Verteidigungsbezirkskommando 52

Das Verteidigungsbezirkskommando 52 war ein Verteidigungsbezirkskommando der Bundeswehr mit Sitz des Stabs zuletzt in Karlsruhe. Hauptaufgabe des Kommandos war die Territoriale Verteidigung in seinem Verteidigungsbezirk.

Verteidigungsbezirkskommando 52
— VBK 52 —
No coats of arms.svg

(führte kein Verbandsabzeichen)
Aktiv ca. 1963 bis 2007
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Typ Verteidigungsbezirkskommando
letzter Stabssitz Karlsruhe
Standort des Stabs: die Mackensen-Kaserne

GeschichteBearbeiten

AufstellungBearbeiten

Das Verteidigungsbezirkskommando wurde zur Einnahme der Heeresstruktur II in den 1960er-Jahren als Teil des Territorialheeres ausgeplant und dem Befehlshaber im Wehrbereich V unterstellt. Angelehnt an die zivilen Verwaltungsgliederung entsprach der Verteidigungsbezirk in etwa dem Regierungsbezirk Nordbaden (später: Regierungsbezirk Karlsruhe). Entsprechend war der Standort des Stabs Karlsruhe.[1][2] In der Heeresstruktur IV verlegte der Stab nach Ludwigsburg.[3]

Wechsel in die StreitkräftebasisBearbeiten

2001 wurde das Territorialheer aufgelöst. Die Wehrbereichskommandos und Verteidigungsbezirkskommandos wurden der neu aufgestellten Streitkräftebasis unterstellt. Die Wehrbereiche und Verteidigungsbezirke wurden grundlegend neu geordnet und ihre Anzahl reduziert. Das Verteidigungsbezirkskommando wechselte zum „neuen“ Wehrbereichskommando IV „Süddeutschland“. Zeitgleich wurde das Verteidigungsbezirkskommando 53 außer Dienst gestellt und dessen Kommandobereich, der etwa dem Regierungsbezirk Freiburg entsprach, dem Verteidigungsbezirk 52 eingegliedert. Der Verteidigungsbezirk 52 entsprach nun grob dem badischen Landesteil Baden-Württembergs. Die unterstellten Verteidigungskreiskommandos wurden aufgelöst und seine Aufgabe teils den neu aufgestellten Kreisverbindungskommandos übertragen.[2][4]

AuflösungBearbeiten

Das Verteidigungsbezirkskommando wurde 2007 außer Dienst gestellt. Einige seiner Aufträge wurden dem neu aufgestellten Landeskommando Baden-Württemberg und unterstellten Bezirksverbindungskommandos übertragen.[2][4]

GliederungBearbeiten

Das Verteidigungsbezirkskommando umfasste wie die meisten Truppenteile des Territorialheeres nur wenige aktive Soldaten. Erst im Verteidigungsfall konnte das Verteidigungsbezirkskommando durch die Einberufung von Reservisten und die Mobilmachung eingelagerten und zivilen Materials auf eine Truppenstärke anwachsen, die etwa einer Brigade des Feldheeres entsprach. Die längste Zeit seines Bestehens untergliederte sich das Verteidigungsbezirkskommando abgeleitet von der zivilen Verwaltungsgliederung grob in direkt oder den nachgeordneten Verteidigungskreiskommandos unterstellte Heimatschutzkompanien als Kern der infanteristisch geprägten Heimatschutztruppe.[3]

VerbandsabzeichenBearbeiten

Das Verteidigungsbezirkskommando führte aufgrund seiner Ausplanung als überwiegend nicht aktiver Truppenteil kein eigenes Verbandsabzeichen. Die wenigen aktiven Soldaten trugen daher das Verbandsabzeichen des übergeordneten Wehrbereichskommandos.

Als „Abzeichen“ wurde daher unpräzise manchmal das interne Verbandsabzeichen des Stabes und der Stabskompaniepars pro toto“ für das gesamte Verteidigungsbezirkskommando genutzt. Als Hinweis auf den Stationierungsraum zeigte es auf dem Schild in badischer Schildteilung zu gelb-rot (vgl. auch das Karlsruher Stadtwappen) den Greif als typischen badischen Schildhalter. Hier hält der Greif ein Schild mit dem Eisernen Kreuz – das Hoheitszeichen der Bundeswehr.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wehrbereichskommando V. BArch, BH 28-5. In: invenio. Bundesarchiv, 2004, abgerufen am 14. Juli 2018.
  2. a b c Verteidigungsbezirkskommandos. BArch, BH 30. In: invenio. Bundesarchiv, abgerufen am 14. Dezember 2018.
  3. a b O.W. Dragoner: Die Bundeswehr 1989. Territorialkommando SCHLESWIG-HOLSTEIN. Territorialkommando NORD. Territorialkommando SÜD. Anhang: Territoriale Gliederung. 4. Auflage. 2.2 – Heer, Februar 2012 (relikte.com [PDF; abgerufen am 10. Juli 2018]).
  4. a b Wehrbereichskommando I - Küste - (Kiel). BArch, BW 68-1. In: invenio. Bundesarchiv, 2004, abgerufen am 14. Juli 2018 (umfasst Darstellung aller vier WBKs).

Koordinaten: 49° 1′ 19,2″ N, 8° 25′ 59,2″ O