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Uwe Wurlitzer

deutscher Politiker (AfD)

LebenBearbeiten

Wurlitzer absolvierte nach der allgemeinen Hochschulreife eine Ausbildung mit Berufsabschluss als Kaufmann in Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (BWV) an der IHK Leipzig und als Versicherungsfachmann. Seit 2000 ist Wurlitzer selbständiger Immobilienmakler und Versicherungsfachmann.

Wurlitzer ist konfessionslos, verheiratet und Vater von zwei Kindern.[1] Er lebt in Leipzig.[2]

Politisches EngagementBearbeiten

ParteiBearbeiten

Wurlitzer gehörte von 2004 bis 2009 als Mitglied der CDU an und von 2005 bis 2009 ferner dem Vorstand des Ortsverbandes Leipzig-Grünau. Von 2005 bis 2009 war er zudem Mitarbeiter im Büro des CDU-Bundestagsabgeordneten Manfred Kolbe.

Im April 2013 trat er der neugegründeten Partei Alternative für Deutschland bei und wurde im Oktober zum Vorsitzenden des Kreisverbandes Leipzig gewählt. Seit März 2014 war er zudem Generalsekretär des sächsischen Landesverbandes.[3] Am 29. September 2017 trat er aus der AfD aus.[4]

Wurlitzer schloss sich der Blauen Partei an und ist Beisitzer im Vorstand der Partei.[5]

AbgeordnetentätigkeitBearbeiten

Bei der Landtagswahl in Sachsen 2014 kandidierte er direkt im Wahlkreis 29 (Leipzig 3), wo er 8,5 Prozent der Erststimmen erhielt.[6] Über den Landeslistenplatz 2 wurde er in den Landtag gewählt. Die AfD-Landtagsfraktion wählte ihn auf ihrer konstituierenden Sitzung zum Parlamentarischen Geschäftsführer.[7] Außerdem wurde er stellvertretender Fraktionsvorsitzender.[8]

Er war Mitglied im Ausschuss für Schule und Sport und im Ausschuss für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten sowie stellvertretendes Mitglied im Verfassungs- und Rechtsausschuss, Haushalts- und Finanzausschuss, Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft, Innenausschuss, Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration, Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien, Europaausschuss und Petitionsausschuss.[8]

Am 26. September 2017 verließ er zusammen mit der Partei- und Fraktionsvorsitzenden Frauke Petry und der Abgeordneten Kirsten Muster die AfD-Fraktion, behielt aber sein Mandat.[9] Ein erneuter Einzug in den Landtag nach der Landtagswahl in Sachsen 2019 am 1. September 2019 gelang nicht.

KritikBearbeiten

Im Sächsischen Landtag unterstellte Wurlitzer politischen Gegnern wiederholt strafbare Äußerungen, was er auf Nachfrage zurückziehen musste. So unterstellte er Juliane Nagel (Die Linke) einen Aufruf zur Gewalt gegen Polizeibeamte und behauptete zu anderem Zeitpunkt, Linksjugend, Grüne Jugend sowie Jusos hätten dazu aufgerufen, Wahlkampfstände der AfD zu beschädigen.[10][11][12] Beide Vorwürfe konnte er nicht belegen und musste sie zurückziehen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lebenslauf. In: uwe-wurlitzer.com. Archiviert vom Original am 8. Oktober 2017; abgerufen am 11. Dezember 2016.
  2. Uwe Wurlitzer, Sächsischer Landtag, abgerufen am 24. Juli 2015.
  3. Gunnar Tichy: AfD will mit sechs Prozent in den Landtag. Hitradio RTL Sachsen, 2. März 2014, abgerufen am 22. November 2018.
  4. Severin Weiland: Petry offiziell ausgetreten: AfD bangt um ihre Mitte. In: Spiegel Online, 29. September 2017.
  5. Vorstand, Die blaue Partei
  6. Statistik: Landtagswahl 2014, Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 24. Juli 2015.
  7. AfD wählt Petry einstimmig zur Fraktionschefin. In: Freie Presse, 3. September 2014.
  8. a b Uwe Wurlitzer, AfD (Memento vom 25. Juli 2015 im Internet Archive), Sächsischer Landtag
  9. Petry kündigt Austritt aus AfD an. In: Augsburger Allgemeine, 26. September 2017.
  10. Leipzigs AfD-Politiker Wurlitzer mit schweren Vorwürfen gegen Juliane Nagel. In: Leipziger Volkszeitung, 22. Dezember 2015.
  11. Robert D. Meyer: AfD spielt Stille Post mit Gewaltaufruf. In: Neues Deutschland, 23. Dezember 2015.
  12. Dresden: Neuer Lügen-Vorwurf gegen AfD-Politiker Wurlitzer. In: Dresdner Neueste Nachrichten, 22. Dezember 2015.