Vielsalm

Gemeinde in Wallonie, Belgien

Vielsalm (abgeleitet von Salm-la-Vieille) ist eine belgische Gemeinde im Bezirk Bastogne in der Provinz Luxemburg.

Vielsalm
Vielsalm wapen.svg Flagge
Vielsalm (Luxemburg)
Vielsalm
Staat: Belgien Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Luxemburg
Bezirk: Bastogne
Koordinaten: 50° 17′ N, 5° 55′ OKoordinaten: 50° 17′ N, 5° 55′ O
Fläche: 139,76 km²
Einwohner: 7886 (1. Jan. 2020)
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 6690, 6692, 6698
Vorwahl: 080
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration Communale
Rue de l’Hôtel de Ville, 5 (rez-de-chaussée)
6690 Vielsalm
Website: www.vielsalm.be

GeografieBearbeiten

Die Kommune besteht aus 23 Dörfern, u. a. Vielsalm, Bihain, Commanster (dt.: Gomels, Gommelshausen) mit dem Schloss Commanster, Petit-Thier und Grand-Halleux.[1]

Der Zentralort Vielsalm liegt am Fluss Salm, einem Nebenfluss der Amel. Nördliche Nachbargemeinde ist Trois-Ponts, südlich grenzt die Gemeinde Gouvy an. Östlich des Vielsalmer Gemeindegebiets liegen die Dörfer Recht, Rodt und Hinderhausen, die bereits zur deutschsprachigen Stadtgemeinde Sankt Vith gehören.

Vielsalm hat einen Schnellzughalt an der Luxemburger Nordbahn.

Im Ortsteil Rencheux befindet sich die ehemalige Kaserne der Belgischen Ardennenjäger.

Die ehemalige Eisenbahnstrecke Vielsalm-Born ist seit 2023 zum Ravel Radweg L47A ausgebaut.

GeschichteBearbeiten

Nach der deutsch-belgischen Geschichtsschreibung war im Jahr 1034 ein Graf Giselbert "de Salmo" Zeuge eines Gütertauschs zwischen den Klöstern Stablo und St. Maximin. Sein Sohn Hermann von Salm wurde 1081 als Gegenkönig zum vom Papst gebannten König Heinrich IV. aufgestellt, er fiel aber schon 1088 in einer Fehde (Hontheim, Hist.Dipl.1,366; Annales Belgici 228, Artikel im Grenz-Echo). Insgesamt ist die Quellenlage für Vielsalm sehr dürftig und es kann zu Verwechslungen mit den Orten kommen, in denen die Nachkommen beurkundet wurden. Die Burg in Vielsalm (eine Gründungsurkunde ist unbekannt) gilt als die Stammburg der Grafen von Niedersalm, die sich in den folgenden Jahrhunderten nicht nur in Luxemburg (Vianden) und im Elsass (Badonviller), sondern auch in den Rheinlanden (Alfter, Bedburg, Dyck) niederließen und Schlösser bauten. 1919 kam Vielsalm mit Eupen und Malmedy an Belgien und wurde 1940 von Deutschland annektiert. Nach dem Vordringen alliierter Truppen besetzten Truppen der Wehrmacht die Region im Dezember 1944 ein letztes Mal (Ardennenoffensive). Am 18. Januar 1945 befreiten britische und amerikanische Truppen Vielsalm.[2]

Söhne und Töchter von VielsalmBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Vielsalm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. vielsalm.be
  2. HyperWar: Army Air Forces in World War II. Band III, S. 702 (ibiblio.org).