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GeschichteBearbeiten

Im FeldheerBearbeiten

Im Feldheer wurden folgende Sanitätskommandos ab 1972 zur Einnahme der Heeresstruktur III ausgeplant:[A 1]

Die Sanitätskommandos des Feldheeres wurden nach Ende des Kalter Krieges und im Zuge der Außerdienststellung oder Umgliederung der Korps zwischen 1989 und 1993 aufgelöst.

Im TerritorialheerBearbeiten

Im Territorialheer wurden beginnend ab 1969 zur Einnahme der Heeresstruktur III folgende Sanitätskommandos ausgeplant:[A 1]

Analog zur Entwicklung im Feldheer wurde das letzte Sanitätskommando im Territorialheer bis 1994 außer Dienst gestellt.

Neuaufstellung in der StreitkräftebasisBearbeiten

Die Sanitätskommandos I bis IV wurden mit der Umstrukturierung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr auf Grund der Bundeswehrreform zum 1. Oktober 2001 aufgestellt. Ihnen sind (bis auf wenige Ausnahmen) fast sämtliche sanitätsdienstlichen Einrichtungen aller Teilstreitkräfte zugefallen und sie sind somit seither für die sanitätsdienstliche Versorgung der Soldaten der Bundeswehr im Inland und vor allem in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr zuständig.

Letzte Struktur bis zur Umgliederung 2013Bearbeiten

Sanitätskommando I in KielBearbeiten

Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen  
Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
6 Fachsanitätszentren in Hannover, Kiel, Munster, Rostock, Seedorf und Wilhelmshaven  
24 Sanitätszentren in Alt Duvenstedt, Boostedt, Bremerhaven, Bückeburg, Delmenhorst, Eckernförde, Faßberg, Flensburg, Hagenow, Hamburg, Husum, Kramerhof, Kropp, Laage, Lüneburg, Nienburg/Weser, Nordholz, Osterholz-Scharmbeck, Plön, Rotenburg (Wümme), Torgelow, Trollenhagen, Wittmund und Wunstorf
letzter Kommandeur: Generalarzt Ulrich Pracht

Sanitätskommando II in DiezBearbeiten

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland  
Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz
Lazarettregiment 21 in Rennerod
Sanitätsregiment 22 in Ahlen
5 Fachsanitätszentren in Augustdorf, Bonn, Fritzlar, Idar-Oberstein und Köln-Wahn  
16 Sanitätszentren in Aachen, Ahlen, Cochem, Germersheim, Höxter, Kerpen, Köln, Lahnstein, Merzig, Münster, Rennerod, Rheine, Stadtallendorf und Zweibrücken
Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial Pfungstadt
letzter Kommandeur: Admiralarzt Michael Knabe

Sanitätskommando III in WeißenfelsBearbeiten

Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin  
Bundeswehrkrankenhaus Berlin
Lazarettregiment 31 in Berlin
Sanitätsregiment 1 in Weißenfels
2 Fachsanitätszentren in Erfurt und Leipzig  
11 Sanitätszentren in Bad Frankenhausen, Bad Salzungen, Berlin, Burg, Dresden, Frankenberg/Sachsen, Havelberg, Strausberg, Schönewalde, Schwielowsee und Weißenfels
Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial Blankenburg (Harz)
letzter Kommandeur: Generalarzt Michael Tempel

Sanitätskommando IV in BogenBearbeiten

Bayern, Baden-Württemberg  
Bundeswehrkrankenhaus Ulm
Lazarettregiment 41 in Dornstadt
Gebirgssanitätsregiment 42 in Kempten
5 Fachsanitätszentren in Hammelburg, Kempten, Kümmersbruck, München und Sigmaringen  
21 Sanitätszentren in Altenstadt, Bad Reichenhall, Bruchsal, Ellwangen, Feldkirchen, Fürstenfeldbruck, Füssen, Hardheim, Kaufbeuren, Laupheim, Mittenwald, Müllheim, Neubiberg, Neuburg an der Donau, Neunburg vorm Wald, Penzing, Regensburg, Roth, Stetten am kalten Markt, Ulm, Untermeitingen und Veitshöchheim
Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial (VIZ) Sigmaringen
letzter Kommandeur: Oberstarzt Michael Uhl

AußerdienststellungBearbeiten

Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurden die Sanitätskommandos sukzessive aufgelöst. Aus dem Sanitätskommando II ging das Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung hervor. Das Sanitätskommando III bildete den Grundstock für das nachfolgende Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung.

AnmerkungenBearbeiten

  1. a b Hinweis: Die Sanitätskommandos führten keine Verbandsabzeichen. Hier werden stattdessen die ab 1980 eingeführten und zuletzt getragenen internen Verbandsabzeichen („Brustanhänger“) der Stabskompanie dargestellt. Die abgebildeten internen Verbandsabzeichen wurden also meist nur von den Soldaten im Stab und/oder in der Stabskompanie getragen. Häufig wurden die hier gezeigten internen Verbandsabzeichen aber vereinfacht pars pro toto als „Wappen“ für das gesamte Sanitätskommandos genutzt. Als Verbandsabzeichen („Ärmelabzeichen“ des Dienstanzuges) trugen die Soldaten der Sanitätskommandos das Verbandsabzeichen des übergeordneten Korps. Die den Sanitätskommandos unterstellten Dienststellen besaßen meist ihre eigenen internen Verbandsabzeichen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Coats of arms Sanitätskommandos (Bundeswehr) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien