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Verteidigungsbezirkskommando 22

ehemaliges Verteidigungsbezirkskommando der Bundeswehr mit Sitz in Hannover

Das Verteidigungsbezirkskommando 22 war ein Verteidigungsbezirkskommando der Bundeswehr mit Sitz des Stabes in Hannover. Hauptaufgabe des Kommandos war die Territoriale Verteidigung in seinem Verteidigungsbezirk.

Verteidigungsbezirkskommando 22
— VBK 22 —
No coats of arms.svg

(führte kein Verbandsabzeichen)
Aktiv ca. 1963 bis 2001
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Kreuz.svg Heer
Typ Verteidigungsbezirkskommando
Unterstellung WBK II.svg Wehrbereichskommando II
Stabssitz Hannover

GeschichteBearbeiten

AufstellungBearbeiten

Das Verteidigungsbezirkskommando wurde zur Einnahme der Heeresstruktur II in den 1960er-Jahren als Teil des Territorialheeres ausgeplant und dem Befehlshaber im Wehrbereich II unterstellt. Angelehnt an die zivile Verwaltungsgliederung entsprach der Verteidigungsbezirk in etwa dem Regierungsbezirk Hannover. Der Standort des Stabes war Hannover.[1][2]

AuflösungBearbeiten

2001 wurde das Territorialheer aufgelöst. Die Wehrbereichskommandos und Verteidigungsbezirkskommandos wurden der neu aufgestellten Streitkräftebasis unterstellt. Die Wehrbereiche und Verteidigungsbezirke wurden grundlegend neu geordnet und ihre Anzahl reduziert. Das Verteidigungsbezirkskommando 22 wurde außer Dienst gestellt und sein Kommandobereich dem Verteidigungsbezirkskommando 23 eingegliedert. Die unterstellten Verteidigungskreiskommandos wurden aufgelöst und deren Aufgaben teils den neu aufgestellten Kreisverbindungskommandos übertragen.[2][3]

Nach der AuflösungBearbeiten

Ende 2003 verlegte etwa zeitgleich mit Auflösung der Regierungsbezirke Braunschweig und Hannover der Stab des Verteidigungsbezirkskommandos 23 von der Braunschweiger Heinrich-der-Löwe-Kasernen in die Kurt-Schumacher-Kaserne in die Landeshauptstadt Hannover, so dass Hannover erneut Stabssitz eines Verteidigungsbezirkskommandos wurde.

GliederungBearbeiten

Das Verteidigungsbezirkskommando umfasste wie die meisten Truppenteile des Territorialheeres nur wenige aktive Soldaten. Erst im Verteidigungsfall konnte das Verteidigungsbezirkskommando durch die Einberufung von Reservisten und die Mobilmachung eingelagerten und zivilen Materials auf eine Truppenstärke anwachsen, die um 1989 etwa einer (kleinen) Brigade des Feldheeres entsprach. Die längste Zeit seines Bestehens untergliederte sich das Verteidigungsbezirkskommando abgeleitet von der zivilen Verwaltungsgliederung noch weiter in unterstellte Verteidigungskreiskommandos.[4]

VerbandsabzeichenBearbeiten

Das Verteidigungsbezirkskommando führte aufgrund seiner Ausplanung als überwiegend nicht aktiver Truppenteil kein eigenes Verbandsabzeichen. Die wenigen aktiven Soldaten trugen daher das Verbandsabzeichen des übergeordneten Wehrbereichskommandos.

Als „Abzeichen“ wurde daher unpräzise manchmal das interne Verbandsabzeichen des Stabes und der Stabskompaniepars pro toto“ für das gesamte Verteidigungsbezirkskommando genutzt. Es zeigte im Wesentlichen als Hinweis auf den Stationierungsraum als Figur die Marienblume (alternativ: Kleeblatt) ähnlich wie im Stadtwappen Hannovers auf einem schwarz-rot-goldenem Schild.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wehrbereichskommando II. BArch, BH 28-2. In: invenio. Bundesarchiv, abgerufen am 14. Juli 2018.
  2. a b Verteidigungsbezirkskommandos. BArch, BH 30. In: invenio. Bundesarchiv, abgerufen am 14. Dezember 2018.
  3. Wehrbereichskommando I - Küste - (Kiel). BArch, BW 68-1. In: invenio. Bundesarchiv, 2004, abgerufen am 14. Juli 2018 (umfasst Darstellung aller vier WBKs).
  4. O.W. Dragoner: Die Bundeswehr 1989. Territorialkommando SCHLESWIG-HOLSTEIN. Territorialkommando NORD. Territorialkommando SÜD. Anhang: Territoriale Gliederung. 4. Auflage. 2.2 – Heer, Februar 2012 (relikte.com [PDF; abgerufen am 10. Juli 2018]).

Koordinaten: 52° 25′ 23,9″ N, 9° 44′ 9,6″ O