Gouvy

Gemeinde in Wallonie, Belgien

Gouvy (deutsch Geilich)[1] ist eine belgische Gemeinde im Arrondissement Bastogne der Provinz Luxemburg.

Gouvy
Gouvy wapen.svg Flagge
Gouvy (Luxemburg)
Gouvy
Staat: Belgien Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Luxemburg
Bezirk: Bastogne
Koordinaten: 50° 11′ N, 5° 57′ OKoordinaten: 50° 11′ N, 5° 57′ O
Fläche: 165,11 km²
Einwohner: 5397 (1. Jan. 2020)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km²
Postleitzahl: 6670–6674
Vorwahl: 080
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration Communale
Bovigny 59
6671 Gouvy
Website: www.gouvy.be

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Die Gemeinde Gouvy wurde zum 1. Januar 1977 im Zuge der Belgischen Gemeindereform aus den folgenden 5 bisher selbständigen Gemeinden gebildet (nunmehr Ortsteile der Gemeinde Gouvy):

amtlicher Name (französisch) wallonischer Name luxemburgischer Name deutscher Name
Beho Buhô Bukels[2] Bochholz
Bovigny Bovgnî Bowies[3] Bowies
Cherain Tcherin Keren[4]
Limerlé Limerlé Lamescher[5] Lomerslaer[6]
Montleban Mont-l'-Ban Mauer[7]

Das Dorf Gouvy, nach dem die Gemeinde benannt wurde, gehört zum Ortsteil Limerlé. Der Ortsteil Beho mit den Dörfern Deiffelt, Ourthe (Urt) und Wathermael (Watermal) gehört traditionell zum deutschen Sprachgebiet, auch wenn heute in der Gemeinde fast ausschließlich Französisch gesprochen wird.[8] Gouvy wurde schon 780 erstmals urkundlich erwähnt. Unter den Urkunden Arnulfs von Kärnten findet sich eine, in der der König im Jahre 888 dem Marienstift zu Aachen dessen Besitz in Coruia bestätigt (MGH DArn Nr. 031). Der Ort teilte die Geschichte des Herzogtums Luxemburg und gelangte 1839 zum zuvor neugegründeten belgischen Staat.

Im Zweiten Weltkrieg kurz nach dem 10. Mai 1940 marschierten deutsche Truppen ein. Bis zur Befreiung durch amerikanische Truppen Mitte September 1944 waren alle Orte von Deutschland annektiert.[9]

WeblinksBearbeiten

Commons: Gouvy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 
Blick auf Cherain

BelegeBearbeiten

  1. Jean-Jacques Jespers: Dictionnaire des noms de lieux en Wallonie et à Bruxelles. Èditions Racine 2005, S. 291.
  2. Maria Besse: Namenpaare an der Sprachgrenze. M. Niemeyer, 1997, S. 327.
  3. Revue belge de philologie et d’histoire, Band 28, 1950, S. 1205.
  4. Rudolf Schützeichel: Philologie der ältesten Ortsnamenüberlieferung. C. Winter, 1992, S. 170.
  5. Paul Margue: Luxembourg. C. Bonneton, 1984, S. 195.
  6. Sven Vrielinck: De territoriale indeling van België 1795–1963, Volume 1. Universitaire Pers, Leuven 2000, S. 49.
  7. Ernst Gamillscheg, Emil Winkler (Hrsg.): Zeitschrift für Französische Sprache und Literatur, Band 63. 1940, S. 17.
  8. gouvy.eu: gouvy.eu – Gouvy 23 villages – Survol – Deutsch (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  9. Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Wiedervereinigung der Gebiete von Eupen, Malmedy und Moresnet mit dem Deutschen Reich. In: Reichsgesetzblatt, Teil I, 18. Mai 1940.