
Sóvárad
Wappen von Sărățeni (Mureș)
Sărățeni (Mureș) (Rumänien)
(46° 33′ 44″ N, 25° 0′ 32″O)
Basisdaten
Staat: RumänienRumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Mureș
Koordinaten: 46° 34′ N, 25° 1′ OKoordinaten: 46° 33′ 44″ N, 25° 0′ 32″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 421 m
Fläche: 37,15 km²
Einwohner: 1.608 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 545504
Telefonvorwahl: (+40) 02 65
Kfz-Kennzeichen: MS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2020[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Sărățeni
Bürgermeister: Csaba Biró (UDMR)
Postanschrift: Str. Pricipală nr. 15
loc. Sărățeni, jud. Mureș, RO–545504
Website:

Sărățeni [sərəˈtzenʲ] (veraltet Șovarad, Sărata oder Oradia Sărata; ungarisch Sóvárad) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische LageBearbeiten

 
Lage der Gemeinde Sărățeni im Kreis Mureș

Sărățeni liegt im Siebenbürgischen Becken nördlich des Kokel-Hochlands (Podișul Târnavelor) im Osten des Kreises Mureș. Am Oberlauf der Târnava Mică (Kleine Kokel), und der Nationalstraße Drum național 13A befindet sich der Ort Sărățeni zwischen den Hügeln Bekecs (1079 m) im Norden und dem Siklod (1025 m) im Süden,[3] sechs Kilometer von der Kleinstadt Sovata und etwa 55 Kilometer (35 km Luftlinie) östlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.

GeschichteBearbeiten

Der Ort Sărățeni, ein Szeklerdorf, wurde 1332 erstmals urkundlich erwähnt.[4]

Eine Besiedlung des Ortes wird nach archäologischem Fund eines römischen Kastells in die Römerzeit datiert. Zahlreiche archäologische Funde von Sărățeni sind in mehreren Museen Rumäniens zu sehen.[5]

Im Verzeichnis historischer Denkmäler des Ministeriums für Kultur und nationales Erbe (Ministerul Culturii și Patrimoniului Național) werden westlich von Sărățeni, bei den Einheimischen Cetatea lui Csombod genannt, Reste einer Burg aus der Bronzezeit vermerkt.[6]

Zur Zeit des Königreichs Ungarn gehörte die heutige Gemeinde zum Teil dem Stuhlbezirk Régen alsó („Unter-Regen“) und zum Teil dem Stuhlbezirk Nyáradszereda in der Gespanschaft Maros-Torda anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.

Der Ort Sărățeni war bis 2004 Teil der nahegelegenen Kleinstadt Sovata und ist seither eine eigenständige Gemeinde.[7]

BevölkerungBearbeiten

Die Bevölkerung in Sărățeni entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 1.390 106 1.267 - 17
1930 1.760 32 1.552 2 175
2002 1.627 16 1.534 2 75
2011 1.608 24 1.326 - 258

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet des Ortes Sărățeni die höchste Einwohnerzahl und die der Magyaren (1.946) 1910 ermittelt. Die höchste Anzahl der Roma (237) wurde 2011, die der Rumänen 1850 und die der Rumäniendeutschen 1930 und 2002 registriert.[8]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die reformierte Kirche und deren Glockenturm im 15. Jahrhundert errichtet und 1766 erneuert,[9] stehen unter Denkmalschutz.[6]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • László Király (* 1943), Dichter und Schriftsteller[10]

WeblinksBearbeiten

Commons: Sărățeni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Angaben bei prezenta.roaep.ro, abgerufen am 21. Januar 2021 (rumänisch).
  3. Angaben des Gemeinderats von Sărățeni. (PDF; 31,4 MB) Abgerufen am 6. Oktober 2019 (rumänisch).
  4. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  5. Institute Of Archaeology − Sărățeni, abgerufen am 6. Oktober 2019 (rumänisch).
  6. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  7. Angaben des Gesetzes Nr. 84 von 2004, bei lege5.ro abgerufen am 6. Oktober 2019 (rumänisch).
  8. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch).
  9. Angaben zur reformierten Kirche in Sărățeni bei biserici.org, abgerufen am 6. Oktober 2018 (rumänisch).
  10. Angaben zu László Király bei irodalom.org abgerufen am 4. Oktober 2019 (ungarisch).